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	<title>Fachanwalt für Strafrecht Dr. Böttner &#124; Rechtsanwalt und Strafverteidiger in Hamburg &#124;  Wirtschaftsstrafrecht Hamburg</title>
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	<description>Strafrechtkanzlei in Hamburg und Neumünster</description>
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		<title>OLG Koblenz: Freispruch für Lehrer nach Sex mit Schülerin – Zu den Anforderungen an ein Obhutsverhältnis im Sinne von § 174 I Nr. 1 StGB</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 09:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[OLG Koblenz, Beschluss vom 29.12.2011, Az.: 1 Ss 213/11 Die Revision des Angeklagten richtet sich gegen das Berufungsurteil des Landgerichts Koblenz, durch das er, wie in erster Instanz, wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen in 22 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren (mit Strafaussetzung zur Bewährung) verurteilt wurde. Zunächst kam es nach Feststellungen des Gerichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OLG Koblenz, Beschluss vom 29.12.2011, Az.: 1 Ss 213/11</strong></p>
<p>Die <a title="Revision" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/revision-in-strafsachen/" target="_blank">Revision</a> des Angeklagten richtet sich gegen das Berufungsurteil des Landgerichts Koblenz, durch das er, wie in erster Instanz, wegen <a title="Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-schutzbefohlenen-gem-174-stgb/" target="_blank">sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen </a>in 22 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren (mit Strafaussetzung zur Bewährung) verurteilt wurde.<br />
Zunächst kam es nach Feststellungen des Gerichts zu Konversationen zwischen dem Angeklagten und der 14-jährigen Schülerin. Nach einiger Zeit kam es dann zum Austausch von Zärtlichkeiten und zu sexuellen Handlungen.<br />
Weiterhin hatte das Gericht festgestellt, dass die Zeugin C. mindestens dreimal am Unterricht des Angeklagten teilnahm, obwohl sie eigentlich die Parallelklasse besuchte. Da es sich dabei allerdings nur um Vertretungsunterricht handelte, hatte der Unterricht des Angeklagte keine Auswirkungen auf die Noten der Schülerin.<br />
Das Landgericht nahm dennoch eine Strafbarkeit wegen des <a title="Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-schutzbefohlenen-gem-174-stgb/" target="_blank">Missbrauchs von Schutzbefohlenen gemäß § 174 Abs. 1 Nr. 1 StGB</a> an, da die Zeugin C. ihm zur Erziehung und zur Ausbildung anvertraut gewesen sei. Das Landgericht führte aus, dass es dabei irrelevant sei, dass es sich bei dem Angeklagten nicht um einen Fachlehrer der Zeugin handelte.</p>
<p>Dazu das OLG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Unangemessenes, unanständiges oder verantwortungsloses Verhalten ist nicht per se strafbar, sondern nur dann, wenn es unter einen zur Tatzeit geltenden Straftatbestand zu subsumieren ist. Der allein in Betracht kommende § 174 Abs. 1 StGB &#8211; für eine Anwendbarkeit des § 182 StGB gibt es keinen Anhaltspunkt &#8211; setzt in den hier relevanten Alternativen der Nummern 1 und 2 voraus, dass zum Zeitpunkt der sexuellen Handlungen zwischen den beteiligten Personen ein besonderes, der Erziehung, der Ausbildung oder der Betreuung des minderjährigen Opfers in der Lebensführung dienendes Obhutsverhältnis besteht. Dem Täter muss das Recht und die Pflicht obliegen, die Lebensführung des Minderjährigen und damit dessen geistig-sittliche Entwicklung im Rahmen eines Abhängigkeitsverhältnisses im Sinne einer Unter- und Überordnung zu überwachen und zu leiten (BGH v. 21.04.1995 &#8211; 3 StR 526/94 &#8211; juris Rn. 5 &#8211; BGHSt 41, 137; BGH v. 10. 6. 2008 &#8211; 5 StR 180/08 &#8211; juris Rn. 5 &#8211; NStZ-RR 2008, 307). Die (bei einem Lehrer in erster Linie in Betracht kommende) Erziehung übt derjenige aus, der für die Überwachung der Lebensführung des Jugendlichen und seine körperliche, psychische und moralische Entwicklung verantwortlich ist, was naturgemäß entsprechende Einwirkungsmöglichkeiten über einen gewissen Zeitraum voraussetzt.</em><br />
<em>Ob ein solches Verhältnis besteht, ist nach den tatsächlichen Gegebenheiten des Einzelfalles zu beurteilen. Es ist entgegen der Auffassung der Strafkammer nicht ohne weiteres zwischen allen Lehrern und Schülern einer Schule zu bejahen (BGH v. 30.10.1963 &#8211; 2 StR 357/63 &#8211; juris Rn. 11 &#8211; BGHSt 19, 163), wenn auch der Täterkreis nicht zwangsläufig auf Klassen- oder Fachlehrer begrenzt ist. Bei einer 5-zügigen Regionalen Schule handelt es sich allerdings auch nicht um eine „Zwergschule“, in der sich alle Lehrer und Schüler gegenseitig kennen, jeder Lehrer auch tatsächlich jeden Schüler als ihm zur Erziehung anvertraut behandelt und alle sich im täglichen Umgang der Über- und Unterordnung bewusst sind.&#8221;</em></p>
<p>Das OLG betont, dass es für die Annahme eines Obhutsverhältnisses – entgegen der Auffassung des Landgerichts – sehr wohl darauf ankommt, ob der Angeklagte die Zeugin wirklich unterrichtete oder diese nur gelegentlich am Vertretungsunterricht teilnahm. Allein der Hinweis darauf, dass der Angeklagte und die Zeugin derselben Schule angehören, sei nicht ausreichend. Vielmehr sei anhand des Einzelfalls zu beurteilen, ob zwischen Lehrer und Schüler ein Obhutsverhältnis besteht. Dies hat das OLG mit Hinweis auf den nur gelegentlich stattfindenden Vertretungsunterricht abgelehnt und den Angeklagten freigesprochen.<br />
Der Beschluss der OLG wurde zum Teil stark kritisiert. Insbesondere wurde angeführt, dass die Entscheidung den Eindruck erwecke, dass Schüler nur vor Klassenlehrern geschützt seien.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>BGH: Zum Beweiswert eines DNA-Vergleichsgutachtens</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/05/bgh-zum-beweiswert-eines-dna-vergleichsgutachtens/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 06.03.2012, Az.: 3 StR 41/12 Das Landgericht Hannover hat den Angeklagten wegen besonders schweren Raubes in Tateinheit mit besonders schwerer räuberischer Erpressung, mit gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen und mit Freiheitsberaubung in zwei Fällen zu der Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten. Nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 06.03.2012, Az.: 3 StR 41/12</strong></p>
<p>Das Landgericht Hannover hat den Angeklagten wegen besonders<a title="Raub und Erpressung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/vermoegensdelikte-wie-raub-diebstahl-erpressung/" target="_blank"> schweren Raubes in Tateinheit mit besonders schwerer räuberischer Erpressung</a>, mit gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen und mit Freiheitsberaubung in zwei Fällen zu der Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Nach den Feststellungen des Landgerichts drangen der Angeklagte und zwei unbekannt gebliebene Mittäter maskiert in ein Wohnhaus ein und erbeuteten Bargeld sowie Wertgegenstände. Dabei soll einem der Täter ein Zigarettenstummel aus der Tasche gefallen sein. Im Filter fand sich DNA, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 : 8,6 Billionen vom Angeklagten herrührt. Die Geschädigten  konnten die Täter lediglich dahin beschreiben, dass sie mit osteuropäischem Akzent sprachen sowie schlank und sportlich waren, zwei von ihnen etwa 1,70 m groß, der dritte etwas größer.</p>
<p>Das Landgericht gelangte zu der Überzeugung, dass der Angeklagte einer der Täter war und bezog sich dabei insbesondere auf die DNA-Spur, welche ein &#8220;starkes Indiz&#8221; sei.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Auch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs geht davon aus, dass das Ergebnis eines DNA-Vergleichsgutachtens nur als ein &#8211; wenn auch bedeutsames &#8211; Indiz anzusehen ist, das der Würdigung im Zusammenhang mit anderen für die Täterschaft sprechenden Beweisanzeichen bedarf; denn ein solches Gutachten enthält lediglich eine abstrakte, biostatistisch begründete Aussage über die Häufigkeit der festgestellten Merkmale bzw. Merkmalskombinationen innerhalb einer bestimmten Population (Urteil vom 12. August 1992 &#8211; 5 StR 239/92, BGHSt 38, 320). Zwar hat der Bundesgerichtshof in einer späteren Entscheidung abweichend hiervon die Auffassung vertreten, bei einem festgestellten Seltenheitswert im Millionenbereich könne allein das Ergebnis eines DNA-Vergleichsgutachtens für die tatrichterliche Überzeugungsbildung dahin ausreichen, die Tatortspur stamme vom Angeklagten (Beschluss vom 21. Januar 2009 &#8211; 1 StR 722/08, NJW 2009, 1159).&#8221;</em></p>
<p>Der BGH betont zwar, dass der Beweiswert eines DNA-Vergleichsgutachtens gestiegen sei. Dennoch bleibt eine solche Untersuchung nur eine Wahrscheinlichkeitsaussage, welche weiterer Beweise bedarf. Daher erfolgte nach Ansicht des BGH keine rechtsfehlerfreie Beweiswürdigung.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>OLG Köln: Man sollte sich einen zuverlässigen Strafverteidiger suchen&#8230;</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/05/olg-koln-man-sollte-sich-einen-zuverlaessigen-strafverteidiger-suchen/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 09:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[OLG Köln, Beschluss vom 12.01.2012, Az.: 2 Ws 21/12 Der Angeklagte wurde vom Amtsgerichts mit Urteil vom 07.09.2011 wegen Diebstahls im besonders schweren Fall in vier Fällen, davon in einem Fall versucht, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten &#8211; mit Strafaussetzung zur Bewährung &#8211; verurteilt. Gegen dieses Urteil hat der Angeklagte durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OLG Köln, Beschluss vom 12.01.2012, Az.: 2 Ws 21/12</strong></p>
<p>Der Angeklagte wurde vom Amtsgerichts mit Urteil vom 07.09.2011 wegen <a title="Diebstahl" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/vermoegensdelikte-wie-raub-diebstahl-erpressung/" target="_blank">Diebstahls</a> im besonders schweren Fall in vier Fällen, davon in einem Fall versucht, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten &#8211; mit Strafaussetzung zur Bewährung &#8211; verurteilt.<br />
Gegen dieses Urteil hat der Angeklagte durch seinen Pflichtverteidiger mit am 15.09.2011 beim Amtsgericht eingegangenen Schriftsatz vom selben Tag Rechtsmittel eingelegt und wegen der versäumten Rechtsmittelfrist zugleich Wiedereinsetzung beantragt.<br />
Das Landgericht hat den Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand und die Berufungseinlegung durch Beschluss vom 24.11.2011 als unzulässig verworfen.<br />
Hiergegen hat der Angeklagte durch seinen Verteidiger, dem der Beschluss des Landgerichts am 30.11.2011 zugestellt worden war, mit Schriftsatz vom 08.12.2011, eingegangen beim Landgericht am selben Tag, sofortige Beschwerde eingelegt.<br />
Nach der Auffassung des OLG ist die sofortige Beschwerde hier bereits unzulässig, da die nicht innerhalb der Wochenfrist des § 311 Abs. 2 StPO eingelegt worden ist. Zur Wiedereinsetzung führt das OLG aus:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Gründe für eine von Amts wegen zu gewährende Wiedereinsetzung in die Frist zur Einlegung der sofortigen Beschwerde bestehen nach Aktenlage nicht. Zwar ist nach Maßgabe des § 44 StPO ein Verschulden des Verteidigers dem Angeklagten in der Regel nicht zuzurechnen. Dies gilt jedoch nur dann, wenn der Angeklagte nicht durch eigenes Verschulden zur Versäumung der Frist beigetragen hat, z.B. wenn er untätig bleibt, obwohl ihm die Unzuverlässigkeit des Verteidigers bekannt ist (vgl. BGHSt 25, 89, 92; Meyer-Goßner, StPO, 54. Auflage, § 44 Rdnr. 18 m.w.N.). Nachdem das Landgericht den Angeklagten in der &#8211; ihm auch persönlich übersandten &#8211; angefochtenen Entscheidung mit aller Deutlichkeit auf die hier zu Tage getretene Unzuverlässigkeit seines Verteidigers hingewiesen hatte, hätte der Angeklagte zumindest in der Kanzlei des Verteidigers nachfragen müssen, ob nunmehr gegen die Entscheidung des Landgerichts rechtzeitig Rechtsmittel eingelegt wird (wie es z.B. der Angeklagte in dem Fall unternommen hat, der der SenE v. 08.04.2010 &#8211; 2 Ws 197/10 &#8211; zugrunde liegt). Dafür, dass der Angeklagte sich um die rechtzeitige Rechtsmitteleinlegung gekümmert hätte, ist nichts ersichtlich. Diese Unterlassung, durch die er in Kenntnis der Begründung des Landgerichts zur neuerlichen Fristversäumung beigetragen hat, begründet ein Mitverschulden, das eine Wiedereinsetzung nach § 44 StPO ausschließt.&#8221;</em></p>
<p>Das OLG stellt klar, dass die sofortige Beschwerde innerhalb von einer Woche, also bis zum Ablauf des 07.12.2011 hätte eingelegt werden müssen. Beim Landgericht ist die Beschwerde aber erst am 08.12.2011 eingegangen.<br />
Das OLG führt weiterhin aus, dass ein Verschulden des Verteidigers bei der Einhaltung von Fristen dem Angeklagten grundsätzlich nicht zuzurechnen ist. Allerdings gilt dann etwas anderes, wenn dem Mandanten bereits bekannt war, dass der Verteidiger eine gewisse Unzuverlässigkeit aufweist. Nach Ansicht des OLG musste dies dem Angeklagten im vorliegenden Fall bekannt sein, da er bereits durch das Landgericht darauf hingewiesen worden war. Somit wurde dem Angeklagten das Verschulden des<a title="Strafverteidiger" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank"> Strafverteidigers</a> hier zugerechnet.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>Vergewaltigungs- und Untreuevorwurf</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 08:05:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor dem Potsdamer Landgericht musste sich der ehemaliger Leiter eines Kinder- und Jugendheimes wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung verantworten. Laut Anklage soll der Mann seine damalige Lebensgefährtin und Mitarbeiterin vergewaltigt haben. Allerdings verwickelte sich das mutmaßliche Opfer nach Ansicht des Gerichts in Widersprüche. Das Landgericht hat den Angeklagten aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Das Urteil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Potsdamer Landgericht musste sich der ehemaliger Leiter eines Kinder- und Jugendheimes wegen des Vorwurfs der <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> verantworten.<br />
Laut Anklage soll der Mann seine damalige Lebensgefährtin und Mitarbeiterin vergewaltigt haben. Allerdings verwickelte sich das mutmaßliche Opfer nach Ansicht des Gerichts in Widersprüche.</p>
<p>Das Landgericht hat den Angeklagten aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.<br />
Im Zuge der Ermittlungen gegen den ehemaligen Leiter wurden auch Geschäfte offen gelegt. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft könnte im Moment nicht ausgeschlossen werden, dass der Angeklagte Geld des Vereins auf sein privates Konto gelenkt habe. Ihm droht deshalb ein Verfahren wegen <a title="Untreue" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/untreue/" target="_blank">Untreue</a>.</p>
<p><em>( Quelle: Märkische Allgemeine online vom 10.05.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/vergewaltigung/" id="tag-link-251" class="st-tags t1" title="45 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Vergewaltigung</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/untreue/" id="tag-link-212" class="st-tags t1" title="36 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Untreue</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/betrug/" id="tag-link-21" class="st-tags t2" title="63 topics" rel="tag" style="font-size:10.22pt; color:#88c6d1;">Betrug</a>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zum Vermögensschaden beim Scheckbetrug</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/05/bgh-zum-vermoegensschaden-beim-scheckbetrug/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 08:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vermögensverfügung]]></category>

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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 06.03.2012, Az.: 4 StR 669/11 Das Landgericht Bielefeld hat die vier Angeklagten unter Anderem wegen (versuchten) Betrugs in Tateinheit mit Urkundenfälschung in mehreren Fällen und wegen gewerbs- und bandenmäßig begangenen Betrugs in Tateinheit mit gewerbs- und bandenmäßig begangener Urkundenfälschung in mehreren Fällen zu Freiheitsstrafen verurteilt. Gegen dieses Urteil richten sich die Revisionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 06.03.2012, Az.: 4 StR 669/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Bielefeld hat die vier Angeklagten unter Anderem wegen (versuchten)<a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank"> Betrugs</a> in Tateinheit mit <a title="Urkundenfälschung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/urkundendelikte-urkundenfaelschung-267-stgb/" target="_blank">Urkundenfälschung</a> in mehreren Fällen und wegen gewerbs- und bandenmäßig begangenen Betrugs in Tateinheit mit gewerbs- und bandenmäßig begangener Urkundenfälschung in mehreren Fällen zu Freiheitsstrafen verurteilt.<br />
Gegen dieses Urteil richten sich die Revisionen zweier Angeklagter.</p>
<p>Nach den Feststellungen des Landgerichts reichten die Angeklagten gefälschte Schecks bei verschiedenen Banken ein, um eine Zahlung auf Konten zu veranlassen, die den Angeklagten von den Kontoinhabern absprachegemäß hierfür zur Verfügung gestellt worden waren. Da die Bankmitarbeiter die Schecks jeweils für echt hielten, erfolgten die Gutschriften. Unter Verwendung der von den Kontoinhabern überlassenen Bankkarten wurden die Beträge dann am Geldautomaten abgehoben.<br />
Der BGH kritisiert in dem Beschluss die Annahme eines Vermögensschadens bei der Bank im Rahmen des (gewerbs- und bandenmäßigen)<a title="Betrug" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/betrug-und-betrugsdelikte/" target="_blank"> Betrugs</a>:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Ein Vermögensschaden im Sinne des § 263 Abs. 1 StGB tritt ein, wenn die Vermögensverfügung des Getäuschten bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise unmittelbar zu einer nicht durch Zuwachs ausgeglichenen Minderung des wirtschaftlichen Gesamtwerts des Vermögens des Verfügenden führt (Prinzip der Gesamtsaldierung). Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Vermögensverfügung, also der Vergleich des Vermögenswerts unmittelbar vor und unmittelbar nach der Verfügung (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 18. Februar 2009 – 1 StR 731/08, BGHSt 53, 199 Tz. 10 ff.). In den Gesamtvermögensvergleich vor und nach der Verfügung miteinzubeziehen sind auch bestehende Sicherungsmöglichkeiten, die, sofern sie werthaltig sind und von dem durch die Vermögensverfügung nachteilig Betroffenen ohne Schwierigkeiten realisiert werden können, geeignet sind, einen verfügungsbedingten Vermögensnachteil zu kompensieren (vgl. BGH, Beschlüsse vom 26. November 2009 – 5 StR 91/09, NStZ-RR 2010, 109; vom 5. März 2009 – 3 StR 559/08, BGHR StGB § 263 Abs. 1 Vermögensschaden 71; vom 17. August 2005 – 2 StR 6/05, NStZ-RR 2005, 374; Urteile vom 22. Oktober 1986 – 3 StR 226/86, BGHSt 34, 199, 202; vom 3. Juni 1960 – 4 StR 121/60, BGHSt 15, 24, 27; vgl. SSW-StGB/Satzger, § 263 Rn. 154 ff. m.w.N.).&#8221;</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass ein Vermögensschaden nur vorliegt, wenn dieser nicht (nachträglich) kompensiert wird. Kommt es hingegen zu einem Ausgleich, sei ein Vermögensnachteil regelmäßig abzulehnen.<br />
Im vorliegenden Fall bezieht sich der BGH auf das vertragliche Rückbelastungsrecht aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Dieses ermöglicht den Banken unabhängig vom Willen des Kontoinhabers die Rückbuchung des Scheckbetrags bei Ausbleiben der Deckung.</p>
<p>Da es der mutmaßlich geschädigten Bank somit möglich ist, den Betrag zurück zu buchen, erfolgt eine Kompensation der Vermögenseinbuße, sodass ein Vermögensschaden zu Lasten der Bank abzulehnen ist.<br />
Die teilweise Aufhebung der Schuldsprüche erstreckt sich nach § 357 Satz 1 StPO auch auf die nicht revidierenden Angeklagten.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>BGH: Keine Vergewaltigung heißt nicht, keine Körperverletzung</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 08:02:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Urteil vom 20.03.2012, Az.: 1 StR 648/11 Am Tattag brach der Angeklagte mittels einer Scheckkarte in die Wohnung seiner schwerbehinderten Ex-Freundin ein. Zunächst würgte der Angeklagte die Geschädigte und fragte sie, wer das Türschloss ausgewechselt habe. Anschließend kam es zum Oral- und dann zum Geschlechtsverkehr. Dabei wehrte sich die Geschädigte nicht und sagte dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Urteil vom 20.03.2012, Az.: 1 StR 648/11</strong></p>
<p>Am Tattag brach der Angeklagte mittels einer Scheckkarte in die Wohnung seiner schwerbehinderten Ex-Freundin ein. Zunächst würgte der Angeklagte die Geschädigte und fragte sie, wer das Türschloss ausgewechselt habe. Anschließend kam es zum Oral- und dann zum Geschlechtsverkehr. Dabei wehrte sich die Geschädigte nicht und sagte dem Angeklagten auch nicht, dass sie keinen Geschlechtsverkehr wolle. Danach zog sich der Angeklagte an und verließ die Wohnung.<br />
Das Landgericht Regensburg hat den Angeklagten vom Tatvorwurf der <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> freigesprochen. Hiergegen richtet sich die Revision der Staatsanwaltschaft.</p>
<p>Das Landgericht hat den objektiven Tatbestand verneint, da die Gewaltanwendung durch den Angeklagten nicht dem Geschlechtsverkehr diente. Vielmehr habe der Angeklagte durch das Würgen nur in Erfahrung bringen wollen, wer das Schloss ausgetauscht hatte. Nach Auffassung des Landgerichts habe die angewendete Gewalt beim Geschlechtsverkehr nicht weitergewirkt.<br />
Dabei hat das Landgericht nicht ausgeführt, ob sich der Angeklagte der Nötigung (§ 240 StGB) und/oder einer tateinheitlich begangenen gefährlichen Körperverletzung (§ 224 Abs. 1 Nr. 5 StGB) strafbar gemacht hat.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Nach § 264 StPO muss das Gericht die in der Anklage bezeichnete Tat so, wie sie sich nach dem Ergebnis der Hauptverhandlung darstellt, unter allen rechtlichen Gesichtspunkten aburteilen. Es ist verpflichtet, den Unrechtsgehalt der Tat voll auszuschöpfen, sofern keine rechtlichen Hindernisse im Wege stehen (BGH, Beschluss vom 9. November 1972 &#8211; 4 StR 457/71, BGHSt 25, 72). Der Tatbegriff des § 264 Abs. 1 StPO entspricht dabei demjenigen des § 200 Abs. 1 Satz 1 StPO (BGH, Beschluss vom 30. März 2011 &#8211; 4 StR 42/11).&#8221;</em></p>
<p>Der BGH weißt darauf hin, dass zwar mangels Strafantrags keine Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperverletzung ergehen konnte. Dennoch hätte das Landgericht eine Nötigung der Geschädigten und eine eventuell vorliegende gefährliche Körperverletzung durch das Würgen prüfen müssen. Dies gebiete § 264 StPO. Dafür hätte lediglich ein Hinweis im Sinne von § 265 Abs. 1 StPO erfolgen müssen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafrecht/" id="tag-link-4" class="st-tags t10" title="255 topics" rel="tag" style="font-size:20pt; color:#0099ff;">Strafrecht</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/korperverletzung/" id="tag-link-254" class="st-tags t2" title="61 topics" rel="tag" style="font-size:10.22pt; color:#88c6d1;">Körperverletzung</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidiger/" id="tag-link-8" class="st-tags t3" title="108 topics" rel="tag" style="font-size:11.44pt; color:#77c0d7;">Strafverteidiger</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/prozess/" id="tag-link-777" class="st-tags t1" title="55 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Prozess</a>
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		<item>
		<title>BGH: Zu den Anforderungen an eine Aussetzung zur Bewährung nach § 56 Abs. 2 StGB</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 08:03:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[unterschlagung]]></category>

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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 08.02.2012, Az.: 2 StR 136/11 Das Landgericht Bonn hat die Angeklagte wegen veruntreuender Unterschlagung in 28 Fällen sowie wegen gewerbsmäßiger Verletzung der Gemeinschaftsmarke in acht Fällen, davon in einem Fall tateinheitlich begangen mit zwei weiteren Fällen der gewerbsmäßigen Verletzung der Gemeinschaftsmarke zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt, von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 08.02.2012, Az.: 2 StR 136/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Bonn hat die Angeklagte wegen veruntreuender <a title="Unterschlagung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/unterschlagung/" target="_blank">Unterschlagung</a> in 28 Fällen sowie wegen gewerbsmäßiger Verletzung der Gemeinschaftsmarke in acht Fällen, davon in einem Fall tateinheitlich begangen mit zwei weiteren Fällen der gewerbsmäßigen Verletzung der Gemeinschaftsmarke zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt, von denen zwei Monate als vollstreckt gelten.<br />
Der Mitangeklagte wurde zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 11 Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden und von der ein Monat als vollstreckt gilt.<br />
Die Revision der Angeklagten hat Erfolg, soweit ihr Strafaussetzung zur Bewährung versagt worden ist.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Die Begründung, mit der das Landgericht das Fehlen einer hinreichend positiven Sozialprognose angenommen hat, begegnet durchgreifenden rechtlichen Bedenken. Der Umstand, dass die Angeklagte ein stark &#8220;ausgeprägtes Geltungsbedürfnis&#8221; habe, &#8220;das sie, wie auch in den abgeurteilten Taten zum Ausdruck gekommen sei, durch äußere Umstände, wie teure Markenartikel zu kompensieren suche&#8221;, mag wie ihr &#8220;rebellisches Wesen&#8221; oder ihre finanzielle Situation, in der der von ihr als angemessen und ihr zustehend empfundene Lebenszuschnitt nicht zu finanzieren sei (vgl. UA S. 80), gegen eine positive Prognose sprechen. Auch könnte ihr Verhalten in der Hauptverhandlung durchaus Aufschluss darüber geben, ob sie eine Einsicht, durch ihre Taten Unrecht verwirklicht zu haben, entwickeln wird.“</em></p>
<p>Damit bezieht sich der BGH auf die Anforderungen an eine Aussetzung nach § 56 Abs. 2 StGB. Danach kann auch eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren zur Bewährung aussetzen werden, sofern unten anderem eine positive Prognose angenommen wird.</p>
<p>Das Landgericht hat diesbezüglich zwar Ausführungen gemacht, diese sind nach Ansicht des BGH aber unvollständig. Insbesondere habe das Landgericht nicht berücksichtigt, dass die Angeklagte nach der letzten Tat im Februar 2008 strafrechtlich nicht mehr auffällig geworden ist. Dies spreche eindeutig für die positive Entwicklung der Angeklagten.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<item>
		<title>BGH: Zur Annahme von selbstständigen Taten im Betäubungsmittelstrafrecht</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 09:50:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Betäubungsmittelstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: 5 StR 425/11 Das Landgericht Berlin hat den Angeklagten wegen Inverkehrbringens von Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport in Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in 84 Fällen und wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Nach den Feststellungen des Landgerichts verkaufte der Angeklagte diverse Dopingmittel sowie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 14.12.2011, Az.: 5 StR 425/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Berlin hat den Angeklagten wegen Inverkehrbringens von Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport in Tateinheit mit <a title="Betäubungsmittelstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/betaeubungsmittelstrafrecht-btmg/" target="_blank">unerlaubtem Handeltreiben</a> mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in 84 Fällen und wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.</p>
<p>Nach den Feststellungen des Landgerichts verkaufte der Angeklagte diverse Dopingmittel sowie Medikamente in unterschiedlichen Kombinationen im Wege des Versandhandels an zahlreiche Abnehmer und erzielte dabei einen Gesamterlös von etwa 18.000 €. Außerdem verwahrte er in einem gemieteten Lagerraum, daneben auch in seiner Wohnung und in seinem Pkw zahlreiche zum Verkauf bestimmte Dopingmittel und Medikamente.</p>
<p>Das Landgericht hat den Versandhandel als Inverkehrbringen von Arzneimitteln gewertet und dazu Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in 84 Fällen angenommen. Nach Ansicht des BGH hält die Annahme von 84 materiellrechtlich selbständigen Taten sachrechtlicher Überprüfung nicht stand.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Bewertungseinheit im Betäubungsmittelstrafrecht, die für die gleichgelagerte Konstellation des Inverkehrbringens von Arzneimitteln entsprechend gilt (BGH, Urteil vom 25. April 2001 &#8211; 2 StR 374/00, NJW 2001, 2812, 2815, insoweit in BGHSt 46, 380 nicht abgedruckt), ist eine einheitliche Tat anzunehmen, wenn ein und derselbe Güterumsatz Gegenstand der strafrechtlichen Bewertung ist (BGH, Beschluss vom 7. Januar 1981 &#8211; 2 StR 618/80, BGHSt 30, 28; Urteil vom 23. März 1995 &#8211; 4 StR 746/94, BGHR BtMG § 29 Bewertungseinheit 4; Beschluss vom 26. Mai 2000 &#8211; 3 StR 162/00, BGHR BtMG § 29 Bewertungseinheit 20). Dies kann auch gegeben sein, wenn &#8211; wie im vorliegenden Fall &#8211; verschiedenartige Präparate Gegenstand der zu beurteilenden Geschäfte sind, etwa wenn diese „im Gesamtpaket“ erworben werden (vgl. BGH, Beschluss vom 26. Juli 2001 &#8211; 4 StR 110/01, NStZ-RR 2002, 52).&#8221;</em></p>
<p>Der BGH bejaht zunächst die grundsätzliche Bewertungseinheit im Betäubungsmittelstrafrecht, auch wenn verschiedene Präparate Gegenstand des Geschäfts und damit auch der Anklage sind. Auch dann könne eine einheitliche Tat vorliegen. Als Voraussetzung nennt der BGH, dass die einzelnen Verkäufe aus einer Gesamtmenge an Präparaten, also einem Vorrat, stammen.<br />
Im vorliegenden Fall bejaht der BGH eine Gesamtmenge beim Angeklagten, die dieser lediglich in einem bestimmten Zeitraum an verschiedene Käufer veräußerte. Dafür spricht nach Ansicht des BGH die beim Angeklagten sichergestellte erhebliche Menge an Präparaten.</p>
<p>Auch längere Verkaufspausen sprechen laut BGH nicht pauschal gegen eine Gesamtmenge. Eine andere Auffassung hätte das Landgericht dann zumindest ausführlich darlegen müssen.<br />
Daher geht der BGH hier von einer Bewertungseinheit  und damit von einer einheitlichen Tat aus. Daher hat der BGH das Urteil des Landgerichts aufgehoben und an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zur Anwendung von Zwangsmitteln nach § 70 StPO &#8211; Zeugnisverweigerungsrecht</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 09:08:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Amphetamin]]></category>
		<category><![CDATA[auskunftsverweigerungsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
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		<category><![CDATA[Revision]]></category>
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		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[Zeugen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeugnisverweigerungsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[zwangsmittel]]></category>

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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 28.12.2011, Az.: 2 StR 195/11 Das Landgericht Limburg an der Lahn hat den Angeklagten wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt und angeordnet, dass drei Monate der Gesamtfreiheitsstrafe als vollstreckt gelten. Hiergegen richtet sich die Revision des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 28.12.2011, Az.: 2 StR 195/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Limburg an der Lahn hat den Angeklagten wegen <a title="Betäubungsmittelstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/betaeubungsmittelstrafrecht-btmg/" target="_blank">unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge</a> in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt und angeordnet, dass drei Monate der Gesamtfreiheitsstrafe als vollstreckt gelten. Hiergegen richtet sich die <a title="Revision" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/revision-in-strafsachen/" target="_blank">Revision</a> des Angeklagten.</p>
<p>Nach den Feststellungen des Landgerichts hat der Angeklagte in drei Fällen jeweils ein Kilogramm Amphetamin an den deshalb bereits rechtskräftig verurteilten Zeugen veräußert. Der Zeuge gab an, er habe die Betäubungsmittel in allen Fällen von demselben Veräußerer erworben, allerdings nicht vom Angeklagten. Eine Aussage zur Identität der Lieferanten verweigerte der Zeuge, obwohl das Gericht ihm kein Auskunftsverweigerungsrecht zusprach. Das Landgericht ist dem Zeugen dahingehend nicht gefolgt, sondern ist von der Täterschaft des Angeklagten überzeugt gewesen.</p>
<p>Die Revision rügt, dass das Landgericht nicht mit Zwangsmitteln auf die Beantwortung der Frage der Identität des Lieferanten nach § 70 StPO hingewirkt hat. Damit habe das Landgericht seine Aufklärungspflicht aus § 244 Abs. 2 StPO verletzt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Zeuge unter Anordnung von Zwangsmitteln den Lieferanten benannt hätte.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;§ 70 StPO dient allerdings nicht der Erzwingung wahrheitsgemäßer Aussagen, sondern nur der Beantwortung der offenen Frage. Eine Konstellation, in der es alleine um die Korrektur einer bereits gemachten Äußerung geht, die das Gericht für unzutreffend hält, liegt hier jedoch nicht vor. Dies ließe sich allenfalls unter Vorwegnahme des Beweisergebnisses annehmen, dass der Zeuge die Unwahrheit gesagt habe, als er angab, der Angeklagte sei nicht der Verkäufer der Amphetaminportionen gewesen. Eine solche Vorwegnahme des Beweisergebnisses war hier aber nicht zulässig. Dann bleibt es dabei, dass die Frage nach der Identität des Drogenverkäufers nicht beantwortet worden ist.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Hat die Aussage eines in der Hauptverhandlung erschienenen, aber grundlos die Aussage verweigernden Zeugen für die Überzeugungsbildung des Gerichts erhebliche Bedeutung, so gebietet es die Aufklärungspflicht, Anstrengungen zu unternehmen, den Zeugen zu einer Auskunft zu bewegen (BGH, Beschluss vom 6. September 1983 &#8211; 1 StR 480/83, StV 1983, 495 f.).“</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass das Landgericht hier seine Aufklärungspflicht verletzt hat. Es hätte wegen der Beweisbedeutung der <a title="Aussage" href="http://www.rechtsanwalt-falschaussage.de/" target="_blank">Aussage des Zeugen</a> auf die Beantwortung der Frage hinarbeiten und gegebenenfalls auch Zwangsmittel anwenden müssen. Dies gebiete schon § 70 StPO.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>BGH bestätigt Urteil im Mordfall ohne Leiche</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 08:53:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Landgerichts Trier hatte im letzten Jahr einen damals 55-jährigen Mann wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Auffassung des Landgerichts hatte der Angeklagte seinen Nachbarn getötet. Zunächst soll er versucht haben, seinen verhassten Nachbarn per Mordauftrag loszuwerden. Da dies nicht funktionierte, soll der Angeklagte ihn selbst getötet haben.  Allerdings wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Landgerichts Trier hatte im letzten Jahr einen damals 55-jährigen Mann wegen <a title="Mord" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank">Mordes</a> aus niedrigen Beweggründen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.</p>
<p>Nach Auffassung des Landgerichts hatte der Angeklagte seinen Nachbarn getötet. Zunächst soll er versucht haben, seinen verhassten Nachbarn per Mordauftrag loszuwerden. Da dies nicht funktionierte, soll der Angeklagte ihn selbst getötet haben.  Allerdings wurde die Leiche nie gefunden. Schon 1988 hatte der Angeklagte auf seinen Nachbarn geschossen und war zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Die Auseinandersetzungen zwischen den Nachbarn hörten nie auf.</p>
<p>In dem Verfahren hatte die Strafverteidigung einen Freispruch gefordert.<br />
Gegen die Verurteilung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe richtete sich die <a title="Revision" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/revision-in-strafsachen/" target="_blank">Revision </a>des Angeklagten. Nun hatte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe darüber zu entscheiden.</p>
<p>Dieser bestätigte die Entscheidung des Landgerichts. Es seien keine Rechtsfehler zu erkennen, sodass die Revision des Angeklagten unbegründet sei. Damit ist das Urteil rechtskräftig.</p>
<p><em>( Quelle: Augsburger Allgemeine online vom 04.04.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidiger/" id="tag-link-8" class="st-tags t3" title="108 topics" rel="tag" style="font-size:11.44pt; color:#77c0d7;">Strafverteidiger</a>
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		<title>Urteil im Osterfeuer-Prozess</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 08:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
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		<category><![CDATA[Körperverletzung mit Todesfolge]]></category>
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		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Tochter]]></category>
		<category><![CDATA[Urkundenfälschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Landgericht Osnabrück hat im Prozess um einen vor zwei Jahren im Osterfeuer verbrannten Leichnam die Urteile gegen die zwei Angeklagten gesprochen. Angeklagt waren die Tochter des 66-jährigen Opfers und deren Ehemann wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen und Körperverletzung mit Todesfolge. Allerdings hatte die Staatsanwaltschaft ihren ursprünglichen Vorwurf bereits im Prozessverlauf fallen gelassen. Eine gefährliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Landgericht Osnabrück hat im Prozess um einen vor zwei Jahren im Osterfeuer verbrannten Leichnam die Urteile gegen die zwei Angeklagten gesprochen.<br />
Angeklagt waren die Tochter des 66-jährigen Opfers und deren Ehemann wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen und Körperverletzung mit Todesfolge. Allerdings hatte die Staatsanwaltschaft ihren ursprünglichen Vorwurf bereits im Prozessverlauf fallen gelassen.</p>
<p>Eine gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge lehnte das Gericht ab, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann eines natürlichen Todes starb.</p>
<p>Das Landgericht verurteile die Angeklagte wegen gefährlicher Körperverletzung, da sie ihrem Vater bewusst Alkohol gegeben habe, um ihn ruhig zu stellen. Zudem habe sie sich des<a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank"> Betrugs</a> und der<a title="Urkundenfälschung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/urkundendelikte-urkundenfaelschung-267-stgb/" target="_blank"> Urkundenfälschung</a> strafbar gemacht, da sie die Renten des Opfers weiterhin kassierte. Das Gericht verurteile die Frau zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten.</p>
<p>Zudem muss sie – wie auch ihr Ehemann, der ihr bei der Beseitigung des Leichnams half – eine Geldbuße wegen Verstoßes gegen das Bestattungsgesetzes zahlen.</p>
<p><em>( Quelle: Westfälische Nachrichten online vom 04.04.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/betaubungsmittel/" id="tag-link-322" class="st-tags t1" title="38 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Betäubungsmittel</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidiger/" id="tag-link-8" class="st-tags t3" title="108 topics" rel="tag" style="font-size:11.44pt; color:#77c0d7;">Strafverteidiger</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/bgh/" id="tag-link-610" class="st-tags t5" title="144 topics" rel="tag" style="font-size:13.89pt; color:#55b5e2;">BGH</a>
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		<title>BGH: Zur „Hemmschwellentheorie“ bei Tötungsdelikten</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 09:28:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
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		<description><![CDATA[BGH, Urteil vom 22.03.2012, Az.: 4 StR 558/11 Das Landgericht Saarbrücken hat den Angeklagten unter Anderem wegen gefährlicher Körperverletzung zu der Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und einem Monat verurteilt, seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt und den Vorwegvollzug eines Teils der Gesamtstrafe angeordnet sowie Maßnahmen nach §§ 69, 69a StGB verhängt. Hiergegen wendt sich die Staatsanwaltschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Urteil vom 22.03.2012, Az.: 4 StR 558/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Saarbrücken hat den Angeklagten unter Anderem wegen gefährlicher Körperverletzung zu der Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und einem Monat verurteilt, seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt und den Vorwegvollzug eines Teils der Gesamtstrafe angeordnet sowie Maßnahmen nach §§ 69, 69a StGB verhängt. Hiergegen wendt sich die Staatsanwaltschaft mit der <a title="Revision" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/revision-in-strafsachen/" target="_blank">Revision</a>.<br />
Das Landgericht hatte festgestellt, dass der Messerangriff auf das mutmaßliche Opfer von dem Ausspruch „Verreck‘, du Hurensohn“ begleitetet wurde. Allerdings hatte das Gericht ebenfalls festgestellt, dass der Angeklagte lediglich einen Stich ausgeführt habe und darüber hinaus auch nicht unerheblich alkoholisiert gewesen sei.<br />
Daher hat das Landgericht einen Tötungsvorsatz abgelehnt und den Angeklagte lediglich wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Bedingt vorsätzliches Handeln setzt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs voraus, dass der Täter den Eintritt des tatbestandlichen Erfolges als möglich und nicht ganz fernliegend erkennt, ferner dass er ihn billigt oder sich um des erstrebten Zieles willen zumindest mit der Tatbestandsverwirklichung abfindet (BGH, Urteil vom 9. Mai 1990 &#8211; 3 StR 112/90, BGHR StGB § 15 Vorsatz, bedingter 7 m.w.N.).&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Die Annahme einer Billigung liegt nahe, wenn der Täter sein Vorhaben trotz erkannter Lebensgefährlichkeit durchführt (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 28. Juli 2005 &#8211; 4 StR 109/05, NStZ-RR 2005, 372; Urteil vom 18. Oktober 2007 &#8211; 3 StR 226/07, NStZ 2008, 93 f.). Hierbei sind die zum Tatgeschehen bedeutsamen Umstände &#8211; insbesondere die konkrete Angriffsweise -, die psychische Verfassung des Täters bei der Tatbegehung sowie seine Motivation in die Beweiswürdigung mit einzubeziehen (vgl. BGH, Urteile vom 27. August 2009 &#8211; 3 StR 246/09, NStZ-RR 2009, 372, und vom 27. Januar 2011 &#8211; 4 StR 502/10, NStZ 2011, 699, 702). Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist das Vertrauen auf ein Ausbleiben des tödlichen Erfolgs regelmäßig dann zu verneinen, wenn der vorgestellte Ablauf des Geschehens einem tödlichen Ausgang so nahe kommt, dass nur noch ein glücklicher Zufall diesen verhindern kann (BGH, Urteile vom 16. September 2004 &#8211; 1 StR 233/04, NStZ 2005, 92, vom 23. Juni 2009 &#8211; 1 StR 191/09, NStZ 2009, 629, 630, und vom 1. Dezember 2011 &#8211; 5 StR 360/11).&#8221;</em></p>
<p>Nach Ansicht des BGH hat das Landgericht den<a title="Tötungsdelikt" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank"> Tötungsvorsatz</a> des Angeklagten nicht umfassend geprüft. Insbesondere habe das Landgericht es verpasst, Anhaltspunkte dafür zu finden, dass der Angeklagte trotz der Lebensgefährlichkeit des Messerstichs ernsthaft darauf vertraut habe, das Opfer würde nicht zu Tode kommen. Daran ändert auch die sogenannte „Hemmschwellentheorie“ nichts, da diese lediglich pauschal beschreibt, dass für die Annahme eines bedingten Vorsatz bei Tötungsdelikten eine höhere Hemmschwelle vorliegt. Dies entbehrt hier aber nicht der Prüfung im Einzelfall.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>BGH: Zu den Anforderungen an einen Mord in Mittäterschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 08:14:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 14.02.2012, Az.: 3 StR 446/11 Das Landgericht Mönchengladbach hat den Angeklagten wegen &#8220;gemeinschaftlichen&#8221; versuchten Wohnungseinbruchdiebstahls und &#8220;gemeinschaftlichen&#8221; Mordes in Tateinheit mit &#8220;gemeinschaftlichem&#8221; Raub mit Todesfolge zu einer Einheitsjugendstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten. Nach den Feststellungen des Gerichts sollte das Opfer nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 14.02.2012, Az.: 3 StR 446/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Mönchengladbach hat den Angeklagten wegen &#8220;gemeinschaftlichen&#8221; versuchten Wohnungseinbruchdiebstahls und &#8220;gemeinschaftlichen&#8221; <a title="Mord" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank">Mordes</a> in Tateinheit mit &#8220;gemeinschaftlichem&#8221; <a title="Raub" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/vermoegensdelikte-wie-raub-diebstahl-erpressung/" target="_blank">Raub</a> mit Todesfolge zu einer Einheits<a title="Jugendstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/jugendstrafrecht/" target="_blank">jugendstrafe</a> von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Nach den Feststellungen des Gerichts sollte das Opfer nach dem Öffnen der Haustür gemäß dem Tatplan lediglich überwältigt werden. Der Mitangeklagte B. würgte das Opfer allerdings bis zur Bewusstlosigkeit. Der Angeklagte war an dieser Handlung nicht beteiligt.<br />
Nach Ansicht des BGH belegen die Feststellungen des Landgerichts die Beteiligung des Angeklagten als Mittäter an dem von dem Mitangeklagten B. begangenen Mord nicht. Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Zwar ist es für gemeinschaftliche Tatbegehung nicht erforderlich, dass jeder der Mittäter eigenhändig an der zum Tode führenden Verletzungshandlung teilnimmt. Die Tat muss aber in jedem Falle auf einem gemeinsamen Willensentschluss beruhen und im gegenseitigen Einverständnis vorgenommen werden. Daran fehlt es hier. Der Angeklagte erhielt von dem Würgen des Tatopfers erst in dem Augenblick Kenntnis, als er das Wohnhaus betrat. Ein gemeinsamer Tatplan bestand insoweit nicht. Dieser lag auch nicht in dem gemeinsamen Vorhaben, der Frau Vermögensgegenstände &#8211; auch gewaltsam &#8211; wegzunehmen; dass hierfür mehr Gewaltausübung als bloßes Festhalten und Zuhalten des Mundes des dem Mitangeklagten B. körperlich weit unterlegenen Opfers nötig und beabsichtigt gewesen wäre, ergibt sich aus den Feststellungen nicht. Vielmehr spricht die geplante Knebelung und Fesselung des Tatopfers dafür, dass der ursprüngliche Tatplan lediglich eine Körperverletzung des Tatopfers umfasste.&#8221;</em></p>
<p>Damit lehnt der BGH hier eine Mittäterschaft des Angeklagten bezüglich des Mordes ab. Dieser sei nicht vom gemeinsamen Tatplan umfasst gewesen. Weiterhin lehnt der BGH auch eine sukzessive Mittäterschaft ab, da der Angeklagte zwar das Würgen erkannte, dieses allerdings in keiner Weise förderte. Es reiche nicht aus, dass der Beteiligte die durch andere verwirklichten Tatumstände durch eigenes Einschreiten verhindern könnte. Zudem sei ein Mord durch Unterlassen hier nicht gegeben, da nicht abschließend geklärt ist, ob der Angeklagte eine Garantenstellung innehatte.<br />
Daher hat der BGH das Urteil des Landgerichts Mönchengladbach, soweit es ihn betrifft und er wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge verurteilt worden ist, mit den zugehörigen Feststellungen aufgehoben.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidigung/" id="tag-link-9" class="st-tags t1" title="58 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Strafverteidigung</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidiger/" id="tag-link-8" class="st-tags t3" title="108 topics" rel="tag" style="font-size:11.44pt; color:#77c0d7;">Strafverteidiger</a>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zur „laienhaften“ Beweiswürdigung durch das Landgericht</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/05/bgh-zur-laienhaften-beweiswuerdigung-durch-das-landgericht/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 08:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=4284</guid>
		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 09.02.2012, Az.: 2 StR 316/11 Das Landgericht Köln hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung in zwei Fällen und wegen Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt, von denen sechs Monate als vollstreckt gelten. Gegen diese Entscheidung richtet sich die Revision des Angeklagten. Der BGH kritisiert in seinem Beschluss das Urteil des Landgerichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 09.02.2012, Az.: 2 StR 316/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Köln hat den Angeklagten wegen <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> in zwei Fällen und wegen Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt, von denen sechs Monate als vollstreckt gelten. Gegen diese Entscheidung richtet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Der BGH kritisiert in seinem Beschluss das Urteil des Landgerichts sehr deutlich:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Die unübersichtliche, zum Teil laienhaft wirkende Beweiswürdigung, mit der sich das Landgericht von der Täterschaft des Angeklagten hinsichtlich der Vergewaltigungstaten überzeugt hat (UA S. 38 ff.), begegnet durchgreifenden rechtlichen Bedenken. Dass die Kammer die Aussage der Nebenklägerin, auf die sie sich dabei gestützt hat, als glaubhaft angesehen hat, weil sie detailreich, konstant und widerspruchsfrei ausgesagt habe, vermag der Senat nicht nachzuvollziehen. Die Beweiswürdigung weist insoweit Lücken auf und ist deshalb rechtsfehlerhaft.&#8221;</em></p>
<p>Die Kritik bezieht sich auf die gesamte Beweiswürdigung durch das Landgericht. Der BGH führt weiter aus:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Als einziges Detail hinsichtlich der &#8220;plastischen und anschaulichen Schilderung des Geschehens&#8221; durch die Nebenklägerin führt die Kammer insoweit an, die Nebenklägerin habe im Zusammenhang mit dem zweiten Vergewaltigungsgeschehen den Umstand mitgeteilt, eine Pflanze zertreten zu haben, die der Vermieter ihr und dem Angeklagten zum Einzug geschenkt habe (UA S. 39). Einzel- und Besonderheiten zu den Vergewaltigungsgeschehen werden nicht mitgeteilt. Der (angebliche) Detailreichtum der Aussage der Nebenklägerin ist dadurch nicht belegt.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Das Landgericht geht davon aus, dass die Nebenklägerin in allen wesentlichen Punkten konstant ausgesagt habe (UA S. 41). Im Zusammenhang mit dieser Würdigung bleibt allerdings unberücksichtigt, dass die Angaben der Nebenklägerin zur Tathäufigkeit stark voneinander abweichen.&#8221;</em></p>
<p>Der BGH betont, dass das Landgericht im Rahmen des Tatgeschehens lediglich Ausführungen zu einer zertretenen Pflanze macht. Zudem sei vom Landgericht nicht berücksichtigt worden, dass die Aussagen der Nebenklägerin voneinander abweichen.<br />
Wie es zu dieser aufällig unvollständigen Beweiswürdigung kommt, lässt sich nur so erklären, dass das Landgericht der Nebenklägerin detailreiche Aussagen zum <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigungsgeschehen</a> ersparen wollte. Nun ist diese Überlegung aber „nach hinten los gegangen“, da der BGH das Urteil aufgehoben und an das Landgericht zurück verwiesen hat. Heißt: Die Nebenklägerin muss noch einmal vor Gericht erscheinen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>BGH:  Winnenden-Urteil wegen eines Verfahrensfehlers teilweise aufgehoben</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 07:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Amoklauf]]></category>
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		<description><![CDATA[Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 054/2012 vom 02.05.2012 Der Prozess gegen den Vater des &#8220;Amokläufers&#8221; von Winnenden zählt zu den spektakulärsten Prozessen der letzten Monaten. Dieser ist vom Landgericht Stuttgart unter Anderem wegen fahrlässiger Tötung in 15 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Sein Sohn hatte mit Waffen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 054/2012 vom 02.05.2012</strong></p>
<p>Der Prozess gegen den Vater des &#8220;Amokläufers&#8221; von Winnenden zählt zu den spektakulärsten Prozessen der letzten Monaten. Dieser ist vom Landgericht Stuttgart unter Anderem wegen fahrlässiger<a title="Totschlag" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank"> Tötung</a> in 15 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Sein Sohn hatte mit Waffen des Vaters ein der Schule auf mehrere Schüler gezielt geschossen und ein Blutbad angerichtet.</p>
<p>Mit der hiergegen eingelegten Revision hatte der Angeklagte nun Erfolg vor dem Bundesgerichtshof. Das Urteil gegen den Anklagten wird aufgrund eines Verfahrensfehlers teilweise aufgehoben.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Auszug aus der Pressemitteilung:</strong></span></p>
<p><em>Winnenden-Urteil wegen eines Verfahrensfehlers teilweise aufgehoben</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das Landgericht Stuttgart hatte den Vater des Amokläufers von Winnenden am 10. Februar 2011 wegen tateinheitlich begangener fahrlässiger Tötung in 15 Fällen, fahrlässiger Körperverletzung in 14 Fällen und wegen eines Waffendelikts zu der Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Dagegen hatte der Angeklagte Revision eingelegt.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Nach den Feststellungen des Landgerichts hatte der 17 Jahre alte Sohn des Angeklagten am 11. März 2009 insgesamt 15 Personen erschossen und weitere 14 Personen durch Schüsse verletzt. Die meisten Opfer waren Schülerinnen, Schüler und Lehrerinnen der Albertville-Realschule in Winnenden. Der Amoklauf endete, als sich der Sohn selbst erschoss. Die Tatwaffe und die Munition stammten aus dem Besitz des Angeklagten, einem Sportschützen. Sein Sohn hatte die Waffe und die Munition, die der Angeklagte unverschlossen aufbewahrt hatte, unbemerkt an sich gebracht. Der Sohn war zudem psychisch auffällig, was der Vater wusste. Bei einer von den Eltern veranlassten ambulanten Behandlung in einer psychiatrischen Klinik berichtete der Sohn gegenüber der Therapeutin von Tötungsfantasien. Darüber unterrichtete diese die Eltern. Der Empfehlung, den Sohn ambulant weiter zu betreuen, kamen die Eltern nicht nach, obwohl sich dessen Zustand wieder verschlechterte. Gleichwohl ermöglichte der Angeklagte seinem Sohn in der Folge Schießübungen in einem Schützenverein. Auf diese Umstände hat das Landgericht den Fahrlässigkeitsvorwurf gestützt; die Tat seines Sohnes sei für den Angeklagten vorhersehbar und vermeidbar gewesen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Landgerichts auf eine Verfahrensrüge des Angeklagten aufgehoben. Mit dieser Rüge wurde beanstandet, dass die Verteidigung eine Belastungszeugin nicht befragen konnte.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das Landgericht hat der – auf Bitte der Polizei tätigen – ehrenamtlichen Betreuerin der Familie des Amokläufers, die als Zeugin vernommen wurde, rechtsfehlerhaft ein Auskunftsverweigerungsrecht zugebilligt. Die Betreuerin war über drei Verhandlungstage hinweg vernommen worden. Am ersten Tag bekundete sie, der Angeklagte habe ihr gesagt, er sei von der Klinik auch über die Tötungsfantasien seines Sohnes informiert worden. Dieses Wissen um die Tötungsfantasien war für den Fahrlässigkeitsvorwurf des Landgerichts besonders bedeutsam. Anders als die übrigen Verfahrensbeteiligten konnte die Verteidigung die Betreuerin an diesem Tag jedoch nicht mehr befragen. Am zweiten Vernehmungstag verlas die Betreuerin eine von ihr vorbereitete schriftliche Erklärung, mit der sie ihre Aussage widerrief. Daraufhin leitete die Staatsanwaltschaft gegen sie ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter Strafvereitelung ein. Deswegen billigte ihr das Landgericht für die weitere Vernehmung ein Auskunftsverweigerungsrecht gemäß § 55 StPO (danach muss sich ein Zeuge wegen von ihm begangener Straftaten nicht selbst belasten) zu. Am dritten Vernehmungstag bestätigte die Betreuerin zwar ihre erste Aussage, weitere Angaben machte sie im Hinblick auf das Auskunftsverweigerungsrecht aber nicht mehr. Die Verteidigung hatte deshalb auch am zweiten und dritten Vernehmungstag keine Möglichkeit, die Betreuerin zu befragen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Bei der Prüfung, ob der Betreuerin ein Auskunftsverweigerungsrecht zustand, hat das Landgericht rechtsfehlerhaft angenommen, dass die Zeugin schon durch die Anfertigung der von ihr verlesenen Erklärung eine versuchte Strafvereitelung begangen habe. Dies ist rechtsfehlerhaft. Erst mit der Verlesung der Erklärung vor Gericht bei ihrer Zeugenvernehmung hat die Betreuerin gegebenenfalls eine Strafvereitelung versucht. Für Straftaten, die ein Zeuge erst durch seine Vernehmung begeht, besteht jedoch bis zum Abschluss der Vernehmung kein Auskunftsverweigerungsrecht. Die Betreuerin wäre also weiter zur Aussage verpflichtet gewesen und hätte auch Fragen der Verteidigung beantworten müssen. Dieser Verfahrensfehler musste zur Aufhebung des Urteils führen. Der Bundesgerichtshof hat allerdings die Feststellungen zum Amoklauf selbst aufrechterhalten, so dass hierzu insbesondere keine Zeugen mehr gehört werden müssen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Für die neue Hauptverhandlung hat der Bundesgerichtshof darauf hingewiesen, dass der Angeklagte sich auch dann wegen fahrlässiger Tötung bzw. fahrlässiger Körperverletzung strafbar gemacht haben kann, wenn ihm die Tötungsfantasien seines Sohnes nicht bekannt waren. Sollte er nämlich – wie bislang festgestellt – entgegen der Empfehlung der Klinik nicht für die Weiterbehandlung des Sohnes gesorgt und ihm dessen ungeachtet sogar Schießübungen im Schützenverein ermöglicht haben, könnte dies den Fahrlässigkeitsvorwurf rechtfertigen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Zudem hat der Bundesgerichtshof ausgeführt, dass allein schon der Verstoß gegen die spezifischen waffenrechtlichen Aufbewahrungspflichten den Vorwurf der Fahrlässigkeit für Straftaten begründen kann, die voraussehbare Folge einer ungesicherten Verwahrung sind.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Beschluss vom 22. März 2012 – 1 StR 359/11</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Landgericht Stuttgart – Urteil vom 10. Februar 2011 &#8211; 18 KLs 112 Js 21 916/09</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Karlsruhe, den 02. Mai 2012</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>BGH: Kunde haftet für Fehler beim Online-Banking</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 09:57:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bundesgerichtshofs (BGH) hat entschieden, dass Bankkunden, die auf gefälschten Internetseiten ihre Transaktionsnummern (kurz: TAN) preisgeben, selbst für den Schaden haften müssen. Vor dem BGH hatte ein 68-jähriger Pensionär geklagt. Er hatte durch den Betrug auf einer Internetseite im Jahre 2008 insgesamt zehn seiner Tan-Codes angegeben, was dazu führte, dass unbekannte Betrüger sein Konto plündern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesgerichtshofs (BGH) hat entschieden, dass Bankkunden, die auf gefälschten Internetseiten ihre Transaktionsnummern (kurz: TAN) preisgeben, selbst für den Schaden haften müssen.<br />
Vor dem BGH hatte ein 68-jähriger Pensionär geklagt. Er hatte durch den <a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betrug </a>auf einer Internetseite im Jahre 2008 insgesamt zehn seiner Tan-Codes angegeben, was dazu führte, dass unbekannte Betrüger sein Konto plündern konnten. Es wurden 5000 Euro von seinem Konto nach Griechenland überwiesen.</p>
<p>Nach Ansicht des BGH hatte der Mann<em> „die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen“</em>, da er die Warnhinweise der Bank vor Betrügern hätte beachten müssen. Kunden wurden aufgefordert, nie mehrere Nummern auf einmal anzugeben. Auch ein Mitverschulden der Bank lehnte der BGH ab. Zudem seien die Überweisungen durch die Betrüger mit korrekten Geheimzahlen getätigt worden. Dadurch sei für den Bank nicht erkennbar, wer die Überweisung tätigt.<br />
Allerdings betrifft das Urteil nur vergleichbarer Fälle bis zum 30. Oktober 2009, da seitdem eine Verbraucherschutzrichtlinie gilt, wonach Bankkunden nur für große Fahrlässigkeit und Vorsatz haften. Daher könnte das Urteil anders ausfallen – eine Entscheidung dazu steht aber noch aus.</p>
<p><em>( Quelle: Westdeutsche Zeitung online vom 24.04.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>BGH: Zum &#8220;Aussage-gegen-Aussage-Problem&#8221; im Vergewaltigungsprozess</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/05/bgh-zum-aussage-gegen-aussage-problem-im-vergewaltigungsprozess/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 08:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
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		<description><![CDATA[BGH, Urteil vom 24.01.2012, Az.: 5 StR 433/11 Das Landgericht Bremen hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung in drei Fällen, in einem Fall tateinheitlich mit Körperverletzung, sowie wegen Nötigung, wegen Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung, wegen Körperverletzung und wegen Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Von dieser Strafe hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Urteil vom 24.01.2012, Az.: 5 StR 433/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Bremen hat den Angeklagten wegen <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> in drei Fällen, in einem Fall tateinheitlich mit Körperverletzung, sowie wegen Nötigung, wegen Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung, wegen Körperverletzung und wegen Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Von dieser Strafe hat es ein Jahr Freiheitsstrafe als vollstreckt erklärt. Die Strafkammer hat den Angeklagten ferner zur Zahlung eines Schmerzensgeldes an die Nebenklägerin in Höhe von 10.000 € verurteilt. Gegen diese Entscheidung richtet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Im Prozess stand die Aussage des mutmaßlichen Opfers, welches als Nebenklägerin auftrat, gegen die Aussage des mutmaßlichen Täters. Dies ist wohl die Regel in einem Vergewaltigungsprozess, da oft keine weiteren direkten Zeugenaussagen zum Tatgeschehen vorliegen. Daher wird &#8211; wie auch hier &#8211; eine Verurteilung häufig ausschließlich auf die belastenden Angaben des mutmaßlichen Opfers gestützt.<br />
Im vorliegenden Fall gaben Zeugen an, dass die Nebenklägerin gesagt habe, sie werde den Angeklagten „fertig machen“ und ihn auch „in den Knast bringen“ würde.<br />
Im vorliegenden Fall kritisiert der BGH, dass das Motiv „Rache“ durch das Landgericht nicht ausreichend bewertet wurde. Grund für eine erforderliche Prüfung dieses Merkmals sei die Trennung des Angeklagten von der Nebenklägerin. Eine <a title="Falschaussage" href="http://www.rechtsanwalt-falschaussage.de/falsche-uneidliche-aussage-153-stgb/" target="_blank">Falschaussage</a> könne nicht ausgeschlossen werden. Aus dem Urteil:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Die Darstellung der Aussagen der Nebenklägerin erweckt zudem die Besorgnis von deren Unvollständigkeit, was die gebotene umfassende Glaubhaftigkeitsprüfung nicht hinreichend erkennbar und nachvollziehbar macht (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Mai 2002 – 5 StR 136/02).&#8221;</em></p>
<p>Der BGH sieht hierin einen Fehler bei der Beweiswürdigung, da die Verurteilung ausschließlich auf der Aussage der Nebenklägerin beruht. Dies sei zwar möglich, allerdings ist dann eine umfassende Bewertung der Glaubhaftigkeit der Zeugenaussage erforderlich. Dabei müsse sich das Gericht auch mit möglichen Motiven für eine Falschaussage beschäftigen.<br />
Dieses grundsätzliche Problem, insbesondere bei dem Vorwurf der <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a>, lässt sich generell nur durch eine umfassende Auseinandersetzung mit der Zeugenaussage lösen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>OLG Karlsruhe: Zur Tatsache im Sinne von § 271 Abs. 1 StGB</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 09:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[urkundendelikt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=4271</guid>
		<description><![CDATA[OLG Karlsruhe, Beschluss vom 27.01.2012, Az.: 3 Ss 561/11 Das Amtsgericht W. sprach den Angeklagten vom Vorwurf der mittelbaren Falschbeurkundung nach § 271 StGB aus rechtlichen Gründen frei. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft verurteilte das Landgericht W. den Angeklagten unter Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils wegen mittelbarer Falschbeurkundung zu der Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu jeweils [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OLG Karlsruhe, Beschluss vom 27.01.2012, Az.: 3 Ss 561/11</strong></p>
<p>Das Amtsgericht W. sprach den Angeklagten vom Vorwurf der <a title="Urkundendelikt" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/urkundendelikte-urkundenfaelschung-267-stgb/" target="_blank">mittelbaren Falschbeurkundung nach § 271 StGB</a> aus rechtlichen Gründen frei. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft verurteilte das Landgericht W. den Angeklagten unter Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils wegen mittelbarer Falschbeurkundung zu der Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu jeweils 160 Euro.<br />
Gegen diese Entscheidung richtet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Nach den Feststellungen des Landgerichts begab sich der in der Schweiz wohnhafte Angeklagte mit seinem Pkw zum Einkaufen über die deutsche Grenze nach W. Dort erwarb er in einem Elektrofachmarkt zwei Standlautsprecher und ließ sich von der Verkäuferin eine <em>„Ausfuhr- und Abnehmerbescheinigung für Umsatzsteuerzwecke“</em> ausgefüllen.<br />
Am Grenzübergang legte er einem deutschen Zollbeamten die zusammengeheftete Bescheinigung und Rechnung vor. In der Annahme, dass der Angeklagte die Waren sofort in die Schweiz ausführen würde, brachte der Zollbeamte einen dienstlichen Stempelabdruck an.<br />
Tatsächlich beabsichtigte der Angeklagte bereits bei Vorlage der Bescheinigung noch in einem nahe gelegenen Lebensmittelmarkt auf deutschem Hoheitsgebiet Einkäufe zu erledigen und erst nachfolgend mit den Lautsprechern nach Hause in die Schweiz zurückzukehren.<br />
Das Landgericht ging dabei von einer mittelbarer Falschbeurkundung aus, da der Angeklagte zumindest konkludent zum Ausdruck gebracht habe, die Waren in die Schweiz ausführen zu wollen.</p>
<p>Dazu das OLG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Es kann vorliegend offen bleiben, ob der Angekl. &#8211; konkludent oder ausdrücklich &#8211; gegenüber dem Zollbeamten die Erklärung abgegeben hat, er werde nach der Abfertigung unverzüglich die Ware ausführen, und bejahendenfalls, ob diese Erklärung Inhalt der Ausfuhr- und Abnehmerbescheinigung geworden ist oder nicht. Selbst wenn dies der Fall wäre, wäre &#8211; trotz der Absicht des Angekl., nicht unverzüglich mit der Ware auszureisen &#8211; die Beurkundung einer Erklärung erfolgt, die genau so abgegeben wurde. Eine Beurkundung einer überhaupt nicht oder in anderer Weise abgegebenen Erklärung läge somit nicht vor. Die (erhöhte) Beweiskraft einer solchen Urkunde würde sich nur auf die Abgabe der Erklärung (über ein zukünftiges Verhalten), nicht aber auf deren inhaltliche Richtigkeit &#8211; also darauf, dass die Erklärung der Wahrheit entspricht, &#8211; erstrecken (vgl. auch zu § 348 StGB: BGH, NStZ 1986, 550 m.w.N.).&#8221;</em></p>
<p>Das OLG stellte in dem Urteil zunächst klar, dass es sich bei der Ausfuhr- und Abnehmerbescheinigung um eine öffentliche Urkunde im Sinne von § 271 Abs. 1 StGB handelt. Allerdings führte das OLG des Weiteren aus, dass der objektive Tatbestand der mittelbaren Falschbeurkundung nicht erfüllt ist. Zur Begründung führt das OLG insbesondere an, dass die Bewirkung der Beurkundung einer nicht geschehenen Tatsache nicht den Fall erfasst, dass durch Täuschung eine Tatsache eintritt, die dann als geschehen beurkundet wird.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zum Betrug durch falsche Angaben im automatisierten Mahnverfahren</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 09:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Beihilfe]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftsstrafrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 20.12.2011, Az.: 4 StR 491/11 Das Landgericht Dortmund hat die Angeklagte wegen Betruges sowie Beihilfe zur Untreue in vier Fällen, davon in zwei Fällen in Tateinheit mit Beihilfe zum Betrug zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt und deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt. Gegen dieses Urteil richtet sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 20.12.2011, Az.: 4 StR 491/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Dortmund hat die Angeklagte wegen <a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betruges</a> sowie Beihilfe zur<a title="Untreue" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/untreue/" target="_blank"> Untreue</a> in vier Fällen, davon in zwei Fällen in Tateinheit mit Beihilfe zum Betrug zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt und deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt. Gegen dieses Urteil richtet sich die Revision der Angeklagten.<br />
Nach den Feststellungen hat sich die Angeklagte durch die Erwirkung der Mahn- und Vollstreckungsbescheide mittels falscher Angaben eines Betrugs schuldig gemacht. Zudem habe sie sich durch die zweimalige Bereitstellung eines Kontos der Beihilfe zum Betrug in Tateinheit mit Beihilfe zur Untreue schuldig gemacht.</p>
<p>Der BGH kritisiert die Verurteilung wegen vollendetem Betrug, da nicht geklärt wurde, ob die Mahnanträge im automatisierten Mahnverfahren bearbeitet worden sind:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Zutreffend geht das Landgericht davon aus, dass auch im Mahnverfahren durch falsche Tatsachenbehauptungen bei der Antragstellung ein Betrug gemäß § 263 Abs. 1 StGB begangen werden kann. Der Umstand, dass die Angaben des Antragstellers nicht auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden (§ 691 Abs. 1, § 692 Abs. 1 Nr. 2 ZPO), schließt die Annahme eines täuschungsbedingten Irrtums auf Seiten des bearbeitenden Rechtspflegers (§ 20 Nr. 1 RPflG) nicht aus.&#8221;</em></p>
<p>Und weiter heißt es im Beschluss des Strafsenat:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Wurden die Anträge nur maschinell bearbeitet, scheidet eine Strafbarkeit wegen vollendeten Betrugs aus, weil es an der erforderlichen Täuschung einer natürlichen Person fehlt (SSW-StGB/Satzger § 263 Rn. 31; Maurach/Schröder/Maiwald, Strafrecht BT Teilband 1, 10. Aufl., § 41 Rn. 66; Kretschmer GA 2004, 458, 470; Münker, Der Computerbetrug im automatischen Mahnverfahren, Dissertation Freiburg 2000, S. 41 ff., 48 f.; Otto JZ 1993, 652, 654 Fn. 148).&#8221;</em></p>
<p>Der BGH stellt klar, dass falsche Tatsachenbehauptungen im Mahnverfahren grundsätzlich zu einer Betrugsstrafbarkeit führen können. Allerdings ist dies nur der Fall, sofern die Mahnanträge von einem Rechtspfleger bearbeitet werden. Werden die Anträge lediglich im automatisierten Mahnverfahren – wie mittlerweile üblich – bearbeitet, scheidet eine Strafbarkeit wegen vollendetem <a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betrug</a> aus, da es an der Täuschung einer natürlichen Person fehlt.<br />
Da das Landgericht hier nicht geklärt hat, ob die Mahnanträge von einem Rechtspfleger bearbeitet worden sind, hat der BGH die Schuldsprüche wegen vollendeten Betrugs und Beihilfe zum Betrug aufgehoben und an eine andere Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/hamburg/" id="tag-link-7" class="st-tags t1" title="51 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Hamburg</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/prozess/" id="tag-link-777" class="st-tags t1" title="55 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Prozess</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidiger/" id="tag-link-8" class="st-tags t3" title="108 topics" rel="tag" style="font-size:11.44pt; color:#77c0d7;">Strafverteidiger</a>
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		<title>BGH: Zum § 315 c StGB bei Beschädigung des &#8220;Tatwerkzeugs&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 09:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
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		<category><![CDATA[Beinahe-Unfall]]></category>
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		<category><![CDATA[Verkehrsdelikt]]></category>

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		<description><![CDATA[BGH, Urteil vom 22.03.2012, Az.: 4 StR 558/11 Saarbrücken hat den Angeklagten unter Anderem wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs zu der Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und einem Monat verurteilt, seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt und den Vorwegvollzug eines Teils der Gesamtstrafe angeordnet sowie Maßnahmen nach §§ 69, 69a StGB verhängt. Hiergegen wenden sich die Staatsanwaltschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Urteil vom 22.03.2012, Az.: 4 StR 558/11</strong></p>
<p>Saarbrücken hat den Angeklagten unter Anderem wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs zu der Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und einem Monat verurteilt, seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt und den Vorwegvollzug eines Teils der Gesamtstrafe angeordnet sowie Maßnahmen nach §§ 69, 69a StGB verhängt.<br />
Hiergegen wenden sich die Staatsanwaltschaft und der Angeklagte mit ihren Revisionen.<br />
Das Landgericht hatte festgestellt, dass der Angeklagte mit einen Blutalkoholgehalt von mindestens 1,35 ‰ mit einem geliehenen Fahrzeug am Straßenverkehr teilnahm. Dabei kam es zu einem Beinahe-Unfall mit einem Kleinbus. Da dabei allerdings keine konkrete Gefahr entstand, sei der objektive Tatbestand nicht gegeben. Allerdings stieß der Angeklagte später an einen Pfosten und riss diesen um. Es kam zu einer schweren Beschädigung des von ihm geführten Fahrzeugs.</p>
<p>Der Strafsenat führt dazu aus:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Die Feststellungen des Landgerichts belegen die für die Annahme einer Tat nach § 315 c Abs. 1 Nr. 1 a, Abs. 3 Nr. 2 StGB vorausgesetzte Herbeiführung einer konkreten Gefahr für Leib oder Leben eines anderen Menschen oder eine fremde Sache von bedeutendem Wert nicht. Nach gefestigter Rechtsprechung muss die Tathandlung über die ihr innewohnende latente Gefährlichkeit hinaus in eine kritische Situation geführt haben, in der &#8211; was nach allgemeiner Lebenserfahrung auf Grund einer objektiv nachträglichen Prognose zu beurteilen ist &#8211; die Sicherheit einer bestimmten Person oder Sache so stark beeinträchtigt war, dass es nur noch vom Zufall abhing, ob das Rechtsgut verletzt wurde oder nicht (BGH, Urteile vom 30. März 1995 &#8211; 4 StR 725/94, NJW 1995, 3131 f., zu § 315 c StGB, und vom 4. September 1995 &#8211; 4 StR 471/95, NJW 1996, 329 f., zu § 315 b StGB; vgl. weiter SSW-Ernemann, StGB, § 315 c Rn. 22 ff.).</em><br />
<em>Da für den Eintritt des danach erforderlichen konkreten Gefahrerfolgs das vom Angeklagten geführte fremde Fahrzeug nicht in Betracht kommt (vgl. BGH, Urteil vom 28. Oktober 1976 &#8211; 4 StR 465/76, BGHSt 27, 40; Beschluss vom 19. Januar 1999 &#8211; 4 StR 663/98, NStZ 1999, 350, 351), auch der Verkehrswert und die Höhe des Schadens an dem Begrenzungspfosten nicht festgestellt sind (vgl. OLG Stuttgart DAR 1974, 106, 107; OLG Jena OLGSt § 315 c StGB Nr. 16; zur maßgeblichen Wertgrenze s. BGH, Beschluss vom 28. September 2010 &#8211; 4 StR 245/10, NStZ 2011, 215) (…).&#8221;</em></p>
<p>Da daher keine konkrete Gefahr für eine fremde Sache von bedeutendem Wert eingetreten ist, hat der BGH die Verurteilung aufgehoben. Als fremde Sache kann nämlich nicht der vom Angeklagten geführte Pkw gelten, da dieser Pkw gewissermaßen zugleich das „Tatwerkzeug“ war und deshalb nicht vom Schutzbereich des § 315 c StGB erfasst wird.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zur Vermögensbetreuungspflicht durch den Gehilfen im Rahmen der Untreue nach § 266 I StGB</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bgh-zur-vermoegensbetreuungspflicht-durch-den-gehilfen-im-rahmen-der-untreue-nach-266-i-stgb/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 08:49:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 25.10.2011, Az.: 3 StR 309/11 Das Landgericht Duisburg hat den Angeklagten wegen Betruges und wegen Beihilfe zur Untreue in fünf Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt sowie bestimmt, dass von dieser neun Monate wegen &#8220;überlanger Verfahrensdauer&#8221; als vollstreckt gelten. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 25.10.2011, Az.: 3 StR 309/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Duisburg hat den Angeklagten wegen <a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betruge</a>s und wegen Beihilfe zur <a title="Untreue" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/untreue/" target="_blank">Untreue</a> in fünf Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt sowie bestimmt, dass von dieser neun Monate wegen &#8220;überlanger Verfahrensdauer&#8221; als vollstreckt gelten. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Das Landgericht ist bei der Verurteilung wegen Beihilfe zur Untreue jeweils von einem besonders schweren Fall nach § 266 Abs. 2, § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 StGB ausgegangen und hat den Strafrahmen des § 263 Abs. 3 StGB zu Grunde gelegt. Diesen hat es sodann gemäß § 27 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB gemildert, da der Angeklagte lediglich Teilnehmer war.<br />
Eine weitere Strafrahmenverschiebung nach § 28 Abs. 1, § 49 Abs. 1 StGB (Besondere persönliche Merkmale) hat es nicht in Betracht gezogen. Der Strafsenat führt dazu aus:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Die Vermögensbetreuungspflicht im Sinne des § 266 Abs. 1 StGB ist ein strafbarkeitsbegründendes besonderes persönliches Merkmal im Sinne des § 28 Abs. 1 StGB. Bei einem Gehilfen, der &#8211; wie der Angeklagte &#8211; im Zeitpunkt der Gehilfenhandlung nicht selbst in einem Treueverhältnis zu der Geschädigten stand, ist eine Strafmilderung nach § 28 Abs. 1, § 49 Abs. 1 StGB neben der Milderung nach § 27 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB zu erörtern, es sei denn, das Tatgericht hätte allein wegen Fehlens des Treueverhältnisses Beihilfe statt Täterschaft angenommen (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 22. April 1988 &#8211; 2 StR 111/88, BGHR StGB § 28 Abs. 1 Merkmal 2; Beschluss vom 1. März 2005 &#8211; 2 StR 507/04, NStZ-RR 2006, 109; Beschluss vom 26. November 2008 &#8211; 5 StR 440/08, NStZ-RR 2009, 102).&#8221;</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass hier grundsätzlich neben einer Strafrahmenverschiebung nach § 27 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB auch eine Verschiebung nach § 28 Abs. 1, § 49 Abs. 1 StGB in Betracht kommt. Bei der Vermögensbetreuungspflicht nach § 266 Abs. 1 StGB handelt es sich um ein besonderes persönliches Merkmal im Sinne von § 28 Abs. 1 StGB. Das Landgericht hätte deshalb Feststellungen dazu treffen müssen, ob der Angeklagte dieses Merkmal auch selbst verwirklichte.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>Freiheitsstrafe für Vergewaltigung der Mutter</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 09:45:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor dem Landgericht Hildesheim musste sich ein 55-jähriger Mann verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, seine 77-jährige Mutter vergewaltigt zu haben. Nach den Feststellungen des Gerichts hat der Mann seine Mutter in seiner Wohnung eingesperrt und mehrfach vergewaltigt. Die Frau erlitt dabei erhebliche Verletzungen. Besonders makaber: Bereits der Vater des Angeklagten hatte die Frau vergewaltigt. Im Prozess [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Landgericht Hildesheim musste sich ein 55-jähriger Mann verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, seine 77-jährige Mutter <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">vergewaltigt</a> zu haben.</p>
<p>Nach den Feststellungen des Gerichts hat der Mann seine Mutter in seiner Wohnung eingesperrt und mehrfach vergewaltigt. Die Frau erlitt dabei erhebliche Verletzungen. Besonders makaber: Bereits der Vater des Angeklagten hatte die Frau vergewaltigt. Im Prozess gestand der Angeklagte die Tat. Das Opfer verfolgte den Prozess als Nebenklägerin.</p>
<p>Das Landgericht verurteilte den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Zuvor hatte die<a title="Strafverteidigung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank"> Strafverteidigung </a>eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung gefordert.</p>
<p><em>( Quelle: Hannoversche Allgemeine online vom 16.04.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/bgh/" id="tag-link-610" class="st-tags t5" title="144 topics" rel="tag" style="font-size:13.89pt; color:#55b5e2;">BGH</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/vergewaltigung/" id="tag-link-251" class="st-tags t1" title="45 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Vergewaltigung</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidiger/" id="tag-link-8" class="st-tags t3" title="108 topics" rel="tag" style="font-size:11.44pt; color:#77c0d7;">Strafverteidiger</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/drogen/" id="tag-link-347" class="st-tags t1" title="48 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Drogen</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/betaubungsmittel/" id="tag-link-322" class="st-tags t1" title="38 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Betäubungsmittel</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/hamburg/" id="tag-link-7" class="st-tags t1" title="51 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Hamburg</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/revision/" id="tag-link-32" class="st-tags t2" title="61 topics" rel="tag" style="font-size:10.22pt; color:#88c6d1;">Revision</a></div>

</div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/freiheitsstrafe-fuer-vergewaltigung-der-mutter/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zur Kompensation bei einer Verfahrensverzögerung durch Verschulden der Strafverfolgungsorgane</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bgh-zur-kompensation-bei-einer-verfahrensverzoegerung-durch-verschulden-der-strafverfolgungsorgane/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 09:42:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Urteil vom 13.03.2012, Az.: 5 StR 411/11 Das Landgericht Hamburg hat die Angeklagten wegen Subventionsbetrugs verurteilt. Hinsichtlich beider Angeklagter hat das Landgericht wegen rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerung jeweils fünf Monate der Freiheitsstrafen für vollstreckt erklärt. Gegen diese Entscheidung richten sich die Revision des Angeklagten F und der Staatsanwaltschaft. Diese beanstanden unter Anderem die Kompensationsentscheidung des Landgerichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Urteil vom 13.03.2012, Az.: 5 StR 411/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Hamburg hat die Angeklagten wegen <a title="Subventionsbetrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/subventionsbetrug-264-stgb/" target="_blank">Subventionsbetrugs</a> verurteilt.<br />
Hinsichtlich beider Angeklagter hat das Landgericht wegen rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerung jeweils fünf Monate der Freiheitsstrafen für vollstreckt erklärt.</p>
<p>Gegen diese Entscheidung richten sich die Revision des Angeklagten F und der Staatsanwaltschaft. Diese beanstanden unter Anderem die Kompensationsentscheidung des Landgerichts insofern, als dass der Ausgleich für die Verfahrensverzögerungen nicht ausreichend seien, da das Verfahren fast vier Jahre unbearbeitet blieb.</p>
<p>Dazu führt der BGH aus:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;(&#8230;) Maßstab für die Kompensationsentscheidung ist der Umfang der staatlich zu verantwortenden Verzögerung, das Maß des Fehlverhaltens der Strafverfolgungsorgane sowie die Auswirkung all dessen auf den einzelnen Angeklagten (vgl. BGH, Urteil vom 21. April 2011 – 3 StR 50/11, NStZ-RR 2011, 239). Hier hätte aber im Blick auf den Angeklagten F bedacht werden müssen, dass dieser aufgrund seiner Inhaftierung im besonderen Maße von der Verfahrensverzögerung berührt war, weil er in dieser Phase keine Vollzugslockerungen erlangen konnte, obwohl er Erstverbüßer war. Zwar hat das Landgericht die Haftsituation und insbesondere die nur geringe Reststrafaussetzung schon im Rahmen der Strafzumessung berücksichtigt. Da sie aber als besondere Auswirkung der rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung ein zusätzlich erschwerendes Gewicht verleiht, hätte sich dieser Gesichtspunkt auch im Rahmen der Kompensationsentscheidung auswirken müssen.&#8221;</em></p>
<p>Der BGH betont hier das Fehlverhalten der Strafverfolgungsorgane, was zu einem erheblichen Nachteil für den Angeklagten führte. Dabei sei nicht nur die Dauer der Verfahrensverzögerung relevant, sondern auch die Umstände. Hier bezieht sich der BGH zum Beispiel auf die besondere Belastung durch die Verwehrung von Vollzugslockerungen. Nach Ansicht des BGH ist die Kompensationsentscheidung des Landgerichts hier nicht ausreichend. Daher hat der BGH statt fünf Monaten, neun Monate der verhängten Freiheitsstrafe als vollstreckt erklärt.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bewährungsstrafe für gewerbsmäßigen Betrug  im Rahmen von Vorstellungsgesprächen</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bewaehrungsstrafe-fuer-gewerbsmasigen-betrug-im-rahmen-von-vorstellungsgespraechen/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 11:34:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor dem Amtsgericht Sankt Blasien (Baden-Württemberg) musste sich ein 55-jähriger Mann wegen Betrugs in drei Fällen und versuchten Betrugs verantworten. Nach den Feststellungen des Gerichts hat der Mann Geld für Seminare kassiert, die niemals stattfanden. Dazu veröffentlichte er zunächst Jobanzeigen in verschiedenen Zeitungen und lud die Bewerber zu einem vermeintlichen Vorstellungsgespräch ein. Er gab an, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Amtsgericht Sankt Blasien (Baden-Württemberg) musste sich ein 55-jähriger Mann wegen <a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betrugs</a> in drei Fällen und versuchten Betrugs verantworten.<br />
Nach den Feststellungen des Gerichts hat der Mann Geld für Seminare kassiert, die niemals stattfanden. Dazu veröffentlichte er zunächst Jobanzeigen in verschiedenen Zeitungen und lud die Bewerber zu einem vermeintlichen Vorstellungsgespräch ein. Er gab an, dass die Bewerber zunächst ein Seminar absolvieren müssten, für welche der Angeklagte dann gleich die Teilnahmegebühr kassierte. Insgesamt soll ein Schaden von rund 1500 Euro entstanden sein.<br />
Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte gestand die Taten. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen gewerbsmäßigen Betruges in vier Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss er 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten.</p>
<p><em>( Quelle: Badische Zeitung online vom 19.04.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/revision/" id="tag-link-32" class="st-tags t2" title="61 topics" rel="tag" style="font-size:10.22pt; color:#88c6d1;">Revision</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/bgh/" id="tag-link-610" class="st-tags t5" title="144 topics" rel="tag" style="font-size:13.89pt; color:#55b5e2;">BGH</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafrecht/" id="tag-link-4" class="st-tags t10" title="255 topics" rel="tag" style="font-size:20pt; color:#0099ff;">Strafrecht</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/betrug/" id="tag-link-21" class="st-tags t2" title="63 topics" rel="tag" style="font-size:10.22pt; color:#88c6d1;">Betrug</a></div>

</div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bewaehrungsstrafe-fuer-gewerbsmasigen-betrug-im-rahmen-von-vorstellungsgespraechen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bundesverfassungsgericht: Zur Beweisverwertung rechtswidrig erhobener Informationen im Rahmen der Wohnraumüberwachung</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bundesverfassungsgericht-zur-beweisverwertung-rechtswidrig-erhobener-informationen-im-rahmen-der-wohnraumueberwachung/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 08:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=4251</guid>
		<description><![CDATA[BVerfG, Beschluss vom 07.12.2011, Az.: 2 BvR 2500/09, 2 BvR 1857/10 Seit Juni 2004 wurde die Wohnung der Beschwerdeführer mit technischen Mitteln gemäß § 29 Abs. 1 des Rheinland-Pfälzischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG RP) akustisch überwacht. Die Anordnung wurde damit begründet, dass der sich in der Wohnung regelmäßig treffende Personenkreis die Begehung terroristischer Anschläge plane. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BVerfG, Beschluss vom 07.12.2011, Az.: 2 BvR 2500/09, 2 BvR 1857/10</strong></p>
<p>Seit Juni 2004 wurde die Wohnung der Beschwerdeführer mit technischen Mitteln gemäß § 29 Abs. 1 des Rheinland-Pfälzischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG RP) akustisch überwacht. Die Anordnung wurde damit begründet, dass der sich in der Wohnung regelmäßig treffende Personenkreis die Begehung terroristischer Anschläge plane.<br />
Das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilte die Beschwerdeführer im Jahre 2007 letztinstanzlich wegen Mitgliedschaft in bzw. Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung in Tateinheit mit versuchtem bandenmäßigen <a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betrug</a> in 28 tateinheitlich begangenen Fällen zu Freiheitsstrafen von sieben Jahren, sechs Jahren bzw. drei Jahren und sechs Monaten. Dabei wurden die Informationen aus der Wohnraumüberwachung verwertet.<br />
Die Verfassungsbeschwerden richten sich gegen diese strafrechtliche Verurteilungen. Sie betreffen insbesondere die Frage, ob die Informationen aus der eigentlich präventiv-polizeilichen Wohnraumüberwachung als Beweis im</p>
<p>Strafprozess verwertet werden durfte, obwohl die Ermächtigungsgrundlage aus dem POG RP nicht die verfassungsrechtlichen Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts erfüllte.</p>
<p>Dazu das Bundesverfassungsgericht:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Ob rechtswidrig erhobene oder erlangte Informationen in einem Strafverfahren verwertet werden können, bemisst sich am Recht auf ein faires Verfahren (zu diesem Recht vgl etwa BVerfG, 15.01.2009, 2 BvR 2044/07, BVerfGE 122, 248 &lt;271&gt;). Denn die Frage eines Verwertungsverbotes kann sich auch in Bezug auf Informationen stellen, deren Gewinnung oder Verwertung nicht oder nicht allein das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Angeklagten berühren. (Rn.115)</em><br />
<em>Von Verfassungs wegen ist ein Beweisverwertungsverbot geboten, wenn der Rechtsverstoß dazu führt, dass der Angeklagte Gang und Ergebnis des Verfahrens nicht mehr hinreichen beeinflussen kann, die Mindestanforderungen an eine zuverlässige Wahrheitserforschung nicht gewahrt sind oder die Informationsverwertung zu einem unverhältnismäßigen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht führen würde.</em><br />
<em>Die Abwägungslösung des BGH (vgl etwa BGH, 11.11.1998, 3 StR 181/98, BGHSt 44, 243 &lt;248 f&gt;) und die Kriterien, die der BGH in deren Rahmen bei der Prüfung eines Verwertungsverbotes heranzieht, entsprechen den verfassungsrechtlichen Anforderungen, die sich aus dem Recht auf ein faires Verfahren ergeben. Auch begegnet es keinen Bedenken, dass der BGH ein Verwertungsverbot hinsichtlich rechtswidrig erlangter Informationen von einem Widerspruch in der Hauptverhandlung abhängig macht.&#8221;</em></p>
<p>Demnach ist eine Verwertung von rechtswidrig gewonnenen Informationen an dem Recht auf ein faires Verfahren zu messen. Das Bundesverfassungsgericht sieht die sog. Abwägungslösung des BGH als verfassungskonformes Instrument an, mit dem ein Beweisverwertungsverbot bestimmt werden kann.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>Urteil im Urheberrecht – Youtube als Störer</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 08:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Hamburger Landgericht hat über einen Streit zwischen der Internetplattform Youtube und der Verwertungsgesellschaft Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) entschieden. Die Gema wollte anhand von zwölf Musiktiteln, an denen die Gema Rechte wahrnimmt, klarstellen lassen, dass Youtube Urheberrechtsverletzungen begehe. Youtube ging es darum, eine Haftung der Videoplattform für Urheberrechtsverletzungen auszuschließen. Dafür führten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Hamburger Landgericht hat über einen Streit zwischen der Internetplattform Youtube und der Verwertungsgesellschaft Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) entschieden.<br />
Die Gema wollte anhand von zwölf Musiktiteln, an denen die Gema Rechte wahrnimmt, klarstellen lassen, dass Youtube <a title="Internetstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/internetstrafrecht/" target="_blank">Urheberrechtsverletzungen</a> begehe. Youtube ging es darum, eine Haftung der Videoplattform für Urheberrechtsverletzungen auszuschließen. Dafür führten die Vertreter an, dass Youtube den Nutzern lediglich die Plattform zur Verfügung stelle und weder selbst Videos erstellt noch hochlädt.<br />
Ein kleiner Sieg für das Urheberrecht: Nach den Feststellungen des Landgerichts liegt in dem Vorgehen von Youtube eine Urheberrechtsverletzung, da die Titel nicht blockiert wurden. Allerdings wertete das Gericht Youtube nur als „Störer“, was bedeutet, dass die Internetplattform lediglich auf beliebige Weise mit der Verbreitung der Inhalte zu tun habe.<br />
Zum Störerbegriff im Urhebrrecht hatte der BGH in seinem Urteil vom 17.05.2001 (Az: I ZR 251/99) ausgeführt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, daß eine Störerhaftung die Verletzung von Prüfungspflichten voraussetzt. Als Störer kann nach der ständigen Rechtsprechung des Senats zwar grundsätzlich jeder auf Unterlassung und Beseitigung in Anspruch genommen werden, der auch ohne Wettbewerbsförderungsabsicht und ohne Verschulden willentlich und adäquat-kausal an der Herbeiführung oder Aufrechterhaltung einer rechtswidrigen Beeinträchtigung mitgewirkt hat. Dabei kann als Mitwirkung auch die Unterstützung oder Ausnutzung der Handlung eines eigenverantwortlich handelnden Dritten genügen, sofern der Inanspruchgenommene die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte.&#8221;</em></p>
<p>Das Landgericht hat festgestellt, dass Youtube keine Videos zu Musiktiteln mehr bereitstellen darf, an denen die Gema Urheberrechte geltend gemacht hat.<br />
Für eine Zuwiderhandlung hat das Gericht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder Ordnungshaft von höchstens sechs Monaten verhängt. Um dies zu vermeiden, muss Youtube jetzt hochgeladene Videos überprüfen und gegebenenfalls löschen. Dies erscheint allerdings nahezu unmöglich, da mittlerweile mehr als 60 Stunden Videomaterial pro Minute auf Youtube hochgeladen werden.<br />
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.</p>
<p><em>( Quelle: Financial Times Deutschland online vom 20.04.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>LG Dresden: Verwertungsverbot wegen Verstoß gegen den Richtervorbehalt</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 13:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[LG Dresden: Beschluss vom 22.11.2011, Az.: 14 KLs 204 Js 41068/08 (2) Die Staatsanwalt Dresden ordnete eine körperliche Untersuchung des verletzten Zeugen an, welcher sich in stationärer Behandlung befand. Der Zeuge wurde daraufhin durch einen Rechtsmediziner bei Anwesenheit zweier Polizeibeamter untersucht. Die Verletzungen wurden fotografisch dokumentiert. Vor der Untersuchung hatten die Beamten den Zeugen lediglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>LG Dresden: Beschluss vom 22.11.2011, Az.: 14 KLs 204 Js 41068/08 (2)</strong></p>
<p>Die Staatsanwalt Dresden ordnete eine körperliche Untersuchung des verletzten Zeugen an, welcher sich in stationärer Behandlung befand. Der Zeuge wurde daraufhin durch einen Rechtsmediziner bei Anwesenheit zweier Polizeibeamter untersucht. Die Verletzungen wurden fotografisch dokumentiert. Vor der Untersuchung hatten die Beamten den Zeugen lediglich mit der staatsanwaltschaftlichen Anordnung konfrontiert, ihn aber nicht über das Recht, die Mitwirkung an einer Untersuchung zu verweigern, belehrt.</p>
<p>Der Zeuge hatte die behandelnden Ärzte ausdrücklich nicht von der Schweigepflicht entbunden und stimmte im Prozess der Verwertung der Informationen ebenfalls nicht zu. Nichtsdestotrotz wurden die Informationen im Verfahren verwertet. Dies führte zu einer Verurteilung des Angeklagten.<br />
Das Landgericht hatte zu klären, ob hier ein Verstoß gegen den Richtervorbehalt aus § 81c StPO vorliegt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Auch wenn die Vorschrift des § 81c StPO grundsätzlich den Rechtskreis des Angeklagten nicht berührt, so ist der Verstoß gegen § 81c Abs. 5 StPO in diesem Fall derart schwerwiegend, dass er nach Überzeugung der Kammer zu einem Beweisverwertungsverbot führt. Der strafprozessual zum Schutz der Grundrechte des Zeugen vorgesehene Richtervorbehalt würde leerlaufen, wenn das schlichte und somit objektiv willkürliche Ignorieren der gesetzlichen Eingriffsvoraussetzungen nicht zu einem Verwertungsverbot führen würde. Dieses erstreckt sich wegen des untrennbaren Zusammenhangs auch auf die bei der Untersuchung gefertigten Lichtbilder und die unmittelbar dabei gewonnenen persönlichen Eindrücke. “</em></p>
<p>Folglich liegt hier nach Ansicht des Landgerichts eine Unverwertbarkeit der auf Grundlage der staatsanwaltschaftlichen Anordnung nach § 81c Abs. 5 StPO durchgeführten rechtsmedizinischen Untersuchung und der dabei gewonnenen Erkenntnisse vor. Hier geht es zwar um die Untersuchung eines Zeugen und nicht des Angeklagten &#8211; nichtsdestotrotz führt dies nach Auffassung des Gerichts zu einem Beweisverwertungsverbot zu Gunsten des Angeklagten, auch wenn dessen Rechtskreis durch die Untersuchung nicht betroffen ist.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>BGH: Zur Brandstiftung in einem gewerblich genutzten Gebäude</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bgh-zur-brandstiftung-in-einem-gewerblich-genutzten-gebaeude/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 11:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 20.10.2011, Az.: 4 StR 344/11 Das Landgericht München II hat den Angeklagten unter Anderem wegen vorsätzlicher Brandstiftung in Tatmehrheit mit Diebstahl und Sachbeschädigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Im Übrigen hat ihn das Landgericht freigesprochen. Gegen dieses Urteil wendet sich die Revision des Angeklagten. Nach den Feststellungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 20.10.2011, Az.: 4 StR 344/11</strong></p>
<p>Das Landgericht München II hat den Angeklagten unter Anderem wegen vorsätzlicher Brandstiftung in Tatmehrheit mit <a title="Diebstahl" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/vermoegensdelikte-wie-raub-diebstahl-erpressung/" target="_blank">Diebstahl </a>und Sachbeschädigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Im Übrigen hat ihn das Landgericht freigesprochen. Gegen dieses Urteil wendet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Nach den Feststellungen des Landgerichts hat der Angeklagte sich unter Verwendung eines nach gemachten Schlüssels Zutritt zu einem Gebäude einer Firma verschafft. Er stellte die Kaffeemaschine auf eine Herdplatte und schaltete diese auf die Maximalstufe, um die Kaffeemaschine in Brand zu setzen. Möglicherweise entstehende erhebliche Brandschäden am Gebäude nahm er billigend in Kauf.<br />
Durch den Brand wurde der gesamte Küchenraum bis zur Unbenutzbarkeit verrußt, allerdings konnte ein Vollbrand verhindert werden.<br />
Das Landgericht sah hierin ein „teilweises Zerstören“ im Sinne von § 306 Abs. 1 Nr. 1 StGB und damit eine vorsätzliche Brandstiftung. Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;(&#8230;) Danach ist ein Gebäude im Sinne der §§ 306 Abs. 1, 306a Abs. 1, 2 StGB teilweise zerstört, wenn es für eine nicht unbeträchtliche Zeit wenigstens für einzelne seiner Zweckbestimmungen unbrauchbar gemacht, wenn ein für die ganze Sache zwecknötiger Teil unbrauchbar wird oder wenn einzelne Bestandteile der Sache, die für einen selbständigen Gebrauch bestimmt oder eingerichtet sind, gänzlich vernichtet werden (Senatsurteil vom 12. September 2002 – 4 StR 165/02, BGHSt 48, 14, 20 zu § 306a StGB m. Anm. Radtke, NStZ 2003, 432; LK-StGB/Wolff, 12. Aufl., § 306 Rn. 13 f.; SSW-StGB/Wolters § 306 Rn. 14). Dabei muss schon wegen der im Vergleich zu den §§ 305, 305a StGB deutlich höheren Strafdrohung in den §§ 306, 306a StGB eine Zerstörung von Gewicht vorliegen, das jeweilige Objekt also in einem seiner wesentlichen Bestandteile betroffen sein (Senatsurteil aaO, S. 18). Die teilweise Zerstörung etwa eines Mehrfamilienhauses hat der Bundesgerichtshof daher nicht schon dann angenommen, wenn Mobiliar zerstört wird, sondern erst dann, wenn eine zu Wohnzwecken bestimmte „Untereinheit“ wegen der Brandlegungsfolgen aus der Sicht eines „verständigen“ Wohnungsinhabers für eine beträchtliche Zeitspanne nicht mehr benutzbar ist (Senatsbeschluss vom 6. Mai 2008 – 4 StR 20/08, NStZ 2008, 519, Tz. 2; Beschluss vom 10. Januar 2007 – 5 StR 401/06, NStZ 2007, 270, Tz. 11). Dabei kann sich die länger andauernde Unbenutzbarkeit auch aus einer starken Verrußung ergeben (BGH, Beschluss vom 5. Dezember 2001 – 3 StR 422/01, StV 2002, 145).&#8221;</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass das Merkmal grundsätzlich auch für nicht zu Wohnzwecken genutzte Gebäude gleichermaßen auszulegen ist. Allerdings betont der BGH, dass es hier lediglich zur Zerstörung der Teeküche kam. Das Landgericht hat verpasst, ausführlich darzulegen, warum die Unbrauchbarkeit der Teeküche dazu führen soll, dass das ganze Gebäude für seine Zweckbestimmung als Verwaltungsgebäude unbrauchbar sein soll. Denn das Gebäude wurde hier ausschließlich gewerblich genutzt. Ferner hätte das Landgericht nach Auffassung des BGH erläutern müssen, ob die Teeküche als ein Teil des Verwaltungsgebäudes oder eine selbstständige Abteilung anzusehen ist.</p>
<p><strong><br />
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		<title>BGH: Zur Urkundenfälschung durch das „Verschaffen“ falscher amtlicher Ausweise</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 08:12:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[vietnamese]]></category>

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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 07.10.2011, Az.: 1 StR 321/11 Das Landgericht Berlin hat den Angeklagten wegen Urkundenfälschung und Beihilfe zum Verstoß gegen § 95 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Diesbezüglich hatte das Strafkammer festgestellt, dass der Angeklagte einmal gleichzeitig sieben und einmal einem illegal eingereisten Vietnamesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 07.10.2011, Az.: 1 StR 321/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Berlin hat den Angeklagten wegen <a title="Urkundenfälschung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/urkundendelikte-faelschung-technischer-aufzeichnungen-268-stgb/" target="_blank">Urkundenfälschung</a> und Beihilfe zum Verstoß gegen § 95 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt.<br />
Diesbezüglich hatte das Strafkammer festgestellt, dass der Angeklagte einmal gleichzeitig sieben und einmal einem illegal eingereisten Vietnamesen ein Unterkommen geboten hatte. Dabei hatte der Angeklagte die Beschaffung eines gefälschten niederländischen Reisepasses und eines gefälschten niederländischen Führerscheins mit zwei Mitangeklagten „organisiert“.<br />
Der BGH zum Schuldspruch wegen Urkundenfälschung:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Sich oder einem anderen verschaffen“ i.S.d. § 276 StGB bedeutet, dass der Täter das Tatobjekt in seinen Gewahrsam bringt, Zugriff hierauf hat und darüber nach Belieben verfügen kann, oder es in den Gewahrsam eines anderen bringt und ihm dadurch diese Möglichkeiten vermittelt (vgl. Zieschang in LK-StGB, 12. Aufl., § 276 Rn. 11; Puppe in NK-StGB, 3. Aufl., § 276 Rn. 3, § 149 Rn. 11). Dass dies hier (schon) vorgelegen hätte, ergeben die Feststellungen (vgl. oben 1.) nicht eindeutig. Wäre der Angeklagte ein „Verteilungsgehilfe“, hätte er, sofern „verschaffen“ nicht vorläge, wie jeder unmittelbare Besitzer die Alternative „verwahren“ erfüllt (Puppe, aaO, § 149 Rn. 11). Im Ergebnis sprechen also die Feststellungen dafür, dass § 276 StGB vorliegt, die Alternative ist aber ohne dem Tatrichter vorbehaltene zusätzliche Feststellungen und/ oder Würdigungen unklar. Daher sieht der Senat von einer Schuldspruchänderung ab (vgl. BGH, Beschluss vom 25. Mai 2010 &#8211; 1 StR 59/10, StV 2010, 685 mwN).&#8221;</em></p>
<p>Nach den Feststellungen des Gerichts hat der Angeklagte keiner der Tatmodelitäten des § 267 StGB verwirklicht, da er die gefälschten Ausweispapiere nicht in Besitz genommen hatte. Die Verurteilung wegen Urkundenfälschung war daher aufzuheben.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zur Verbrechensverabredung per Internetchat</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 11:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Angeklagte]]></category>
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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 16.03.2011, Az.: 5 StR 581/10 Das Landgericht Kiel hat den Angeklagten unter Anderem wegen Verabredung eines Mordes (tateinheitlich eines Missbrauchs eines Kindes mit Todesfolge und einer Vergewaltigung mit Todesfolge) zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt und hat die Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Gegen diese Entscheidung richtet sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 16.03.2011, Az.: 5 StR 581/10</strong></p>
<p>Das Landgericht Kiel hat den Angeklagten unter Anderem wegen Verabredung eines <a title="Mord " href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank">Mordes</a> (tateinheitlich eines <a title="Missbrauch eines Kindes" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-kindern-gem-176-stgb/" target="_blank">Missbrauchs eines Kindes </a>mit Todesfolge und einer <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> mit Todesfolge) zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt und hat die Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung angeordnet.<br />
Gegen diese Entscheidung richtet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Dazu hat das Landgericht festgestellt, dass der Angeklagte sich in einem Internetchat mit einem nicht identifizierten Mann, der unter dem Namen „kees“ fungierte, über Pläne zu Kindesmissbrauch mit extremen sexuellen und sadistischen Begleitumständen austauschte. Dabei erwogen die Männer, ein Kind zu entführen, zu vergewaltigen und anschließend zu ermorden. Die Männer erwogen fernen, ein Auto und ein Ferienhaus zu mieten. Als konkrete Tatzeit wurde der November 2009 in Aussicht genommen. Es kam zu keinem weiteren Chatgespräch.<br />
Das Landgericht sah hierin die Verabredung zu einem Verbrechen nach § 30 Abs. 2 Variante 3 i.V.m. § 211 StGB.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Eine Strafbarkeit setzt die vom ernstlichen Willen getragene Einigung von mindestens zwei Personen voraus, an der Verwirklichung eines bestimmten Verbrechens mittäterschaftlich mitzuwirken (BGH, Urteile vom 4. Februar 2009 – 2 StR 165/08, BGHSt 53, 174, 176 mN, und vom 13. November 2008 – 3 StR 403/08, NStZ 2009, 497). Der Gesetzeswortlaut lässt offen, in welchem Umfang ein Verabredender die Identität seines präsumtiven Mittäters kennen muss. Dies schließt die Annahme einer Verabredung zwischen Personen, die sich lediglich über einen Tarnnamen in einem Internetchatforum kennen, nicht aus. Allerdings hat sich die bisherige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, soweit ersichtlich, ausschließlich mit Fällen von den präsumtiven Mittätern bekannten Identitäten der jeweils anderen befasst (vgl. Roxin, JA 1979, 169; 171 f.; Schünemann in LK, 12. Aufl. § 30 Rn. 60 und 62; BGH, Urteile vom 28. Juni 2007 – 3 StR 140/07, BGHR StGB § 30 Abs. 2 Verabredung 7, vom 13. November 2008 – 3 StR 403/08, NStZ 2009, 497 und vom 4. Februar 2009 – 2 StR 165/08, BGHSt 53, 174).&#8221;</em></p>
<p>Danach setzt die Annahme der Verabredung zu einem Verbrechen nach Ansicht des BGH voraus, dass eine bindende Verabredung vorliegt, die jeder Beteiligte auch einfordern kann. Dies kann grundsätzlich auch zwischen Personen erfolgen, die lediglich unter Verwendung eines Tarnnamens kommunizieren. Allerdings ist eine verbleibende völlige Anonymität dann ausgeschlossen, wenn die verabredete Tat wie hier die gleichzeitige Anwesenheit beider Mittäter voraussetzt.<br />
Weiterhin kritisiert der BGH, dass das Landgericht nicht den Rücktritt vom Versuch der Beteiligung gemäß § 31 StGB geprüft hat, da der Angeklagte nicht einmal mehr mit „kees“ in Kontakt getreten ist. Es kam zu keinem Chatverkehr mehr. Weiterhin erfolgte keine vom Angeklagten zugesagte Buchung eines Ferienhauses.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>KG Berlin: Zum „5-Punkte-Plan“ im NPD-Wahlkamp</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 09:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[KG Berlin, Beschluss vom 01.12.2011, Az.: (4) 1 Ss 395/11 (235/11) Das Amtsgericht Berlin Tiergarten hat den Angeklagten wegen Volksverhetzung in zwei Fällen unter Einbeziehung einer anderweitig rechtskräftig verhängten Geldstrafe zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt, deren Vollstreckung es zur Bewährung ausgesetzt hat. Die Berufung des Angeklagten hat das Landgericht Berlin verworfen. Gegen diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>KG Berlin, Beschluss vom 01.12.2011, Az.: (4) 1 Ss 395/11 (235/11)</strong></p>
<p>Das Amtsgericht Berlin Tiergarten hat den Angeklagten wegen Volksverhetzung in zwei Fällen unter Einbeziehung einer anderweitig rechtskräftig verhängten Geldstrafe zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt, deren Vollstreckung es zur Bewährung ausgesetzt hat. Die Berufung des Angeklagten hat das Landgericht Berlin verworfen. Gegen diese Entscheidung richtet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Das Amtsgericht sowie das Landgericht hatten festgestellt, dass der Angeklagte kurz vor der Bundestagswahl 2009 einen „Fünf-Punkte-Plan zur Ausländerrückführung“ online stellte. Zudem hatte er ein Schreiben an Berliner Abgeordnete versandt, in welchem es ebenfalls um „Ausländerrückführung“ ging.<br />
Das Landgericht Berlin hat angenommen, durch das Einstellen des 5-Punkte-Planes in das Internet sowie durch Versenden der Bekanntmachung an die Verordneten habe der Angeklagte in einer Weise, die geeignet sei, den öffentlichen Frieden zu stören, sowohl zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufgestachelt, als auch zu Gewalt- und Willkürmaßnahmen gegen diese aufgefordert. Das Landgericht verurteile den Angeklagten ebenfalls wegen Volksverhetzung.<br />
Das KG betont zunächst, dass eine Verurteilung nach § 130 Abs. 1, Nr. 1 StGB eine intensive Form der Einwirkung erforderlich ist, durch welche  eine emotional gesteigerte feindselige Haltung gegen den betreffenden Bevölkerungsteil erzeugt oder verstärkt wird. Dabei muss die Einwirkung über die bloße Ablehnung oder Verachtung hinausgehen und die Äußerung objektiv beurteilt werden.</p>
<p>Aus dem Beschluss:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Voraussetzung jeder rechtlichen Würdigung einer den Gegenstand des Tatvorwurfs bildenden Äußerung ist, dass deren Sinn zutreffend erfasst wird. Ziel der Deutung ist die Ermittlung des objektiven Sinns der Aussage. Maßgeblich ist daher weder die subjektive Absicht des sich Äußernden noch das subjektive Verständnis der von der Äußerung Betroffenen, sondern der Sinn, den sie nach dem Verständnis eines unvoreingenommenen und verständigen Publikums objektiv hat. Dabei ist stets von dem Wortlaut der Erklärung auszugehen. Dieser legt ihren Sinn aber nicht abschließend fest. Er wird vielmehr auch von dem sprachlichen Kontext, in dem die umstrittene Äußerung steht, und ihren Begleitumständen bestimmt, soweit diese für den Rezipienten erkennbar sind. Bei mehrdeutigen Bekundungen müssen andere Auslegungsvarianten, die nicht zu einer strafrechtlichen Sanktion führen würden, mit nachvollziehbaren und tragfähigen Gründen ausgeschlossen werden können (vgl. zum Ganzen nur BVerfG NJW 2010, 2193; NJW 2008, 2907; KG JR 1998, 213, jeweils m.w.N.). Die Auslegung der fraglichen Erklärungen obliegt allein dem Tatrichter (vgl. BGHSt 40, 97, 101); dem Revisionsgericht ist eine eigene Würdigung selbst dann verwehrt, wenn der Inhalt der Äußerung wörtlich und vollständig im Urteil festgestellt ist (vgl. KG aaO m.w.N.).&#8221;</em></p>
<p>Das KG kritisiert demnach, dass der objektive Sinn der Aussage nicht ausreichend ermittelt wurde. Zudem hat das KG kritisiert, dass sich das Landgericht nicht mit der Frage der Meinungsfreiheit auseinandergesetzt hat. Nach Ansicht des KG hätte geklärt werden müssen, ob die Aussagen des Angeklagten in den Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1, Satz 1 GG fallen. Denn: Geschützt sind grundsätzlich auch ausländerfeindliche und rechtsextremistische Meinungen, sofern die Schranken der Meinungsfreiheit beachtet werden.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>Blutentnahme bei Verkehrsordnungswidrigkeit: Hauptverhandlung ohne Strafverteidigung?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 09:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[OLG Köln, Beschluss vom 27.10.2011, Az.: III 1 RBs 253/11 Das Amtsgericht  Bergisch Gladbach verurteilte den Betroffenen wegen fahrlässigen Führens eines Kraftfahrzeugs unter der Wirkung des berauschenden Mittels Cannabis zu einer Geldbuße und ordnete an, dass der Betroffene für die Dauer von einem Monat keine Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr führen darf. Gegen diese Entscheidung wendet sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OLG Köln, Beschluss vom 27.10.2011, Az.: III 1 RBs 253/11</strong></p>
<p>Das Amtsgericht  Bergisch Gladbach verurteilte den Betroffenen wegen fahrlässigen Führens eines Kraftfahrzeugs unter der Wirkung des berauschenden Mittels Cannabis zu einer Geldbuße und ordnete an, dass der Betroffene für die Dauer von einem Monat keine Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr führen darf. Gegen diese Entscheidung wendet sich der Betroffene mit der Rechtsbeschwerde.<br />
Die Beschwerde bezieht sich darauf, dass die Hauptverhandlung in Abwesenheit des Verteidigers erfolgte, obwohl ein Fall der notwendigen Verteidigung gemäß §§ 140 Abs. 1 StPO, 46 Abs. 1 OWiG vorlag.<br />
Die Schwierigkeit der Rechtslage solle sich dabei insbesondere darauf beziehen, dass dem Betroffenen von den Polizeibeamten eine Blutprobe entnommen wurde und im Verfahren die Verwertbarkeit der Ergebnisse in Frage stand.<br />
Es sollte geklärt werden, ob hier ein Beweisverwertungsverbot wegen der Umgehung des Richtervorbehalts aus § 81a Abs. 2 StPO vorliegt.</p>
<p>Aus dem Beschluss des OLG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Ein Beweisverwertungsverbot wegen willkürlicher Umgehung des Richtervorbehalts aus § 81a Abs. 2 StPO kann nach der Rechtsprechung gegeben sein, wenn der anordnende Polizeibeamte keine nachvollziehbaren Erwägungen über die Fragen von Gefahr im Verzug und richterlicher Anordnungskompetenz angestellt hat und keine entsprechende Prüfung vorgenommen hat, sondern allein aufgrund „langjähriger Praxis“ (vgl. OLG Hamm DAR 2009, 336, 338 = zfs 2009, 409 m. zust. Anm. Bode; OLG Dresden NJW 2009, 2149, 2150) oder aufgrund einer von seinem Dienstvorgesetzten erteilten generellen Anweisung, auf die Einschaltung eines Richters zu verzichten (vgl. OLG Oldenburg NJW 2009, 3591= DAR 2009, 713 = zfs 2009, 712; OLG Brandenburg zfs 2010, 587; OLG Bamberg DAR 2011, 268 = zfs 2011, 350), eine eigene Anordnung getroffen hat.&#8221;</em></p>
<p>Folglich lag hier nach Auffassung des OLG ein Fall notwendiger Verteidigung vor, da hier die Auseinandersetzung mit der Verwertbarkeit der Ergebnisse erforderlich war. Dass es sich hier „lediglich“ um ein Bußgeldverfahren handelt, sei dabei irrelevant.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>BGH: Zur sexuellen Nötigung bei einem vermeintlichen Date</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 09:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 17.11.2011, Az.: 3 StR 359/11 Nach den Feststellungen des Landgerichts Oldenburg hatte der Angeklagte Beamte die Nebenklägerin nach der Vernehmung auf eine Tasse Kaffee in der Dienststelle eingeladen. Dabei kam es zu sexuellen Annäherungen durch den Angeklagten – unter anderem küsste er die Nebenklägerin auf den Mund. Aus Angst vor einem Angriff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 17.11.2011, Az.: 3 StR 359/11</strong></p>
<p>Nach den Feststellungen des Landgerichts Oldenburg hatte der Angeklagte Beamte die Nebenklägerin nach der Vernehmung auf eine Tasse Kaffee in der Dienststelle eingeladen. Dabei kam es zu sexuellen Annäherungen durch den Angeklagten – unter anderem küsste er die Nebenklägerin auf den Mund. Aus Angst vor einem Angriff durch den Angeklagten, bot sie ihm ein Treffen zu einem späteren Zeitpunkt an.<br />
Das Landgericht Oldenburg hat den Angeklagten wegen<a title="Sexuelle nötigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank"> sexueller Nötigung</a> zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt und deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Der BGH betont in dem Beschluss, dass eine Verurteilung wegen sexueller Nötigung die Schutzlosigkeit des Opfer voraussetzt.</p>
<p>Dies sei nach Ansicht des BGH hier bereits zweifelhaft, da das Landgericht lediglich die Vorstellung des mutmaßlichen Opfers zugrunde gelegt hat, nicht aber die objektive Lage.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Weiterhin muss der Täter das Ausgeliefertsein des Opfers dazu ausnutzen, dieses zur Duldung oder Vornahme sexueller Handlungen zu nötigen. Dies bedeutet, dass er die tatsächlichen Voraussetzungen der Schutzlosigkeit auch als Bedingung für das Erreichen seiner sexuellen Handlungen erkennen muss, so dass der subjektive Tatbestand zumindest bedingten Vorsatz dahin voraussetzt, dass das Opfer in die sexuellen Handlungen nicht einwilligt und dass es gerade wegen seiner Schutzlosigkeit auf einen grundsätzlich möglichen Widerstand verzichtet, das Opfer also die Handlungen nur wegen seiner Schutzlosigkeit vornimmt oder geschehen lässt (Ausnutzungsbewusstsein &#8211; vgl. BGH, Beschluss vom 1. Dezember 2009 &#8211; 3 StR 479/09, NStZ 2010, 273 mwN).&#8221;</em></p>
<p>Der BGH legt dar, dass das Landgericht nicht ausreichend festgestellt hat, ob der Angeklagte die Situation gerade ausnutzte.</p>
<p>Vielmehr musste der Angeklagte davon ausgehen, dass das mutmaßliche Opfer die Zeit freiwillig mit ihm verbrachte. Er ging zudem davon aus, dass die Frau die Dienststelle jederzeit verlassen konnte. Daher hat der BGH das Urteil aufgehoben.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidiger/" id="tag-link-8" class="st-tags t3" title="108 topics" rel="tag" style="font-size:11.44pt; color:#77c0d7;">Strafverteidiger</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/prozess/" id="tag-link-777" class="st-tags t1" title="55 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Prozess</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/korperverletzung/" id="tag-link-254" class="st-tags t2" title="61 topics" rel="tag" style="font-size:10.22pt; color:#88c6d1;">Körperverletzung</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/betaubungsmittel/" id="tag-link-322" class="st-tags t1" title="38 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Betäubungsmittel</a>
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</div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bgh-zur-sexuellen-noetigung-bei-einem-vermeintlichen-date/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zum Täter-Opfer-Ausgleich bei Sexualdelikten</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 09:27:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Urteil vom 03.11.2011, Az.: 3 StR 267/11 Das Landgericht Mönchengladbach hat den Angeklagten wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Tateinheit mit Vergewaltigung zu der Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Gegen diese Entscheidung wendet sich der Angeklagte mit der Revision. Bei der Bemessung der Strafe hat das Landgericht zu Gunsten des Angeklagten berücksichtigt, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Urteil vom 03.11.2011, Az.: 3 StR 267/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Mönchengladbach hat den Angeklagten wegen schweren<a title="Kindesmissbrauch" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-kindern-gem-176-stgb/" target="_blank"> sexuellen Missbrauchs eines Kinde</a>s in Tateinheit mit <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> zu der Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Gegen diese Entscheidung wendet sich der Angeklagte mit der Revision.<br />
Bei der Bemessung der Strafe hat das Landgericht zu Gunsten des Angeklagten berücksichtigt, dass er der Nebenklägerin durch sein Geständnis die Aussage in der Hauptverhandlung erspart. Zudem habe er sich entschuldigt und sich freiwillig und ungeachtet seiner finanziellen Schwierigkeiten zur Zahlung eines Schmerzensgelds verpflichtet.<br />
Allerdings hat das Landgericht nicht geprüft, ob der anzuwendende Strafrahmen durch einen Täter-Opfer-Ausgleich nach § 46a Nr. 1 StGB zu mildern ist.</p>
<p>Der BGH hatte folglich zu klären, welche Voraussetzungen für einen Täter-Opfer-Ausgleich erfüllt sein müssen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;(…) So weist auch der Generalbundesanwalt zutreffend darauf hin, dass bei einem &#8211; wie hier &#8211; schwerwiegenden Sexualdelikt allein die Annahme eines Schmerzensgeldangebots regelmäßig noch kein ausreichendes Indiz dafür ist, das Opfer wolle sich damit auch auf den nach § 46a Nr. 1 StGB erforderlichen kommunikativen, auf umfassenden friedensstiftenden Ausgleich der Tatfolgen angelegten Prozess mit dem Täter einlassen (vgl. BGH, Urteil vom 6. Februar 2008 &#8211; 2 StR 561/07, NStZ 2008, 452), das zugesagte Schmerzensgeld von 5.000 € zudem an der unteren Grenze des Vertretbaren liegt und der nach den Feststellungen mit  ca. 21.000 € verschuldete Angeklagte zum Urteilszeitpunkt noch keine Zahlungen geleistet hatte.&#8221;</em></p>
<p>Der BGH stellt hier fest, dass ein Schmerzensgeldangebot alleine nicht grundsätzlich ausreichend ist, um eine Strafrahmenverschiebung im Sinne von § 46a StGB anzunehmen. Insbesondere bestünden daran bei schweren <a title="Sexualstrafrecht" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexualstrafrecht-delikte-sexueller-missbrauch-vergewaltigung-ueberblick/" target="_blank">Sexualdelikten</a> Zweifel.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zu den Mindestanforderungen an die Urteilsgründe im Rahmen eines „Deals“</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bgh-zu-den-mindestanforderungen-an-die-urteilsgrunde-im-rahmen-eines-%e2%80%9edeals%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bgh-zu-den-mindestanforderungen-an-die-urteilsgrunde-im-rahmen-eines-%e2%80%9edeals%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 10:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 09.03.2011, Az.: 2 StR 428/10 Das Landgericht Hanau hat den Angeklagten wegen Betrugs in Tateinheit mit Urkundenfälschung in 26 Fällen unter Einbeziehung von Strafen aus einer früheren gesamtstrafenfähigen Verurteilung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Gegen diese Entscheidung legte der Angeklagte Revision ein. Der Angeklagte beschloss zusammen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 09.03.2011, Az.: 2 StR 428/10</strong></p>
<p>Das Landgericht Hanau hat den Angeklagten wegen<a title="betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank"> Betrug</a>s in Tateinheit mit <a title="Urkundendelikte" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/urkundendelikte-urkundenfaelschung-267-stgb/" target="_blank">Urkundenfälschung</a> in 26 Fällen unter Einbeziehung von Strafen aus einer früheren gesamtstrafenfähigen Verurteilung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Gegen diese Entscheidung legte der Angeklagte Revision ein.<br />
Der Angeklagte beschloss zusammen mit einem Bekannten, mit gefälschten Personalausweisen und Bankkarten im Namen fiktiver Personen Verträge abzuschließen, um an von dem Mobilfunk-Provider subventionierte Handys zu gelangen. Dazu scannte der Bekannte Ausweise ein und bearbeitete diese, indem er einen fiktiven Namen verwendete und die Seriennummern, die Personaldaten und die Lichtbilder veränderte. Ferner fertigte er Kopien von Bankkarten an. Anschließend wurden auf den Namen fiktiven Personen Verträge abgeschlossen.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Das angefochtene Urteil unterliegt insgesamt der Aufhebung, da es nicht den Mindestanforderungen genügt, die an die Urteilsgründe auch dann zu stellen sind, wenn die Entscheidung, wie hier, nach einer Verfahrensabsprache ergangen ist. Allein die Bereitschaft des Angeklagten, wegen eines bestimmten Sachverhalts eine Strafe hinzunehmen, die das gerichtlich zugesagte Höchstmaß nicht überschreitet, entbindet das Gericht nicht von der Pflicht zur Aufklärung und Darlegung des Sachverhalts, soweit dies für den Tatbestand der dem Angeklagten vorgeworfenen Gesetzesverletzung erforderlich ist (vgl. BGH, NStZ 2009, 467; NStZ-RR 2010, 54; Senat, NStZ-RR 2010, 336).&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Zwar ist es dem Tatrichter grundsätzlich nicht verwehrt, bei einer Vielzahl von Straftaten, die den selben Tatbestand erfüllen, davon abzusehen, die konkreten Sachverhalte der Einzeltaten ausführlich mitzuteilen, und diese stattdessen in einer Liste zusammenzufassen, in der die jeweiligen Taten individualisiert werden. Dies gilt, wenn die Taten in allen wesentlichen tatsächlichen Umständen, die den Tatbestand erfüllen, gleich gelagert sind. Auch dann müssen die Urteilsgründe aber so abgefasst werden, dass sie erkennen lassen, welche der festgestellten Tatsachen den einzelnen Tatbestandsmerkmalen zuzuordnen sind und sie ausfüllen können (vgl. für den Fall einer Vielzahl von gleichgelagerten Betrugstaten BGH, NJW 1992, 1709; NStZ 2008, 352; NStZ-RR 2010, 54).&#8221;</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass das Urteil auch im Rahmen einer Verfahrensabsprache unerlässliche Mindestvoraussetzungen erfüllen muss. Dazu gehöre insbesondere eine geschlossene und für das Revisionsgericht nachvollziehbare Darstellung des verwirklichten strafbaren Verhaltens, um eine revisionsrechtliche Überprüfung zu ermöglichen.<br />
Nach den Feststellungen des BGH erschöpfen sich die Urteilsgründe in einer kurzen Schilderung, die teilweise aus der Anklage übernommen wurden. Der BGH kritisiert im Folgenden vor allem, dass den Feststellungen des Landgerichts nicht zu entnehmen ist, wie genau es zu dem Abschluss der Verträge kam.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zum unerlaubten Entfernen vom Unfallort</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bgh-zum-unerlaubten-entfernen-vom-unfallort/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bgh-zum-unerlaubten-entfernen-vom-unfallort/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 10:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 15.11.2010, Az.: 4 StR 413/10 Das Landgericht Itzehoe hat die Angeklagten unter Freisprechung im Übrigen jeweils wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in drei Fällen, davon in zwei Fällen tateinheitlich begangen mit schwerem Bandendiebstahl sowie in einem Fall tateinheitlich begangen mit versuchtem schweren Bandendiebstahl, und wegen vorsätzlicher Brandstiftung, zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt. Der Angeklagte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 15.11.2010, Az.: 4 StR 413/10</strong></p>
<p>Das Landgericht Itzehoe hat die Angeklagten unter Freisprechung im Übrigen jeweils wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in drei Fällen, davon in zwei Fällen tateinheitlich begangen mit schwerem <a title="Bandendiebstahl" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/vermoegensdelikte-wie-raub-diebstahl-erpressung/" target="_blank">Bandendiebstahl</a> sowie in einem Fall tateinheitlich begangen mit versuchtem schweren Bandendiebstahl, und wegen vorsätzlicher Brandstiftung, zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt.</p>
<p>Der Angeklagte P. wurde darüber hinaus wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort verurteilt.</p>
<p>Nach den Feststellungen des Gerichts war nicht eindeutig geklärt, ob der Angeklagte die Kollision bereits  unmittelbar während des Unfallgeschehens bemerkte. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Angeklagte erst davon erfuhr, als der Geschädigten ihn beim Halt an einer Ampel auf den Unfall hinwies. Weiterhin blieb unklar, welche Strecke der Angeklagte bis dahin vom eigentlichen Unfallort zurückgelegt hatte.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Das Entfernen nicht vom Unfallort selbst, sondern von einem anderen Ort, an welchem der Täter erstmals vom Unfall erfahren hat, erfüllt nicht den Tatbestand des § 142 Abs. 1 Nr. 1 StGB (BGH, Beschluss vom 30. August 1978 &#8211; 4 StR 682/77, BGHSt 28, 129, 131). Auch eine Strafbarkeit nach § 142 Abs. 2 Nr. 2 StGB scheidet aus, da das unvorsätzliche Verlassen des Unfallorts nicht vom Wortlaut der Norm erfasst wird (BVerfG, NZV 2007, 368). Entgegen einer in Rechtsprechung (vgl. OLG Düsseldorf, NZV 2008, 107) und Literatur (vgl. Blum, NZV 2008, 495; Laschewski, NZV 2007, 444, 448) vertretenen Ansicht sieht der Senat keine Veranlassung, die gefestigte obergerichtliche Rechtsprechung zum Begriff des Unfallorts (vgl. OLG Stuttgart, NZV 1992, 327; OLG Karlsruhe, NStZ 1988, 409; OLG Köln, NZV 1989, 197, 198) zu modifizieren, um auf diese Weise Fälle strafrechtlich zu erfassen, in denen der Täter nachträglich auf den Unfall hingewiesen wird und sich dennoch weiter entfernt (vgl. OLG Hamburg, NZV 2009, 301; SSW-StGB/Ernemann § 142 Rn. 43; Fischer, StGB, 57. Aufl., § 142 Rn. 52).&#8221;</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass hier eine Strafbarkeit nach § 142 Abs. 1 Nr. 1 StGB ausscheiden muss. In diesen Fällen, in denen sich der Unfallbeteiligte in Unkenntnis des Unfalls vom Unfallort entfernt und erst später davon erfährt, sei bereits der Tatbestand nicht erfüllt. Dann nämlich entfernt er sich nicht mehr vom Unfallort. Eine Ausweitung auf dieses Geschehen würde gegen das strafrechtliche Analogieverbot aus Art. 103 Abs. 2 GG verstoßen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>LG Wuppertal: Zur Strafbarkeit des „Schwarz-Surfens“</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/lg-wuppertal-zur-strafbarkeit-des-schwarz-surfens/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 10:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[LG Wuppertal, Beschluss vom 19.10.2010, Az.: 25 Qs 10 Js 1977/08 &#8211; 177/10, 25 Qs 177/10 Die Staatsanwaltschaft hat dem Angeschuldigten vorgeworfen, im Jahre 2008 ein Haus aufgesucht zu haben, um sich mit seinem Laptop mittels einer drahtlosen Netzwerkverbindung in das offene und über einen WLAN-Router betriebene Funknetzwerk des Zeugen J einzuwählen. Dabei habe er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>LG Wuppertal, Beschluss vom 19.10.2010, Az.: 25 Qs 10 Js 1977/08 &#8211; 177/10, 25 Qs 177/10</strong></p>
<p>Die Staatsanwaltschaft hat dem Angeschuldigten vorgeworfen, im Jahre 2008 ein Haus aufgesucht zu haben, um sich mit seinem Laptop mittels einer drahtlosen Netzwerkverbindung in das offene und über einen WLAN-Router betriebene Funknetzwerk des Zeugen J einzuwählen. Dabei habe er beabsichtigt, die Internetnutzung ohne Zahlung eines Entgeltes zu erlangen.<br />
Das Amtsgericht Wuppertal hat die Eröffnung der Hauptverhandlung aus rechtlichen Gründen abgelehnt, da ein hinreichender Tatverdacht im Sinne des § 203 StPO mangels strafbaren Verhaltens des Angeschuldigten nicht gegeben sei. Zur Begründung führte das Gerichts aus, dass das Verhalten des Angeschuldigten weder den Tatbestand des unbefugten Abhörens von Nachrichten nach §§ 89 S. 1, 148 Abs. 1 TKG noch des unbefugten Abrufens oder Verschaffens personenbezogener Daten nach §§ 44, 43 Abs. 2 Nr. 3 BDSG erfülle. Auch eine Strafbarkeit nach § 202b StGB liege nicht vor.<br />
Gegen den Beschluss wendet sich die Staatsanwaltschaft mit der eingelegten sofortigen Beschwerde.<br />
Im Jahr 2007 hatte das Amtsgericht (AG Wuppertal, Urteil vom 03.04.2007, Az: 22 Ds 70 Js) in einem vergleichbaren Sachverhalt noch eine Strafbarkeit nach §§ 89 S. 1, 148 Abs. 1 Nr. 1 TKG angenommen.</p>
<p>Dazu das Landgericht Wuppertal:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Das vorgeworfene Einwählen in das unverschlüsselt betriebene Funknetzwerk des Zeugen J erfüllt nicht den Tatbestand des unbefugten Abhörens von Nachrichten nach §§ 89 S. 1, 148 Abs. 1 Nr. 1 TKG. Jeder Computer, der sich in ein unverschlüsselt betriebenes WLAN einwählt, erhält von dem im WLAN-Router befindlichen DHCP (dynamic host configuration protocol) Server automatisch eine freie, interne (private) IP-Adresse zugeteilt. Dieser von dem Angeschuldigten ausgelöste Vorgang erfüllt nicht die Voraussetzungen eines strafbaren Abhörens von Nachrichten nach §§ 89 S. 1, 148 Abs. 1 Nr. 1 TKG.</em><br />
<em>Hierzu hat das Amtsgericht ausgeführt, ein Abhören im Sinne des § 89 TKG liege nicht vor. Dies ergebe sich bereits aus dem Wortlaut der Vorschrift. Unter Abhören sei das unmittelbare Zuhören oder das Hörbarmachen für andere, aber auch das Zuschalten einer Aufnahmevorrichtung zu verstehen. Dies erfordere jedenfalls einen zwischen anderen Personen stattfindenden Kommunikationsvorgang, den ein Dritter als Täter mithöre ( vgl. Bär MMR, 2005, 434, 440 ). Es müsse ein bewusster und gezielter Empfang durch den Täter gegeben sein, um von einem Abhören von Nachrichten sprechen zu können. Für einen solchen bewussten und gezielten Empfang von Nachrichten durch den Angeschuldigten gebe es keine Anhaltspunkte. Dem Angeschuldigten sei es ausweislich der Anklage und des Ermittlungsergebnisses nur darauf angekommen, durch Einwählen in das Netzwerk des Zeugen dessen Internetzugang mitbenutzen zu können. Das dabei notwendige Empfangen der IP-Adresse stelle kein Abhören fremder Nachrichten dar, denn hierdurch werde die Vertraulichkeit fremder Kommunikation nicht angegriffen ( vgl. Popp, jurisPR-ITR 16/2008 Anm. 4 ).&#8221;</em></p>
<p>Damit schließt sich das Landgericht der Auffassung des Amtsgerichts an. Dabei verweist das Landgericht insbesondere darauf, dass der Nutzer eines fremden Funknetzwerks selbst den Kommunikationsprozess auslöst und gerade Teilnehmer des Prozesses ist. Schutzgut das § 89 TKG sei allerdings die Vertraulichkeit fremder Kommunikation. Diese sei beim „Schwarz-Surfen“ nicht betroffen. Somit erfüllt das Einwählen in ein unverschlüsseltes Netzwerk nicht den Tatbestand des unbefugten Abhörens von Nachrichten nach §§ 89 S. 1, 148 Abs. 1 Nr. 1 TKG. Zudem stellt das Landgericht klar, dass auch eine Strafbarkeit wegen des Ausspähens von Daten nach § 202a StGB ausscheidet, da die Daten im vorliegenden Fall gerade nicht gegen einen unberechtigten Zugang gesondert gesichert waren.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>OLG Hamm: Zum Betrug im bargeldlosen Zahlungsverkehr</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 09:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[OLG Hamm, Beschluss vom 22.11.2011, Az.: III-3 RVs 89/11, 3 RVs 89/11 Das Amtsgericht hat den Angeklagten wegen &#8220;gewerbsmäßigen Betruges&#8221; in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt, deren Vollstreckung es zur Bewährung ausgesetzt hat. Auf die Berufung des Angeklagten hat das Landgericht das Urteil des Amtsgerichts abgeändert und den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OLG Hamm, Beschluss vom 22.11.2011, Az.: III-3 RVs 89/11, 3 RVs 89/11</strong></p>
<p>Das Amtsgericht hat den Angeklagten wegen &#8220;gewerbsmäßigen <a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betruges</a>&#8221; in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt, deren Vollstreckung es zur Bewährung ausgesetzt hat.<br />
Auf die Berufung des Angeklagten hat das Landgericht das Urteil des Amtsgerichts abgeändert und den Angeklagten wegen Betruges und wegen versuchten Betruges zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten unter Strafaussetzung zur Bewährung verurteilt. Dagegen richtet sich der Angeklagte mit der Revision.</p>
<p>Nach den Feststellungen des Landgerichts hat der Angeklagte in der Spielhalle den bereits rechtskräftig verurteilten X kennen gelernt. Er teilte dem Angeklagten mit, dass er Banken und Sparkassen betrüge, indem er zunächst Konten eröffne, um sodann von nicht gedeckten Konten Geld auf das eröffnete Konto zu überweisen. Anschließend hebe der das Geld ab. Da X keine Konten mehr eröffnen konnte, sollte der Angeklagte dies tun. Hiermit war der Angeklagte einverstanden.<br />
Der Angeklagte eröffnete ein Girokonto bei der Bank, wobei er seine Zahlungswilligkeit vortäuschte. Er beabsichtigte allerdings, das Konto zu überziehen, ohne den Saldo auszugleichen.</p>
<p>Aus dem Beschluss des OLG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kann zwar ein vollendeter Betrug schon dann vorliegen, wenn der Täter unter Vorlage eines gefälschten Personalausweises und Täuschung über seine Zahlungswilligkeit bei einer Bank ein Konto eröffnet und ihm &#8211; antragsgemäß &#8211; eine ec-Karte (eurocheque-Karte) und Schecks ausgehändigt werden (vgl. BGHSt 47, 160 m.w.N.). Jedoch betreffen diese Entscheidungen Fälle, in denen die Kartenzahlung oder die Einlösung des Schecks von der Bank garantiert wurde (so ausdrücklich BGH, NStZ 2009, 329). Der garantierte Scheckverkehr wurde in seiner gebräuchlichen Form jedoch zum 31.12.2001 aufgegeben (BGH, a.a.O. m.w.N.). Seitdem werden ec-Karten (electronic-cash-Karten) im Rahmen unterschiedlicher Zahlungssysteme eingesetzt, überwiegend im sogenannten POZ-System, also im elektronischen Lastschriftverfahren, oder im POS-System, bei dem es unmittelbar zu einer Abbuchung kommt (BGH, a.a.O. m.w.N.). Vor allem im POZ-System übernimmt die kartenausgebende Bank jedoch anders als im POS-System regelmäßig keine Garantie für die Zahlung; ein etwaiger Schaden durch die Kartenbenutzung tritt in diesen Fällen daher nicht bei der Bank, sondern beim jeweiligen Geschäftspartner ein (BGH, a.a.O.). Daher bedarf es, um überprüfen zu können, ob die Bank bereits mit der Kontoeröffnung und der Überlassung der ec-Karte eine Vermögensverfügung vorgenommen hat und bei ihr schon damit eine schadensgleiche Vermögensgefährdung eingetreten ist, insbesondere näherer Feststellungen dazu, auf welchem Wege durch den Einsatz der Karte überhaupt eine Schädigung der kartenausgebenden Bank möglich war oder gewesen wäre und auf welchem Wege der Kontoinhaber die ihm überlassene ec-Karte einzusetzen beabsichtigte (vgl. BGH, a.a.O.).&#8221;</em></p>
<p>Nach Auffassung des OLG liegt daher kein vollendeter Betrug durch die Kontoeröffnung und die Aushändigung der EC-Karte vor.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>Turbulenter Prozessauftakt in Berlin im Mordprozess</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 09:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor dem Landgericht Berlin muss sich ein 25-jähriger Mann wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Laut Anklage hat der Mann im vergangenen Jahr auf ein Auto geschossen, in dem sich seine Ex-Frau, deren Eltern und zwei ihrer Geschwister befanden. Die Schwester und die Mutter kamen dabei ums Leben, ein Bruder der Frau wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Landgericht Berlin muss sich ein 25-jähriger Mann wegen <a title="Mord" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank">Mordes</a>, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten.<br />
Laut Anklage hat der Mann im vergangenen Jahr auf ein Auto geschossen, in dem sich seine Ex-Frau, deren Eltern und zwei ihrer Geschwister befanden. Die Schwester und die Mutter kamen dabei ums Leben, ein Bruder der Frau wurde schwer verletzt. Laut Staatsanwaltschaft ging es dem Angeklagten darum, seine Ex-Frau zu töten, da diese sich von ihm getrennt hatte.<br />
Die gefährliche Körperverletzung bezieht sich auf einen Vorfall während der <a title="Untersuchungshaft" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/verhalten-in-untersuchungshaft-u-haft/" target="_blank">Untersuchungshaft</a>. Dort soll der Angeklagte einen anderen Häftling schwer verletzt haben.<br />
Zu Prozessbeginn wiederholte der Angeklagte seine Forderung nach einem neuen Pflichtverteidiger. Einen solchen Antrag hatte er zuvor bereits dreimal schriftlich eingereicht. Der Antrag wurde allerdings erneut abgelehnt, woraufhin der Angeklagte den Sitzungssaal verlassen wollte.</p>
<p><em>( Quelle: Süddeutsche online vom 03.04.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidigung/" id="tag-link-9" class="st-tags t1" title="58 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Strafverteidigung</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/prozess/" id="tag-link-777" class="st-tags t1" title="55 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Prozess</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/hamburg/" id="tag-link-7" class="st-tags t1" title="51 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Hamburg</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/betaubungsmittel/" id="tag-link-322" class="st-tags t1" title="38 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Betäubungsmittel</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/mord/" id="tag-link-413" class="st-tags t1" title="52 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Mord</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidiger/" id="tag-link-8" class="st-tags t3" title="108 topics" rel="tag" style="font-size:11.44pt; color:#77c0d7;">Strafverteidiger</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/bgh/" id="tag-link-610" class="st-tags t5" title="144 topics" rel="tag" style="font-size:13.89pt; color:#55b5e2;">BGH</a>
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		<title>Sex-Video: Revisionsverfahren um Nötigung</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/sex-video-revisionsverfahren-um-noetigung/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/sex-video-revisionsverfahren-um-noetigung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 09:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Oktober 2010 musste sich ein Journalist vor dem Amtsgericht München verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, einen Prominenten genötigt und dessen höchstpersönlichen Lebensbereich durch unbefugte Bildaufnahmen verletzt zu haben. Dabei sollte der Angeklagte den Geschädigten mit einem Sex-Video zu einem Interview gezwungen haben. Das Video zeigt das mutmaßliche Opfer beim Sex mit zwei Prostituierten. Das Amtsgericht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Oktober 2010 musste sich ein Journalist vor dem Amtsgericht München verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, einen Prominenten genötigt und dessen höchstpersönlichen Lebensbereich durch unbefugte Bildaufnahmen verletzt zu haben. Dabei sollte der Angeklagte den Geschädigten mit einem Sex-Video zu einem Interview gezwungen haben. Das Video zeigt das mutmaßliche Opfer beim Sex mit zwei Prostituierten.</p>
<p>Das Amtsgericht verhängte eine <a title="Geldstrafe" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/ablauf-eines-strafverfahrens/#geldstrafe-tagessatz" target="_blank">Geldstrafe </a>von insgesamt 14.400 Euro.</p>
<p>Gegen diese Entscheidung legte der <a title="Strafverteidigung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank">Strafverteidiger</a> Berufung ein und der Angeklagte wurde vom Landgericht München freigesprochen. Da der Geschädigte sowie sie Staatsanwaltschaft Revision einlegten, muss nun das Oberlandesgericht München entscheiden.</p>
<p><em>( Quelle: Bayerischer Rundfunk online vom 02.04.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<item>
		<title>BGH: Täter-Opfer-Ausgleich auch bei schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern möglich</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 09:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BGH, Urteil vom 19.10.2011, Az.: 2 StR 344/11 Das Landgericht Erfurt hat den Angeklagten wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 14 Fällen sowie wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. In dem Prozess hat das Landgericht die Voraussetzungen des Täter-Opfer-Ausgleichs gemäß § 46 a Nr. 1 StGB bejaht. Dies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Urteil vom 19.10.2011, Az.: 2 StR 344/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Erfurt hat den Angeklagten wegen<a title="Sexueller Missbrauch von Kindern, Kindesmissbrauch" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-kindern-gem-176-stgb/" target="_blank"> sexuellen Missbrauchs von Kindern</a> in 14 Fällen sowie wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.<br />
In dem Prozess hat das Landgericht die Voraussetzungen des Täter-Opfer-Ausgleichs gemäß § 46 a Nr. 1 StGB bejaht. Dies beanstandet die Staatsanwaltschaft mit der Revision.<br />
Dazu der BGH:</p>
<p><em>&#8220;§ 46a Nr. 1 StGB setzt einen kommunikativen Prozess zwischen Täter und Opfer voraus, der auf einen umfassenden Ausgleich der durch die Straftat verursachten Folgen gerichtet sein muss (Senat BGH NStZ 2002, 646). Dafür ist eine von beiden Seiten akzeptierte, ernsthaft mitgetragene Regelung Voraussetzung. Das Bemühen des Täters muss Ausdruck der Übernahme von Verantwortung sein, und das Opfer muss die Leistung des Täters als friedensstiftenden Ausgleich akzeptieren (BGH 1 StR 204/02). Regelmäßig sind tatrichterliche Feststellungen dazu erforderlich, wie sich das Opfer zu den Anstrengungen des Täters gestellt hat, wie sicher die Erfüllung einer etwaigen Schmerzensgeldzahlungsverpflichtung ist und welche Folgen diese Verpflichtung für den Täter haben wird (vgl. BGH aaO sowie NStZ 2002, 29).“</em></p>
<p>Der BGH betont zunächst noch einmal die Voraussetzung für einen Täter-Opfer-Ausgleich nach § 46a Nr. 1 StGB. Nach Ansicht des BGH hat das Landgericht die rechtlichen Voraussetzung im Rahmen der Strafzumessung für einen Täter-Opfer-Ausgleich richtig bewertet.<br />
Es sei zutreffend bedacht worden, dass es bei Taten dieser Art (Sexualstraftaten) deutlich schwieriger ist, eine angemessene Konfliktlösung herbeizuführen. Nichtsdestotrotz habe der Angeklagte im vorliegenden Fall die Verantwortung für die Taten übernommen und sich sowohl bei der Nebenklägerin als auch bei der Familie entschuldigt, auch wenn die Nebenklägerin die Entschuldigung nicht angenommen hat. Weiterhin habe der Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt und dem Opfer dadurch eine Aussage in der Hauptverhandlung erspart. Außerdem hat sich der Angeklagte mit der Nebenklägerin auf einen Vergleich geeinigt, monatlich 200 Euro zu zahlen. Die Annahme des Vergleichs zeigte die grundsätzliche Akzeptanz der Nebenklägerin.</p>
<p>Dies führe dazu, dass ein kommunikativer Prozess zwischen den Parteien zu bejahen sei. Dieser ist auch auf den umfassenden Ausgleich der Folgen der Straftat gerichtet.<br />
Zusammenfassend stellt der BGH klar, dass es grundsätzlich auch bei Sexualstraftaten wie dem schweren sexuellen Missbrauch von Kindern zu einem Täter-Opfer-Ausgleich kommen kann.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>Haftbefehle gegen Steuerfahnder</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 09:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Schweizer Justiz hat Haftbefehle gegen drei Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen erlassen. Den Beamten wird vorgeworfen, am illegalen Ankauf einer CD mit Daten deutscher Steuersünder beteiligt gewesen zu sein. Nach Ansicht der Schweizer Behörden besteht der konkrete Verdachte, dass es Aufträge zum Ausspionieren von Informationen und Daten gab. Wichtig: In der Schweiz ist die Verletzung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schweizer Justiz hat Haftbefehle gegen drei <a title="Steuerstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/steuerstrafrecht/" target="_blank">Steuerfahnder</a> aus Nordrhein-Westfalen erlassen.</p>
<p>Den Beamten wird vorgeworfen, am illegalen Ankauf einer CD mit Daten deutscher Steuersünder beteiligt gewesen zu sein. Nach Ansicht der Schweizer Behörden besteht der konkrete Verdachte, dass es Aufträge zum Ausspionieren von Informationen und Daten gab. Wichtig: In der Schweiz ist die Verletzung des Bankgeheimnisses grundsätzlich strafbar, in Deutschland nicht.</p>
<p>Auch in Deutschland hat der illegale Ankauf damals zu Auseinandersetzungen geführt. Allerdings ging es dabei lediglich darum, ob man die Daten bewusst illegal „beschaffen“ dürfe.</p>
<p>Die Schweiz hingegen beschuldigt die drei Steuerfahnder der Beihilfe zur Wirtschaftsspionage und des Verstoßes gegen das Bankgeheimnis. Bei einer Einreise in die Schweiz müssen die Beamten mit einer Verhaftung rechnen.</p>
<p>Durch das Geschehen soll das für 2013 geplante Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz nicht beeinträchtigt werden. Danach sollen Anleger in der Schweiz mindestens genau so hoch besteuert werden. Zudem könnte das Abkommen solche Vorfälle künftig unmöglich machen, denn es werde die Strafverfolgung deutscher Beamter ausgeschlossen.</p>
<p><em>( Quelle: Financial Times Deutschland online vom 31.03.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/untreue/" id="tag-link-212" class="st-tags t1" title="36 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Untreue</a></div>

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		<title>BGH: Zu Buchführungs- und Bilanzverstößen</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bgh-zu-buchfuehrungs-und-bilanzverstoessen/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 09:12:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Subventionsbetrug]]></category>
		<category><![CDATA[Untreue]]></category>
		<category><![CDATA[vermögensverschiebung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=4202</guid>
		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 15.12.2011, Az.: 5 StR 122/11 Das Landgericht Dresden hat den Angeklagten E. wegen Subventionsbetruges in Tateinheit mit Untreue in sechs Fällen, wegen Untreue in fünfzehn Fällen, wegen Betruges sowie wegen Verletzung der Buchführungspflicht in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Zudem wurde ihm für die Dauer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 15.12.2011, Az.: 5 StR 122/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Dresden hat den Angeklagten E. wegen <a title="subventionsbetrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/subventionsbetrug-264-stgb/">Subventionsbetruges</a> in Tateinheit mit <a title="Untreue" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/untreue/" target="_blank">Untreue</a> in sechs Fällen, wegen Untreue in fünfzehn Fällen, wegen <a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betruges</a> sowie wegen Verletzung der Buchführungspflicht in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.</p>
<p>Zudem wurde ihm für die Dauer von zwei Jahren die Ausübung eines Berufs als Rechtsanwalt verboten. Von der verhängten Gesamtfreiheitsstrafe hat es zur Kompensation überlanger Verfahrensdauer acht Monate als vollstreckt erklärt.<br />
Gegen diese Entscheidung legte der Angeklagte Revision ein. Nach Ansicht der BGH tragen die Feststellungen die Verurteilung wegen Verletzung der Buchführungspflicht nicht:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Eine Strafbarkeit könnte angesichts dessen namentlich bei Anwendung der von der Rechtsprechung entwickelten Interessentheorie zweifelhaft sein (vgl. hierzu nur BGH, Urteile vom 20. Mai 1981 – 3 StR 94/81, BGHSt 30, 127, 128 f., vom 6. November 1986 – 1 StR 327/86, BGHSt 34, 221, 223). Nach den Grundsätzen dieser – vom 3. Strafsenat im Rahmen eines Anfrageverfahrens jüngst in Frage gestellten (vgl. BGH, Beschluss vom 15. September 2011 – 3 StR 118/11; vgl. ferner BGH, Beschluss vom 1. September 2009 – 1 StR 301/09, BGHR StGB § 283 Abs. 1 Geschäftsführer 4) – Rechtsprechung ist für die Strafbarkeit des Vertreters einer juristischen Person nach § 283 StGB erforderlich, dass er zumindest auch im Interesse des Geschäftsherrn handelt (vgl. § 14 StGB); liegen hingegen beim Vertreter ausschließlich eigennützige Motive vor, so scheidet eine Bestrafung wegen Bankrotts neben einer möglichen Strafbarkeit wegen Untreue aus (vgl. nur Fischer, StGB, 58. Aufl., § 283 Rn. 4d mwN).</em><br />
<em>Die Rechtsprechung vermittelt zur Frage der Anwendung der Interessentheorie auf Buchführungs- und Bilanzdelikte nach § 283 Abs. 1 Nr. 5 bis 8, § 283b StGB kein einheitliches Bild. Teilweise wird die Frage auch bei diesen Delikten bejaht (vgl. BGH, Urteil vom 24. März 1982 – 3 StR 68/82, wistra 1982, 148, 149, Beschluss vom 14. Dezember 1999 – 5 StR 520/99, NStZ 2000, 206, 207; vgl. ferner BGH, Urteil vom 11. Oktober 1960 – 5 StR 155/60), teilweise wird sie hingegen ausdrücklich (vgl. BGH, Beschluss vom 24. März 2009 – 5 StR 353/08, NStZ 2009, 635, 636) oder stillschweigend (vgl. BGH, Beschluss vom 18. Januar 1995 – 2 StR 693/94, wistra 1995, 146, 147) verneint.“</em></p>
<p>Nach Ansicht des BGH ist die von der Rechtsprechung für Vermögensverschiebungen entwickelte Interessentheorie jedenfalls auf Buchführungs- und Bilanzdelikte wegen des gerade übertragenen Aufgabenbereichs nicht anwendbar.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		</item>
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		<title>OLG Rostock: Zum Verjährung beim Subventionsbetrug</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/olg-rostock-zum-verjaehrung-beim-subventionsbetrug/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/olg-rostock-zum-verjaehrung-beim-subventionsbetrug/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 09:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Beschwerde]]></category>
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		<category><![CDATA[Subventionsbetrug]]></category>
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		<category><![CDATA[verjährung]]></category>

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		<description><![CDATA[OLG Rostock, Beschluss vom 17.01.2012, Az.: I Ws 404/11 Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat dem Angeschuldigten vorgeworfen, sich des Subventionsbetrugs nach § 264 StGB strafbar gemacht zu haben. Dabei soll er in einem Subventionsverfahren unrichtige Angaben gemacht haben, die für ihn vorteilhaft waren. Das Landgericht Schwerin hat die Eröffnung des Hauptverfahrens gemäß § 204 Abs. 1 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OLG Rostock, Beschluss vom 17.01.2012, Az.: I Ws 404/11</strong></p>
<p>Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat dem Angeschuldigten vorgeworfen, sich des <a title="Subventionsbetrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/subventionsbetrug-264-stgb/" target="_blank">Subventionsbetrugs nach § 264 StGB </a>strafbar gemacht zu haben. Dabei soll er in einem Subventionsverfahren unrichtige Angaben gemacht haben, die für ihn vorteilhaft waren.<br />
Das Landgericht Schwerin hat die Eröffnung des Hauptverfahrens gemäß § 204 Abs. 1 StPO aus Rechtsgründen abgelehnt. Der Eröffnung stünde die absolute Verjährung der vorgeworfenen Taten gemäß § 78 c Abs. 3 Satz 2 StGB entgegen.<br />
Der Beschluss das Landgerichts ist der Staatsanwaltschaft am 28.11.2011 förmlich zugestellt worden. Die sofortige Beschwerde der Staatsanwaltschaft ist am 30.11.2011 bei dem Landgericht Schwerin eingegangen.</p>
<p>Dazu das OLG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Die Verjährung beginnt, sobald die Tat beendet ist (§ 78 a Satz 1 StGB). Ein Subventionsbetrug im Sinne des § 264 Abs. 1 StGB ist beendet, wenn der Subventionsempfänger auf der Grundlage des Zuwendungsbescheids die letzte (Teil-) Auszahlung erhält (BGH Beschl. v. 21.05.2008-5 StR 93/08, NStZ-RR 2008, 240; Fischer StGB, 59. Aufl. 2012, § 264 Rdz. 38 m.w.N.;Schönke/Schröder-Perron StGB, 28. Aufl. 2010, § 264 Rdz. 66 m.w.N; Müller-Gugenberger-Bender, Wirtschaftsstrafrecht 5. Aufl. 2011, § 52 Rdz. 37; Graf/Jäger/Wittig-Straßer, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, 2011, § 264 StGB Rdz. 144; so auch schon Heinz, GA 1977, 213; a.A. OLG München Urteil v. 22.02.2006-5 St RR 012/06; Schönke/Schröder-Sternberg-Lieben/Bosch StGB, 28. Aufl. 2010, § 78 a Rdz. 11 § 264 Rdz. 66 m.w.N. unter Bezug auf OLG München aaO.; offen gelassen: Thür. OLG, Beschl. v. 01.11.2006-1 Ws 290/06).&#8221;</em></p>
<p>Nach Auffassung des OLG kommt es bei der Frage der Verjährung auf den Zeitpunkt der letzten auf den unrichtigen Angaben beruhenden anderweitigen Subventionsleistung und nicht auf den Zeitpunkt der letzten vom Täter vorgenommenen Handlung an. Folglich erweist sich die sofortige Beschwerde als begründet. Entgegen der Ansicht des Landgerichts sind die dem Angeschuldigten vorgeworfenen Taten mithin nicht verjährt. Die Anklage der Staatsanwaltschaft wurde daher zur Hauptverhandlung zugelassen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>KG Berlin: Zum Diebstahl in einem besonders schweren Fall nach § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 StGB</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/kg-berlin-zum-diebstahl-in-einem-besonders-schweren-fall-nach-243-abs-1-satz-2-nr-2-stgb/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 09:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[tresor]]></category>

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		<description><![CDATA[KG Berlin, Urteil vom 28.11.2011, Az.: (4) 1 Ss 465/11 (271/11) Das Amtsgericht Tiergarten hat den Angeklagten wegen Diebstahls in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Bei dem ersten Diebstahl hat der Angeklagte zur Untermiete gewohnt und in der Wohnung den Tresorschlüssel gefunden und damit den Tresor geöffnet. Er entnahm mindestens 4000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>KG Berlin, Urteil vom 28.11.2011, Az.: (4) 1 Ss 465/11 (271/11)</strong></p>
<p>Das Amtsgericht Tiergarten hat den Angeklagten wegen <a title="Diebstahl" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/vermoegensdelikte-wie-raub-diebstahl-erpressung/" target="_blank">Diebstahls</a> in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt.</p>
<p>Bei dem ersten Diebstahl hat der Angeklagte zur Untermiete gewohnt und in der Wohnung den Tresorschlüssel gefunden und damit den Tresor geöffnet. Er entnahm mindestens 4000 Euro.<br />
Bei der zweiten Tat befand sich der Angeklagte in einem Hotel. Er gab an, der Bewohner des Zimmers zu sein und den Code für den Tresor vergessen zu haben. Daraufhin öffnete der Hoteltechniker ihm den Tresor. Er entwendete Bargeld und einen IPod.<br />
Das Amtsgericht hat dabei für die eine Tat der Strafrahmen des § 243 Abs. 1 Satz 1 StGB herangezogen und eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten verhängt. Die zweite Tat wurde als einfacher Diebstahl gewertet und dafür eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten festgesetzt. Gegen dieses Urteil wendet sich der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft mit der <a title="Berufung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/berufung-in-strafsachen/" target="_blank">Berufung</a>.<br />
Das Landgericht hat die Berufung des Angeklagten verworfen. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hat es für die Tat ebenfalls eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten festgesetzt. Gegen diese Entscheidung richtet sich die Revision des Angeklagten. Er beanstandet, dass der Tresorschlüssel im ersten Fall nicht besonders versteckt war. Daher sei der Strafrahmen des § 243 StGB nicht anzuwenden.</p>
<p>Dazu das KG verweist bei seinen Ausführungen auf Feststellungen des BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Dient das Behältnis nach seiner erkennbaren Zweckbestimmung wenigstens unter anderem auch zur Sicherung der darin aufbewahrten Sache gegen Diebstahl, wie es bei einem Tresor idealtypisch der Fall ist, dann ist das verschlossene Behältnis ein Spezialfall einer Schutzvorrichtung im Sinne der Vorschrift. Das Regelbeispiel setzt voraus, dass das Behältnis verschlossen ist. Weitere Sicherungen, etwa durch Wegschließen des Schlüssels, sind danach zu seiner Erfüllung nicht mehr erforderlich. Der Täter muss &#8211; sofern er nicht sogar die Sache mitsamt dem Behältnis stiehlt &#8211; die Sicherung überwinden, wobei es aber nicht darauf ankommt, wie er das bewirkt (vgl. BT-Drucks. IV/650 S. 403; Fischer, StGB, 57. Aufl., § 243 Rn. 17). § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 StGB betont nämlich die besondere Sicherung des Diebstahlsobjekts, während § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 StGB besondere Arten der Tatausführung bei einer allgemeinen Sicherung des Gegenstands hervorhebt; auf eine besondere Gestaltung der Tathandlung über das Überwinden der Sicherung hinaus kommt es dagegen bei § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 StGB nicht an (vgl. OLG Frankfurt, NJW 1988, 3028). Daher scheidet die Anwendung des Regelbeispiels für einen besonders schweren Fall des Diebstahls wegen der Wegnahme einer Sache aus einem verschlossenen Behältnis auch dann nicht aus, wenn der Verschluss mit dem dafür vorgesehenen Schlüssel geöffnet wird. Allenfalls dann, wenn der Benutzer des Schlüssels zu dessen Verwendung befugt ist, könnte für ihn die Eigenschaft des Behältnisses als besondere Diebstahlssicherung entfallen (vgl. OLG Hamm, JR 1982, 119 mit abl. Anm. Schmid; Schmitz in MünchKomm, StGB, 2003, § 243 Rn. 35). Jedenfalls wenn ein Unbefugter den Schlüssel an sich nimmt und er damit das Behältnis öffnet, überwindet er die Diebstahlssicherung, die sich aus dem Verschlusszustand des Behältnisses ergibt (vgl. OLG Karlsruhe, NStZ-RR 2010, 48; Fischer, StGB, § 243 Rn. 17; LK/Vogel, StGB, 12. Aufl., § 243 Rn. 32). Die Erfüllung des Regelbeispiels führt grundsätzlich zur Anwendung des Ausnahmestrafrahmens.&#8221;</em></p>
<p>Damit stellt das KG klar, dass ein <em>„verschlossenes Behältnis“</em> im Sinne von § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 StGB auch vorliegt, wenn der Täter den Schlüssel zuvor ohne große Anstrengung findet. Auch dann sei das Behältnis noch besonders gegen die Wegnahme gesichert. Das Amtsgericht sowie das Landgericht haben demnach zurecht einen besonders schweren Fall des Diebstahls angenommen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>Überfall auf Bordell: Hohe Freiheitsstrafen verhängt</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 09:19:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor dem Landgericht Osnabrück mussten sich vier Männer und eine Frau verantworten. Die Männer sind nach Feststellungen des Gerichts im Juli 2011 in einen Barbetrieb eingedrungen, nachdem die Mitangeklagte, die dort als Prostituierte arbeitete, ihnen die Tür geöffnet hatte. Dort haben die Angeklagten eine andere Prostituierte überfallen und gefoltert, wobei sie 3000 Euro erbeuteten. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Landgericht Osnabrück mussten sich vier Männer und eine Frau verantworten. Die Männer sind nach Feststellungen des Gerichts im Juli 2011 in einen Barbetrieb eingedrungen, nachdem die Mitangeklagte, die dort als Prostituierte arbeitete, ihnen die Tür geöffnet hatte. Dort haben die Angeklagten eine andere Prostituierte überfallen und gefoltert, wobei sie 3000 Euro <a title="raub" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/vermoegensdelikte-wie-raub-diebstahl-erpressung/" target="_blank">erbeuteten</a>. Die Angeklagten verwendeten dabei einen Elektroschocker und einen Teleskopschlagstock. Nachdem sich das Opfer gewehrt hatte, fügten die Angeklagten ihr noch Verletzungen mit einem Messer zu.</p>
<p>Bereits einige Tage nach der Tat konnten die Männer festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft warf den Angeklagten besonders schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vor.</p>
<p>Das Landgericht hat die vier Männer zu Freiheitsstrafen von fünf Jahren, fünf Jahren und sechs Monaten bzw. sieben Jahren verurteilt. Die mitangeklagte 29-jährige Prostituierte erhielt eine Haftstrafe von 21 Monaten, die zu einer dreijährigen Bewährungszeit ausgesetzt wurde.</p>
<p>Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da die Angeklagten dagegen noch <a title="Revision" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/revision-in-strafsachen/" target="_blank">Revision</a> einlegen können.</p>
<p><em>( Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung online vom 31.03.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>Bundesgerichtshof zur Internetauktion eines Vertu-Handys</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/04/bundesgerichtshof-zur-internetauktion-eines-vertu-handys/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 09:59:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 040/2012 vom 28.03.2012 In der nachfolgenden Entscheidung bezog der Senat erneut Stellung zur Internetauktion auf eBay und inwiefern der Startpreis ein Indiz für ein Plagiat bzw. der Echtheit des angebotenen Produktes sein kann.  Nach Auffassung des Senats gebe der Startpreis keine Rückschlüsse auf ein mögliches Plagiat. Vorliegend bot der Käufer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 040/2012 vom 28.03.2012</strong></p>
<p>In der nachfolgenden Entscheidung bezog der Senat erneut Stellung zur Internetauktion auf eBay und inwiefern der Startpreis ein Indiz für ein Plagiat bzw. der Echtheit des angebotenen Produktes sein kann.  Nach Auffassung des Senats gebe der Startpreis keine Rückschlüsse auf ein mögliches Plagiat.</p>
<p>Vorliegend bot der Käufer ein Vertu-Handy mit dem Startpreis von 1 Euro an, welches  laut Feststellung ein Wert von über 24.000 Euro haben soll.<br />
<strong><span style="text-decoration: underline;">Pressemitteilung:</span></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Bundesgerichtshof zur Internetauktion eines Vertu-Handys</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Beklagte bot auf der Internetplattform eBay im Rahmen einer Auktion unter Hinzufügung eines Fotos ein Handy zum Verkauf unter der Bezeichnung &#8220;Vertu Weiss Gold&#8221; ohne Festlegung eines Mindestpreises zu einem Startpreis von 1 € an. Zur Beschreibung heißt es in dem Angebot, dass der Zustand gebraucht sei. Außerdem teilte die Beklagte dazu Folgendes mit:</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Hallo an alle Liebhaber von Vertu</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ihr bietet auf ein fast neues Handy (wurde nur zum ausprobieren ausgepackt). Weist aber ein paar leichte Gebrauchsspuren auf (erwähne ich ehrlichkeit halber). Hatte 2 ersteigert und mich für das gelb goldene entschieden. Gebrauchsanweisung (englisch) lege ich von dem gelb goldene bei, das andere habe ich auch nicht bekommen. Dazu bekommt ihr ein Etui, Kopfhörer und Ersatzakku. Privatverkauf, daher keine Rücknahme. Viel Spaß beim Bieten.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Kläger gab ein Maximalgebot von 1.999 € ab und erhielt für 782 € den Zuschlag. Die Annahme des seitens der Beklagten angebotenen Handys verweigerte er mit der Begründung, dass es sich um ein Plagiat handele. Der Kläger hat behauptet, dass ein Original des von der Beklagten angebotenen Handys 24.000 € koste. Die auf Zahlung von 23.218 € Schadensersatz (24.000 € abzüglich des Kaufpreises von 782 €) nebst Zinsen und vorgerichtlichen Rechtsanwaltsgebühren gerichtete Klage hatte in den Vorinstanzen keinen Erfolg.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die dagegen gerichtete Revision des Klägers führte zur Aufhebung des Berufungsurteils. Der unter anderem für das Kaufrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass der zwischen den Parteien zustande gekommene Kaufvertrag entgegen der Annahme des Berufungsgerichts nicht als sogenanntes wucherähnliches Rechtsgeschäft gemäß § 138 Abs. 1 BGB* nichtig ist. Zwar entspricht es der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass Rechtsgeschäfte, bei denen ein auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung besteht, dann nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig sind, wenn weitere Umstände, wie etwa eine verwerfliche Gesinnung hinzutreten. Auf eine derartige Gesinnung kann beim Verkauf von Grundstücken und anderen hochwertigen Sachen regelmäßig geschlossen werden, wenn der Wert der Leistung annähernd doppelt so hoch ist wie der der Gegenleistung. Von einem solchen Beweisanzeichen kann bei einer Onlineauktion jedoch nicht ohne weiteres ausgegangen werden. Denn die Situation einer Internetversteigerung unterscheidet sich grundlegend von den bisher entschiedenen Fällen, in denen sich in den Vertragsverhandlungen jeweils nur die Vertragsparteien gegenüberstanden.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Mit der vom Berufungsgericht gegebenen Begründung kann auch eine Beschaffenheitsvereinbarung des Inhalts, dass es sich bei dem angebotenen Mobiltelefon um ein Originalexemplar der Marke Vertu handelt, nicht verneint werden. Das Berufungsgericht meint, gegen die Annahme einer entsprechenden Beschaffenheitsvereinbarung (§ 434 Abs. 1 Satz 1**) spreche &#8220;vor allem&#8221; der von der Beklagten gewählte Startpreis der Auktion von 1 €. Diese Begründung trägt nicht. Das Berufungsgericht verkennt, dass dem Startpreis angesichts der Besonderheiten einer Internetauktion im Hinblick auf den Wert des angebotenen Gegenstandes grundsätzlich kein Aussagegehalt zu entnehmen ist. Denn der bei Internetauktionen erzielbare Preis ist von dem Startpreis völlig unabhängig, da er aus den Maximalgeboten der Interessenten gebildet wird, so dass auch Artikel mit einem sehr geringen Startpreis einen hohen Endpreis erzielen können, wenn mehrere Bieter bereit sind, entsprechende Beträge für den Artikel zu zahlen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Aus diesen Gründen kann dem Berufungsgericht schließlich auch insoweit nicht gefolgt werden, als es den geltend gemachten Schadensersatzanspruch mit der Hilfsbegründung verneint hat, dem Kläger sei der – unterstellte – Mangel der Unechtheit des von der Beklagten angebotenen Mobiltelefons infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt geblieben (§ 442 Abs. 1 Satz 2 BGB***), weil es erfahrungswidrig sei, dass ein Mobiltelefon mit dem von dem Kläger behaupteten Wert zu einem Startpreis von 1 € auf einer Internetplattform angeboten werde.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Sache wurde an das Berufungsgericht zurückverwiesen, damit dieses die noch erforderlichen Feststellungen treffen kann, auf deren Grundlage das Berufungsgericht in umfassender Würdigung der gesamten Umstände zu beurteilen haben wird, ob das Angebot der Beklagten aus der Sicht eines verständigen Empfängers ein Originalgerät der Marke Vertu zum Gegenstand hatte.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>* § 138 BGB: Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>(1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>(2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>** § 434 BGB: Sachmangel</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Sache ist frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergang die vereinbarte Beschaffenheit hat. …</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>*** § 442 BGB: Kenntnis des Käufers</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Rechte des Käufers wegen eines Mangels sind ausgeschlossen, wenn er bei Vertragsschluss den Mangel kennt. Ist dem Käufer ein Mangel infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt geblieben, kann der Käufer Rechte wegen dieses Mangels nur geltend machen, wenn der Verkäufer den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>…</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Urteil vom 28. März 2012 &#8211; VIII ZR 244/10</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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		<title>BGH: Wahrnehmung des Drohmittels durch das Opfer</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/03/bgh-wahrnehmung-des-drohmittels-durch-das-opfer/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 09:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<description><![CDATA[BGH, Beschluss vom 08.11.2011, Az.: 3 StR 316/11 Das Landgericht Düsseldorf hat die Angeklagten wegen &#8220;schweren Raubes in zwei Fällen&#8221; jeweils zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Gegen diese Entscheidung richten sich die Revisionen der Angeklagten. Nach den Feststellungen des Landgerichts haben die Angeklagten zusammen mit dem gesondert Verfolgten Y. aufgrund eines gemeinsamen Tatplans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH, Beschluss vom 08.11.2011, Az.: 3 StR 316/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Düsseldorf hat die Angeklagten wegen &#8220;schweren<a title="Raub" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/vermoegensdelikte-wie-raub-diebstahl-erpressung/" target="_blank"> Raubes</a> in zwei Fällen&#8221; jeweils zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Gegen diese Entscheidung richten sich die Revisionen der Angeklagten.</p>
<p>Nach den Feststellungen des Landgerichts haben die Angeklagten zusammen mit dem gesondert Verfolgten Y. aufgrund eines gemeinsamen Tatplans nachts auf offener Straße zwei Passanten überfallen. Dabei benutzten die Angeklagten ein Teppichmesser, mit welchem die die Passantin bedrohen wollten. Die Passantin nahm das Messer allerdings nicht wahr.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Damit ist entgegen der Ansicht des Landgerichts der Tatbestand des vollendeten besonders schweren Raubes gemäß § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB nicht erfüllt. Eine Waffe oder &#8211; wie hier &#8211; ein anderes gefährliches Werkzeug wird nur dann im Sinne von § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB &#8220;bei der Tat verwendet&#8221;, wenn der Täter den Gegenstand als Raubmittel zweckgerichtet einsetzt und wenn das Opfer die Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben mittels des Gegenstandes wahrnimmt und somit in die entsprechende qualifizierte Zwangslage versetzt wird (BGH, Beschluss vom 1. September 2004 &#8211; 2 StR 313/04, BGHR StGB § 250 Abs. 2 Nr. 1 Verwenden 5). Da die Zeugin L. das Teppichmesser nicht bemerkte, wurde es bei der Tat ihr gegenüber nicht als Drohmittel verwendet.“</em></p>
<p>Der BGH stellt klar, dass hier ein besonders schwerer Raub gemäß § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB nicht vorliegt, da das Opfer das Messer nicht wahrgenommen hat. Das  Tatbestandsmerkmal „Verwenden“ setzt aber laut BGH voraus, dass das Opfer das gefährliche Werkzeug bemerkt.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/mord/" id="tag-link-413" class="st-tags t1" title="52 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Mord</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/drogen/" id="tag-link-347" class="st-tags t1" title="48 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Drogen</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafrecht/" id="tag-link-4" class="st-tags t10" title="255 topics" rel="tag" style="font-size:20pt; color:#0099ff;">Strafrecht</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/bgh/" id="tag-link-610" class="st-tags t5" title="144 topics" rel="tag" style="font-size:13.89pt; color:#55b5e2;">BGH</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/hamburg/" id="tag-link-7" class="st-tags t1" title="51 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Hamburg</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/prozess/" id="tag-link-777" class="st-tags t1" title="55 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Prozess</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/revision/" id="tag-link-32" class="st-tags t2" title="61 topics" rel="tag" style="font-size:10.22pt; color:#88c6d1;">Revision</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafverteidiger/" id="tag-link-8" class="st-tags t3" title="108 topics" rel="tag" style="font-size:11.44pt; color:#77c0d7;">Strafverteidiger</a>
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		</item>
		<item>
		<title>Verfolgungsverjährung: Verfahrenseinstellung durch Revisionsgericht</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/03/verfolgungsverjaehrung-verfahrenseinstellung-durch-revisionsgericht/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 09:03:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[OLG Celle, Beschluss vom 31.05.2011, Az.: 32 Ss 187/10 Der Angeklagte war durch Strafbefehl des Amtsgerichts Syke wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 30 Euro verurteilt worden. Dem lag der Vorwurf zugrunde, der Angeklagte habe ein Auto auf dem ihm gehörenden Grundstück abgestellt, obwohl sich in dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OLG Celle, Beschluss vom 31.05.2011, Az.: 32 Ss 187/10</strong></p>
<p>Der Angeklagte war durch Strafbefehl des Amtsgerichts Syke wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 30 Euro verurteilt worden. Dem lag der Vorwurf zugrunde, der Angeklagte habe ein Auto auf dem ihm gehörenden Grundstück abgestellt, obwohl sich in dem Fahrzeug noch bodengefährdende Flüssigkeiten, namentlich Motoröl, Bremsflüssigkeit und Batteriesäure befanden. Zudem sei Ölverlust mit Tropfenbildung am Motor festgestellt worden.<br />
Gegen diesen <a title="Strafbefehl" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/strafbefehlsverfahren/" target="_blank">Strafbefehl</a> hat der Angeklagte rechtzeitig und wirksam Einspruch eingelegt. Den Einspruch hat das Amtsgericht der Begründung verworfen, dass der Angeklagte trotz ordnungsgemäßer Ladung der Hauptverhandlung vom selben Tage ferngeblieben sei, ohne genügend entschuldigt zu sein. Ein Antrag des Angeklagten auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen der Versäumung des Termins zur Hauptverhandlung ist erfolglos geblieben.<br />
Der Angeklagte hat gegen das Verwerfungsurteil rechtzeitig ein als Revision bezeichnetes Rechtsmittel eingelegt.<br />
Das OLG Celle hatte festgestellt, dass es bereits ein Verfahren gegen den Angeklagten im Jahre 2001 gab. Daher sei am Tag der ersten verjährungsunterbrechenden Maßnahme durch den Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlusses des Amtsgerichts Verden die Verfolgungsverjährung eingetreten Dazu das OLG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Der Eintritt der Verfolgungsverjährung bildet ein Verfahrenshindernis. Das Vorliegen eines Verfahrenshindernisses, das bereits in der Tatsacheninstanz vorlag und dort hätte beachtet werden müssen, führt in der Revisionsinstanz auf eine zulässige Revision hin gemäß § 349 Abs. 4 i.V.m. § 354 Abs. 1 StPO zu einer Aufhebung der angefochtenen Entscheidung und der Einstellung des Verfahrens durch das Revisionsgericht (vgl. bereits Beschluss des Senats vom 22.2.2007 &#8211; 32 Ss 20/07, NStZ 2008, 118 = Nds.Rpfl 2007, 163; siehe auch Schneider, in: Karlsruher Kommentar zur StPO, 6. Aufl., 2008, § 206a Rn. 4 m.w.N. sowie Radtke, in: Radtke/Hohmann, StPO, 2011, Einleitung Rn. 67).&#8221;</em></p>
<p>Daher lag zum Zeitpunkt des Erlasses des Strafbefehls durch das Amtsgericht Syke bereits Verfolgungsverjährung vor. Der Eintritt der Verjährung ist ein Verfahrenshindernis und damit Revisionsgrund.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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	<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/hamburg/" id="tag-link-7" class="st-tags t1" title="51 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Hamburg</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/korperverletzung/" id="tag-link-254" class="st-tags t2" title="61 topics" rel="tag" style="font-size:10.22pt; color:#88c6d1;">Körperverletzung</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/revision/" id="tag-link-32" class="st-tags t2" title="61 topics" rel="tag" style="font-size:10.22pt; color:#88c6d1;">Revision</a>
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<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/strafrecht/" id="tag-link-4" class="st-tags t10" title="255 topics" rel="tag" style="font-size:20pt; color:#0099ff;">Strafrecht</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/betrug/" id="tag-link-21" class="st-tags t2" title="63 topics" rel="tag" style="font-size:10.22pt; color:#88c6d1;">Betrug</a>
<a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/vergewaltigung/" id="tag-link-251" class="st-tags t1" title="45 topics" rel="tag" style="font-size:9pt; color:#99cccc;">Vergewaltigung</a>
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		<title>OLG Frankfurt: Zur Strafzumessung bei Unfallflucht</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 09:41:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrerflucht]]></category>
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		<category><![CDATA[strassenverkehrsdelikt]]></category>
		<category><![CDATA[Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>
		<category><![CDATA[Unfallflucht]]></category>

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		<description><![CDATA[OLG Frankfurt, Beschluss vom 22.11.2011, Az.: 3 Ss 356/11 Das Amtsgericht Frankfurt am Main verurteilte den Beschwerdeführer wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, deren Vollstreckung es zur Bewährung aussetzte. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hat das Landgericht Frankfurt am Main das Urteil im Rechtsfolgenausspruch abgeändert und den Angeklagten zu einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OLG Frankfurt, Beschluss vom 22.11.2011, Az.: 3 Ss 356/11</strong></p>
<p>Das Amtsgericht Frankfurt am Main verurteilte den Beschwerdeführer wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, deren Vollstreckung es zur Bewährung aussetzte.<br />
Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hat das Landgericht Frankfurt am Main das Urteil im Rechtsfolgenausspruch abgeändert und den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt, ihm die Fahrerlaubnis entzogen, den Führerschein eingezogen und die Verwaltungsbehörde angewiesen, ihm vor Ablauf von 18 Monaten keine neue Fahrerlaubnis zu erteilen. Gegen dieses Urteil wendet sich nunmehr der Angeklagte mit der<a title="Revision" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/revision-in-strafsachen/" target="_blank"> Revision</a>.<br />
Nach den Feststellungen der Gerichts befuhr der Angeklagte abends eine Straße, wobei er die dort erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h ein hielt. Er erfasste nichtsdestotrotz den 14jährigen D, der auf seinem Skateboard stehend unvermittelt auf die Fahrbahn geraten war. D wurde auf die Frontscheibe des Pkw geschleudert und erlitt schwerste Verletzungen. Nachdem der Angeklagte sein Fahrzeug verlassen und sich den Verletzten angesehen hatte, fuhr er vom Unfallort davon, ohne seinen Gestellungspflichten zu genügen. Der D erlag später seinen Verletzungen.</p>
<p>Das OLG zu der Strafzumessung:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Das Landgericht durfte dem Angeklagten strafschärfend anlasten, dass D bei dem Unfall schwerste Verletzungen erlitten und der Angeklagte dies erkannt hatte. Die Schwere des Unfalles und seiner Folgen können bei der Strafzumessung zum Nachteil des Täters berücksichtigt werden, da in diesen Fällen das durch § 142 StGB geschützte Interesse der Unfallbeteiligten an der Feststellung des Hergangs und der Sicherung und Erhaltung der Beweise für etwaige zivilrechtliche Ansprüche besonders hoch ist (vgl. Geppert in LK StGB 12. Aufl. § 142 Rn. 234; Sternberg-Lieben in Schönke/Schröder StGB 28. Aufl. § 142 Rn. 86; König in Hentschel/König/Dauer Straßenverkehrsrecht 41. Aufl. § 142 StGB Rn. 65; Kudlich in BeckOK-StGB § 142 Rn. 74). Welche Ansprüche der Beteiligten sich nach Abschluss der Ermittlungen tatsächlich herausstellen, ist dabei von untergeordneter Bedeutung. Die Feststellungspflicht trifft auch einen Verkehrsteilnehmer, der ohne jede eigene Schuld in Verdacht gerät, einen Unfall verursacht zuhaben (BGHSt 12, 253, 255).&#8221;</em></p>
<p>Damit betont das OLG, dass die Schwere des Unfalls bzw. die daraus entstandenen Folgen bei der Strafzumessung berücksichtigt werden können. Diese können auch dann zum Nachteil eines Täters gewertet werden, wenn dieser ohne eigene Schuld in einen Unfall verwickelt ist und seinen Feststellungspflichten aus § 142 I, II StGB nicht nachkommt.<br />
Zudem stellt das OLG fest, dass es der Berücksichtigung der Folgen gerade im Rahmen der Strafzumessung bedarf, da es seit der Neufassung des § 142 StGB im Jahre 1975 ein besonders schwerer Fall nach § 142 III StGB a.F. nicht mehr gibt.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
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