<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Fachanwalt für Strafrecht Dr. Böttner &#124; Rechtsanwalt und Strafverteidiger in Hamburg &#124;  Wirtschaftsstrafrecht Hamburg</title>
	<atom:link href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de</link>
	<description>Strafrechtkanzlei in Hamburg und Neumünster</description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Feb 2012 10:34:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Oz kann aufatmen: Geldstrafe statt Haft</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/oz-kann-aufatmen-geldstrafe-statt-haft/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/oz-kann-aufatmen-geldstrafe-statt-haft/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 10:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Geldstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[logo]]></category>
		<category><![CDATA[oz]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbeschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[sprayer]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=4007</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Sachbeschädigung / Hamburg / Sprayer Gute Nachricht für „Hamburg bekanntesten Sprayer“. Der angeklagte Walter Josef F. sprüht seit über 10 Jahren sein Logo „OZ“ in Hamburg an allen möglichen Wänden und Gegenständen und musste sich schon mehrfach vor dem Gericht wegen Sachbeschädigung Verantworten. Auch am gestrigen Freitag stand der 61-jährige Angeklagte vor dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / Sachbeschädigung / Hamburg / Sprayer</p>
<p>Gute Nachricht für „Hamburg bekanntesten Sprayer“. Der angeklagte Walter Josef F. sprüht seit über 10 Jahren sein Logo „OZ“ in Hamburg an allen möglichen Wänden und Gegenständen und musste sich schon mehrfach vor dem Gericht wegen Sachbeschädigung Verantworten.</p>
<p>Auch am gestrigen Freitag stand der 61-jährige Angeklagte vor dem Landgericht Hamburg und war wegen Sachbeschädigung in zehn Fällen angeklagt. Doch er kann jetzt aufatmen. Das Gericht berücksichtigte strafmildernd, dass einige der vorgeworfenen Taten bereits vier Jahre zurückliegen, und verurteile den Sprayer zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro. Zudem erklärten die Richter, dass eine Haft den notorischen Sprayer nicht vor weiteren Taten abhalten würde.</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft hatte hingegen eine Haftstrafe von bis zu 18 Monaten gefordert. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch die <a title="Verteidigung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank">Verteidigung</a> gingen in Berufung.</p>
<p><em>( Quelle: Hamburger Abendblatt, 3.02.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/ein-unerwartetes-urteil-im-inzest-prozess/" rel="bookmark" class="crp_title">Ein unerwartetes Urteil im Inzest-Prozess</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/sachbeschaedigung-an-einem-lebensgrosen-deko-schaf-freispruch/" rel="bookmark" class="crp_title">Sachbeschädigung an einem lebensgroßen Deko-Schaf: Freispruch</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/nach-24-jahren-2-freispruch-in-derselben-sache/" rel="bookmark" class="crp_title">Nach 24 Jahren: 2. Freispruch in derselben Sache</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/01/befangenheitsantraege-im-piratenprozess/" rel="bookmark" class="crp_title">Befangenheitsanträge im Piratenprozess</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/wenn-die-autos-brennen-und-das-schanzenfest-in-hamburg-vor-der-tuer-steht/" rel="bookmark" class="crp_title">Wenn die Autos brennen und das Schanzenfest in Hamburg vor der Tür steht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/fahrlaessige-trunkenheit-im-strassenverkehr/" rel="bookmark" class="crp_title">Fahrlässige Trunkenheit im Straßenverkehr</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/hamburg-mordprozess-begonnenen/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Mordprozess begonnenen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/erneuter-prozess-wegen-seit-24-jahren-zurueckliegender-tat/" rel="bookmark" class="crp_title">Erneuter Prozess wegen seit 24 Jahren zurückliegender Tat</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/oz-kann-aufatmen-geldstrafe-statt-haft/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/oz-kann-aufatmen-geldstrafe-statt-haft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anklage: Spektakulärer Kokain-Fund</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/anklage-spektakulaerer-kokain-fund/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/anklage-spektakulaerer-kokain-fund/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 08:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[bandenmässiger rauschgifthandel]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Betäubungsmittelstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[drogenbande]]></category>
		<category><![CDATA[Kokain]]></category>
		<category><![CDATA[millionen]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verurteilung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=4003</guid>
		<description><![CDATA[Drogenbande / bandenmäßiger Rauschgifthandel / Kokain / Verurteilung / Freiheitsstrafe Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen eine „Drogenbande“ bestehend aus sechs Männern im Alter von 35 bis 52 Jahren erhoben. Laut Anklage haben sich die Männer dem bandenmäßigen Rauschgifthandel schuldig gemacht. Bei der Gruppe wurden im August letzten Jahres rund 100 Kilogramm Kokain mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Betäubungsmittelstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/betaeubungsmittelstrafrecht-btmg/" target="_blank">Drogenbande</a> / bandenmäßiger Rauschgifthandel / Kokain / Verurteilung / Freiheitsstrafe</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen eine „Drogenbande“ bestehend aus sechs Männern im Alter von 35 bis 52 Jahren erhoben. Laut Anklage haben sich die Männer dem bandenmäßigen Rauschgifthandel schuldig gemacht.<br />
Bei der Gruppe wurden im August letzten Jahres rund 100 Kilogramm Kokain mit einem Wert in Millionenhöhe gefunden. Die Männer wurden in Bremerhaven gestellt.<br />
Im Falle einer Verurteilung drohen den Männern zwischen fünf und fünfzehn Jahren Freiheitsstrafe.</p>
<p><em>(Quelle: Berliner Morgenpost online vom 30.01.2012)</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gemeinschaftlicher-totschlag-am-bahnhof/" rel="bookmark" class="crp_title">Gemeinschaftlicher Totschlag am Bahnhof</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-einheitliche-tat-beim-erwerb-und-der-veraeusserung-von-betaeubungsmitteln/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Einheitliche Tat beim Erwerb und der Veräußerung von Betäubungsmitteln</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/03/groesster-betaeubungsmittelprozess-geht-zu-ende/" rel="bookmark" class="crp_title">Größter Betäubungsmittelprozess geht zu Ende</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/fund-einer-leiche/" rel="bookmark" class="crp_title">Fund einer Leiche</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/anklage-wegen-untreue-in-millionenhoehe/" rel="bookmark" class="crp_title">Anklage wegen Untreue in Millionenhöhe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/hamburg-anklage-gegen-unfallfahrer-erhoben/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Anklage gegen Unfallfahrer erhoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/giftiges-getraenk-auf-dem-weihnachtsmarkt-in-berlin-verschenkt/" rel="bookmark" class="crp_title">Giftiges Getränk auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin verschenkt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/04/bandenhandel-mit-betaeubungsmittel/" rel="bookmark" class="crp_title">Bandenhandel mit Betäubungsmittel</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/anklage-spektakulaerer-kokain-fund/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/anklage-spektakulaerer-kokain-fund/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zum Grundsatz der Unabänderlichkeit der Besetzungsentscheidung</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/bgh-zum-grundsatz-der-unabaenderlichkeit-der-besetzungsentscheidung/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/bgh-zum-grundsatz-der-unabaenderlichkeit-der-besetzungsentscheidung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 09:36:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[besetzungsentscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Kindesmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzbefohlener]]></category>
		<category><![CDATA[sexualdelikt]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[sexueller Missbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[sexueller missbrauch von kindern]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherungsverwahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3995</guid>
		<description><![CDATA[sexueller Missbrauch / sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen / Freiheitsstrafe / Sicherungsverwahrung BGH, Beschluss vom 13.09.2011, Az.: 5 StR 189/11 Das Landgericht Dresden hat den Angeklagten wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in 13 Fällen sowie sexuellen Missbrauchs von Kindern in fünf Fällen, jeweils in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Sexueller Missbrauch von Kindern" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-kindern-gem-176-stgb/" target="_blank">sexueller Missbrauch</a> /<a title="Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-schutzbefohlenen-gem-174-stgb/" target="_blank"> sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen</a> / Freiheitsstrafe / Sicherungsverwahrung<br />
<strong>BGH, Beschluss vom 13.09.2011, Az.: 5 StR 189/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Dresden hat den Angeklagten wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in 13 Fällen sowie sexuellen Missbrauchs von Kindern in fünf Fällen, jeweils in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt. Ferner hat das sachverständig beratene Landgericht die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Gegen diese</p>
<p>Entscheidung wendet sich der Angeklagte mit der Revision.</p>
<p>Nach den Feststellungen des Landgerichts nahm der Angeklagte in der Zeit von Ende 2000 bis Anfang 2010 an vier Kindern – zwei Jungen und zwei Mädchen – im Alter zwischen sechs und 13 Jahren unterschiedlich intensive Sexualhandlungen vor. Die Kinder waren ihm anvertraut und lebten in seinem Haushalt.</p>
<p>Der Angeklagte rügte, dass die Kammer falsch besetzt war, da die Hauptverhandlung nur mit zwei Berufsrichtern durchgeführt wurde.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Gemäß § 76 Abs. 2 Satz 1 GVG hat die große Strafkammer die Entscheidung, dass sie die Hauptverhandlung in reduzierter Besetzung durchführt, bei der Eröffnung des Hauptverfahrens zu treffen. Eine Besetzungsentscheidung kann grundsätzlich nicht mehr geändert werden, wenn sie im Zeitpunkt ihres Erlasses gesetzesgemäß war; eine nachträglich eingetretene Änderung des Umfangs oder der Schwierigkeit der Sache ist deshalb regelmäßig nicht geeignet, eine der geänderten Verfahrenslage angepasste neue Besetzungsentscheidung zu veranlassen (vgl. BGH, Urteil vom 23. Dezember 1998 – 3 StR 343/98, BGHSt 44, 328, 333, und Beschlüsse vom 14. August 2003 – 3 StR 199/03, NJW 2003, 3644, 3645, und vom 29. Januar 2009 – 3 StR 567/08, BGHSt 53, 169). Hierdurch wird – de lege lata auch im Einklang mit § 6a StPO – sichergestellt, dass Verfahrensbeteiligte nicht durch entsprechende Antragstellungen nach einer einmal gefassten Besetzungsentscheidung Einfluss auf die Schwierigkeit und den Umfang der Sache und damit auf die Bestimmung des gesetzlichen Richters nehmen können (vgl. BGH, Urteil vom 23. Dezember 1998 aaO).</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Nur ausnahmsweise kann der Grundsatz der Unabänderlichkeit der Besetzungsentscheidung durchbrochen werden. Solches regelt § 222b StPO bei einem begründeten Besetzungseinwand (vgl. dazu insbesondere BGH, Beschluss vom 29. Januar 2009 – 3 StR 567/08, BGHSt 53, 169) oder § 76 Abs. 2 Satz 2 GVG für Fälle der Zurückverweisung einer Sache durch das Revisionsgericht. Die Besetzungsentscheidung kann schließlich vom Gericht – vor Eintritt in die Hauptverhandlung – korrigiert werden, wenn sie nach dem Stand der Beschlussfassung sachlich gänzlich unvertretbar und damit objektiv willkürlich getroffen worden war (vgl. BGH, Beschluss vom 31. August 2010 – 5 StR 159/10, BGHR GVG § 76 Abs. 2 Besetzungsbeschluss 8).“</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Die Rüge bleibt hier aber wegen des fehlenden Besetzungseinwands nach § 222b StPO präkludiert. Die mögliche Anordnung der Sicherungsverwahrung war angesichts der Vielzahl und Schwere der angeklagten Taten und ihrer Begehung zum Nachteil mehrerer Kinder für alle Verfahrensbeteiligten ungeachtet fehlender Ausführungen in der Anklageschrift und im Eröffnungsbeschluss ersichtlich auch nicht etwa fernliegend; neue Vorwürfe, etwa im Wege einer weiteren Verfahrensverbindung, sind nicht Verfahrensgegenstand geworden. Der Senat kann es deshalb dahinstehen lassen, ob – mit dem Revisionsvorbringen – eine derart veränderte Verfahrenslage während laufender Hauptverhandlung überhaupt eine nachträgliche Korrektur der ursprünglichen Besetzungsentscheidung ermöglichen, etwa über eine unerlässliche Aussetzung der Hauptverhandlung nach § 265 Abs. 3 StPO erzwingen kann.“</em></p>
<p>Der BGH stellt klar, dass die Besetzungsentscheidung grundsätzlich nicht mehr geändert werden kann, sofern sie rechtmäßig war. Dieser Grundsatz könne nur in Ausnahmefällen durchbrochen werden. Bei der Anordnung der Sicherungsverwahrung bedürfe es aber gerade grundsätzlich wegen der besonderen Schwere des Eingriffs in die Grundrechte einer zwingenden Besetzung der Schwurgerichtskammer mit drei Berufsrichtern. Allerdings sei die Rüge hier präkludiert.</p>
<p>In der Sache hatte die Revision dennoch Erfolg, da die Anordnung der Sicherungsverwahrung nach Ansicht des BGH nicht ausreichend begründet war.</p>
<p>Daher wurde das Urteil des Landgerichts Dresden im Maßregelausspruch mit den zugehörigen Feststellungen aufgehoben. Der BGH betonte zudem noch, dass das neue Tatgericht nun nahe liegend in der Besetzung mit drei Berufsrichtern entscheiden müsse.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/sexueller-missbrauch-der-begriff-des-anvertrautsein-im-rahmen-des-174-i-nr-1-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">Sexueller Missbrauch: Der Begriff des „Anvertrautsein“ im Rahmen des § 174 I Nr. 1 StGB</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-gibt-revision-statt-falsche-besetzung-bei-eroeffnungsbeschluss/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH gibt Revision statt: Falsche Besetzung bei Eröffnungsbeschluss</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/urteilsgruende-muessen-fuer-revisionsgericht-nachvollziehbar-sein/" rel="bookmark" class="crp_title">Urteilsgründe müssen für Revisionsgericht nachvollziehbar sein</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/zur-bildung-der-gesamtfreiheitsstrafe-bei-sexuellem-missbrauch-und-vergewaltigung/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Bildung der Gesamtfreiheitsstrafe bei sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-verurteilung-wegen-besitzes-kinderpornographischer-schriften-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verurteilung wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/01/wiedergabe-belastender-aussagen-im-urteil/" rel="bookmark" class="crp_title">Wiedergabe belastender Aussagen im Urteil</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/beziehung-zwischen-lehrer-und-junger-schuelerin-vor-gericht/" rel="bookmark" class="crp_title">„Beziehung“ zwischen Lehrer und junger Schülerin vor Gericht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/erhebung-eines-sachbeweises-als-teil-der-vernehmung/" rel="bookmark" class="crp_title">Erhebung eines Sachbeweises als Teil der Vernehmung</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/bgh-zum-grundsatz-der-unabaenderlichkeit-der-besetzungsentscheidung/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/bgh-zum-grundsatz-der-unabaenderlichkeit-der-besetzungsentscheidung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erste Hausdurchsuchungen nach der Operation Tornado im Kampf gegen die Kinderpornografie</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/erste-hausdurchsuchungen-nach-der-operation-tornado-im-kampf-gegen-die-kinderpornografie/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/erste-hausdurchsuchungen-nach-der-operation-tornado-im-kampf-gegen-die-kinderpornografie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 08:59:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Durchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[hausdurchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[interpol]]></category>
		<category><![CDATA[IWEPAY]]></category>
		<category><![CDATA[kinderpornografische schriften]]></category>
		<category><![CDATA[kinderpornos]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditkarten]]></category>
		<category><![CDATA[operation tornado]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[weissrussland]]></category>
		<category><![CDATA[zahlungssystem]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3999</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Kinderpornografie / Kreditkartenkunden / Hausdurchsuchung Im Kampf gegen die Kinderpornografie ist es vor wenigen Tagen im Rahmen der von Interpol geleiteten „Operation Tornado“ zu einem großen Schlag gekommen. In der Folge wurde jetzt eine Hohe Anzahl an Ermittlungsverfahren eingeleitet. Davon sind auch viele Deutsche betroffen. Die Ermittler hatten sich vor über 5 Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / <a title="Kinderpornografische Schriften" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/verbreitung-erwerb-und-besitz-kinderpornographischer-schriften-gem-184b-stgb/" target="_blank">Kinderpornografie</a> / Kreditkartenkunden / <a title="Hausdurchsuchung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/verhalten-bei-durchsuchung/" target="_blank">Hausdurchsuchung</a></p>
<p>Im Kampf gegen die Kinderpornografie ist es vor wenigen Tagen im Rahmen der von Interpol geleiteten „Operation Tornado“ zu einem großen Schlag gekommen. In der Folge wurde jetzt eine Hohe Anzahl an Ermittlungsverfahren eingeleitet. Davon sind auch viele Deutsche betroffen.</p>
<p>Die Ermittler hatten sich vor über 5 Jahren an das Zahlungssystem „IWEPAY“ gehalten, dem sich unter anderem auch kinderpornografische Angebote im Internet als Bezahlungssystem für den Content bedienten. Die Entwickler sowie die Firma hinter IWEPAY stammen aus Weißrussland und sind schon im Jahre 2008 festgenommen worden. Im Zuge dessen konnten die Kundendaten sichergestellt werden. Die Auswertungen laufen immer noch.</p>
<p>Insgesamt wurden rund 60.000 Kundenkonten aus 146 Ländern ausgewertet und gesammelt. Darunter befinden sich auch zwischen 2000 und 5000 Kundenaccounts aus Deutschland. Bei einigen Betroffen wurden nun anhand der Kreditkarte der Wohnsitz ausfindig gemacht und die Wohnungen durchsucht. Bei dem Großteil der Tatverdächtigen wird es in nächster Zeit noch zu den Hausdurchsuchungen kommen.</p>
<p>Nach dem deutschen Strafrecht steht gemäß <a title="Kinderpornografische Schriften" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/verbreitung-erwerb-und-besitz-kinderpornographischer-schriften-gem-184b-stgb/" target="_blank">§ 184b Abs. 1 Nr. 3 StGB</a> auch das Herstellen, Beziehen, Vorrätig halten, Anbieten, Ankündigen, Anpreisen sowie die Einfuhr bzw. Ausfuhr von kinderpornografischen Schriften unter Strafe.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/olg-koln-darlegung-der-inhalte-kinderpornografischer-schriften-im-berufungsurteil/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG Köln: Darlegung der Inhalte Kinderpornografischer Schriften im Berufungsurteil</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-verurteilung-wegen-besitzes-kinderpornographischer-schriften-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verurteilung wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/urteil-im-prozess-wegen-kindesmissbrauch/" rel="bookmark" class="crp_title">Urteil im Prozess wegen Kindesmissbrauch</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/11/ermittlungen-gegen-prevent/" rel="bookmark" class="crp_title">Ermittlungen gegen Prevent</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/besitz-kinderpornographischer-schriften-bei-automatischer-speicherung-im-internet-cache/" rel="bookmark" class="crp_title">Besitz kinderpornographischer Schriften bei automatischer Speicherung im Internet-Cache</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-anforderungen-an-die-beurteilung-eines-hangs-und-der-gefaehrlichkeit-im-rahmen-der-sicherungsverwahrung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Anforderungen an die Beurteilung eines „Hangs“ und der Gefährlichkeit im Rahmen der Sicherungsverwahrung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/pfarrer-wegen-hundertfachen-sexuellen-kindesmissbrauch-angeklagt/" rel="bookmark" class="crp_title">Pfarrer wegen hundertfachen sexuellen Kindesmissbrauch angeklagt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/fortdauer-der-untersuchungshaft-wegen-derselben-tat-im-sinne-von-121-i-stpo/" rel="bookmark" class="crp_title">Fortdauer der Untersuchungshaft wegen „derselben Tat“ im Sinne von § 121 I StPO</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/erste-hausdurchsuchungen-nach-der-operation-tornado-im-kampf-gegen-die-kinderpornografie/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/02/erste-hausdurchsuchungen-nach-der-operation-tornado-im-kampf-gegen-die-kinderpornografie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Trickbetrug: iPad 2 aus Knete</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/trickbetrug-ipad-2-aus-knete/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/trickbetrug-ipad-2-aus-knete/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 09:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[apple]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[handel]]></category>
		<category><![CDATA[ipad 2]]></category>
		<category><![CDATA[kanada]]></category>
		<category><![CDATA[knete]]></category>
		<category><![CDATA[knetmassekunde]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[trickbetrug]]></category>
		<category><![CDATA[Umtausch]]></category>
		<category><![CDATA[versiegelung]]></category>
		<category><![CDATA[walmart]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3977</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Betrug / iPad 2 /  Handel / Knete Die Masche klingt kinderleicht und dennoch absurd: Die Kunden eines gekauften iPad 2 geben de wertvollen Tablett-PC kurze Zeit nach dem Kauf zurück im Rahmen des rechtlichen Widerrufs/Rückgaberecht – doch anstatt dem dünnen Gerät von Apple befindet sich eine Knetmasse in dem Karton mit vergleichbaren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / <a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betrug</a> / iPad 2 /  Handel / Knete</p>
<p>Die Masche klingt kinderleicht und dennoch absurd: Die Kunden eines gekauften iPad 2 geben de wertvollen Tablett-PC kurze Zeit nach dem Kauf zurück im Rahmen des rechtlichen Widerrufs/Rückgaberecht – doch anstatt dem dünnen Gerät von Apple befindet sich eine Knetmasse in dem Karton mit vergleichbaren Gewicht und original Versiegelung.</p>
<p>Anscheinend achten die Verkäufer nicht immer so auf den Inhalt des Kartons. Anders lässt es sich nicht erklären, dass dieser Betrug – wie von gemeldet wurde – in Kanada nun mehrfach erfolgreich bei großen Handelsketten wie Walmarkt funktionierte. Oftmals wurden die Kartons aufgrund der perfekten Verspiegelung gleich direkt weiterverkauft und der neue Kunde staunte nicht schlecht über die Knete. Beim ersten betroffenen Kunden reagierte das Geschäft noch ungläubig, mittlerweile berichteten schon mehrere Sender darüber. Bislang zeigten sich die Handelsketten immer kulant.</p>
<p>Selbstverständlich liegt hierbei ein klarer Betrug vor, doch sind die Täter zumeist längst verschwunden, wenn der falsche Inhalt auffällt. Von derzeit knapp 30 Fällen sei die Rede, aber das gesamte Ausmaß ist noch nicht überschaubar. Mittlerweile soll sich sogar Apple nun in die Ermittlungen eingeschaltet haben.</p>
<p><em>( Quelle: golem, 19.01.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-betrug-verjaehrt/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG: Betrug verjährt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/neue-inhalte-missbrauch-von-scheck-und-kreditkarten-nach-%c2%a7-266b-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">Neue Inhalte: Missbrauch von Scheck- und Kreditkarten nach § 266b StGB</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/12/betrug-um-holocaust-opfer/" rel="bookmark" class="crp_title">Betrug um Holocaust-Opfer</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/schwerer-betrug-durch-prostituierte/" rel="bookmark" class="crp_title">Schwerer Betrug durch Prostituierte</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/erfolgreiche-revision-urteil-gegen-frueheren-cdu-kreisvorsitzenden-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">Erfolgreiche Revision: Urteil gegen früheren CDU-Kreisvorsitzenden aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/11/schwarzfahren-keine-straftat/" rel="bookmark" class="crp_title">Schwarzfahren keine Straftat?</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-zu-einer-drogentherapie-als-aspekt-der-strafzumessung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zu einer Drogentherapie als Aspekt der Strafzumessung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/07/hamburger-taxifahrer-unter-betrugsverdacht/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburger Taxifahrer unter Betrugsverdacht</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/trickbetrug-ipad-2-aus-knete/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/trickbetrug-ipad-2-aus-knete/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen Mordes an einem 19jährigen Iraker in Leipzig</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-bestaetigt-urteil-wegen-mordes-an-einem-19jaehrigen-iraker-in-leipzig/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-bestaetigt-urteil-wegen-mordes-an-einem-19jaehrigen-iraker-in-leipzig/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländer]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[hass]]></category>
		<category><![CDATA[hauptbahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[iraker]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Messer]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Revision]]></category>
		<category><![CDATA[strafsenat]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3986</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Mord / Revision / BGH Quelle: Pressemitteilung Nr. 012/2012 vom 23.01.2012 Der 5. Strafsenat des BGH bekräftigt die Verurteilung des wegen Mordes Angeklagten, der einen 19-jährigen Iraker nahe des hauptbahnhofes in Leipzig erstach. Die Revision war somit nicht erfolgreich. Pressemitteilung: Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen Mordes an einem 19jährigen Iraker in Leipzig Der zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / <a title="Mord" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank">Mord</a> / Revision / BGH<br />
<strong>Quelle: Pressemitteilung Nr. 012/2012 vom 23.01.2012</strong></p>
<p>Der 5. Strafsenat des BGH bekräftigt die Verurteilung des wegen Mordes Angeklagten, der einen 19-jährigen Iraker nahe des hauptbahnhofes in Leipzig erstach. Die Revision war somit nicht erfolgreich.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Pressemitteilung:</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen Mordes an einem 19jährigen Iraker in Leipzig</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der zur Tatzeit 32 Jahre alte, beträchtlich vorbestrafte Angeklagte erstach am 24. Oktober 2010 in der Nähe des Leipziger Hauptbahnhofes einen 19jährigen Iraker. Nach den Feststellungen des Landgerichts Leipzig beging er die Tat aus Ausländerhass. Er befand sich dabei wegen starker Alkoholisierung im Zustand verminderter Schuldfähigkeit. Das Landgericht Leipzig verurteilte den Angeklagten wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren und ordnete Sicherungsverwahrung an.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der 5. (Leipziger) Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat die Revision des Angeklagten durch Beschluss als unbegründet verworfen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Beschluss vom 10. Januar 2012 – 5 StR 490/11</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Landgericht Leipzig – 1 Ks 306 Js 51333/10 – Urteil vom 8. Juli 2011</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Karlsruhe, den 23. Januar 2012</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Pressestelle des Bundesgerichtshofs</em><br />
<em> 76125 Karlsruhe</em><br />
<em> Telefon (0721) 159-5013</em><br />
<em> Telefax (0721) 159-5501</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-toetung-eines-homosexuellen-freiers-auf-notwehr-gestuetzter-freispruch-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Tötung eines homosexuellen Freiers: Auf Notwehr gestützter Freispruch aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zum-vorsitz-im-2-strafsenat-des-bundesgerichtshofs/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH zum Vorsitz im 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bgh-verurteilungen-im-ruesselsheimer-eiscafe-mordprozess-sind-rechtskraeftig/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verurteilungen im Rüsselsheimer Eiscafé-Mordprozess sind rechtskräftig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-zur-anwendbarkeit-der-sicherungsverwahrung-in-der-uebergangszeit-bis-zur-gesetzlichen-neuregelung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: zur Anwendbarkeit der Sicherungsverwahrung in der Übergangszeit bis zur gesetzlichen Neuregelung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/06/zur-verschiebung-des-strafrahmens/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Verschiebung des Strafrahmens</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/plaedoyers-im-mordfall-vor-dem-landgericht-leipzig/" rel="bookmark" class="crp_title">Plädoyers im Mordfall vor dem Landgericht Leipzig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/07/bgh-verurteilung-eines-berliner-schoenheitschirurgen-teilweise-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verurteilung eines Berliner Schönheitschirurgen teilweise aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-entscheidet-uber-rabattmodell-fur-den-arzneimittelbezug-aus-dem-ausland/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH entscheidet über Rabattmodell für den Arzneimittelbezug aus dem Ausland</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-bestaetigt-urteil-wegen-mordes-an-einem-19jaehrigen-iraker-in-leipzig/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-bestaetigt-urteil-wegen-mordes-an-einem-19jaehrigen-iraker-in-leipzig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OLG: Betrug verjährt</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-betrug-verjaehrt/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-betrug-verjaehrt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 08:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[bankangestellte]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[Diebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinnützige arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[schulden]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Urkundenfälschung]]></category>
		<category><![CDATA[verjährung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3908</guid>
		<description><![CDATA[Schwerer Diebstahl / Betrug / Urkundenfälschung / Schulden / Freiheitsstrafe / Bewährungsstrafe / gemeinnützige Arbeit Eine mittlerweile 59-jährige Frau soll sich laut Anklage des schweren Diebstahls und des Betrugs in acht Fällen, davon sieben in Tateinheit mit Urkundenfälschung, strafbar gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass die Bankangestellte Bekannte um ihr Geld betrog. Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schwerer Diebstahl /<a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank"> Betrug</a> / <a title="Urkundenfälschung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/urkundendelikte-urkundenfaelschung-267-stgb/" target="_blank">Urkundenfälschung</a> / Schulden / Freiheitsstrafe / Bewährungsstrafe / gemeinnützige Arbeit</p>
<p>Eine mittlerweile 59-jährige Frau soll sich laut Anklage des schweren Diebstahls und des Betrugs in acht Fällen, davon sieben in Tateinheit mit Urkundenfälschung, strafbar gemacht haben.<br />
Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass die Bankangestellte Bekannte um ihr Geld betrog. Dabei behauptete sie, dass sie Geld zu besonders guten Konditionen anlegen könne. Stattdessen bezahlte sie mit diesem Geld ihre Schulden. Es soll ein Schaden von 200.000 Euro entstanden sein.<br />
Das Amtsgericht Osnabrück verurteile die Frau wegen schweren Diebstahls und Betrugs im November 2009 zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Das Landgericht Osnabrück verurteile sie in der Berufung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Um die bezüglich des Betrugs bereits eingetretene Verjährungsfrist zu umgehen, werteten die Richter die sogenannten „Nachtaten“ der Angeklagten als neue Tat, nämlich als neuen Betrug.<br />
Gegen diese Entscheidung legte die Angeklagte Revision zum Oberlandesgericht Oldenburg ein. Das Gericht hob das Urteil auf und verwies es zurück nach Osnabrück.<br />
Die Verurteilung wegen Betrugs konnte nicht bestehen bleiben. Die Frau wurde daher vom Landgericht wegen einem verbleibenden Fall des Betrugs und dem Diebstahl in einem besonders schweren Fall zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Zusätzlich muss sie gemeinnützige Arbeit leisten. Das Urteil ist rechtskräftig.</p>
<p><em>( Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung online vom 03.01.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/schwerer-betrug-durch-prostituierte/" rel="bookmark" class="crp_title">Schwerer Betrug durch Prostituierte</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-anstellungsbetrug-erfordert-mangelhafte-arbeitsleistung/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG: „Anstellungsbetrug“ erfordert mangelhafte Arbeitsleistung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/07/hamburger-taxifahrer-unter-betrugsverdacht/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburger Taxifahrer unter Betrugsverdacht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/hamburg-mordprozess-begonnenen/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Mordprozess begonnenen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-nach-fuenfeinhalb-jahren-und-drei-instanzen/" rel="bookmark" class="crp_title">Freispruch nach fünfeinhalb Jahren und drei Instanzen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/12/betrug-um-holocaust-opfer/" rel="bookmark" class="crp_title">Betrug um Holocaust-Opfer</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/kapitaldelikt-nach-vier-jahren-aufgeklaert/" rel="bookmark" class="crp_title">Kapitaldelikt nach vier Jahren aufgeklärt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/11/zum-fehlenden-strafverteidiger-waehrend-der-hauptverhandlung/" rel="bookmark" class="crp_title">Zum fehlenden Strafverteidiger während der Hauptverhandlung</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-betrug-verjaehrt/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-betrug-verjaehrt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bundesgerichtshof entscheidet zur Verkehrssicherungspflicht auf Bahnsteigen</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-entscheidet-zur-verkehrssicherungspflicht-auf-bahnsteigen/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-entscheidet-zur-verkehrssicherungspflicht-auf-bahnsteigen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 09:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[bahnsteig]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[bundesgerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[eisenbahnunternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[klage]]></category>
		<category><![CDATA[pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Schadensersatz]]></category>
		<category><![CDATA[schmerzensgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[sturz]]></category>
		<category><![CDATA[verkehrspflichten]]></category>
		<category><![CDATA[verletzung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3970</guid>
		<description><![CDATA[BGH / Pressemitteilung / Verkehrssicherungspflichten / Bahnsteig Quelle: Pressemittelung des BGH Nr. 007/2012 vom 17.01.2012 Der Bundesgerichtshof hat in der folgenden Entscheidung die Verkehrssicherungspflichten eines Eisenbahnunternehmens bestätigt und ausgeweitet auf den Ein- und Ausstieg der Gäste sowie der Benutzung der Bahnsteige. Damit wurde der Klage der Klägerin, die bei einem Sturz auf dem Bahnsteig verletzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BGH / Pressemitteilung / Verkehrssicherungspflichten / Bahnsteig<br />
<strong>Quelle: Pressemittelung des BGH Nr. 007/2012 vom 17.01.2012</strong></p>
<p>Der Bundesgerichtshof hat in der folgenden Entscheidung die Verkehrssicherungspflichten eines Eisenbahnunternehmens bestätigt und ausgeweitet auf den Ein- und Ausstieg der Gäste sowie der Benutzung der Bahnsteige. Damit wurde der Klage der Klägerin, die bei einem Sturz auf dem Bahnsteig verletzt wurde, unter anderem auf Schadensersatz und Schmerzensgeld statt gegeben.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Pressemitteilung:</span></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Bundesgerichtshof entscheidet zur Verkehrssicherungspflicht auf Bahnsteigen</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der für Rechtsstreitigkeiten über Personenbeförderungsverträge zuständige X. Zivilsenat hat heute über den Schadensersatzanspruch eines Fahrgastes wegen eines Sturzes aufgrund von Glatteis auf einem Bahnsteig entschieden.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Beklagte zu 1, die DB Fernverkehr AG, erbringt Eisenbahnverkehrsleistungen im Fernverkehr. Die Klägerin erwarb bei ihr einen Fahrausweis für eine Fahrt mit dem ICE von Solingen nach Dresden. Auf dem Weg zum Haltepunkt des ICE stürzte die Klägerin auf dem Bahnsteig des Bahnhofs. Eigentümerin des Bahnhofs ist die DB Station &amp; Service AG. Diese hatte die Reinigung und den Winterdienst der Beklagten zu 2, der DB Services GmbH, übertragen. Die Beklagte zu 2 hat behauptet, sie habe ihrerseits den Winterdienst auf den Streithelfer übertragen. Wegen der durch den Sturz zugezogenen Verletzungen nahm die Klägerin zunächst die DB Station &amp; Service AG in Anspruch. Das Landgericht wies diese Klage mit der Begründung ab, die DB Station &amp; Service AG habe die ihr obliegende Räum- und Streupflicht auf die Beklagte zu 2. übertragen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Klägerin begehrt nunmehr von den Beklagten Schmerzensgeld, Schadensersatz und die Feststellung der Ersatzpflicht für zukünftige Schäden wegen der durch den Sturz zugezogenen Verletzungen. Das Landgericht hat die Klage gegen die Beklagte zu 1 durch Teilurteil abgewiesen. Auf die Berufung der Klägerin hat das Oberlandesgericht das Teilurteil und das Verfahren aufgehoben, die Sache an das Landgericht zurückverwiesen und die Revision zugelassen. Das Berufungsgericht hat die Auffassung vertreten, das Teilurteil des Landgerichts sei unzulässig, da auch eine Haftung der Beklagten zu 1 in Betracht komme. Das Eisenbahn-verkehrsunternehmen sei gegenüber dem Fahrgast vertraglich verpflichtet, für einen verkehrssicheren Zustand des benutzten Bahnsteigs zu sorgen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Bundesgerichtshof hat dies bestätigt und die Revision des beklagten Eisenbahnverkehrsunternehmens zurückgewiesen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ein Eisenbahnverkehrsunternehmen ist aufgrund eines Personenbeförderungs-vertrags verpflichtet, die Beförderung so durchzuführen, dass der Fahrgast keinen Schaden erleidet. Dies betrifft nicht nur den eigentlichen Beförderungsvorgang zwischen Ein- und Aussteigen, sondern auch den Zu- und Abgang. Trotz der rechtlichen Trennung von Fahrbetrieb und Infrastruktur durch das Gesetz zur Neuordnung des Eisenbahnwesens (ENeuOG) vom 27. Dezember 1993 (BGBl. I S. 2378, 1994 I S. 2439) ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen aufgrund eines Personenbeförderungsvertrags verpflichtet, Bahnanlagen wie Bahnsteige, die der Fahrgast vor und nach der Beförderung benutzen muss, bereitzustellen und verkehrssicher zu halten. Dies ist dem Eisenbahnverkehrsunternehmen, das diese Bahnanlagen aufgrund eines Stationsnutzungsvertrags mit dem Infrastruktur-unternehmen nutzt, im Zusammenwirken mit diesem möglich. Wird diese vertragliche Pflicht schuldhaft verletzt, haftet das Eisenbahnverkehrsunternehmen gemäß § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2 BGB und hat ein etwaiges Verschulden des Eisenbahninfrastrukturunternehmens – und im Fall der Übertragung der Verkehrssicherungspflichten auf weitere Dritte deren Verschulden – in gleichem Umfang zu vertreten wie ein eigenes Verschulden (§ 278 BGB).</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>X ZR 59/11 – Urteil vom 17. Januar 2012</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>LG Wuppertal – 16 O 165/09 – Urteil vom 26. August 2010</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>OLG Düsseldorf – 18 U 158/10 – Urteil vom 20. April 2011</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-entscheidet-uber-rabattmodell-fur-den-arzneimittelbezug-aus-dem-ausland/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH entscheidet über Rabattmodell für den Arzneimittelbezug aus dem Ausland</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bundesgerichtshof-zur-haftung-bei-missbraeuchlicher-abhebung-von-bargeld-an-geldautomaten/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof zur Haftung bei missbräuchlicher Abhebung von Bargeld an Geldautomaten</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-weist-zwei-schadensersatzklagen-von-lehman-anlegern-ab/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH weist zwei Schadensersatzklagen von Lehman-Anlegern ab</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bgh-wiedergabe-einer-im-rahmen-einer-pressekonferenz-gefallenen-aeusserung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Wiedergabe einer im Rahmen einer Pressekonferenz gefallenen Äußerung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-verantwortlichkeit-eines-hostproviders-fuer-einen-das-persoenlichkeitsrecht-verletzenden-blog-eintrag/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH:  Verantwortlichkeit eines Hostproviders für einen das Persönlichkeitsrecht verletzenden Blog-Eintrag</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bgh-zur-erheblichkeit-eines-mangels-beim-kfz-kauf/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Erheblichkeit eines Mangels beim Kfz-Kauf</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bgh-zum-vorzeitigen-abbruch-einer-ebay-auktion/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: zum vorzeitigen Abbruch einer eBay-Auktion</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-bestaetigt-urteil-wegen-mordes-an-einem-19jaehrigen-iraker-in-leipzig/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen Mordes an einem 19jährigen Iraker in Leipzig</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-entscheidet-zur-verkehrssicherungspflicht-auf-bahnsteigen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-entscheidet-zur-verkehrssicherungspflicht-auf-bahnsteigen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Videoüberwachung der Hamburger Reeperbahn ist weiterhin zulässig</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/die-videoueberwachung-der-hamburger-reeperbahn-ist-weiterhin-zulaessig/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/die-videoueberwachung-der-hamburger-reeperbahn-ist-weiterhin-zulaessig/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 08:17:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahrenabwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[hauseingang]]></category>
		<category><![CDATA[kamera]]></category>
		<category><![CDATA[kiez]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[reeperbahn]]></category>
		<category><![CDATA[stpo]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[straftaten]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[videoüberwachung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3990</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Videoüberwachung / Hamburg / Reeperbahn Az: BVerwG 6 C 9.11 Seit einigen Jahren steht die offene Videoüberwachung von öffentlich zugänglichen Orten durch die Polizei zur Diskussion. Betroffen sind solche Orte, an denen wiederholt Straftaten begangen worden sind und darüber hinaus Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass auch künftig mit Straftaten an diesen Plätzen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / Videoüberwachung / Hamburg / Reeperbahn<br />
<strong>Az: BVerwG 6 C 9.11</strong></p>
<p>Seit einigen Jahren steht die offene Videoüberwachung von öffentlich zugänglichen Orten durch die Polizei zur Diskussion. Betroffen sind solche Orte, an denen wiederholt Straftaten begangen worden sind und darüber hinaus Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass auch künftig mit Straftaten an diesen Plätzen zu rechnen sei.</p>
<p>In Hamburg stehen solche Kameras auf der Reeperbahn. Dort installierte die Hamburger Polizei insgesamt 12 Videokameras zur ständigen Überwachung. Verfolgt werden die Aufzeichnungen an Bildschirmen in der Polizeieinsatzzentrale.</p>
<p>Vor einigen Jahren hatte eine Klägerin, die in einer Mietswohnung in einem Haus an der Reeperbahn wohnt und deren Eingang im so genannten Schwenkbereich einer dieser Kameras liegt. Sie sieht sich daran gestört und klagte vor dem Verwaltungsgericht und später vor dem Oberverwaltungsgericht Hamburg. Das Gericht untersagte daraufhin die Videoüberwachung, soweit dadurch Eingangsbereich und Zugänge zu Wohnräumen zu sehen sind und somit auch gefilmt werden.</p>
<p>Vor einigen Tagen entschied das Bundesverwaltungsgericht nun, dass die Videoüberwachung des öffentlichen Straßenraums auf Grundlage des in Hamburg geltenden Gesetzes über die Datenverarbeitung der Polizei rechtmäßig sei. Das Gesetz diene der Gefahrenabwehr sowie der Strafverfolgung.</p>
<p>Im letzteren Falle liegt die Kompetenz aufgrund der konkurrierenden Gesetzgebungszuständigkeit zwar beim Bund, doch mangels konkreter Vorschriften in der StPO entsteht keine Sperrwirkung für das Landesrecht. Insoweit liegt kein Verstoß gegen die Gesetzgebungskompetenz vor.</p>
<p>Auszug aus der Pressemitteilung:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Im Revisionsverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ging es deshalb nur noch um die Videoüberwachung des öffentlichen Straßenraums durch die gegenüber dem Wohnhaus der Klägerin installierte Kamera. Insoweit sah das Bundesverwaltungsgericht die Videowachung als rechtmäßig an.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Insbesondere besaß der Landesgesetzgeber die Gesetzgebungskompetenz zum Erlass der hier einschlägigen Vorschrift. Die Videoüberwachung nach dem Hamburgischen Gesetz über die Datenverarbeitung der Polizei dient der Gefahrenabwehr und der Strafverfolgungsvorsorge. Soweit die Strafverfolgungsvorsorge betroffen ist, unterfällt diese zwar der konkurrierenden Gesetzgebungszuständigkeit des Bundes für das Strafverfahren.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Bund hat aber in der Strafprozessordnung keine Vorschriften erlassen, die den hier inmitten stehenden Sachverhalt abschließend regeln und deshalb einen Zugriff der Länder verhindern. Namentlich die Vorschriften der Strafprozessordnung über die Anfertigung und Aufbewahrung von Lichtbildern zu erkennungsdienstlichen Zwecken sowie über die Observation Tatverdächtiger weisen nach Einsatzzweck und Voraussetzungen bedeutsame Unterschiede zur offenen Videoüberwachung auf. Dass die aufgezeichneten Bilder, soweit nötig, im Strafverfahren verwendet werden können und sollen, macht die offene Videoüberwachung nicht zu einer Maßnahme der Strafverfolgung. In der Sache verfolgt der Gesetzgeber mit der offenen Videoüberwachung von Brennpunkten der Straßenkriminalität legitime Ziele, nämlich derartige Delikte zu verhüten und Vorsorge für ihre strafrechtliche Verfolgung zu treffen. Diese Ziele rechtfertigen einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung in dem hier allein noch streitigen Umfang.“</em></p>
<p>Somit dürften mit gewissen Einschränkungen die Videokameras auf der Reeperbahn und in Zukunft an weiteren „Brennpunkten“ nicht nur bestehen bleiben, sondern wohl weiter ausgebaut werden. Ob die Strafverfolgung dadurch abnimmt, ist bislang jedenfalls nicht erwiesen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/03/die-derzeitige-ausgestaltung-der-vorratsdatenspeicherung-ist-verfassungswidrig/" rel="bookmark" class="crp_title">Die derzeitige Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/olg-celle-strafbarkeit-gemaes-113-iii-stgb-setzt-die-rechtsmaessigkeit-der-polizeilichen-handlung-voraus/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG Celle: Strafbarkeit gemäß § 113 III StGB setzt die Rechtsmäßigkeit der polizeilichen Handlung voraus</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/gestaendnis-im-hamburger-taxifahrer-fall/" rel="bookmark" class="crp_title">Geständnis im Hamburger Taxifahrer-Fall</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2009/12/sicherstellung-und-beschlagnahme-von-emails-auf-dem-mailserver-des-providers-nicht-verfassungswidrig/" rel="bookmark" class="crp_title">Sicherstellung und Beschlagnahme von E-Mails auf dem Mailserver des Providers nicht verfassungswidrig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2009/12/zur-einschraenkung-des-rechts-auf-informationelle-selbstbestimmung/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bverfg-regelung-zur-sicherungsverwahrung-verfassungswidrig/" rel="bookmark" class="crp_title">BverfG: Regelungen zur Sicherungsverwahrung verfassungswidrig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/bverfg-ingewahrsamnahme-zur-identitaetsfeststellung/" rel="bookmark" class="crp_title">BVerfG: Ingewahrsamnahme zur Identitätsfeststellung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zum-vorsitz-im-2-strafsenat-des-bundesgerichtshofs/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH zum Vorsitz im 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/die-videoueberwachung-der-hamburger-reeperbahn-ist-weiterhin-zulaessig/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/die-videoueberwachung-der-hamburger-reeperbahn-ist-weiterhin-zulaessig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sachbeschädigung an einem lebensgroßen Deko-Schaf: Freispruch</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/sachbeschaedigung-an-einem-lebensgrosen-deko-schaf-freispruch/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/sachbeschaedigung-an-einem-lebensgrosen-deko-schaf-freispruch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 10:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[deko-schaf]]></category>
		<category><![CDATA[Freispruch]]></category>
		<category><![CDATA[hauptbahnof]]></category>
		<category><![CDATA[köln]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbeschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[Schaden]]></category>
		<category><![CDATA[strafbefehl]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3941</guid>
		<description><![CDATA[Sachbeschädigung / Tritt / Schaden / Polizei / Aussage / Strafbefehl / Einspruch / Freispruch Vor dem Amtsgericht Köln musste sich ein Abiturient wegen Sachbeschädigung verantworten. Ihm wurde vorgeworfen nach einer Party ein lebensgroßes Deko-Schaf im Kölner Hauptbahnhof mit Tritten beschädigt und dadurch einen Schaden von 114 Euro verursacht zu haben. Die Tat wurde damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sachbeschädigung / Tritt / Schaden / Polizei / Aussage /<a title="Strafbefehl" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/strafbefehlsverfahren/" target="_blank"> Strafbefehl</a> / Einspruch / Freispruch</p>
<p>Vor dem Amtsgericht Köln musste sich ein Abiturient wegen Sachbeschädigung verantworten.<br />
Ihm wurde vorgeworfen nach einer Party ein lebensgroßes Deko-Schaf im Kölner Hauptbahnhof mit Tritten beschädigt und dadurch einen Schaden von 114 Euro verursacht zu haben.</p>
<p>Die Tat wurde damals angeblich von einer Bahnkundin beobachtet, die sodann auch die Polizei verständigte. Im Prozess sagte die Zeugin aus, sie habe den jungen Mann bei der Tat beobachtet. Allerdings machte sie zum Teil widersprüchliche Aussagen.<br />
Der Angeklagte erhielt zunächst einen Strafbefehl über 500 Euro, legte allerdings Einspruch ein.<br />
Das Amtsgericht konnte dem jungen Mann die Tat nicht nachweisen und beendete das Verfahren daher mit einem Freispruch.</p>
<p><em>( Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger online vom 06.01.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/freispruch-fuer-hamburger-strafverteidiger/" rel="bookmark" class="crp_title">Freispruch für Hamburger Strafverteidiger</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gute-strafverteidigung-falscher-beruf-fuehrt-zum-freispruch/" rel="bookmark" class="crp_title">Gute Strafverteidigung: „Falscher Beruf“ führt zum Freispruch</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/nach-24-jahren-2-freispruch-in-derselben-sache/" rel="bookmark" class="crp_title">Nach 24 Jahren: 2. Freispruch in derselben Sache</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-nach-fuenfeinhalb-jahren-und-drei-instanzen/" rel="bookmark" class="crp_title">Freispruch nach fünfeinhalb Jahren und drei Instanzen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gott-meister-oder-einfach-nur-voll-sachverstaendiger-weiss-es-auch-nicht/" rel="bookmark" class="crp_title">„Gott“, Meister“ oder einfach nur voll? Sachverständiger weiß es auch nicht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/erschleichen-von-leistungen-in-nahezu-hundert-faellen/" rel="bookmark" class="crp_title">Erschleichen von Leistungen in nahezu hundert Fällen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/versuchter-totschlag-freispruch-fur-vorbestraften-verkehrssuender/" rel="bookmark" class="crp_title">Versuchter Totschlag: Freispruch für vorbestraften Verkehrssünder</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/lg-hamburg-freispruch-im-wasserwerfer-prozess/" rel="bookmark" class="crp_title">LG Hamburg: Freispruch im „Wasserwerfer“-Prozess</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/sachbeschaedigung-an-einem-lebensgrosen-deko-schaf-freispruch/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/sachbeschaedigung-an-einem-lebensgrosen-deko-schaf-freispruch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kam es zu einer Vergewaltigung im Haus von Neven Subotic?</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kam-es-zu-einer-vergewaltigung-im-haus-von-neven-subotic/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kam-es-zu-einer-vergewaltigung-im-haus-von-neven-subotic/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 08:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[borussia dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[bvb]]></category>
		<category><![CDATA[fussballprofi]]></category>
		<category><![CDATA[neven subotic]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[sexualdelikt]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsanwaltschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[verdacht]]></category>
		<category><![CDATA[Vergewaltigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3975</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Vergewaltigung / Sexualdelikt / Fußballprofi Der Fußballprofi Neven Subotic vom amtierenden deutschen Meister Borussia Dortmund könnte jetzt in Bedrängnis abseits des Platzes geraten. Bei einer Feier im Haus des serbischen Nationalspielers soll es zu einem sexuellen Übergriff eines Gastes gegenüber einer 21 Jährigen Frau gekommen sein. Der Vorwurf der Vergewaltigung steht sogar im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> /<a title="Sexualstrafrecht" href="http://www.rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/" target="_blank"> Sexualdelikt </a>/ Fußballprofi</p>
<p>Der Fußballprofi Neven Subotic vom amtierenden deutschen Meister Borussia Dortmund könnte jetzt in Bedrängnis abseits des Platzes geraten. Bei einer Feier im Haus des serbischen Nationalspielers soll es zu einem sexuellen Übergriff eines Gastes gegenüber einer 21 Jährigen Frau gekommen sein. Der Vorwurf der Vergewaltigung steht sogar im Raum. Die Betroffene hat bereits Anzeige bei der Polizei in Bochum erstattet. Die Staatsanwaltschaft Dortmund bestätigte dies.</p>
<p>Der Innenverteidiger vom BVB selber sei nur mittelbar vom Vorfall betroffen, da es sich um eine Party in seinem Haus handelte. Selber war er nicht an der mutmaßlichen Tat beteiligt. Auch zeigte er sich kooperativ und machte bereits eine Zeugenaussage.</p>
<p>Die 21-jährige Frau sei aus dem Bekanntenkreis des Fußballers. Ob es bei den Vorwürfen bleibt und diese sich im Wege des Ermittlungsverfahrens erhärten, bleibt abzuwarten. Subotic muss hingegen vorerst nichts befürchten. Es könnte jedoch sein, dass die Staatanwaltschaft die Ermittlungen doch noch ausweitet.</p>
<p><em>( Quelle: Berliner Kurier, 21.01.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-nach-fuenfeinhalb-jahren-und-drei-instanzen/" rel="bookmark" class="crp_title">Freispruch nach fünfeinhalb Jahren und drei Instanzen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/vergewaltigungsvorwurf-fuehrt-zu-vorlaeufigem-unterrichtsverbot-nach-wiederaufnahmeverfahren/" rel="bookmark" class="crp_title">Vergewaltigungsvorwurf führt zu vorläufigem Unterrichtsverbot nach Wiederaufnahmeverfahren</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/12/schwenn-ist-neuer-strafverteidiger-von-kachelmann/" rel="bookmark" class="crp_title">Schwenn ist neuer Strafverteidiger von Kachelmann</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/junges-mutmassliches-hells-angels-mitglied-vor-gericht/" rel="bookmark" class="crp_title">Junges mutmaßliches Hells Angels Mitglied vor Gericht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/ein-unerwartetes-urteil-im-inzest-prozess/" rel="bookmark" class="crp_title">Ein unerwartetes Urteil im Inzest-Prozess</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/10/kachelmann-prozess-erneuter-befangenheitsantrag/" rel="bookmark" class="crp_title">Kachelmann-Prozess: Erneuter Befangenheitsantrag</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/prozessverschleppung-und-verfahrensgrundsaetze/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozessverschleppung und Verfahrensgrundsätze</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kam-es-zu-einer-vergewaltigung-im-haus-von-neven-subotic/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kam-es-zu-einer-vergewaltigung-im-haus-von-neven-subotic/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Bindungswirkung des Gerichts an Zusagen</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-bindungswirkung-des-gerichts-an-zusagen/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-bindungswirkung-des-gerichts-an-zusagen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 08:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bindungswirkung]]></category>
		<category><![CDATA[düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[prozessrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafaussetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Verständigung]]></category>
		<category><![CDATA[vertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[wohnungseinbruchsdiebstahls]]></category>
		<category><![CDATA[zusagen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3936</guid>
		<description><![CDATA[Wohnungseinbruchsdiebstahls / Freiheitsstrafe / Verständigung / Strafverteidigung / Bewährungsstrafe / Fürsorgepflicht BGH, Urteil vom 30.06.2011, Az.: 3 StR 39/11 Das Landgericht Düsseldorf hat den Angeklagten wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten. Im Prozess gestand der Angeklagte die Tat. Anschließend kam es zu einer Unterbrechung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wohnungseinbruchsdiebstahls / Freiheitsstrafe / Verständigung /<a title="Strafverteidigung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank"> Strafverteidigung </a>/ Bewährungsstrafe / Fürsorgepflicht<br />
<strong>BGH, Urteil vom 30.06.2011, Az.: 3 StR 39/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Düsseldorf hat den Angeklagten wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten.<br />
Im Prozess gestand der Angeklagte die Tat. Anschließend kam es zu einer Unterbrechung der Sitzung und einer Verständigung bezüglich der Mitangeklagten. Dem Strafverteidiger des Angeklagten wurde in Anwesenheit aller Beteiligten nach Feststellungen des BGH zugesichert, dass dieser &#8220;sowieso Bewährung&#8221; bekäme. Erst in der Urteilsverkündung wurde klar, dass der Angeklagte einer unbedingt Freiheitsstrafe erhalten solle.<br />
Nach Ansicht des BGH hält die Entscheidung die Freiheitsstrafe nicht zur Bewährung auszusetzen rechtlicher Überprüfung nicht stand.</p>
<p>Aus dem Urteil:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Vor diesem Hintergrund macht die Revision mit Recht geltend, dass das Landgericht den Angeklagten nicht zu einer Strafe ohne Strafaussetzung zur Bewährung hätte verurteilen dürfen, ohne diesen zuvor davon zu unterrichten, dass es entgegen der Ankündigung des Vorsitzenden beabsichtige, eine solche Strafe zu verhängen.</em><br />
<em> Allerdings begründet nicht jede Äußerung des Gerichts oder eines seiner Mitglieder, die im Laufe des Strafverfahrens abgegeben wird, ein berechtigtes Vertrauen des Angeklagten oder eines anderen Verfahrensbeteiligten dahin, dass von der darin zutage getretenen Einschätzung einer materiell- oder verfahrensrechtlich relevanten Frage nicht abgewichen wird, solange kein entsprechender Hinweis erteilt worden ist. Äußert sich etwa der Vorsitzende eines Spruchkörpers in einem Gespräch, das er im Lauf des Zwischenverfahrens mit dem Verteidiger des Angeklagten führt, zu einem denkbaren Ergebnis der Hauptverhandlung, so ist für den Angeklagten und seinen Verteidiger unschwer erkennbar, dass es sich hierbei um eine vorläufige, mit den übrigen Mitgliedern des Spruchkörpers nicht abgestimmte Beurteilung handelt, der schon für sich keinerlei Festlegung zukommt und der durch den Gang der Hauptverhandlung ohne weiteres die Grundlage entzogen werden kann. Ein Hinweis darauf, dass an der ursprünglichen Bewertung nicht mehr festgehalten wird, ist daher nicht erforderlich.</em><br />
<em> Anders liegt es hingegen dann, wenn die Äußerung geeignet ist oder gar darauf abzielt, die Verfahrensführung oder das Verteidigungsverhalten des Angeklagten zu beeinflussen. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie bei fortgeschrittener Hauptverhandlung auf der Grundlage eines bereits weitgehend gesicherten Beweisergebnisses in (scheinbarer) Abstimmung mit den weiteren Gerichtspersonen abgegeben wird. Hier bedarf es in der Regel eines vorherigen Hinweises, wenn von dem Inhalt der Äußerung abgewichen werden soll.</em><br />
<em> Eine solche, dem Rechtsgedanken des § 265 StPO folgende, der prozessualen Fürsorgepflicht und Verfahrensfairness entsprechende Verpflichtung ist etwa im Bereich des Beweisantragsrechts anerkannt. Hat beispielsweise der Vorsitzende dem Angeklagten auf einen vor der Verhandlung angebrachten Beweisantrag mitgeteilt, die Entscheidung über den Antrag werde in der Verhandlung ergehen, so ist er entweder verpflichtet, dafür zu sorgen, dass diese Zusicherung eingehalten wird, sich das erkennende Gericht also mit dem Antrag befasst, oder er muss darauf hinweisen, dass der Antrag in der Hauptverhandlung zu wiederholen ist. Sofern nicht der Wille des Angeklagten, von dem Antrag ohnehin Abstand zu nehmen, zweifelsfrei erkennbar wird, kann eine Verletzung dieser Pflicht die Revision begründen. Nichts anderes gilt, wenn das Verhalten des Vorsitzenden in sonstiger Weise in einem Verteidiger den irrigen Glauben hervorruft, dass ein von diesem vor der Verhandlung eingereichter Antrag eine Sachlage geschaffen habe, die eine Wiederholung des Antrags nicht erforderlich mache. Erklärt der Vorsitzende etwa im Hinblick auf den vor der Hauptverhandlung angebrachten Beweisantrag, die dort aufgestellte Behauptung könne als wahr angenommen werden, so braucht der rechtskundige Verteidiger ohne entsprechenden Hinweis mit einer abweichenden Auffassung des erkennenden Gerichts nicht ohne weiteres zu rechnen (siehe insgesamt LR/Becker, StPO, 26. Aufl., § 244 Rn. 123 mwN).“</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass zwar nicht jede Äußerung des Gerichts ein berechtigtes Vertrauen eines Angeklagten auf eine Bewährungsstrafe schafft. Allerdings sei dies im vorliegenden Fall geschehen, da die Äußerung so eindeutig war, dass eine Fürsorgepflicht des Gerichts entstanden sei. Dies folge schon aus dem Rechtsgedanken des § 265 StPO. Aus diesem Grund konnte das Landgericht den Angeklagten nicht ohne vorherigen Hinweis zu einer unbedingten Freiheitsstrafe verurteilen. Etwas anderes ergebe sich auch nicht daraus, dass es nicht zu einer förmlichen Verständigung im Sinne von § 257c StPO gekommen ist. Folglich war das Landgericht hier an die Zusage einer Bewährungsstrafe gebunden.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/07/beweisverwertungverbot-eines-gestaendnisses/" rel="bookmark" class="crp_title">Beweisverwertungverbot eines Geständnisses</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/03/unterrichtungspflicht-ueber-verstanedigungsgespraeche-auserhalb-der-hauptverhandlung/" rel="bookmark" class="crp_title">Unterrichtungspflicht über Verständigungsgespräche außerhalb der Hauptverhandlung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/04/die-beweiskraft-des-hauptverhandlungsprotokolls/" rel="bookmark" class="crp_title">Die Beweiskraft des Hauptverhandlungsprotokolls</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/03/verwertungsverbot-fuer-ein-im-rahmen-der-verstaendigung-abgelegtes-gestaendnis/" rel="bookmark" class="crp_title">Verwertungsverbot für ein im Rahmen der Verständigung abgelegtes Geständnis</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/02/fortsetzung-der-hauptverhandlung-in-abwesendheit-des-angeklagten/" rel="bookmark" class="crp_title">Fortsetzung der Hauptverhandlung in Abwesendheit des Angeklagten</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-fehler-im-protokoll-ist-kein-revisionsgrund/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Fehler im Protokoll ist kein Revisionsgrund</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/06/zur-dokumentation-der-verstaendigung/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Dokumentation der Verständigung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/bgh-zur-zulaessigkeit-der-entscheidung-ueber-beweisaentrage-im-urteil/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Zulässigkeit der Entscheidung über Beweisanträge im Urteil</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-bindungswirkung-des-gerichts-an-zusagen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-bindungswirkung-des-gerichts-an-zusagen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Beugehaft im Strafverfahren gegen Verena Becker aufgehoben</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-beugehaft-im-strafverfahren-gegen-verena-becker-aufgehoben/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-beugehaft-im-strafverfahren-gegen-verena-becker-aufgehoben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 11:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[Beschwerde]]></category>
		<category><![CDATA[Beugehaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[RAF]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Verena Becker]]></category>
		<category><![CDATA[Zeugenaussage]]></category>
		<category><![CDATA[Zeugin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3966</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Beugehaft / BGH / Zeugenaussage / Beschwerde Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 008/2012 vom 19.01.2012 Die Beugehaft gegen die Zeugin Christa Eckes im Strafverfahren gegen die mutmaßliche RAF-Mitwirkende Verena Becker wird auf dessen Beschwerde hin aufgehoben. Diese war zu einer Zeugenaussage nicht bereit. Pressemitteilung: Beugehaft im Strafverfahren gegen Verena Becker aufgehoben Der Bundesgerichtshof [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / Beugehaft / BGH / Zeugenaussage / Beschwerde<br />
<strong>Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 008/2012 vom 19.01.2012</strong></p>
<p>Die Beugehaft gegen die Zeugin Christa Eckes im Strafverfahren gegen die mutmaßliche RAF-Mitwirkende Verena Becker wird auf dessen Beschwerde hin aufgehoben. Diese war zu einer <a title="Aussagedelikte" href="http://www.rechtsanwalt-falschaussage.de/" target="_blank">Zeugenaussage </a>nicht bereit.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Pressemitteilung:</span></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Beugehaft im Strafverfahren gegen Verena Becker aufgehoben</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Bundesgerichtshof hat auf die Beschwerde der Zeugin Christa Eckes die Anordnung der Beugehaft aufgehoben, die das Oberlandesgericht Stuttgart in dem Strafverfahren gegen Verena Becker gegen die Zeugin verhängt hatte, da diese nicht zur Aussage bereit war.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Generalbundesanwalt wirft der Angeklagten Becker vor, an der Ermordung des damaligen Generalbundesanwalts Buback und dessen Begleiter Göbel und Wurster am 7. April 1977 beteiligt gewesen zu sein. In diesem Verfahren sollte die Zeugin [Eckes] insbesondere zum Inhalt von Gesprächen mit der Angeklagten im Jahre 2008 aussagen. Sie hat jedoch das Zeugnis mit der Begründung verweigert, ihr stehe ein Auskunftsverweigerungsrecht zu, weil sie sich durch ihre Antworten möglicherweise selbst der Gefahr einer Strafverfolgung aussetze. Das Oberlandesgericht hat ein solches Recht nicht anerkannt und gegen die Zeugin zur Erzwingung einer Aussage Beugehaft bis zur Dauer von sechs Monaten angeordnet.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Diesen Beschluss hat der für Staatsschutzstrafsachen zuständige 3.</em><br />
<em>Strafsenat des Bundesgerichtshofs aufgehoben. Er hat dabei offen gelassen, ob der Zeugin ein Auskunftsverweigerungsrecht zusteht; die Anordnung der Beugehaft verstoße jedenfalls gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Zeugin ist derzeit schwer erkrankt. Ausweislich eines fachärztlichen Attests sind sowohl die Erkrankung als auch die durchzuführenden Therapiemaßnahmen lebensbedrohend und erfordern die Behandlung in einer spezialisierten Krankenhausabteilung mit Intensivstation. Bei einer Verlegung in eine Justizvollzugsanstalt oder ein Justizvollzugskrankenhaus ist ernsthaft zu befürchten, dass die Zeugin ihr Leben einbüßen oder zumindest einen weitergehenden schwerwiegenden Schaden an ihrer Gesundheit nehmen wird. </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Unter diesen Umständen muss das ­ als solches anzuerkennende &#8211; Interesse an der möglichst vollständigen Aufklärung der Tat zurücktreten. Die gerichtliche Fürsorgepflicht gegenüber der Zeugin gebietet es, bereits von der Anordnung der Beugehaft abzusehen. Diese bewirkt hier einen schweren Eingriff in die durch das Grundgesetz geschützten Rechte der Zeugin auf Freiheit sowie auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Auch deren Schutz ist dem Staat aufgegeben. Der Zweck des Strafverfahrens würde daher verfehlt, wenn es den Strafverfolgungsorganen gestattet wäre, unbegrenzt in andere Individual- oder Gemeinschaftsrechtsgüter einzugreifen. Deshalb gilt ­ auch in Fällen sehr schwerer Straftaten wie terroristisch motivierter Tötungsdelikte ­ der Grundsatz, dass die Wahrheit nicht um jeden Preis ­</em><br />
<em>hier: um den Preis der hohen Gefährdung des Lebens einer schwer erkrankten Zeugin ­ erforscht werden darf.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Strafprozessordnung § 70 Abs. 2</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Grundgesetz Art. 2 Abs. 2 Satz 1 und 2</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Bundesgerichtshof &#8211; Beschluss vom 10. Januar 2012 ­ StB 20/11</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Oberlandesgericht Stuttgart &#8211; Beschluss vom 1. Dezember 2011 ­ 6-2 StE 2/10</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Karlsruhe, den 19. Januar 2012</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/01/gutachter-im-prozess-gegen-ehem-raf-terroristin-verena-becker-gehoert/" rel="bookmark" class="crp_title">Gutachter im Prozess gegen ehem. RAF-Terroristin gehört</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/06/unverhaeltnismaessigkeit-der-beugehaft/" rel="bookmark" class="crp_title">Unverhältnismäßigkeit von Beugehaft</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/10/mord-prozess-gegen-ehemalige-raf-terroristen-verena-becker/" rel="bookmark" class="crp_title">Mord-Prozess gegen ehemalige RAF-Terroristen Verena Becker</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/neuer-beweisantrag-im-kachelmann-prozess/" rel="bookmark" class="crp_title">Neuer Beweisantrag im Kachelmann-Prozess</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-bestaetigt-urteil-wegen-mordes-an-einem-19jaehrigen-iraker-in-leipzig/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen Mordes an einem 19jährigen Iraker in Leipzig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/04/zur-beweiswurdigung-beim-wiederholten-wiedererkennen/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Beweiswürdigung beim wiederholten Wiedererkennen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/01/beweiswurdigung-beim-zeugnisverweigerungsrecht/" rel="bookmark" class="crp_title">Beweiswürdigung beim Zeugnisverweigerungsrecht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/revision-fehlerhafte-beweiswuerdigung-bei-frage-der-schuldfaehigkeit/" rel="bookmark" class="crp_title">Revision: Fehlerhafte Beweiswürdigung bei Frage der Schuldfähigkeit</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-beugehaft-im-strafverfahren-gegen-verena-becker-aufgehoben/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-beugehaft-im-strafverfahren-gegen-verena-becker-aufgehoben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Großschlag gegen Megaupload und das mutmaßliche Raubkopierer-Netzwerk</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/grossschlag-gegen-megaupload-und-das-mutmassliche-raubkopierer-netzwerk/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/grossschlag-gegen-megaupload-und-das-mutmassliche-raubkopierer-netzwerk/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 08:51:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fbi]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[internetstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[kim schmitz]]></category>
		<category><![CDATA[kriminelle Vereinigung]]></category>
		<category><![CDATA[megaupload]]></category>
		<category><![CDATA[neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[raubkopierer]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3963</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Internetstrafrecht / Urheberrecht / Raubkopie / Filehosting / Kriminelle Vereinigung Und plötzlich platzte eine Bombe – Einige Tage nach Bekanntwerden der Pläne des umstrittenen US-Gesetzes zu einer indirekten Zensur im Internet erfolgte der große Schlag gegen den Filehoster Megaupload sowie das sich laut Anklage der US-Staatsanwälte dahinter verbergende Netzwerk von Raubkopierern. Neben der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / <a title="Internetstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/internetstrafrecht/" target="_blank">Internetstrafrecht</a> / Urheberrecht / Raubkopie / Filehosting / Kriminelle Vereinigung</p>
<p>Und plötzlich platzte eine Bombe – Einige Tage nach Bekanntwerden der Pläne des umstrittenen US-Gesetzes zu einer indirekten Zensur im Internet erfolgte der große Schlag gegen den Filehoster Megaupload sowie das sich laut Anklage der US-Staatsanwälte dahinter verbergende Netzwerk von Raubkopierern.</p>
<p>Neben der am Donnerstag erhobenen Klage wurden gleich vier mutmaßliche Verantwortlich in Neuseeland festgenommen. Unter ihnen befindet sich auch der deutsche und seit Jahren gesuchte Kim Schmitz, der zu Dotcom Zeit mit seiner Investmentfirma und diversen ominösen Projekten auf sich Aufmerksam machte und mit seinen Partys für viel Wirbel sorgte. Dessen Anwesen in der Nähe von Auckland wurde am morgen von knapp 70 Beamten der Polizei durchsucht. Dabei wurden Wertgegenstände und Geld im Wert von ca. 3,7 Millionen Euro sichergestellt. Die USA hat indes die Auslieferung der vier Verdächtigen beantragt.</p>
<p>Laut Anklageschrift sollen die Anbieter Megaupload und Megavideo über 150 Millionen Euro eingenommen haben aus Abonnementverträgen und darüber hinaus noch 25 Millionen Euro durch Werbung als Einnahmen geniert haben.</p>
<p>Auf den Webseiten können Benutzer kostenlos bzw. je nach Abonnement größere Dateien hochloaden und speichern. Insgesamt sollen mehr als 150 Millionen Nutzer registriert sein. Dieser „legale“ Service soll dabei im engen Zusammenhang mit dem Raubkopierer-Netzwerk stehen, das systematisch und von vielen ehrenamtlichen Mitwirkenden tausende von Filme und Serien aus direkter Hand erhalten und anschließend auf den Servern angeboten und weitergegeben haben soll. Allein dieses Piraterienetzwerk soll dabei einen Schaden von 500 Millionen Dollar angerichtet haben, weswegen die größte Urheberrechtsklage in der Geschichte der USA droht.</p>
<p>Problematisch ist allerdings, dass nun sämtliche Daten der Server beschlagnahmt worden sind und somit auch all jene, die legal und von gutgläubigen und zahlenden Benutzern gespeichert wurden. Derweil müssen die Benutzer, die sich die rechtswidrigen Inhalte angeschaut oder heruntergeladen haben, wohl mit keiner Strafverfolgung rechnen. Die IP-Adressen sollen einigen Medienberichten verschlüsselt worden sein und insgesamt sei es viel zu umfangreich und länderübergreifend zu aufwendig. Dafür müssen die Verantwortlichen Betreiber sowie die, die sich derzeit noch auf der Flucht befinden, mit harten Strafen wie der Haft von 20 Jahren und mehr rechnen.</p>
<p><em>( Quelle: SPON; n-tv, 20.10.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/der-fall-gribkowsky-das-ganz-normale-geschaeft/" rel="bookmark" class="crp_title">Der Fall Gribkowsky: Das ganz normale Geschäft</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/12/betrug-um-holocaust-opfer/" rel="bookmark" class="crp_title">Betrug um Holocaust-Opfer</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bestechungsverdacht-bei-top-manager-von-media-markt/" rel="bookmark" class="crp_title">Bestechungsverdacht bei Top-Manager von Media Markt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/anklage-wegen-anlagebetrugs/" rel="bookmark" class="crp_title">Anklage wegen Anlagebetrugs</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/11/ermittlungen-gegen-flensburger-sparkasse/" rel="bookmark" class="crp_title">Ermittlungen gegen Flensburger Sparkasse</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/hamburg-mordprozess-begonnenen/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Mordprozess begonnenen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2009/11/keine-ermittlung-beim-download-eines-pc-spieles/" rel="bookmark" class="crp_title">Keine Ermittlung beim Download eines PC-Spieles</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/08/erste-deutsche-bank-zahlt-staatliche-hilfe-zurueck/" rel="bookmark" class="crp_title">Erste deutsche Bank zahlt staatliche Hilfe zurück</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/grossschlag-gegen-megaupload-und-das-mutmassliche-raubkopierer-netzwerk/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/grossschlag-gegen-megaupload-und-das-mutmassliche-raubkopierer-netzwerk/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH zum Vorsitz im 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zum-vorsitz-im-2-strafsenat-des-bundesgerichtshofs/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zum-vorsitz-im-2-strafsenat-des-bundesgerichtshofs/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 09:56:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[besetzung]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[geschäftsplan]]></category>
		<category><![CDATA[pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[senat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3924</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / BGH / Besetzung des Gerichts Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 004/2012 vom 13.01.2012 In der vorliegenden Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs (BGH) hat sich der 2. Strafsenat mit der Ordnungsmäßigkeit der Besetzung des Senats nach dem Geschäftsverteilungsplan 2012 beschäftigt. Pressemitteilung: Vorsitz im 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat sich am 11. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / BGH / Besetzung des Gerichts<br />
<strong>Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 004/2012 vom 13.01.2012</strong></p>
<p>In der vorliegenden Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs (BGH) hat sich der 2. Strafsenat mit der Ordnungsmäßigkeit der Besetzung des Senats nach dem Geschäftsverteilungsplan 2012 beschäftigt.</p>
<p>Pressemitteilung:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Vorsitz im 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat sich am 11. Januar 2012 in zwei Entscheidungen mit der Frage befasst, ob der Senat nachInkrafttreten des Geschäftsverteilungsplans des Bundesgerichtshofs für das Jahr 2012 in der Person des Vorsitzenden ordnungsgemäß besetzt ist.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Den divergierenden ­ Entscheidungen liegt Folgendes zugrunde:</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Vorsitzendenstelle im 2. Strafsenat ist seit Februar 2011 vakant. Ein Bewerber um das Vorsitzendenamt hat im Rahmen eines Konkurrentenrechtstreits vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe den Erlass einer einstweiligen Anordnung erstritten, wonach die freie Stelle nicht besetzt werden darf, solange für ihn nicht eine neue dienstliche Beurteilung erstellt worden ist.</em><br />
<em> Der Beschluss des Verwaltungsgerichts ist rechtskräftig. Wann eine Nachbesetzung der freien Stelle erfolgt, ist derzeit nicht absehbar.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Mit dem Geschäftsverteilungsplan für das Jahr 2012 hat das Präsidium des Bundesgerichtshofs &#8211; ein aus zehn gewählten Richtern sowie dem Präsidenten bestehendes Organ richterlicher Selbstverwaltung &#8211; beschlossen, dem Vorsitzenden des 4. Strafsenats zugleich die Aufgaben des Vorsitzenden im 2.</em><br />
<em> Strafsenat zu übertragen. Grund für diese Entscheidung ist die gesetzliche Regelung des § 21f GVG und die Auslegung, die diese Vorschrift durch die höchstrichterliche Rechtsprechung erfahren hat.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Gemäß § 21f Abs. 1 GVG ist der Vorsitz in einem Spruchkörper des Bundesgerichtshofs von einem Vorsitzenden Richter zu führen. Der planmäßige stellvertretende Vorsitzende darf die Geschäfte des Vorsitzenden, wenn die Stelle etwa nach dessen Ausscheiden vakant geworden ist, für eine gewisse Übergangszeit führen (vgl. hierzu Bundesverwaltungsgericht &#8211; 11. Juli 2001, AZ. 1 DB 20/01; Bundessozialgericht &#8211; 29. November 2006, AZ. B 6 KA 34/06 B; Bundesfinanzhof &#8211; 21. Oktober 1999, AZ. VII R 15/99; Bundesgerichtshof &#8211; 13.</em><br />
<em> September 2005 AZ. VI ZR 137/04). Kann die Stelle nach Ablauf dieser Zeit nicht mit einem ständigen Vorsitzenden besetzt werden, muss das Präsidium Vorsorge treffen, etwa &#8211; wie geschehen &#8211; durch die vorübergehende Übertragung des Vorsitzes auf den Vorsitzenden Richter eines anderen Senats.</em><br />
<em> Entsprechend wird auch bei den anderen obersten Gerichtshöfen des Bundes verfahren.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Nach dem Bekanntwerden des Geschäftsverteilungsplans des Bundesgerichtshofs für das Jahr 2012 haben Verteidiger in beim 2. und 4. Strafsenat anhängigen Verfahren beanstandet, dass diese Senate nicht ordnungsgemäß besetzt seien, weil ein Vorsitzender Richter nicht zugleich zwei Strafsenate leiten könne.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der 4. Strafsenat und eine von drei Sitzgruppen des 2. Strafsenats haben vor dem Hintergrund der dargestellten Rechtslage keinen Zweifel daran, dass die Senate ordnungsgemäß besetzt sind. Sie haben dementsprechend auch nach dem 1. Januar 2012 in Revisionsverfahren verhandelt und entschieden. Anders hat es eine andere Spruchgruppe des 2. Strafsenats gesehen, denen zwei andere Richter angehören. Diese Sitzgruppe hat im Verfahren 2 StR 246/11 die Auffassung vertreten, dass der Senat nicht ordnungsgemäß besetzt ist. In dieser Sache hat der Senat die Hauptverhandlung ausgesetzt.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Mit der daraus entstandenen Situation wird sich das Präsidium des Bundesgerichtshofs in den nächsten Tagen befassen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>§ 21f GVG (Vorsitz in den Spruchkörpern) lautet wie folgt:</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Den Vorsitz in den Spruchkörpern bei den Landgerichten, bei den Oberlandesgerichten sowie bei dem Bundesgerichtshof führen der Präsident und die Vorsitzenden Richter.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Bei Verhinderung des Vorsitzenden führt den Vorsitz das vom Präsidium bestimmte Mitglied des Spruchkörpers.  Š.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Beschluss vom 11. Januar 2012 ­ 2 StR 346/11</em><br />
<em> Landgericht Gera ­ Urteil vom 4. April 2011 ­ 450 Js 2586/10 2 KLs jug</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>und</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Urteil vom 11. Januar 2012 ­ 2 StR 482/11</em><br />
<em> Landgericht Koblenz ­ Urteil vom 14. Juni 2011 ­ 2020 Js 17.378/11 ­ 10 KLs</em><br />
<em> Karlsruhe den, 13. Februar 2012</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-bestaetigt-urteil-wegen-mordes-an-einem-19jaehrigen-iraker-in-leipzig/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen Mordes an einem 19jährigen Iraker in Leipzig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-beugehaft-im-strafverfahren-gegen-verena-becker-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Beugehaft im Strafverfahren gegen Verena Becker aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-entscheidet-zur-verkehrssicherungspflicht-auf-bahnsteigen/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof entscheidet zur Verkehrssicherungspflicht auf Bahnsteigen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bgh-bildveroeffentlichung-und-sitzungspolizeiliche-verfuegung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Bildveröffentlichung und sitzungspolizeiliche Verfügung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-verbot-des-angebots-privater-sportwetten-und-anderer-gluecksspiele-im-internet-wirksam/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verbot des Angebots privater Sportwetten und anderer Glücksspiele im Internet wirksam</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/vorlage-an-den-grossen-senat-des-bgh-zur-klaerung-der-frage-nach-der-rueckwirkenden-anwendung-der-verlaengerung-der-sicherungsverwaehrung/" rel="bookmark" class="crp_title">Vorlage an den Großen Senat des BGH zur Klärung der Frage nach der rückwirkenden Anwendung der Verlängerung der Sicherungsverwahrung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-toetung-eines-homosexuellen-freiers-auf-notwehr-gestuetzter-freispruch-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Tötung eines homosexuellen Freiers: Auf Notwehr gestützter Freispruch aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-zur-anwendbarkeit-der-sicherungsverwahrung-in-der-uebergangszeit-bis-zur-gesetzlichen-neuregelung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: zur Anwendbarkeit der Sicherungsverwahrung in der Übergangszeit bis zur gesetzlichen Neuregelung</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zum-vorsitz-im-2-strafsenat-des-bundesgerichtshofs/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zum-vorsitz-im-2-strafsenat-des-bundesgerichtshofs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH entscheidet über Rabattmodell für den Arzneimittelbezug aus dem Ausland</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-entscheidet-uber-rabattmodell-fur-den-arzneimittelbezug-aus-dem-ausland/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-entscheidet-uber-rabattmodell-fur-den-arzneimittelbezug-aus-dem-ausland/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 08:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[apothekerin]]></category>
		<category><![CDATA[arzneimittel]]></category>
		<category><![CDATA[arzneimittelbezug]]></category>
		<category><![CDATA[Arztstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[medizinstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[rabatt]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3926</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Arzneimittelbezug / Rabattmodell / BGH / Arztstrafrecht Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 005/2012 vom 13.01.2012 In der vorliegenden Entscheidung hat der Bundesgerichtshof das Rabattmodell einer Apothekerin für den Arzneimittelbezug im Ausland für teilweise unbedenklich erachtet und einen Verstoß der Beklagten gegen das arzneimittelrechtliche Verbringungsverbot des § 73 Arzneimittelgesetz abgelehnt. Pressemitteilung: Bundesgerichtshof entscheidet über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / <a title="Arzt und Medizinstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/arzt-und-medizinstrafrecht/">Arzneimittelbezug</a> / Rabattmodell / BGH / Arztstrafrecht<br />
<strong>Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 005/2012 vom 13.01.2012</strong></p>
<p>In der vorliegenden Entscheidung hat der Bundesgerichtshof das Rabattmodell einer Apothekerin für den Arzneimittelbezug im Ausland für teilweise unbedenklich erachtet und einen Verstoß der Beklagten gegen das arzneimittelrechtliche Verbringungsverbot des § 73 Arzneimittelgesetz abgelehnt.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Pressemitteilung:</span></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Bundesgerichtshof entscheidet über Rabattmodell für den Arzneimittelbezug aus dem Ausland</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der unter anderem für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat hat ein von einer Freilassinger Apothekerin betriebenes Rabattmodell für Arzneimittel teilweise für unbedenklich angesehen und die Abweisung der gegen diese Apothekerin gerichteten Klage in diesem Punkt bestätigt.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Beklagte betreibt eine Apotheke in Freilassing. Sie bietet ihren Kunden an, Medikamente bei einer Apotheke in Budapest zu bestellen und zusammen mit einer Rechnung dieser Apotheke bei ihr in Freilassing abzuholen. Den Kunden verspricht sie dabei einen Rabatt in Höhe von 22% bei nichtverschreibungspflichtigen und von 10% bei verschreibungspflichtigen Medikamenten. Im Falle einer Bestellung lässt die Beklagte die Medikamente zunächst durch einen Großhändler aus Deutschland an die Apotheke in Budapest liefern, von wo aus sie wieder zurückgeliefert werden. Auf Wunsch werden die Kunden, die Medikamente auf diesem Wege beziehen, in der Apotheke der Beklagten pharmazeutisch beraten. Die Klägerinnen, die ebenfalls in Freilassing Apotheken betreiben, sehen in dem Verhalten der Beklagten &#8211; soweit verschreibungspflichtige Arzneimittel abgegeben werden &#8211; einen Verstoß gegen die arzneimittelrechtlichen Preisvorschriften. Soweit die Beklagte sonstige Arzneimittel auf diese Weise abgibt, beanstanden die Klägerinnen in erster Linie den Verstoß gegen andere arzneimittelrechtliche Bestimmungen. Mit ihrer beim Landgericht Traunstein erhobenen Klage haben sie die Beklagte auf Unterlassung und Schadensersatz in Anspruch genommen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das Landgericht Traunstein hat der Klage stattgegeben. Das Oberlandesgericht München hat dieses Urteil nur insoweit bestätigt, als die Beklagte Rabatte auf preisgebundene verschreibungspflichtige Arzneimittel angeboten hat. Im Übrigen hat das Oberlandesgericht die Klage abgewiesen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Bundesgerichtshof hat diese Entscheidung nunmehr bestätigt. Insbesondere hat er in Übereinstimmung mit dem OLG einen Verstoß der Beklagten gegen das arzneimittelrechtliche Verbringungsverbot des § 73 Arzneimittelgesetz* verneint. Danach dürfen zulassungspflichtige Arzneimittel nur unter bestimmten Voraussetzungen nach Deutschland eingeführt werden. Insbesondere ist der Versand von Arzneimitteln auch aus dem EU-Ausland an deutsche Endverbraucher nur unter engen Voraussetzungen gestattet, die die hier eingeschaltete Budapester Apotheke nicht erfüllt. Der Bundesgerichtshof hat jedoch einen Versand unmittelbar an Endverbraucher im Streitfall verneint. Auch wenn das von der Beklagten praktizierte Modell so ausgestaltet ist, dass sie den Verkauf der bestellten Arzneimittel durch die Budapester Apotheke lediglich vermittelt und der Kaufvertrag deswegen zwischen dem deutschen Kunden und der Budapester Apotheke zustande kommt, ist die Beklagte arzneimittelrechtlich als Empfängerin anzusehen, die ihrerseits die Medikamente sodann an die Kunden abgibt. Für die arzneimittelrechtliche Beurteilung ist dabei maßgebend, dass in die Abgabe an den Endverbraucher eine inländische Apotheke eingeschaltet ist, die verpflichtet ist, die Qualität, Eignung und Unbedenklichkeit der auf diese Weise abzugebenden Arzneimittel zu prüfen und die Verbraucher bei Bedarf zu beraten. Deswegen ist arzneimittelrechtlich die inländische Apotheke der Beklagten Empfängerin der von der Budapester Apotheke versandten Arzneimittel. Daher hat der Bundesgerichtshof einen Verstoß gegen das Verbringungsverbot des § 73 AMG verneint.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Im Übrigen ist der Beklagten die Gewährung eines Rabatts im Falle verschreibungspflichtiger Arzneimittel von den Vorinstanzen gerade deswegen verboten worden, weil sie die Arzneimittel als inländische Apothekerin abgibt. Denn die insoweit anwendbaren arzneimittelrechtlichen Preisvorschriften, die einen solchen Rabatt untersagen, gelten nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts nur im Falle der Abgabe durch inländische Apotheken.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Urteil vom 12. Januar 2012 &#8211; I ZR 211/10 &#8211; Europa-Apotheke Budapest</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>LG Traunstein – Urteil vom 11. März 2009 – 2 HKO 2534/08</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>OLG München – Urteil vom 28. Oktober 2010 – 6 U 2657/09</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>A&amp;R 2010, 279</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Karlsruhe, den 13. Januar 2012</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>*§ 73 Abs 1 Satz 1 und 1a AMG Verbringungsverbot</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>(1) Arzneimittel, die der Pflicht zur Zulassung oder Genehmigung nach § 21a oder zur Registrierung unterliegen, dürfen in den Geltungsbereich dieses Gesetzes nur verbracht werden, wenn sie zum Verkehr im Geltungsbereich dieses Gesetzes zugelassen, nach § 21a genehmigt, registriert oder von der Zulassung oder der Registrierung freigestellt sind und</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>1.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>der Empfänger in dem Fall des Verbringens aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum pharmazeutischer Unternehmer, Großhändler oder Tierarzt ist, eine Apotheke betreibt oder als Träger eines Krankenhauses nach dem Apothekengesetz von einer Apotheke eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum mit Arzneimitteln versorgt wird,</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>1a.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>im Falle des Versandes an den Endverbraucher das Arzneimittel von einer Apotheke eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, welche für den Versandhandel nach ihrem nationalen Recht, soweit es dem deutschen Apothekenrecht im Hinblick auf die Vorschriften zum Versandhandel entspricht, oder nach dem deutschen Apothekengesetz befugt</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>ist, entsprechend den deutschen Vorschriften zum Versandhandel oder zum elektronischen Handel versandt wird oder</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>…</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Pressestelle des Bundesgerichtshofs</em><br />
<em> 76125 Karlsruhe</em><br />
<em> Telefon (0721) 159-5013</em><br />
<em> Telefax (0721) 159-5501</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-entscheidet-zur-verkehrssicherungspflicht-auf-bahnsteigen/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof entscheidet zur Verkehrssicherungspflicht auf Bahnsteigen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-verbot-des-angebots-privater-sportwetten-und-anderer-gluecksspiele-im-internet-wirksam/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verbot des Angebots privater Sportwetten und anderer Glücksspiele im Internet wirksam</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/07/bgh-arzneimittelbegriff-im-sinne-des-arzneimittelgesetz-95-amg/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Arzneimittelbegriff im Sinne des Arzneimittelgesetz (§ 95 AMG)</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-denic-muss-domainnamen-in-faellen-eindeutigen-missbrauchs-loeschen/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: DENIC muss Domainnamen in Fällen eindeutigen Missbrauchs löschen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-bestaetigt-urteil-wegen-mordes-an-einem-19jaehrigen-iraker-in-leipzig/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen Mordes an einem 19jährigen Iraker in Leipzig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-verantwortlichkeit-eines-hostproviders-fuer-einen-das-persoenlichkeitsrecht-verletzenden-blog-eintrag/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH:  Verantwortlichkeit eines Hostproviders für einen das Persönlichkeitsrecht verletzenden Blog-Eintrag</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bgh-zum-vorzeitigen-abbruch-einer-ebay-auktion/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: zum vorzeitigen Abbruch einer eBay-Auktion</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bundesgerichtshof-zur-haftung-bei-missbraeuchlicher-abhebung-von-bargeld-an-geldautomaten/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof zur Haftung bei missbräuchlicher Abhebung von Bargeld an Geldautomaten</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-entscheidet-uber-rabattmodell-fur-den-arzneimittelbezug-aus-dem-ausland/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-entscheidet-uber-rabattmodell-fur-den-arzneimittelbezug-aus-dem-ausland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geständnis im Hamburger Taxifahrer-Fall</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/gestaendnis-im-hamburger-taxifahrer-fall/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/gestaendnis-im-hamburger-taxifahrer-fall/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 09:14:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Entführung]]></category>
		<category><![CDATA[freiheitsberaubung]]></category>
		<category><![CDATA[Geständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[kofferraum]]></category>
		<category><![CDATA[Körperverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[reeperbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[taxifahrer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3959</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Körperverletzung / Freiheitsberaubung  / Hamburg / Taxifahrer / Strafverteidiger Im so genannten Hamburger Taxifahrer-Fall legte der 57-jährige angeklagte Taxifahrer zum Prozessauftakt vor dem Hamburger Landgericht ein Geständnis ab. So erklärte der wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung angeklagte Mann, er habe die Tat aus ihm unerklärlichen Gründen begangen und hätte vorher zehn Whiskey getrunken. Auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / Körperverletzung / Freiheitsberaubung  / Hamburg / Taxifahrer /<a title="Strafverteidiger" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank"> Strafverteidiger </a></p>
<p>Im so genannten Hamburger Taxifahrer-Fall legte der 57-jährige angeklagte Taxifahrer zum Prozessauftakt vor dem Hamburger Landgericht ein Geständnis ab. So erklärte der wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung angeklagte Mann, er habe die Tat aus ihm unerklärlichen Gründen begangen und hätte vorher zehn Whiskey getrunken. Auch entschuldigte er sich für das Verhalten.</p>
<p>Das damals 32-jährige Opfer stieg an der Hamburger Reeperbahn morgens in das Taxi des Mannes ein. Als der angetrunkene Fahrer einen Umweg fuhr und sie sich weigerte, dafür zu zahlen, schlug er ihr in das Gesicht und verbrachte sie anschließend in den Kofferraum. Mehr als 6 Stunden war sie darin gefangen. So schrie der Angeklagte mehrmals, ignorierte ihre Hilferufe, polterte auf den geschlossenen Kofferraum und drohte sogar das Auto in einem See zu versenken.</p>
<p>Das Opfer der „Entführung“ fühlte sich in Todesangst und leidet nach eigenen Angaben heute noch unter Angstzuständen, insbesondere in dunklen Räumen fühle sie sich unsicher. Für sie sei es ein Mordversuch gewesen, heißt es weiter. Nur per Handy konnte sie von der Polizei später geortet werden. Erst dann konnte sie gerettet werden. Tonmitschnitte zeigten, wie verzweifelt die Erzieherin war. Beim Angeklagten wurde später ein BAK Wert von knapp 0,8 Promille festgestellt.</p>
<p>Anfang Februar ist mit dem Urteil zu rechnen.</p>
<p><em>( Quelle: Hamburger Abendblatt, 18.01.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gute-strafverteidigung-falscher-beruf-fuehrt-zum-freispruch/" rel="bookmark" class="crp_title">Gute Strafverteidigung: „Falscher Beruf“ führt zum Freispruch</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/07/hamburger-taxifahrer-unter-betrugsverdacht/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburger Taxifahrer unter Betrugsverdacht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/nach-24-jahren-2-freispruch-in-derselben-sache/" rel="bookmark" class="crp_title">Nach 24 Jahren: 2. Freispruch in derselben Sache</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/taxifahrer-vom-vorwurf-der-sexuellen-belaestigung-freigesprochen/" rel="bookmark" class="crp_title">Taxifahrer vom Vorwurf der sexuellen Belästigung freigesprochen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/hamburg-mordprozess-begonnenen/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Mordprozess begonnenen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/geiselnahme-in-hamburg-anklage/" rel="bookmark" class="crp_title">Geiselnahme in Hamburg: Anklage</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/hamburg-anklage-gegen-unfallfahrer-erhoben/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Anklage gegen Unfallfahrer erhoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/fall-von-schwerem-kindesmissbrauchs/" rel="bookmark" class="crp_title">Fall von schwerem Kindesmissbrauchs</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/gestaendnis-im-hamburger-taxifahrer-fall/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/gestaendnis-im-hamburger-taxifahrer-fall/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 08:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[ausschluss der öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[frankenthal]]></category>
		<category><![CDATA[Kindesmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[sexueller missbrauch von kindern]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[U-Haft]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchungshaft]]></category>
		<category><![CDATA[Vergewaltigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3939</guid>
		<description><![CDATA[schwerer sexuell Missbrauch / Ausschluss der Öffentlichkeit / Schuldfähigkeit / Glaubwürdigkeit / Untersuchungshaft / Vergewaltigung / Freiheitsstrafe Vor dem Landgericht Frankenthal (Rheinland-Pfalz) muss sich ein 53-Jähriger Mann verantworten. Ihm wird schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in elf Fällen und sexuellen Missbrauchs von Kindern in vier Fällen vorgeworfen. Im Prozess verweigerte der Angeklagte bisher jegliche Aussage. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Sexueller Missbrauch von Kindern" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-kindern-gem-176-stgb/" target="_blank">schwerer sexuell Missbrauch</a> / Ausschluss der Öffentlichkeit / Schuldfähigkeit / Glaubwürdigkeit / <a title="Untersuchungshaft (U-Haft)" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/verhalten-in-untersuchungshaft-u-haft/" target="_blank">Untersuchungshaft </a>/ Vergewaltigung / Freiheitsstrafe</p>
<p>Vor dem Landgericht Frankenthal (Rheinland-Pfalz) muss sich ein 53-Jähriger Mann verantworten. Ihm wird schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in elf Fällen und sexuellen Missbrauchs von Kindern in vier Fällen vorgeworfen.<br />
Im Prozess verweigerte der Angeklagte bisher jegliche Aussage. So kann der mutmaßlichen Opfern die Aussage nicht erspart bleiben. Diese werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen.<br />
Des Weiteren werden noch Gutachten zur Schuldfähigkeit und der Glaubwürdigkeit des Angeklagten erstellt.<br />
Mittlerweile sitzt der Mann nicht mehr in Untersuchungshaft. Er  wurde bereits vor einigen Jahren wegen versuchter <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> und sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt.</p>
<p>Sofern der Angeklagte schuldfähig ist, droht ihm eine langjährige Freiheitsstrafe.</p>
<p><em>( Quelle: Wormser Zeitung online vom 10.01.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/pfarrer-wegen-hundertfachen-sexuellen-kindesmissbrauch-angeklagt/" rel="bookmark" class="crp_title">Pfarrer wegen hundertfachen sexuellen Kindesmissbrauch angeklagt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/beziehung-zwischen-lehrer-und-junger-schuelerin-vor-gericht/" rel="bookmark" class="crp_title">„Beziehung“ zwischen Lehrer und junger Schülerin vor Gericht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bewaehrungsstrafe-trotz-schwerem-sexuellen-missbrauchs/" rel="bookmark" class="crp_title">Bewährungsstrafe trotz schwerem sexuellen Missbrauchs</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/fall-von-schwerem-kindesmissbrauchs/" rel="bookmark" class="crp_title">Fall von schwerem Kindesmissbrauchs</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/01/wiedergabe-belastender-aussagen-im-urteil/" rel="bookmark" class="crp_title">Wiedergabe belastender Aussagen im Urteil</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-strafzumessung-bei-missbrauchstaten-mit-aehnlichem-unrechts-und-schuldgehalt/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Strafzumessung bei Missbrauchstaten mit ähnlichem Unrechts- und Schuldgehalt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/01/zum-ruecktritt-vom-versuchten-sexuellen-missbrauch-von-kindern/" rel="bookmark" class="crp_title">Zum Rücktritt vom versuchten sexuellen Missbrauch von Kindern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/urteilsgruende-muessen-fuer-revisionsgericht-nachvollziehbar-sein/" rel="bookmark" class="crp_title">Urteilsgründe müssen für Revisionsgericht nachvollziehbar sein</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vorerst keine Ermittlungen im Fall Christian Wulff</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vorerst-keine-ermittlungen-im-fall-christian-wulff/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vorerst-keine-ermittlungen-im-fall-christian-wulff/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 09:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Anwalt]]></category>
		<category><![CDATA[bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[christian wulff]]></category>
		<category><![CDATA[kredit-affäre]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsanwaltschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Untreue]]></category>
		<category><![CDATA[Vorteilsannahme]]></category>
		<category><![CDATA[vorteilsgewährung]]></category>
		<category><![CDATA[vorteilsnahme]]></category>
		<category><![CDATA[zinsen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3953</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Christian Wulff / Bundespräsident / Vorteilsannahme / Untreue Seit Wochen wird das Thema „Kredit-Affäre“ von Bundespräsidenten Christian Wulff in den Medien diskutiert und längst wurde der Spielball der zuständigen Staatsanwaltschaft zugespielt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart reagierte und gab heute bekannt, dass sie die Ermittlungen mangels Anfangsverdacht jetzt vorerst einstellen. Im Raum stand unter anderem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / Christian Wulff / Bundespräsident / <a title="Vorteilsannahme" href="http://www.wirtschaftsstrafrecht-strafverteidiger.de/vorteilsannahme-331-stgb/" target="_blank">Vorteilsannahme </a>/ Untreue</p>
<p>Seit Wochen wird das Thema „Kredit-Affäre“ von Bundespräsidenten Christian Wulff in den Medien diskutiert und längst wurde der Spielball der zuständigen Staatsanwaltschaft zugespielt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart reagierte und gab heute bekannt, dass sie die Ermittlungen mangels Anfangsverdacht jetzt vorerst einstellen. Im Raum stand unter anderem der Verdacht wegen Vorteilsannahme bzw. <a title="Vorteilsgewährung" href="http://www.wirtschaftsstrafrecht-strafverteidiger.de/vorteilsgewaehrung-333-stgb/" target="_blank">Vorteilsgewährung</a> sowie <a title="Untreue" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/untreue/" target="_blank">Untreue</a> im Zuge der günstigen Konditionen durch die BW-Bank.</p>
<p>So erklärte die Staatsanwaltschaft jetzt gegenüber den Medien, dass sich „weder aus dem Vorbringen der Anzeigeerstatter noch aus den bisherigen Presseveröffentlichungen und den durch die Bank vorgelegten Unterlagen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine verfolgbare Straftat ergeben“.</p>
<p>Stattdessen sind weitere brisante Meldungen zu Christian Wulff erschienen. So soll nach einem Bericht der „Berliner Zeitung“ er neben „Upgrades“ von Flugtickets auch einen „VIP-Vertrag“ beim Autokauf erhalten haben. Auch hier sind auffallend günstige Konditionen im Zinssatz gewährt worden. Die Anwälte von Wulff dementierten diesen Bericht.</p>
<p>Die Diskussion rund um Wulff wird uns somit wohl weiterbeschäftigen.</p>
<p><em>( Quelle: n-tv, 19.01.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/gutachten-hat-wulff-gegen-331-stgb-verstossen/" rel="bookmark" class="crp_title">Gutachten: Hat Wulff gegen § 331 StGB verstoßen?</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/bgh-zur-vermoegensbetreuungspflicht-eines-zwangsverwalters/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Vermögensbetreuungspflicht eines Zwangsverwalters</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/entlastung-im-bestechungs-prozess-um-den-thw-kiel/" rel="bookmark" class="crp_title">Entlastung im Bestechungs-Prozess um den THW Kiel</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/der-fall-gribkowsky-das-ganz-normale-geschaeft/" rel="bookmark" class="crp_title">Der Fall Gribkowsky: Das ganz normale Geschäft</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/anklage-wegen-untreue-in-millionenhoehe/" rel="bookmark" class="crp_title">Anklage wegen Untreue in Millionenhöhe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/erfolgreiche-revision-urteil-gegen-frueheren-cdu-kreisvorsitzenden-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">Erfolgreiche Revision: Urteil gegen früheren CDU-Kreisvorsitzenden aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/03/zum-straftatbestand-der-untreue-hinsichtlich-des-bestimmtheitsgebots-lg-berlin/" rel="bookmark" class="crp_title">Zum Straftatbestand der Untreue hinsichtlich des Bestimmtheitsgebots</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kam-es-zu-einer-vergewaltigung-im-haus-von-neven-subotic/" rel="bookmark" class="crp_title">Kam es zu einer Vergewaltigung im Haus von Neven Subotic?</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vorerst-keine-ermittlungen-im-fall-christian-wulff/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vorerst-keine-ermittlungen-im-fall-christian-wulff/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Pfarrer wegen hundertfachen sexuellen Kindesmissbrauch angeklagt</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/pfarrer-wegen-hundertfachen-sexuellen-kindesmissbrauch-angeklagt/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/pfarrer-wegen-hundertfachen-sexuellen-kindesmissbrauch-angeklagt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 08:16:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Geständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[kinderpornos]]></category>
		<category><![CDATA[Kindesmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[kirche]]></category>
		<category><![CDATA[messe]]></category>
		<category><![CDATA[pfarrer]]></category>
		<category><![CDATA[sexualdelikt]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[sexueller missbrauch von kindern]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[urlaub]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3932</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Sexueller Missbrauch von Kindern / Kindesmissbrauch / Strafverteidiger / PFarrer Vor dem Landgericht Braunschweig ist ein 46-jähriger Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Joseph wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen angeklagt. Laut Anklageschrift hat er in insgesamt 240 Fällen den Kindesmissbrauch an drei Jungen vorgenommen. So habe er sich unter anderem nachts oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht /<a title="Sexueller Missbrauch von Kindern" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-kindern-gem-176-stgb/" target="_blank"> Sexueller Missbrauch von Kindern</a> / Kindesmissbrauch / <a title="Strafverteidigung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank">Strafverteidiger</a> / PFarrer</p>
<p>Vor dem Landgericht Braunschweig ist ein 46-jähriger Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Joseph wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen angeklagt. Laut Anklageschrift hat er in insgesamt 240 Fällen den Kindesmissbrauch an drei Jungen vorgenommen. So habe er sich unter anderem nachts oder vor der Messe an den Jungen vergehen und auch <a title="Kinderpornos" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/verbreitung-erwerb-und-besitz-kinderpornographischer-schriften-gem-184b-stgb/" target="_blank">Fotos von den Geschlechtsteilen</a> der Kinder angefertigt.</p>
<p>Einige der Vorwürfe bestätigte der Angeklagte bereits bei einer ersten Vernehmung und ein umfassendes Geständnis wurde angekündigt. So äußerste sich der Angeklagte zu seinem Werdegang und der Intention der Beziehungen zu den Jungen.</p>
<p>Er selber erklärte die Taten mit ehrlicher Verbundenheit und Freundschaft und versuchte diese zu verharmlosen. Eines der Opfer sah er sodann liebevoll „wie einen Sohn“ an. Mit einem damals 10-jährigen Jungen sei er sogar nach Paris ins Disney Land sowie mehrmals in den Ski-Urlaub für mehrere Tage gereist, wo es zu weiteren sexuellen Handlungen gekommen sei. Die Eltern der betroffenen Kinder waren schockiert, ob der Fürsorgepflicht und der Beziehung des Pfarrers zu den Kindern.</p>
<p>Viele Details sind dabei noch nicht einmal zum Vorschau gekommen – Es bleibt abzuwarten, inwiefern der Pfarrer und seine Verteidigung durch ein umfangreiches Geständnis den Prozess vorzeitig beenden und möglicherweise dadurch ein milderes Strafmaß erwarten können.</p>
<p>Insgesamt wird die Diskussion um den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche aufgrund dieses Prozesses wohl weitergeführt werden.</p>
<p><em>( Quelle: SPON 12.01.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/fall-von-schwerem-kindesmissbrauchs/" rel="bookmark" class="crp_title">Fall von schwerem Kindesmissbrauchs</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bewaehrungsstrafe-trotz-schwerem-sexuellen-missbrauchs/" rel="bookmark" class="crp_title">Bewährungsstrafe trotz schwerem sexuellen Missbrauchs</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/09/missbrauchsverdacht-auf-sylt/" rel="bookmark" class="crp_title">Missbrauchsverdacht auf Sylt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/beziehung-zwischen-lehrer-und-junger-schuelerin-vor-gericht/" rel="bookmark" class="crp_title">„Beziehung“ zwischen Lehrer und junger Schülerin vor Gericht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/urteil-im-prozess-wegen-kindesmissbrauch/" rel="bookmark" class="crp_title">Urteil im Prozess wegen Kindesmissbrauch</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/12/vorwuerfe-gegen-katholische-kirche/" rel="bookmark" class="crp_title">Vorwürfe gegen katholische Kirche</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-strafzumessung-bei-missbrauchstaten-mit-aehnlichem-unrechts-und-schuldgehalt/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Strafzumessung bei Missbrauchstaten mit ähnlichem Unrechts- und Schuldgehalt</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/pfarrer-wegen-hundertfachen-sexuellen-kindesmissbrauch-angeklagt/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/pfarrer-wegen-hundertfachen-sexuellen-kindesmissbrauch-angeklagt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Fall „Costa Concordia“ – Ermittlungen gegen den Kapitän</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/der-fall-costa-concordia-ermittlungen-gegen-den-kapitaen/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/der-fall-costa-concordia-ermittlungen-gegen-den-kapitaen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 08:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[costa concordia]]></category>
		<category><![CDATA[fahrlässige tötung]]></category>
		<category><![CDATA[Fluchtgefahr]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[insel]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitän]]></category>
		<category><![CDATA[navigation]]></category>
		<category><![CDATA[schifffahrt]]></category>
		<category><![CDATA[schiffsunglück]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsanwaltschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3945</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / fahrlässige Tötung / Schifffahrt / Haft / Fluchtgefahr Das Schicksal um das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ ist seit Tagen in aller Munde. Immernoch ragt das Luxusschiff völlig verdreht aus dem Wasser kurz vor der Insel Isola del Giglio und die Rettungstaucher und Helfer sind auf der Suche nach Überlebenden und Opfern. Ein Teil der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / fahrlässige Tötung / Schifffahrt / <a title="U-haft" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/verhalten-in-untersuchungshaft-u-haft/" target="_blank">Haft</a> / Fluchtgefahr</p>
<p>Das Schicksal um das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ ist seit Tagen in aller Munde. Immernoch ragt das Luxusschiff völlig verdreht aus dem Wasser kurz vor der Insel Isola del Giglio und die Rettungstaucher und Helfer sind auf der Suche nach Überlebenden und Opfern.</p>
<p>Ein Teil der Berichterstattung und Ermittlung konzentriert sich mittlerweile auf das Verhalten des 52-jährigen Kapitäns. Dieser soll einerseits einen gefährlichen und ungeplanten Kurs in der Meeresenge gefahren sein, andererseits auch laut einigen Beobachtungen vielerlei Fehler in der Bewältigung des Unglücks vorgenommen haben. So verließ der Kapitän das Schiff recht früh als noch nicht einmal alle Passagiere gerettet und von Board gelassen worden sind.</p>
<p>Des Weiteren erklärte sich dieser bereits nach der Katastrophe gegenüber den Medien und verwies auf das Navigationsgerät. Diese „Ausreden“ lassen die Ermittler nicht gelten und werteten das Navigationsgerät aus. Demnach sei er vom eigentlichen Kurs abgewichen und habe ein merkwürdiges, absurdes Manöver vorgenommen.</p>
<p>Nun befindet sich der Kapitän der „Costa Concordia“ aufgrund drohender Fluchtgefahr in U-Haft. Gegen ihn wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Herbeiführens eines Schiffbruchs von der Staatsanwaltschaft ermittelt.</p>
<p>Unabhängig der strafrechtlichen Ermittlungen drohen der Schiffsgesellschaft zahlreiche Ansprüche und Gerichtsprozesse von den Reisenden bzw. deren Angehörigen. Indes sinkt täglich die Hoffnung auf weitere Überlebende. Die Zahl der Todesopfer wird wahrscheinlich von derzeit 5 noch deutlich ansteigen.</p>
<p><em>( Quelle: n-tv, 15.01.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/prozessauftakt-wegen-fahrlaessiger-toetung-gegen-73-jaehrigen-autofahrer/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozessauftakt wegen fahrlässiger Tötung gegen 73-jährigen Autofahrer</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/anklage-wegen-untreue-in-millionenhoehe/" rel="bookmark" class="crp_title">Anklage wegen Untreue in Millionenhöhe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bestechungsverdacht-bei-top-manager-von-media-markt/" rel="bookmark" class="crp_title">Bestechungsverdacht bei Top-Manager von Media Markt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/12-jahre-haft-nach-versuchten-totschlags-in-zwei-faellen-wie-eine-hinrichtung/" rel="bookmark" class="crp_title">12 Jahre Haft nach versuchten Totschlags in zwei Fällen: Wie eine Hinrichtung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gemeinschaftlicher-totschlag-am-bahnhof/" rel="bookmark" class="crp_title">Gemeinschaftlicher Totschlag am Bahnhof</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/03/eklat-im-piraten-prozess/" rel="bookmark" class="crp_title">Eklat im Piraten-Prozess</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/beschleunigungsgebot-in-haftsachen-%e2%80%93-sechsmonatspruefung/" rel="bookmark" class="crp_title">Beschleunigungsgebot in Haftsachen – Sechsmonatsprüfung</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/der-fall-costa-concordia-ermittlungen-gegen-den-kapitaen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/der-fall-costa-concordia-ermittlungen-gegen-den-kapitaen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gutachten: Hat Wulff gegen § 331 StGB verstoßen?</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/gutachten-hat-wulff-gegen-331-stgb-verstossen/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/gutachten-hat-wulff-gegen-331-stgb-verstossen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 08:36:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[331 stgb]]></category>
		<category><![CDATA[amt]]></category>
		<category><![CDATA[Bestechung]]></category>
		<category><![CDATA[bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[christian wulff]]></category>
		<category><![CDATA[Kredit]]></category>
		<category><![CDATA[prof von armin]]></category>
		<category><![CDATA[staatsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorteilsannahme]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsstrafrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3919</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Christian Wulff / Kredit / Vorteilsannahme / Bestechungsdelikt / Wirtschaftsstrafrecht In der Diskussion um die Kreditaffäre des Bundespräsidenten Christian Wulff ist jetzt ein Gutachten des Staatsrechtlers  Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim in Heft 3 der NVwZ erschienen. Demnach hat Christian Wulff aus strafrechtlicher Sicht gegen § 331 StGB (Vorteilsannahme im Amt) verstoßen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / Christian Wulff / Kredit / Vorteilsannahme / Bestechungsdelikt / <a title="Wirtschaftsstrafrecht" href="http://www.wirtschaftsstrafrecht-strafverteidiger.de/wirtschaftsstrafrecht-strafverteidiger-beratung/" target="_blank">Wirtschaftsstrafrecht</a></p>
<p>In der Diskussion um die Kreditaffäre des Bundespräsidenten Christian Wulff ist jetzt ein Gutachten des Staatsrechtlers  Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim in Heft 3 der NVwZ erschienen. Demnach hat Christian Wulff aus strafrechtlicher Sicht gegen<a title="331 stgb" href="http://www.wirtschaftsstrafrecht-strafverteidiger.de/vorteilsannahme-331-stgb/"> § 331 StGB (Vorteilsannahme im Amt) </a>verstoßen als er das Darlehen in Höhe von 500.000 Euro entgegen nahm während seiner Amtszeit als Ministerpräsident des Landes Niedersachsen.</p>
<p>Der § 331 I StGB ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren sowie Geldstrafe bedroht und schützt das Vertrauen der Allgemeinheit in die Unkäuflichkeit von Amtsträgern und in die Sachlichkeit staatlicher Entscheidungen.</p>
<blockquote><p><strong>Gesetzestext des § 331 I, II StGB</strong></p>
<p><em>(1) Ein Amtsträger oder ein für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteter, der für die Dienstausübung einen Vorteil für sich oder einen Dritten fordert, sich versprechen lässt oder annimmt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.</em></p>
<p><em>(2) Ein Richter oder Schiedsrichter, der einen Vorteil für sich oder einen Dritten als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen lässt oder annimmt, dass er eine richterliche Handlung vorgenommen hat oder künftig vornehme, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Der Versuch ist strafbar.</em></p></blockquote>
<p>Dennoch ist eine Strafverfolgung erst möglich, wenn Wulff das Amt als Bundespräsidenten niederlegt bzw. nicht mehr im Amt ist.</p>
<p>An dieser Stelle sei auf einen ausführlichen <a title="Wirtschaftsstrafrecht" href="http://www.wirtschaftsstrafrecht-strafverteidiger.de/wirtschaftsstrafrecht-strafverteidiger-beratung/" target="_blank">Überblick</a> zu der Norm sowie andere Vorschriften der Bestechungsdelikte hingewiesen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vorerst-keine-ermittlungen-im-fall-christian-wulff/" rel="bookmark" class="crp_title">Vorerst keine Ermittlungen im Fall Christian Wulff</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/bgh-bundesgerichtshof-zu-geschaeftspraktiken-von-schukfotografen/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Bundesgerichtshof zu Geschäftspraktiken von Schulfotografen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/bgh-zur-vermoegensbetreuungspflicht-eines-zwangsverwalters/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Vermögensbetreuungspflicht eines Zwangsverwalters</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/korruption-ist-kein-kavaliersdelikt/" rel="bookmark" class="crp_title">Korruption ist kein Kavaliersdelikt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/bgh-ist-der-vertragsarzt-amtstraeger/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Ist der Vertragsarzt Amtsträger?</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/korruption-oder-nette-geste-bei-der-fussball-wm-2006/" rel="bookmark" class="crp_title">Korruption oder nette Geste bei der Fussball-WM 2006?</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bestechungsverdacht-bei-top-manager-von-media-markt/" rel="bookmark" class="crp_title">Bestechungsverdacht bei Top-Manager von Media Markt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/entlastung-im-bestechungs-prozess-um-den-thw-kiel/" rel="bookmark" class="crp_title">Entlastung im Bestechungs-Prozess um den THW Kiel</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/gutachten-hat-wulff-gegen-331-stgb-verstossen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/gutachten-hat-wulff-gegen-331-stgb-verstossen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>KG Berlin: Haftbefehl setzt ordnungsgemäße Ladung voraus</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kg-berlin-haftbefehl-setzt-ordnungsgemaesse-ladung-voraus/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kg-berlin-haftbefehl-setzt-ordnungsgemaesse-ladung-voraus/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 09:08:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Eingriff]]></category>
		<category><![CDATA[Haftbefehl]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptverhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Körperverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Ladung]]></category>
		<category><![CDATA[Nötigung]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[strassenverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[tiergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrsdelikt]]></category>
		<category><![CDATA[Vollmacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3897</guid>
		<description><![CDATA[Eingriff in den Straßenverkehr / gefährliche Körperverletzung / Nötigung / Ladung / Vollmacht / Strafverteidiger KG Berlin, Beschluss vom 10.11.2010, Az.: 3 Ws 459/10, 3 Ws 459/10 &#8211; 1 AR 1247/10 Die Staatsanwaltschaft Berlin hatte den Mann wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und versuchter Nötigung vor dem Amtsgericht Tiergarten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eingriff in den Straßenverkehr / gefährliche Körperverletzung / Nötigung / Ladung / Vollmacht / <a title="Strafverteidigung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank">Strafverteidiger</a><br />
<strong>KG Berlin, Beschluss vom 10.11.2010, Az.: 3 Ws 459/10, 3 Ws 459/10 &#8211; 1 AR 1247/10</strong></p>
<p>Die Staatsanwaltschaft Berlin hatte den Mann wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und versuchter Nötigung vor dem Amtsgericht Tiergarten angeklagt.<br />
Laut Anklage sei er mit seinem zuvor ordnungswidrig abgestellten Auto auf einen Mitarbeiten des Bezirksamts zugefahren, um fliehen zu können. Dabei sei der Mann verletzt worden.<br />
Das Amtsgericht hat die Anklage am 12. April 2010 zur Hauptverhandlung zugelassen und gleichzeitig Termin für den 26. Mai 2010 anberaumt. Die Ladung erfolgte über den Strafverteidiger, welche zuvor die Vollmacht vorgelegt hatte.<br />
Kurz darauf übergab der Verteidiger dem Gericht die Kopie einer zuvor erstellten Vollmacht, wobei er nicht mehr zur Entgegennahme von Ladungen ermächtigt ist.<br />
Der Angeklagte wurde sodann zur neuen, auf den 9. Juni 2010 angesetzten Hauptverhandlung über seinen Verteidiger geladen. Die an den Angeklagten nach Paris geschickte Ladung kam zurück.  Der Verteidiger wieß ausdrücklich darauf hin, „keinerlei Empfangsvollmacht für Ladungen“ zu haben.<br />
Der Angeklagte blieb sodann der Hauptverhandlung fern. Das Amtsgericht erließ daher gemäß § 230 Abs. 2 StPO einen <a title="Haftbefehl" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/verhalten-bei-verhaftung/#haftbefehl" target="_blank">Haftbefehl</a>. Die gegen diesen eingelegte Beschwerde des Angeklagten hat das Landgericht durch Beschluss vom 22. Juli 2010 verworfen.<br />
Dagegen legte der Angeklagte gemäß § 310 Abs. 1 StPO Beschwerde ein.</p>
<p>Dazu das KG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Der Haftbefehl des Amtsgerichts kann nicht bestehen bleiben. Zwar ist nach § 230 Abs. 2 StPO die Verhaftung des der Hauptverhandlung ferngebliebenen Angeklagten anzuordnen, wenn dieser nicht genügend entschuldigt ist. Voraussetzung ist jedoch, dass er zum Termin ordnungsgemäß geladen wurde. Daran fehlt es hier. Dies beruht jedoch nicht darauf, dass der Verteidiger zur Entgegennahme der Ladung für den in Frankreich lebenden Angeklagten nicht bevollmächtigt gewesen ist. Der Angeklagte hat ihn vielmehr ausdrücklich hierzu bevollmächtigt und der Verteidiger hat dies durch die mit Schriftsatz vom 13. Januar 2010 überreichte Vollmacht vom 11. Dezember 2009 im Original nachgewiesen. Dass diese entgegen der Ansicht des Verteidigers durch eine auf den 15. Oktober 2009 datierte Vollmacht, die zudem nur in Ablichtung vorliegt, nicht eingeschränkt werden kann, ist offensichtlich und bedarf keiner näheren Begründung. Hinzu kommt, dass der Senat die Zweifel des Landgerichts an der Echtheit der Vollmacht vom 15. Oktober 2009 teilt, sodass fraglich ist, ob diese Vollmacht im Rechtsverkehr überhaupt Wirkung entfaltet. Letztlich kann dies jedoch dahinstehen, weil der in der an den Verteidiger bewirkten Ladung enthaltene Hinweis nach § 216 Abs. 1 StPO in dieser Form nicht hätte erteilt werden dürfen. Unverzichtbarer Bestandteil jeder schriftlichen Ladung eines auf freiem Fuß befindlichen Angeklagten ist die Warnung, dass im Falle seines unentschuldigten Ausbleibens seine Verhaftung oder Vorführung erfolgen wird. Lebt der Angeklagte dauerhaft im Ausland, wird diese Warnung in der obergerichtlichen Rechtsprechung teilweise als nach den allgemeinen Grundsätzen des Völkerrechts unzulässig [vgl. OLG Brandenburg StRR 2007, 276; OLG Köln NStZ-RR 2006, 22; OLG Frankfurt NStZ-RR 1999, 18, 19], teilweise aber auch als zulässig angesehen, sofern sie den für den Zustellungsempfänger eindeutigen Hinweis enthält, dass die Vollstreckung der angedrohten Zwangsmaßnahmen ausschließlich im Geltungsbereich der Strafprozessordnung erfolgt [vgl. OLG Saarbrücken NStZ-RR 2010, 49; LG Saarbrücken, Beschluss vom 17. Juli 2010 2 Qs 22/10 – bei juris; OLG Rostock StRR 2008, 310]. Letzterer Ansicht schließt sich der Senat an. Sie entspricht der in Nr. 116 Abs. 1 RiVASt geregelten Vorgehensweise. In der zuzustellenden Ladung zur Hauptverhandlung muss daher der Hinweis enthalten sein, dass sich die Vollstreckung von Zwangsmaßnahmen zur Durchsetzung des staatlichen Anspruchs auf Erscheinen in der Hauptverhandlung auf das Staatsgebiet Deutschlands beschränkt. Nur dann stellt die entsprechende Warnung keinen Akt der Ausübung hoheitlicher Gewalt dar, der die Souveränität des ausländischen Staates tangiert. Dies gilt auch, wenn die Ladung an den nach § 145a Abs. 2 StPO ausdrücklich bevollmächtigten Verteidiger in Deutschland erfolgt. Zum einen ist Adressat auch dann ausschließlich der im Ausland lebende Vollmachtgeber und § 145a Abs. 2 StPO soll lediglich das Zustellungsverfahren vereinfachen und die ordnungsgemäße Zustellung der Ladung sicherstellen [vgl. Lüderssen/Jahn in Löwe-Rosenberg, StPO 26. Aufl., § 145a Rdn. 1]. Vorliegend enthielt die der Ladung beigefügte „Übersicht der Rechtsfolgen bei Ausbleiben im Termin“ unter dem Stichwort „Angeklagter im Strafverfahren“ keine territoriale Beschränkung der Vollstreckung der angedrohten Zwangsmaßnahmen, sondern nur den Hinweis „Verhaftung oder polizeiliche Vorführung zum nächsten Termin“. Damit ist der Angeklagte nicht ordnungsgemäß geladen worden und der Haftbefehl des Amtsgerichts vom 9. Juni 2010 sowie der Beschluss des Landgerichts vom 22. Juli 2010 waren aufzuheben.“</em></p>
<p>Damit stellt das KG klar, dass ein Haftbefehl nur erlassen werden kann, wenn der Angeklagte ordnungsgemäß geladen wurde. Dies hat das KG hier abgelehnt.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/03/ordnungsgemaesse-ladung-eines-im-ausland-lebenden-angeklagten/" rel="bookmark" class="crp_title">Ordnungsgemäße Ladung eines im Ausland lebenden Angeklagten</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/01/pflicht-zur-ladung-samtlicher-strafverteidiger-zu-einem-in-der-mundlichen-verhandlung-anberaumten-fortsetzungstermin-2/" rel="bookmark" class="crp_title">Pflicht zur Ladung sämtlicher Strafverteidiger zu einem in der mündlichen Verhandlung anberaumten Fortsetzungstermin</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/01/pflicht-zur-ladung-samtlicher-strafverteidiger-zu-einem-in-der-mundlichen-verhandlung-anberaumten-fortsetzungstermin/" rel="bookmark" class="crp_title">Pflicht zur Ladung sämtlicher Strafverteidiger zu einem in der mündlichen Verhandlung anberaumten Fortsetzungstermin</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/zur-fuersorgepflicht-eines-gerichts/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur &#8220;Fürsorgepflicht&#8221; eines Gerichts</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/zur-kostentragungspflicht-des-pflichtverteidigers-nach-niederlegung-des-wahlmandats/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Kostentragungspflicht des Pflichtverteidigers nach Niederlegung des Wahlmandats</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/06/beiordnung-des-gewaehlten-verteidigers-als-pflichtverteidiger/" rel="bookmark" class="crp_title">Beiordnung des gewählten Verteidigers als Pflichtverteidiger</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/haftbefehl-wegen-fluchtgefahr-gegen-einen-im-ausland-wohnenden-angeklagten/" rel="bookmark" class="crp_title">Haftbefehl wegen Fluchtgefahr gegen einen im Ausland wohnenden Angeklagten</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/benachrichtigung-des-verteidigers-ueber-bewaehrungswiderruf-und-wiedereinsetzung/" rel="bookmark" class="crp_title">Benachrichtigung des Verteidigers über Bewährungswiderruf und Wiedereinsetzung</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kg-berlin-haftbefehl-setzt-ordnungsgemaesse-ladung-voraus/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kg-berlin-haftbefehl-setzt-ordnungsgemaesse-ladung-voraus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Versuchter Totschlag: Freispruch für vorbestraften Verkehrssünder</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/versuchter-totschlag-freispruch-fur-vorbestraften-verkehrssuender/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/versuchter-totschlag-freispruch-fur-vorbestraften-verkehrssuender/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 09:21:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Freispruch]]></category>
		<category><![CDATA[Führerschein]]></category>
		<category><![CDATA[Körperverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Messer]]></category>
		<category><![CDATA[notwehr]]></category>
		<category><![CDATA[provokation]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Totschlag]]></category>
		<category><![CDATA[verkehrssünder]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3910</guid>
		<description><![CDATA[versuchter Totschlag / Messer / Provokation / Vorstrafe / Führerschein / Strafverteidigung / Notwehr / Freispruch / Freiheitsstrafe / gefährliche Körperverletzung In Berlin musste sich ein 24-Jähriger wegen versuchten Totschlags verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, einen Mann nach einem Streit im September 2010 mit dem Messer bedroht und lebensgefährlich verletzt zu haben. Danach stieg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>versuchter <a title="Totschlag" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank">Totschlag</a> / Messer / Provokation / Vorstrafe / Führerschein / Strafverteidigung / Notwehr / Freispruch / Freiheitsstrafe / gefährliche Körperverletzung</p>
<p>In Berlin musste sich ein 24-Jähriger wegen versuchten Totschlags verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, einen Mann nach einem Streit im September 2010 mit dem Messer bedroht und lebensgefährlich verletzt zu haben. Danach stieg er in sein Auto und fuhr weg.<br />
Nach den Feststellungen des Gerichts ist das mutmaßliche Opfer nach der Provokation durch den Angeklagten auf diesen losgegangen.<br />
Der Angeklagte war einschlägig vorbestraft. Zudem fuhr er ohne Führerschein, was allerdings nicht Teil der Anklage war.</p>
<p>Der Strafverteidiger des Angeklagten berief sich im Prozess auf Notwehr und forderte einen Freispruch. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung.<br />
Das Gericht folgte der Strafverteidigung und sprach den Angeklagten vom Tatvorwurf frei. Es habe eine Notwehrlage vorgelegen. Allerdings soll er 1200 Euro für die Fahrt ohne Führerschein zahlen.</p>
<p><em>( Quelle: Tagesspiegel online vom 31.12.2011 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/freispruch-nach-messerattacke/" rel="bookmark" class="crp_title">Freispruch nach Messerattacke</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/versuchter-totschlag-im-zustand-verminderter-schuldfaehigkeit/" rel="bookmark" class="crp_title">Versuchter Totschlag im Zustand verminderter Schuldfähigkeit?</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gute-strafverteidigung-falscher-beruf-fuehrt-zum-freispruch/" rel="bookmark" class="crp_title">Gute Strafverteidigung: „Falscher Beruf“ führt zum Freispruch</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/nach-24-jahren-2-freispruch-in-derselben-sache/" rel="bookmark" class="crp_title">Nach 24 Jahren: 2. Freispruch in derselben Sache</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/hamburg-anklage-gegen-unfallfahrer-erhoben/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Anklage gegen Unfallfahrer erhoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/erschleichen-von-leistungen-in-nahezu-hundert-faellen/" rel="bookmark" class="crp_title">Erschleichen von Leistungen in nahezu hundert Fällen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gott-meister-oder-einfach-nur-voll-sachverstaendiger-weiss-es-auch-nicht/" rel="bookmark" class="crp_title">„Gott“, Meister“ oder einfach nur voll? Sachverständiger weiß es auch nicht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-toetung-eines-homosexuellen-freiers-auf-notwehr-gestuetzter-freispruch-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Tötung eines homosexuellen Freiers: Auf Notwehr gestützter Freispruch aufgehoben</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/versuchter-totschlag-freispruch-fur-vorbestraften-verkehrssuender/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/versuchter-totschlag-freispruch-fur-vorbestraften-verkehrssuender/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Staatsanwalt im Gerichtssaal erschossen</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/staatsanwalt-im-gerichtssaal-erschossen/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/staatsanwalt-im-gerichtssaal-erschossen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 06:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Amoklauf]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[dachau]]></category>
		<category><![CDATA[gerichtssaal]]></category>
		<category><![CDATA[Gewahrsam]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptverhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsanwalt]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[tot]]></category>
		<category><![CDATA[Waffe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3916</guid>
		<description><![CDATA[Strafverteidigung / Totschlag / Gerichtssaal / Hauptverhandlung Es klingt wie ein Albtraum für die Prozessbeteiligten:  Bei einem Prozess im bayrischen Amtsgericht in Dachau ist ein unbekannter Mann „Amok gelaufen“ und hat mitten im Gerichtssaal während der Urteilsverkündung einen Staatsanwalt niedergeschossen. Kurz darauf konnten Justizbeamte den Täter mit vereinten Kräften überwältigen. Derzeit befindet er sich laut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafverteidigung / Totschlag / Gerichtssaal / Hauptverhandlung</p>
<p>Es klingt wie ein Albtraum für die Prozessbeteiligten:  Bei einem Prozess im bayrischen Amtsgericht in Dachau ist ein unbekannter Mann „Amok gelaufen“ und hat mitten im Gerichtssaal während der Urteilsverkündung einen Staatsanwalt niedergeschossen. Kurz darauf konnten Justizbeamte den Täter mit vereinten Kräften überwältigen. Derzeit befindet er sich laut Medienberichten in Gewahrsam.</p>
<p>Wie von einem Sprecher der Staatsanwaltschaft München II gegen über der Presse bekannt gegen wurde, hatte der 54-jährige Mann gegen 16 Uhr im Prozess plötzlich eine Waffe gezogen und mit der Pistole um sich geschossen. Erst ging er auf den Richter los und anschließend feuerte er drei Schüsse auf den aus München stammenden 31-jährigen Staatsanwalt. Dieser erlag wenig später seinen tödlichen Verletzungen. Zuvor hatte bereits der Strafverteidiger erfolglos versucht, den Mann von der Tat abzuhalten.</p>
<p>Der Täter ist wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelt angeklagt. In dem Prozess geht es um knapp 44.000 Euro an Schaden. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt, bevor er die Nerven verlor und auf den Richter zu schießen begann.</p>
<p>Bislang ist noch unklar, wie der Täter die Waffe in den Gerichtssaal bei sich führen konnte. Anscheinend gab es keine Personenkontrollen am Eingang. Solche sind nicht Pflicht und fehlen in einigen Bundesländern. Es ist zudem vom Richter anzuordnen, wenn besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden sollen. Hier handelte es sich um ein Routineverfahren ohne größere Sicherheitsbedenken.</p>
<p>Näheres zum Tatmotiv ist noch nicht bekannt.</p>
<p><em>( Quelle: SPON, 11.01.2012)</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/2-tote-bei-schiesserei-in-hamburg-barmbek-streit-im-rotlichtmilieu/" rel="bookmark" class="crp_title">2 Tote bei Schiesserei in Hamburg-Barmbek &#8211; Streit im Rotlichtmilieu</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/freispruch-fuer-hamburger-strafverteidiger/" rel="bookmark" class="crp_title">Freispruch für Hamburger Strafverteidiger</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/hamburg-anklage-gegen-unfallfahrer-erhoben/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Anklage gegen Unfallfahrer erhoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/hamburg-mordprozess-begonnenen/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Mordprozess begonnenen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/12/mildes-urteil-fuer-hamburgs-u-bahn-schlaeger/" rel="bookmark" class="crp_title">Mildes Urteil für Hamburgs „U-Bahn-Schläger“</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gute-strafverteidigung-falscher-beruf-fuehrt-zum-freispruch/" rel="bookmark" class="crp_title">Gute Strafverteidigung: „Falscher Beruf“ führt zum Freispruch</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/01/offentlichkeit-der-hauptverhandlung-bei-wechsel-des-sitzungssaals/" rel="bookmark" class="crp_title">Öffentlichkeit der Hauptverhandlung bei Wechsel des Sitzungssaals</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/fahrlaessige-trunkenheit-im-strassenverkehr/" rel="bookmark" class="crp_title">Fahrlässige Trunkenheit im Straßenverkehr</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/staatsanwalt-im-gerichtssaal-erschossen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/staatsanwalt-im-gerichtssaal-erschossen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OLG Bamberg: Anforderungen an ein anthropologisches Identitätsgutachten</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-bamberg-anforderungen-an-ein-anthropologisches-identitaetsgutachten/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-bamberg-anforderungen-an-ein-anthropologisches-identitaetsgutachten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 10:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[amberg]]></category>
		<category><![CDATA[anthropologisches Identitätsgutachten]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrverbot]]></category>
		<category><![CDATA[geldbusse]]></category>
		<category><![CDATA[Gutachten]]></category>
		<category><![CDATA[Höchstgeschwindigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Identitätsfeststellung]]></category>
		<category><![CDATA[körpermerkmale]]></category>
		<category><![CDATA[Kraftfahrzeug]]></category>
		<category><![CDATA[ordnungswidrigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[tatphoto]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3905</guid>
		<description><![CDATA[Ordnungswidrigkeit / Geldbuße / Fahrverbot / Höchstgeschwindigkeit / Sachverständige / Gutachten OLG Bamberg, Beschluss vom 06.04.2010, Az.: 3 Ss OWi 378/10 Das Amtsgericht Amberg verurteilte den Betroffenen am 14.12.2009 wegen einer fahrlässigen Ordnungswidrigkeit zu einer Geldbuße von 100,00 € und verhängte ein Fahrverbot für die Dauer eines Monats. Dabei soll er als Führer eines Pkw [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ordnungswidrigkeit / Geldbuße / Fahrverbot / Höchstgeschwindigkeit / Sachverständige / Gutachten<br />
<strong>OLG Bamberg, Beschluss vom 06.04.2010, Az.: 3 Ss OWi 378/10</strong></p>
<p>Das Amtsgericht Amberg verurteilte den Betroffenen am 14.12.2009 wegen einer fahrlässigen Ordnungswidrigkeit zu einer Geldbuße von 100,00 € und verhängte ein Fahrverbot für die Dauer eines Monats. Dabei soll er als Führer eines Pkw die zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 26 km/h überschritten haben.<br />
Der Betroffene behauptete, er sei zum Tatzeitpunkt nicht Führer des Kraftfahrzeuges gewesen. Diesbezüglich wurde ein Sachverständiger gehört. Dieser hatte zuvor ein anthropologisches Identitätsgutachten erstellt, wobei er das Tatphoto mit dem Mann verglich. Bei diesem Vorgehen wird das Gesicht in Zonen aufgeteilt und verglichen. Der Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass es sich zu 99% um den Mann handle. Dass es sich um den von dem Betroffenen angegebenen Mann handle, sei nahezu ausgeschlossen. Dem folgte die Tatrichterin und sah daher die Aussage des Mannes als widerlegt an.<br />
Mit der gegen diese Entscheidung geführten Rechtsbeschwerde rügt der Betroffene die Verletzung formellen und materiellen Rechts.</p>
<p>Dazu das OLG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Nach ständiger Rechtsprechung muss der Tatrichter, der ein Sachverständigengutachten eingeholt hat und ihm – wie im vorliegenden Fall – Beweisbedeutung beimisst, auch dann, wenn er sich dem Gutachten des Sachverständigen, von dessen Sachkunde er überzeugt ist, anschließt, in der Regel die Ausführungen des Sachverständigen in einer (wenn auch nur gedrängten) zusammenfassenden Darstellung unter Mitteilung der zugrundeliegenden Anknüpfungstatsachen und der daraus gezogenen Schlussfolgerungen im Urteil wiedergeben, um dem Rechtsbeschwerdegericht die gebotene Nachprüfung zu ermöglichen. Der Umfang der Darlegungspflicht richtet sich danach, ob es sich um eine standardisierte Untersuchungsmethode handelt, sowie nach der jeweiligen Beweislage und der Bedeutung, die der Beweisfrage für die Entscheidung zukommt (BGH NStZ 2000, 106 f.).“</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Eine derartige, im Wesentlichen auf die Mitteilung des Ergebnisses des Gutachtens beschränkte Darstellung kann zwar ausreichen, wenn es sich um ein allgemein anerkanntes und weithin standardisiertes Verfahren wie das daktyloskopische Gutachten (BGHR StPO § 261 Sachverständiger 4), die Blutalkoholanalyse (BGHSt 28, 235/237 f.: Angabe des Mittelwertes genügt) oder die Bestimmung von Blutgruppen (BGHSt 12, 311/314) handelt (grundlegend: BGHSt 39, 291/297 ff.). Ein standardisiertes Verfahren ist aber ein anthropologisches Vergleichsgutachten, bei dem anhand von Tatbildern einer Dokumentationskamera im Straßenverkehr eine bestimmte Zahl deskriptiver morphologischer Merkmale (z.B. Nasenfurche, Nasenkrümmung etc.) oder von Körpermaßen des Täters herausgearbeitet und mit den entsprechenden Merkmalen des Tatverdächtigen verglichen werden (vgl. BGH NStZ 1991, 596), nicht.</em><br />
<em>Um dem Senat die Überprüfung der Schlüssigkeit des Gutachtens und seines Beweiswertes zu ermöglichen, hätte zunächst dargelegt werden müssen, auf welche und wie viele übereinstimmende metrische und deskriptive Körpermerkmale der Sachverständige sich bei seiner Bewertung gestützt und auf welche Art und Weise er diese Übereinstimmungen ermittelt hat (BGH NStZ 2000, 106 f.; NZV 2006, 160 f.; OLG Bamberg NZV 2008, 211 f.; OLG Hamm DAR 2008, 395 ff. = NStZ-RR 2008, 287 f.; StV 2010, 124 ff.; OLG Oldenburg NZV 2009, 52 ff.; OLG Jena NStZ-RR 2009, 116; vgl. zuletzt wohl auch OLG Koblenz NZV 2010, 212 f.). Des Weiteren hätte es Ausführungen dazu bedurft, welche Häufigkeit hinsichtlich der jeweils übereinstimmenden Merkmale der Wahrscheinlichkeitsberechnung zugrunde gelegt und wie sie ermittelt worden ist (BGH NStZ 2000, 106 f.; in BGH NZV 2006, 106 f. offen gelassen; OLG Hamm StV 2010, 124 ff. = StraFo 2009, 109 f.; OLG Jena aaO.). Denn diesen Angaben kommt Bedeutung bei der Beurteilung des Beweiswertes der von dem Sachverständigen getroffen Wahrscheinlichkeitsaussage zu (Knußmann StV 1993, 127 ff.; AGIB in der Fassung vom Mai 2008 Ziffer 11, OLG Hamm StV 2010 124 ff.; OLG Jena aaO.). Dem steht nicht entgegen (so aber OLG Hamm DAR 2008, 399 ff.; OLG Oldenburg aaO.), dass zwischen den Klassifizierungen von Einzelmerkmalen ein gleitender Übergang besteht, weswegen in der Regel keine genauen Angaben über die Häufigkeit der Merkmale in der Bevölkerung, der die zu identifizierende Person angehört, gemacht werden können (Knußmann NStZ 1991, 175 ff.; BGH NZV 2006, 160 f.) und das daher der Gutachter häufig auf Schätzungen aufgrund seiner Sachkenntnis angewiesen sein wird.</em><br />
<em>Auch lässt sich den Urteilsgründen nicht entnehmen, warum es sich bei der Möglichkeit, dass der Zeuge K. zum Tatzeitpunkt Fahrer war, lediglich um eine rein theoretische Modellüberlegung handelt.</em><br />
<em>Aufgrund dieser Darstellungsmängel ist das angefochtene Urteil mit den Feststellungen aufzuheben (§ 79 Abs. 3 Satz 1 OWiG, § 353 StPO). Die Sache wird zur neuen Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens, an das Amtsgericht Amberg zurückverwiesen (§ 79 Abs. 6 OWiG).“</em></p>
<p>Das OLG kritisiert folglich, dass es hätte möglich sein müssen, die Schlüssigkeit des Gutachtens zu überprüfen. Das Vorgehen des Gutachters muss für das Beschwerdegericht überprüfbar sein. Der Gutachter habe hier nicht nachvollziehbar dargelegt, welche Merkmale er bei seiner Bewertung berücksichtigt hat. Insbesondere hätte dargelegt werden müssen, welche Körpermerkmale verglichen wurden. Dem Beschwerdegericht hätte zudem dargestellt werden müssen, welche Wahrscheinlichkeitswerte den Bewertungen zugrunde liegen. Hier allerdings seien lediglich die Ergebnisse dargestellt. Daher hat das OLG das Urteil aufgehoben und die Sache an das Amtsgericht zurück verwiesen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/-0001/11/urteilsanforderungen-darstellung-eines-vergleichsgutachtens-betreffend-werkzeugspuren/" rel="bookmark" class="crp_title">Urteilsanforderungen &#8211; Darstellung eines Vergleichsgutachtens betreffend Werkzeugspuren</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/05/die-hinweispflicht-zur-masregelung-der-sicherungsverwahrung/" rel="bookmark" class="crp_title">Die Hinweispflicht zur Maßregelung der Sicherungsverwahrung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/01/zugewachsenes-verkehrsschild-loest-geldbuse-aus/" rel="bookmark" class="crp_title">Zugewachsenes Verkehrsschild löst Geldbuße aus</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-erforderlichen-sachkunde-im-sinne-von-244-abs-4-satz-1-stpo/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur „erforderlichen Sachkunde“ im Sinne von § 244 Abs. 4 Satz 1 StPO</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/anlassbezogene-durchfuehrung-einer-videomessung-bei-fahrlaessiger-ueberschreitung-der-zulaessigen-hoechstgeschwindigkeit-auserhalb-geschlossener-ortschaften/" rel="bookmark" class="crp_title">Anlassbezogene Durchführung einer Videomessung bei fahrlässiger Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-selbststaendige-erstellung-eines-gutachtens-durch-den-vom-gericht-bestellten-sachverstaendigen/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Selbstständige Erstellung eines Gutachtens durch den vom Gericht bestellten Sachverständigen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-zum-verhaeltnis-von-straftat-und-ordnungswidrigkeit/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zum Verhältnis von Straftat und Ordnungswidrigkeit</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/03/angaben-bei-feststellungen-des-gerichts-zu-standardisierten-messverfahren-unerlaesslich/" rel="bookmark" class="crp_title">Angaben bei Feststellungen des Gerichts zu standardisierten Messverfahren unerlässlich</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-bamberg-anforderungen-an-ein-anthropologisches-identitaetsgutachten/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-bamberg-anforderungen-an-ein-anthropologisches-identitaetsgutachten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Anforderungen an die Beurteilung eines „Hangs“ und der Gefährlichkeit im Rahmen der Sicherungsverwahrung</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-anforderungen-an-die-beurteilung-eines-hangs-und-der-gefaehrlichkeit-im-rahmen-der-sicherungsverwahrung/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-anforderungen-an-die-beurteilung-eines-hangs-und-der-gefaehrlichkeit-im-rahmen-der-sicherungsverwahrung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 08:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Gefährlichkeitsprognose]]></category>
		<category><![CDATA[kinderpornographische Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[kinderpornos]]></category>
		<category><![CDATA[Kindesmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[sexualdelikt]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[sexueller Missbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherungsverwahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbringung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3903</guid>
		<description><![CDATA[kinderpornografische Schriften / Freiheitsstrafe / Unterbringung / Sicherungsverwahrung / Verhältnismäßigkeit / Sexualdelikte / Gefährlichkeitsprognose / sexueller Missbrauch BGH, Beschluss vom 26.10.2011, Az.: 2 StR 328/11 Das Landgericht Darmstadt hat den Angeklagten wegen Verbreitens kinderpornografischer Schriften in 22 Fällen und wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt und seine Unterbringung in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="KInderpornos" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/verbreitung-erwerb-und-besitz-kinderpornographischer-schriften-gem-184b-stgb/" target="_blank">kinderpornografische Schriften</a> / Freiheitsstrafe / Unterbringung / <a title="Sicherungsverwahrung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/tag/sicherungsverwahrung/" target="_blank">Sicherungsverwahrung</a> / Verhältnismäßigkeit / Sexualdelikte / Gefährlichkeitsprognose / <a title="Sexueller Missbrauch von Kindern" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-kindern-gem-176-stgb/" target="_blank">sexueller Missbrauch</a><br />
<strong>BGH, Beschluss vom 26.10.2011, Az.: 2 StR 328/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Darmstadt hat den Angeklagten wegen Verbreitens kinderpornografischer Schriften in 22 Fällen und wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt und seine Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Gegen diese Entscheidung wendet sich der Angeklagte mit der Revision.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 4. Mai 2011 ist die Vorschrift des § 66 StGB verfassungswidrig und gilt nur vorläufig bis zur Neuregelung durch den Gesetzgeber weiter. Während der Dauer seiner Weitergeltung muss der Tatsache Rechnung getragen werden, dass es sich bei der Sicherungsverwahrung in ihrer derzeitigen Ausgestaltung um einen verfassungswidrigen Eingriff in das Freiheitsrecht handelt. Nach der Weitergeltungsanordnung des Bundesverfassungsgerichts darf die Regelung der Sicherungsverwahrung nur nach Maßgabe einer &#8220;strikten Verhältnismäßigkeitsprüfung&#8221; angewandt werden. Das gilt insbesondere im Hinblick auf die Anforderungen an die Gefahrprognose und die gefährdeten Rechtsgüter. In der Regel wird der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz bei einer Anordnung der Sicherungsverwahrung nur gewahrt sein, wenn eine Gefahr schwerer Gewalt- oder Sexualstraftaten aus konkreten Umständen in der Person oder in dem Verhalten des Betroffenen abzuleiten ist. Insoweit gilt in der Übergangszeit ein gegenüber der bisherigen Rechtsanwendung strengerer Verhältnismäßigkeitsmaßstab (Senat, Urteil vom 7. Juli 2011 &#8211; 2 StR 184/11; BGH, Urteil vom 7. Juli 2011 &#8211; 5 StR 192/11; Beschluss vom 4. August 2011 &#8211; 3 StR 235/11).</em><br />
<em>Jedenfalls nach diesem Maßstab hat das Landgericht weder einen Hang zur Begehung erheblicher Straftaten im Sinne des § 66 Abs. 1 Nr. 3 StGB noch eine daran anknüpfende zukünftige Gefährlichkeit des Angeklagten tragfähig begründet. Das Landgericht hat nicht näher dargelegt, auf welche konkreten &#8220;Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern&#8221; (UA S. 52, 55) sich der Hang des Angeklagten bezieht und welche solcher Straftaten von ihm mit welcher Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind. Damit genügen die Entscheidungsgründe nicht den Darstellungsanforderungen, die von der Rechtsprechung an die Beurteilung des Hangs und an die Gefährlichkeitsprognose gestellt werden, um eine revisionsgerichtliche Nachprüfbarkeit der vom Tatrichter vorzunehmenden Gesamtwürdigung des Täters und seiner Taten zu ermöglichen (BGH, Beschluss vom 27. September 1994 &#8211; 4 StR 528/94, NStZ 1995, 178; Beschluss vom 30. März 2010 &#8211; 3 StR 69/10, NStZ-RR 2010, 203; Beschluss vom 15. Februar 2011 &#8211; 1 StR 645/10, NStZ-RR 2011, 204; Beschluss vom 2. August 2011 &#8211; 3 StR 208/11).</em><br />
<em>Soweit die Strafkammer vor dem Hintergrund der Anlasstaten auf die fest verwurzelte pädophile Neigung des Angeklagten und auf eine verharmlosende Haltung zur Kinderpornografie abgestellt hat, deren Konsum ihn eigenen Angaben zufolge von sexuellen Übergriffen auf Kinder abgehalten habe, mag dies einen Hang zu Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nach der Art und mit dem Gewicht der Anlasstaten gemäß § 184b Abs. 1 und 2 StGB  belegen. Derartige Delikte des Umgangs mit Kinderpornografie, dessen Strafbarkeit nach dem gesetzlichen Regelungszweck des § 184b StGB darauf abzielt, der mittelbaren Förderung des sexuellen Missbrauchs von Kindern entgegenzuwirken (vgl. Fischer, StGB 58. Aufl., § 184b Rn. 2), sind allerdings nicht als ausreichend schwere (Sexual-)Straftaten anzusehen, auf die sich nach der Weitergeltungsanordnung des Bundesverfassungsgerichts der kriminelle Hang im Sinne des § 66 Abs. 1 Nr. 3 StGB aF beziehen muss.</em><br />
<em>Für einen Hang des Angeklagten auch zu erheblichen Straftaten des sexuellen Missbrauchs von Kindern ließen sich zwar die vom Landgericht gewürdigten Vortaten anführen, zu denen auch Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern gemäß § 176a Abs. 2 StGB zählten, die grundsätzlich &#8220;schwere Sexualstraftaten&#8221; im Sinne der Weitergeltungsanordnung des Bundesverfassungsgerichts darstellen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 2. August 2011 &#8211; 3 StR 208/11 und vom 11. August 2011 &#8211; 3 StR 221/11). Die letzten dieser Taten lagen jedoch über zwölf Jahre zurück. Das darin vom Landgericht erkannte, aber ohne Bedeutung für die Gefährlichkeitsprognose erachtete &#8220;Abschwächen der Deliktsintensität&#8221; (UA S. 55, 59) hätte bereits bei der für das Vorliegen eines Hangs vorzunehmenden Gesamtwürdigung aller konkreten Umstände berücksichtigt werden müssen, die für die Beurteilung der Persönlichkeit des Angeklagten und seiner Taten maßgebend sind.“</em></p>
<p>Aus diesen Gründen hat der BGH das Urteil des Landgerichts aufgehoben. Zwar lägen die formellen Voraussetzungen für die Anordnung der Sicherungsverwahrung vor, allerdings seien die materiellen Voraussetzungen nicht ausreichend dargelegt. Das Landgericht habe eine ausführliche Abwägung vornehmen müssen. Insbesondere seien die Anforderungen an die Beurteilung des „Hangs“ und an die sogenannte Gefährlichkeitsprognose nicht erfüllt, wodurch der BGH die Überlegungen des Tatgerichts nicht ausreichend überprüfen kann.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-zur-neuregelung-der-sicherungsverwahrung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Neuregelung der Sicherungsverwahrung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/08/voraussetzungen-fur-die-anordnung-der-sicherungsverwahrung/" rel="bookmark" class="crp_title">Voraussetzungen für die Anordnung der Sicherungsverwahrung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/olg-koln-darlegung-der-inhalte-kinderpornografischer-schriften-im-berufungsurteil/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG Köln: Darlegung der Inhalte Kinderpornografischer Schriften im Berufungsurteil</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/sexueller-missbrauch-der-begriff-des-anvertrautsein-im-rahmen-des-174-i-nr-1-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">Sexueller Missbrauch: Der Begriff des „Anvertrautsein“ im Rahmen des § 174 I Nr. 1 StGB</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-verurteilung-wegen-besitzes-kinderpornographischer-schriften-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verurteilung wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/zur-bildung-der-gesamtfreiheitsstrafe-bei-sexuellem-missbrauch-und-vergewaltigung/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Bildung der Gesamtfreiheitsstrafe bei sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-zur-anwendbarkeit-der-sicherungsverwahrung-in-der-uebergangszeit-bis-zur-gesetzlichen-neuregelung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: zur Anwendbarkeit der Sicherungsverwahrung in der Übergangszeit bis zur gesetzlichen Neuregelung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/urteil-im-prozess-wegen-kindesmissbrauch/" rel="bookmark" class="crp_title">Urteil im Prozess wegen Kindesmissbrauch</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-anforderungen-an-die-beurteilung-eines-hangs-und-der-gefaehrlichkeit-im-rahmen-der-sicherungsverwahrung/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-anforderungen-an-die-beurteilung-eines-hangs-und-der-gefaehrlichkeit-im-rahmen-der-sicherungsverwahrung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vom Diamantenfieber und Anlagebetrug</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vom-diamantenfieber-und-anlagebetrug/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vom-diamantenfieber-und-anlagebetrug/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 09:54:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Anlagebetrug]]></category>
		<category><![CDATA[baden-baden]]></category>
		<category><![CDATA[bandenmässig]]></category>
		<category><![CDATA[Befangenheitsantrag]]></category>
		<category><![CDATA[Beihilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[gewerbsmässig]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahrensdauer]]></category>
		<category><![CDATA[Vermögensschaden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3901</guid>
		<description><![CDATA[Betrug / Freiheitsstrafe / Verfahrensdauer / Berufsverbot / Anlagebetrug / Befangenheitsantrag / Vermögensschaden BGH, Beschluss vom 14.04.2011, Az.: 1 StR 458/10 Das Landgericht Baden-Baden hat den Angeklagten H. wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges in 56 Fällen, wegen Betruges in 81 Fällen, wegen versuchten Betruges in zwei Fällen und wegen Beihilfe zum versuchten Betrug in zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betrug </a>/ Freiheitsstrafe / Verfahrensdauer / Berufsverbot / <a title="Kapitalanlagebetrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/kapitalanlagebetrug-264a-stgb/" target="_blank">Anlagebetrug</a> / Befangenheitsantrag / Vermögensschaden<br />
<strong>BGH, Beschluss vom 14.04.2011, Az.: 1 StR 458/10</strong></p>
<p>Das Landgericht Baden-Baden hat den Angeklagten H. wegen gewerbs- und bandenmäßigen<a title="Betrug" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/betrug-und-betrugsdelikte/" target="_blank"> Betruges</a> in 56 Fällen, wegen Betruges in 81 Fällen, wegen versuchten Betruges in zwei Fällen und wegen Beihilfe zum versuchten Betrug in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Angeklagte B. hat das Landgericht wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges in 56 Fällen, wegen Betruges in 78 Fällen und wegen versuchten Betruges in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und drei Monaten verurteilt. Jeweils ein Jahr der verhängten Strafen wurde als Entschädigung für eine überlange Verfahrensdauer als vollstreckt erklärt.<br />
Daneben hat das Landgericht gegen die Angeklagten für die Dauer von drei Jahren ein Berufsverbot für den Beruf eines Vermittlers bzw. Verkäufers von Diamanten verhängt und festgestellt, dass die von drei Adhäsionsklägern geltend gemachten Ansprüche dem Grunde nach gerechtfertigt seien.<br />
Gegen dieses Urteil wenden sich die Angeklagten mit ihren Revisionen.<br />
Nach den Feststellungen des Landgerichts machten sich die Angeklagten selbstständig und verkauften m Zeitraum von September 2000 bis Januar 2003 in 78 Fällen Diamanten minderer Qualität zu überhöhten Preisen an Privatanleger und versuchten dies in zwei weiteren Fällen. Die Diamanten sollten als Wertanlage dienen. Dabei verwendeten die Angeklagten ein System, wobei sich die Kunden durch die wahrheitswidrigen Angaben der Angeklagten oder deren entsprechend instruierten Verkäufer täuschen ließen. Zunächst verkauften die Angeklagten den Kunden Diamanten im „richtigen“ Wert und später dann zu überhöhten Preisen. Nach Ermittlungen der Polizei wurde der Betrieb 2003 eingestellt. Anschließend wurden die Angeklagten aber wieder als Verkäufer für Diamanten tätig und verwendeten wieder ihr zuvor praktiziertes Betrugs-Modell. Die Angeklagten haben dabei nach Feststellungen des Gerichts  insgesamt rund 6,5 Millionen Euro erbeutet, die sie nach eigenen Angaben vollständig verbraucht haben.<br />
Im Prozess wurde ein Sachverständiger gehört, obwohl die Strafverteidigung einen Ablehnungsgesuche gegen den Sachverständigen gestellt hatte. Diesen hatte das Gericht abgelehnt.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Die Zurückweisung der Ablehnungsgesuche ist rechtsfehlerhaft. Das festgestellte Verhalten des Sachverständigen P, ist geeignet, bei einem vernünftigen Angeklagten die Besorgnis der Befangenheit zu begründen.“</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Ein Sachverständiger kann gemäß § 74 Abs. 1 StPO aus denselben Gründen, die zur Ablehnung eines Richters berechtigen, abgelehnt werden. So kann ein Sachverständiger wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt werden, wenn er durch mündliche oder schriftliche Äußerungen den Eindruck der Voreingenommenheit hervorgerufen hat. Bei der Beurteilung der Ablehnung von Sachverständigen ist das Revisionsgericht an die Tatsachen gebunden, die der Tatrichter seiner Entscheidung zu Grunde gelegt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 28. August 2007 &#8211; 1 StR 331/07 mwN, NStZ 2008, 50; BGH, Urteil vom 2. August 1995 &#8211; 2 StR 221/94, BGHSt 41, 206, 211). Es entscheidet &#8211; ohne eigene Ermittlungen &#8211; als Rechtsfrage, ob die Strafkammer über das Ablehnungsgesuch ohne Verfahrensfehler und mit ausreichender Begründung befunden hat (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 12. September 2007 &#8211; 1 StR 407/07, NStZ 2008, 229; BGH, Beschluss vom 23. März 1994 &#8211; 2 StR 67/94, NStZ 1994, 388; bei Becker NStZ-RR 2002, 66 mwN).“</em><br />
<em>„Zwar geht die Strafkammer zutreffend davon aus, dass weder auf die von der Verteidigung behaupteten Zweifel an der Sachkunde des Sachverständigen noch auf den Umstand, dass der Sachverständige eine wissenschaftliche Meinung vertritt, die sich zum Nachteil des Angeklagten auswirken könnte, ein Befangenheitsantrag gestützt werden kann (vgl. BGH, Beschluss vom 1. Dezember 2006 &#8211; 2 StR 436/06; BGH, Beschluss vom 20. November 2001 &#8211; 1 StR 470/01; BGH, Urteil vom 2. August 1995 &#8211; 2 StR 221/94). Indes erschließt sich dem Senat ein Bezug zwischen vorangehenden Äußerungen der Verteidigung über die gutachterliche Tätigkeit des Sachverständigen und dem vom Sachverständigen im Zusammenhang mit seiner Anfrage als „hilfreich“ bezeichneten Hinweis im Schreiben vom 22. Mai 2009 nicht; dieser enthält keine sachliche Richtigstellung. Unabhängig davon, dass der „Hinweis“ in seinem Tatsachenkern zwar nichts Unzutreffendes enthält, ist nicht ersichtlich, welche Rolle der Mandatsstruktur eines Verteidigers bei der Wertbestimmung von Diamanten zukommen könnte. Der „Hinweis“ ist in seinem Kontext geeignet, den Eindruck zu erwecken, als stellte der Sachverständige demgegenüber einen solchen Zusammenhang her. Dem kommt vorliegend deswegen besondere Bedeutung zu, weil (wovon die Strafkammer auch im Urteil ausgeht) speziell die in Rede stehende Bewertung von Farbdiamanten &#8211; anders als etwa bei typisierten Analyseverfahren oder wissenschaftlich objektivierten Untersuchungsverfahren &#8211; nicht unwesentlich Ausfluss der auf persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen basierenden Sachkunde des jeweiligen Sachverständigen ist. Deshalb ist hier ein strenger Maßstab an die Unbefangenheit des Sachverständigen anzulegen. Die beanstandeten, außerhalb eigener wissenschaftlicher Publikationen erfolgten Äußerungen des Sachverständigen können aus der maßgeblichen Sicht eines verständigen Angeklagten Zweifel begründen, ob der Sachverständige, der auf seinem Fachgebiet ein besonderes, nicht allgemein verfügbares Wissen besitzt und mit dieser Sachkunde das Gericht bei der Wahrheitserforschung im zu entscheidenden Fall unterstützen soll, die ihm obliegende Aufgabe unvoreingenommen und unparteiisch erfüllen werde.“</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass hier besondere Anforderungen an die Unbefangenheit des Sachverständigen zu stellen sind. Diese seien nicht erfüllt.</p>
<p>Danach machte der BGH Ausführungen zur Betrugs-Strafbarkeit:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Die Frage, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe ein Vermögensschaden entstanden ist, bestimmt sich auch in Fällen sogenannten Anlagebetrugs grundsätzlich anhand der Differenz zwischen dem vereinbarten oder dem gezahlten Preis und dem nach allgemeinen Kriterien zu bestimmenden (Markt)Wert des Anlageobjekts (vgl. BGH, Urteil vom 24. Februar 1983 &#8211; 1 StR 550/82, NStZ 1983, 313). An einem Schaden fehlt es, soweit die Vermögensminderung durch den wirtschaftlichen Wert des Erlangten ausgeglichen wird. Bei der deshalb &#8211; wie stets &#8211; gebotenen Gesamtsaldierung ist jedoch auch der subjektive Wert des Erlangten für den Verletzten zu berücksichtigen. Ist nach dem Urteil eines sachlichen Beurteilers eine (möglicherweise sogar objektiv gleichwertige) Gegenleistung des Täuschenden bei normativer Betrachtung unter Berücksichtigung der individuellen und wirtschaftlichen Bedürfnisse und Verhältnisse des Geschädigten sowie der von ihm verfolgten Zwecke subjektiv wertlos, begründet dies einen Vermögensschaden in voller Höhe des zur Erlangung der Gegenleistung aufgewandten (sog. persönlicher Schadenseinschlag, st. Rspr. seit BGH, Beschluss vom 16. August 1961 &#8211; 4 StR 166/61, BGHSt 16, 321; vgl. auch BGH, Beschluss vom 29. Juni 2006 &#8211; 1 StR 245/09, wistra 2010, 407; Tiedemann in LK-StGB, 11. Aufl., § 263 Rn. 178; Cramer/Perron in Schönke/Schröder, StGB, 28. Aufl., § 263 Rn. 121). Insofern kann als Schaden die gesamte Leistung des Tatopfers dann anzusehen sein, wenn ein Anleger über Eigenart und Risiko des Geschäftes derart getäuscht worden ist, dass er etwas völlig anderes erwirbt, als er erwerben wollte („aliud”), die empfangene Gegenleistung für ihn mithin in vollem Umfang unbrauchbar ist (BGH, Beschluss vom 28. Juni 1983 &#8211; 1 StR 576/82, BGHSt 32, 22; Beschluss vom 14. Juli 2010 &#8211; 1 StR 245/09; Fischer, StGB, 58. Aufl., § 263 Rn. 127 mwN).“</em><br />
<em> „So verhält es sich hier, weil nach den Feststellungen der Strafkammer die verfahrensgegenständlichen Farbdiamanten von so geringer Qualität waren, dass sie &#8211; entgegen den Angaben der Angeklagten &#8211; nicht zur Kapital-, Wert- oder Geldanlage geeignet waren. Eine den von den Geschädigten gezahlten Kaufpreis erbringende Weiterverkaufsmöglichkeit bestand für derartige Diamanten nicht. Da die Anleger &#8211; wie den Angeklagten bekannt war und was diese bewusst für ihre Täuschungshandlung ausnutzten &#8211; ausschließlich aus Gründen der möglichst gewinnbringenden Kapitalanlage Diamanten erwerben wollten, besteht aus der Sicht eines objektiven Betrachters auch keine andere Verwendung, die den Kaufpreis aufwiegen könnte.“</em><br />
<em> „Die Strafkammer legt &#8211; zutreffend &#8211; als strafzumessungsrelevanten Vermögensschaden die Differenz zwischen dem gezahlten Kaufpreis und einem auch ohne Vorhandensein eines geregelten Marktes ermittelbaren objektiven Wert der Farbdiamanten zugrunde. Letzteren hat sie jedoch (als absoluten Wert oder mittels eines Zuschlags) „den Ausführungen des Sachverständigen P.  entnommen“ (UA S. 215) und sich „von der Richtigkeit der Bewertungen des Sachverständigen P.  “ insoweit überzeugt, als dieser Abweichungen zu anderen als den von ihm dargelegten Bewertungsparametern und -ergebnissen nachvollziehbar habe erläutern können (UA S. 220 ff.). Damit stützt die Strafkammer ihre Strafzumessungserwägungen maßgeblich auf die Bewertung jenes Sachverständigen, der begründeten Anlass zu Zweifeln an seiner Unbefangenheit hat aufkommen lassen. Dies betrifft auch die Fälle, in denen die Strafkammer als Basis für die Errechnung eines „Mindestschadens“ den von den Angeklagten bezahlten Einkaufspreis annimmt, den sie &#8211; entsprechend den Ausführungen des Sachverständigen (UA S. 217) &#8211; für eher hoch ansieht. Der Strafausspruch ist daher aufzuheben und die Sache unter Aufhebung der diesbezüglichen Feststellungen an das Landgericht zurückzuverweisen.“</em></p>
<p>Damit bestimmt der BGH, dass er sich hier um einen Betrugsschaden handelt, soweit die „Diamanten“ von geringer Qualität waren. Es handelte sich dabei um etwas anderes, als die Anleger eigentlich erwerben wollten – nämlich einen echten Diamanten als Wertanlage.<br />
Aus diesen Gründen hat der BGH das Urteil des Landgerichts Baden-Baden aufgehoben.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/zur-erforderlichkeit-einer-konkret-bezifferten-schadensfeststellung/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Erforderlichkeit einer konkret bezifferten Schadensfeststellung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-sache-von-bedeutendem-wert-im-sinne-von-315b-i-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Sache „von bedeutendem Wert“ im Sinne von § 315b I StGB</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/05/die-hinweispflicht-zur-masregelung-der-sicherungsverwahrung/" rel="bookmark" class="crp_title">Die Hinweispflicht zur Maßregelung der Sicherungsverwahrung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-erforderlichen-sachkunde-im-sinne-von-244-abs-4-satz-1-stpo/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur „erforderlichen Sachkunde“ im Sinne von § 244 Abs. 4 Satz 1 StPO</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/zasurwirkung-zur-einbeziehung-von-geldstrafen/" rel="bookmark" class="crp_title">Zäsurwirkung: Zur Einbeziehung von Geldstrafen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-verstaendigung-im-strafverfahren-ist-kein-gestaendnis/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verständigung im Strafverfahren ist kein Geständnis</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/erfolgreiche-revision-vor-dem-bgh-konkretisierung-bei-serienstraftaten/" rel="bookmark" class="crp_title">Erfolgreiche Revision vor dem BGH: Konkretisierung bei Serienstraftaten</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/olg-hamm-gewerbsmaessiger-betrug-kein-eigener-tatbestand/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG Hamm: „Gewerbsmäßiger Betrug“ kein eigener Tatbestand</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vom-diamantenfieber-und-anlagebetrug/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vom-diamantenfieber-und-anlagebetrug/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hamburg: Mordprozess begonnenen</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/hamburg-mordprozess-begonnenen/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/hamburg-mordprozess-begonnenen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 09:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Anwalt]]></category>
		<category><![CDATA[beute]]></category>
		<category><![CDATA[dame]]></category>
		<category><![CDATA[dr. böttner]]></category>
		<category><![CDATA[Flucht]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[habgier]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[itzehoe]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[mordprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[wertgegenstände]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3912</guid>
		<description><![CDATA[Habgier / Mord / Geld / Wertgegenstände / Angriff / Beute / Flucht / lebenslange Freiheitsstrafe Vor dem Landgericht Itzehoe muss sich ein 25-jähriger Mann verantworten. Er soll im April 2011 eine 78-jährige Dame in ihrer Wohnung erschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft geht dabei von Habgier aus und hat der Mann wegen Mordes angeklagt. Laut Anklage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habgier /<a title="Mord" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank"> Mord </a>/ Geld / Wertgegenstände / Angriff / Beute / Flucht / lebenslange Freiheitsstrafe</p>
<p>Vor dem Landgericht Itzehoe muss sich ein 25-jähriger Mann verantworten. Er soll im April 2011 eine 78-jährige Dame in ihrer Wohnung erschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft geht dabei von Habgier aus und hat der Mann wegen Mordes angeklagt.<br />
Laut Anklage sei der Mann in die Erdgeschosswohnung der Dame eingedrungen und hatte dort nach Geld und Wertgegenständen gesucht. Allerdings traf er direkt auf das mutmaßliche Opfer und habe diese angegriffen. Die Frau soll noch versucht haben, sich zu wehren.<br />
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte zunächst versuchte, die Frau zu ersticken. Als ihm dies nicht gelang, habe er mit mehreren Gegenständen auf sie eingeschlagen.<br />
Danach habe der Mann noch 1110 Euro erbeutet und sei geflohen. Die beiden Kinder der Frau haben sich dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen.<br />
Zudem soll er knapp drei Wochen vor der Tat eine 70-jährige Frau überfallen und ebenfalls Geld, Schmuck und Papiere erbeutet haben.<br />
Im Falle einer Verurteilung wegen Mordes droht dem Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Urteil soll im Februar verkündet werden.</p>
<p><em>( Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 03.01.2012 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/mord-an-93-jaehriger-frau/" rel="bookmark" class="crp_title">Mord an 93-jähriger Frau</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/entweder-so-oder-so-%e2%80%93-lebenslange-freiheitsstrafe/" rel="bookmark" class="crp_title">Entweder so oder so – Lebenslange Freiheitsstrafe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/fund-einer-leiche/" rel="bookmark" class="crp_title">Fund einer Leiche</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/hamburg-anklage-gegen-unfallfahrer-erhoben/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Anklage gegen Unfallfahrer erhoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/nach-24-jahren-2-freispruch-in-derselben-sache/" rel="bookmark" class="crp_title">Nach 24 Jahren: 2. Freispruch in derselben Sache</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/mordprozess-vor-dem-landgericht-leipzig/" rel="bookmark" class="crp_title">Mordprozess vor dem Landgericht Leipzig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/kapitaldelikt-nach-vier-jahren-aufgeklaert/" rel="bookmark" class="crp_title">Kapitaldelikt nach vier Jahren aufgeklärt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-betrug-verjaehrt/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG: Betrug verjährt</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/hamburg-mordprozess-begonnenen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/hamburg-mordprozess-begonnenen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zur Strafzumessung bei Mittätern mit gleichen Strafzumessungserwägungen</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-mit-gleichen-strafzumessungserwaegungen/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-mit-gleichen-strafzumessungserwaegungen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 08:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bewährung]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Geldstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Mittäter]]></category>
		<category><![CDATA[Strafausspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzumessung]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzumessungserwägungen]]></category>
		<category><![CDATA[Subventionsbetrug]]></category>
		<category><![CDATA[tatbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[wiesbaden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3894</guid>
		<description><![CDATA[Subventionsbetrug / Freiheitsstrafe / Bewährung / Geldstrafe / Strafzumessung / Mittäterschaft BGH, Beschluss vom 16.06.2011, Az.: 2 StR 435/10 Das Landgericht Wiesbaden hat die Angeklagten wegen Subventionsbetruges verurteilt, und zwar den Angeklagten P. H. zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten, wovon ein Jahr und ein Monat als vollstreckt gelten, den Angeklagten M. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Subventionsbetrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/subventionsbetrug-264-stgb/" target="_blank">Subventionsbetrug</a> / Freiheitsstrafe / Bewährung / Geldstrafe / Strafzumessung / Mittäterschaft<br />
<strong>BGH, Beschluss vom 16.06.2011, Az.: 2 StR 435/10</strong></p>
<p>Das Landgericht Wiesbaden hat die Angeklagten wegen Subventionsbetruges verurteilt, und zwar den Angeklagten P. H. zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten, wovon ein Jahr und ein Monat als vollstreckt gelten, den Angeklagten M. H. zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr bei Strafaussetzung zur Bewährung, wovon fünf Monate als vollstreckt gelten, und die Angeklagte R. B. zu einer <a title="Geldstrafe" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/ablauf-eines-strafverfahrens/#geldstrafe-tagessatz" target="_blank">Geldstrafe von 200 Tagessätzen</a> zu je 60 Euro, von denen 80 Tagessätze als vollstreckt gelten. Hiergegen richten sich die Revisionen der Angeklagten und die zugunsten der Angeklagten R. B. eingelegte Revision der Staatsanwaltschaft.<br />
In seinem Beschluss hat der BGH zunächst klargestellt, dass der Schuldspruch rechtlich nicht zu beanstanden ist.</p>
<p>Allerdings kritisiert der BGH den Strafausspruch:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Der Strafausspruch gegen den Angeklagten P.     H.     kann keinen Bestand haben. Das Landgericht hat ihn zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten, den Angeklagten M.     H.     wegen derselben Tat zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr bei Strafaussetzung zur Bewährung verurteilt, obwohl Letzterer federführend war. Die mitgeteilten Strafzumessungsgründe betreffen beide Angeklagten im Wesentlichen in gleicher Weise. Warum das Ergebnis der Strafzumessung dann erheblich zum Nachteil des Angeklagten P.     H.       ausgefallen ist, kann aus den Urteilsgründen nicht nachvollzogen werden.“</em></p>
<p>Nach Ansicht des BGH muss zwar für jeden Angeklagten eine individuelle Strafzumessung erfolgen (vgl. zum Beispiel BGH, Beschluss vom 16.08.2011, Az.: 5 StR 237/11), jedoch dürfen die Strafen nicht in einem unangemessenen Verhältnis zueinander stehen. Im vorliegenden Fall ist nach Auffassung der BGH der Tatbeitrag der Angeklagten M. H. größer, da er „federführend“ war, dennoch hat das Landgericht ihn zu einer geringeren Freiheitsstrafe (ausgesetzt zur Bewährung) verurteilt. Daher habe die Revision des Angeklagten P. H. Erfolg und das Urteil wird, soweit es ihn betrifft, im Strafausspruch mit den zugehörigen Feststellungen aufgehoben.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Strafzumessung bei Mittätern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-2/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Strafzumessung bei Mittätern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/08/fehler-in-der-strafzumessung/" rel="bookmark" class="crp_title">Fehler in der Strafzumessung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-fehler-im-protokoll-ist-kein-revisionsgrund/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Fehler im Protokoll ist kein Revisionsgrund</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/05/verwirklichung-des-harteausgleichs-in-der-strafzumessung/" rel="bookmark" class="crp_title">Verwirklichung des Härteausgleichs in der Strafzumessung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-wert-des-einziehungsgegenstandes-muss-bei-der-strafzumessung-beachtet-werden/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Wert des Einziehungsgegenstandes muss bei der Strafzumessung beachtet werden</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-strafzumessung-bei-missbrauchstaten-mit-aehnlichem-unrechts-und-schuldgehalt/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Strafzumessung bei Missbrauchstaten mit ähnlichem Unrechts- und Schuldgehalt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/01/kompensation-bei-rechtstsaatswidriger-verfahrensverzogerung/" rel="bookmark" class="crp_title">Kompensation bei rechtstsaatswidriger Verfahrensverzögerung</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-mit-gleichen-strafzumessungserwaegungen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-mit-gleichen-strafzumessungserwaegungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OLG: Beschleunigungsgebot beinhaltet auch zu erwartende Verfahrensdauer</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-beschleunigungsgebot-beinhaltet-auch-zu-erwartende-verfahrensdauer/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-beschleunigungsgebot-beinhaltet-auch-zu-erwartende-verfahrensdauer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 08:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bandendiebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigungsgebot]]></category>
		<category><![CDATA[Haftbefehl]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[U-Haft]]></category>
		<category><![CDATA[ulm]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchungshaft]]></category>
		<category><![CDATA[Urteil]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahrensdauer]]></category>
		<category><![CDATA[verzögerung]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederholungsgefahr]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3890</guid>
		<description><![CDATA[Untersuchungshaft / Haftbefehl / Bandendiebstahl / versuchter Mord / Wiederholungsgefahr / Verzögerung / Beschleunigungsgebot OLG Stuttgart, Beschluss vom 21.04.2011, Az.: 2 HEs 37 &#8211; 39/11, 2 HEs 37/11, 2 HEs 38/11, 2 HEs 39/11 Die Angeschuldigten K. und D. befinden sich seit dem 8. Oktober 2010 ununterbrochen in Untersuchungshaft, zunächst aufgrund Haftbefehls des Amtsgerichts Ulm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Untersuchungshaft (U-Haft)" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/verhalten-in-untersuchungshaft-u-haft/" target="_blank">Untersuchungshaft </a>/ Haftbefehl / Bandendiebstahl / versuchter <a title="Mord" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank">Mord</a> / Wiederholungsgefahr / Verzögerung / Beschleunigungsgebot<br />
<strong>OLG Stuttgart, Beschluss vom 21.04.2011, Az.: 2 HEs 37 &#8211; 39/11, 2 HEs 37/11, 2 HEs 38/11, 2 HEs 39/11</strong></p>
<p>Die Angeschuldigten K. und D. befinden sich seit dem 8. Oktober 2010 ununterbrochen in Untersuchungshaft, zunächst aufgrund <a title="haftbefehl" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/verhalten-bei-verhaftung/#haftbefehl" target="_blank">Haftbefehl</a>s des Amtsgerichts Ulm und später aufgrund des neu gefassten und ergänzten Haftbefehls des Landgerichts Ulm. Dieser Haftbefehl richtet sich außerdem gegen den Angeschuldigten St., der sich zuvor aufgrund Haftbefehls des Amtsgerichts Ulm vom 9. Oktober 2010 seit diesem Tage ununterbrochen in Untersuchungshaft befand.<br />
Den Angeschuldigten wurden unter anderem schwerer Bandendiebstahl, besonders schwerer Diebstahl und versuchter Mord vorgeworfen.<br />
Das Amtsgericht sowie das Landgericht geben als Haftgrund Wiederholungsgefahr an.<br />
Das OLG bestätigt in seinem Beschluss zunächst, dass die allgemeinen Voraussetzungen der Untersuchungshaft gemäß § 112 StPO vorliegen.</p>
<p>Aus dem Beschluss des OLG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Der Haftbefehl ist dennoch aufzuheben, weil die Fortdauer der Untersuchungshaft über sechs Monate hinaus nicht im Sinne von § 121 Abs. 1 StPO gerechtfertigt ist.</em><br />
<em>Der besondere Umfang der Ermittlungen hat bisher ein Urteil nicht zugelassen. Vorliegend waren Serienstraftaten aufzuklären, an denen mutmaßlich mehrere Beschuldigte in wechselnder Besetzung beteiligt waren. Dazu musste die überwachte Telekommunikation und eine Vielzahl von Verkaufsbelegen ausgewertet sowie Diebesgut von insgesamt rund zehn Tonnen Gewicht gesichtet werden.</em><br />
<em>Das Verfahren ist bislang auch mit der in Haftsachen gebotenen Beschleunigung geführt worden.“</em><br />
<em>„Ein Haftbefehl ist indes nicht nur dann unverzüglich aufzuheben, wenn Verfahrensverzögerungen bereits eingetreten sind, sondern auch dann, wenn hinreichend deutlich absehbar ist, dass erhebliche Verfahrensverzögerungen bevorstehen (BVerfG, Beschluss vom 19.09.2007, 2 BvR 1850/07, juris Rn. 5 m.w.N.). So liegt der Fall hier.</em><br />
<em>Der Kammervorsitzende legt in seinem Vorlagebericht vom 4. April 2011 dar, dass eine Hauptverhandlung in vorliegender Sache „realistisch frühestens im September 2011 möglich“ – und damit im günstigsten Fall erst rund sieben Monate nach Anklageerhebung zu erwarten ist. Bis dahin befinden sich die Angeschuldigten mindestens elf Monate in Untersuchungshaft. Damit verzögert sich das Verfahren gegenüber dem üblichen Geschäftsgang um mindestens drei Monate, weshalb die Hauptverhandlung auch zum Zeitpunkt der Haftprüfung nach neun Monaten Untersuchungshaft noch nicht begonnen haben wird. Bei einer so langen Haft gilt für die Rechtfertigung der Haftfortdauer schon allgemein ein besonders strenger Maßstab. Hier kommt hinzu, dass die Haft auf Wiederholungsgefahr gestützt ist und in solchen Fällen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit besondere Bedeutung zukommt, wie schon daraus hervorgeht, dass § 122a StPO den Vollzug der Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr auf höchstens ein Jahr begrenzt. Nach diesem Maßstab ist die Verfahrensverzögerung nicht gerechtfertigt.“</em><br />
<em>„Die Überlastung des Gerichts infolge einer Häufung anhängiger Sachen die schon länger dauert, rechtfertigt die Verzögerung nicht. Ein Beschuldigter darf nicht deshalb länger in Haft gehalten werden, weil dem Gericht die personellen Mittel fehlen, die zur ordnungsgemäßen Bewältigung des Geschäftsanfalls erforderlich sind (BVerfG a.a.O. Rn. 6). Eine Überlastung kann eine Verfahrensverzögerung allenfalls dann rechtfertigen, wenn sie kurzfristig ist und weder voraussehbar noch vermeidbar war (vgl. Schultheis in: Karlsruher Kommentar zur StPO, 6. Aufl. 2008, § 121 Rn. 18 m. w. N.).&#8221;</em></p>
<p>Damit betont das OLG, dass die Untersuchungshaft über sechs Monate hinaus gemäß § 121 I StPO nur in Ausnahmefällen aufrecht erhalten werden darf. Das OLG stellt klar, dass dabei nicht nur die bereits verstrichene Zeit beachtet werden muss, sondern auch die noch zu erwartende Zeit bis zum Urteil; dies gebiete das Beschleunigungsgebot. Nach Auffassung des OLG standen im vorliegen Fall deutliche Verzögerungen bevor, die dem Gericht auch bekannt waren. Daher sei die Fortdauer der Untersuchungshaft nicht gerechtfertigt. Daher hat das OLG den Haftbefehl ausgehoben. Die Angeschuldigten waren zu entlassen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/das-beschleunigungsgebot-in-haftsachen-hat-vorrang-vor-gerichtlichen-bemuehungen-um-eine-verfahrensverbindung/" rel="bookmark" class="crp_title">Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen hat Vorrang vor gerichtlichen Bemühungen um eine Verfahrensverbindung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/beschleunigungsgebot-in-haftsachen-%e2%80%93-sechsmonatspruefung/" rel="bookmark" class="crp_title">Beschleunigungsgebot in Haftsachen – Sechsmonatsprüfung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/olg-muenchen-fortdauer-der-untersuchungshaft-aufgrund-zwischenzeitlicher-ueberlastung-des-gerichts/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG München: Fortdauer der Untersuchungshaft aufgrund zwischenzeitlicher Überlastung des Gerichts</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/olg-dresden-zum-verstoses-gegen-das-beschleunigungsgebot-bei-haftbefehlen/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG Dresden: Zum  Verstoßes gegen das Beschleunigungsgebot bei Haftbefehlen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/fortdauer-der-untersuchungshaft-wegen-derselben-tat-im-sinne-von-121-i-stpo/" rel="bookmark" class="crp_title">Fortdauer der Untersuchungshaft wegen „derselben Tat“ im Sinne von § 121 I StPO</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gemeinschaftlicher-totschlag-am-bahnhof/" rel="bookmark" class="crp_title">Gemeinschaftlicher Totschlag am Bahnhof</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/bei-der-beurteilung-der-verhaeltnismaessigkeit-der-u-haft-ist-auf-die-tat-abzustellen-die-gegenstand-des-haftbefehls-ist/" rel="bookmark" class="crp_title">Bei der Beurteilung der Verhältnismäßigkeit der U-Haft ist auf die Tat abzustellen, die Gegenstand des Haftbefehls ist</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-im-rechtsbeugungs-prozess/" rel="bookmark" class="crp_title">Freispruch im Rechtsbeugungs-Prozess</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-beschleunigungsgebot-beinhaltet-auch-zu-erwartende-verfahrensdauer/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-beschleunigungsgebot-beinhaltet-auch-zu-erwartende-verfahrensdauer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OLG: „Anstellungsbetrug“ erfordert mangelhafte Arbeitsleistung</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-anstellungsbetrug-erfordert-mangelhafte-arbeitsleistung/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-anstellungsbetrug-erfordert-mangelhafte-arbeitsleistung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 08:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[anstellungsbetrug]]></category>
		<category><![CDATA[arbeitsleistung]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[führungszeugnis]]></category>
		<category><![CDATA[Körperverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[mangelhaft]]></category>
		<category><![CDATA[olg]]></category>
		<category><![CDATA[Schaden]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Urkundenfälschung]]></category>
		<category><![CDATA[vorstrafen]]></category>
		<category><![CDATA[wuppertal]]></category>
		<category><![CDATA[Zeugnis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3885</guid>
		<description><![CDATA[Betrug / Urkundenfälschung / Freiheitsstrafe / Zeugnis / Führungszeugnis / Vorstrafen / gefährliche Körperverletzung OLG Düsseldorf, Beschluss vom 18.11.2010, Az.: III-3 Rvs 145/10 Das Amtsgericht hat die Angeklagte wegen Betrugs in Tateinheit mit Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Auf die Berufung der Angeklagten hat das Landgericht Wuppertal das Urteil des Amtsgerichts abgeändert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Betrug" href="http://http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/" target="_blank">Betrug</a> / Urkundenfälschung / Freiheitsstrafe / Zeugnis / Führungszeugnis / Vorstrafen / gefährliche Körperverletzung</p>
<p><strong>OLG Düsseldorf, Beschluss vom 18.11.2010, Az.: III-3 Rvs 145/10</strong></p>
<p>Das Amtsgericht hat die Angeklagte wegen Betrugs in Tateinheit mit <a title="Urkundenfälschung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/urkundendelikte-urkundenfaelschung-267-stgb/" target="_blank">Urkundenfälschung</a> zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Auf die Berufung der Angeklagten hat das Landgericht Wuppertal das Urteil des Amtsgerichts abgeändert und die Angeklagte wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt.</p>
<p>Nach Feststellungen des Gerichts hatte die Frau ihrem Arbeitgeber gefälschte Zeugnisse und ein altes Führungszeugnis vorgelegt, um einen Job als Altenpflegerin zu bekommen. Aus diesem Grund sagte sie ihrem Arbeitgeber auch nichts von den Vorstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung.</p>
<p>Gegen diese Entscheidung wendete sich die Angeklagte mit der Revision.</p>
<p>Dazu das OLG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Der Anstellungsbetrug bildet einen Unterfall des Eingehungsbetrugs, weshalb der Schaden durch einen Vergleich der versprochenen Vergütung mit der zu erwartenden Arbeitsleistung zu ermitteln ist. Maßgeblich sind die Verhältnisse bei Vertragsabschluss. Zu unterscheiden ist zwischen der auf Täuschung beruhenden Begründung eines &#8211; hier vorliegenden &#8211; privatrechtlichen Arbeitsverhältnisses und der Erschleichung einer Beamtenstellung (vgl. Cramer/Perron in Schönke/Schröder, StGB, 28. Aufl., §263 Rdnr. 153; Fischer, StGB, 57. Aufl., § 263 Rdnr. 152).</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em> Im Rahmen eines privatrechtlichen Arbeistsverhältnisses entsteht dem Arbeitgeber ein Schaden, wenn die Leistungen, die der Täter tatsächlich zu erbringen imstande ist, den bezahlten Lohn nicht wert sind (BGH NJW 1961, 2027, 2028; BGHSt 17, 254,256; Cramer/Perron in Schönke/Schröder, aaO, Rdnr. 154; Fischer, aaO). Bei fachlich einwandfreien Leistungen kommt ein Schaden dagegen nur ausnahmsweise in Betracht. Dies einmal dann, wenn es sich um eine besondere Vertrauensstellung handelt und die Bezahlung gerade mit Rücksicht darauf besonders hoch festgesetzt ist, der Täter jedoch die für diese Stellung erforderlichen Eigenschaften nicht besitzt, so wenn er aus seiner früheren Stellung wegen Unzuverlässigkeit entlassen worden ist und nun eine Anstellung in führender Funktion erschleicht (vgl. RGSt 73,268, 269 f.; BGH NJW 1961, 2027, 2028: BVerfG NJW 1988. 2589, 2590; OLG Celle MDR 1960, 696, 697; Cramer/Perron in SchönkeSchröder, aaO). Dasselbe gilt, wenn der Verkehr den Wert einer Arbeitsleistung nicht nur nach ihrem sachlichen Effekt, sondern auch im Hinblick auf eine bestimmte Ausbildung besonders bemisst. Nach § 263 StGB strafbar ist daher, wer eine Stellung erschleicht, die ihm ohne die fälschlich vorgespiegelte Ausbildung möglicherweise nicht oder nur gegen eine geringere Bezahlung übertragen worden wäre (vgl. RGSt 64, 33, 36 f.; RGSt 65, 273, 275; BGHSt 17, 254, 257; BGH NJW 1961, 2027, 2028; BGH NJW 1978, 2042, 2043; Cramer/Perron in Schönke/Schröder, aaO). Von diesen Fällen abgesehen liegt ein Anstellungsbetrug dagegen nicht schon deshalb vor, weil der Geschädigte den Täter ohne die Täuschungshandlung nicht eingesellt hätte, z.B. weil dieser vorbestraft oder sonst charakterlich unzuverlässig ist. Von einem einfachen Arbeiter oder Angestellten kann nach der Verkehrsanschauung nicht mehr erwartet werden, als er leistet, was er verspricht (Cramer/Perron in Schönke/Schröder, aaO).&#8221;</em></p>
<p>So stellt das OLG klar, dass es bei einer strafrechtlichen Verurteilung wegen (Anstellungs-)Betrugs auf einen Schaden ankommt. Dieser zeigt sich sodann in dem „Verlust“, also der Bezahlung des Lohns. Ein Schaden soll nach Auffassung des Gerichts in der Regel aber nicht vorliegen, sofern die Arbeitsleistung einwandfrei erfolgte. Eine Ausnahme liegt hier nach Ansicht des OLG nicht vor. Aus diesem Grund hat das OLG die Angeklagte vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-betrug-verjaehrt/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG: Betrug verjährt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/02/taeuschung-uber-tatsachen-beim-betrug-i-s-d-%c2%a7-263-i-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">Täuschung über Tatsachen beim Betrug i.S.d. § 263 I StGB</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vom-diamantenfieber-und-anlagebetrug/" rel="bookmark" class="crp_title">Vom Diamantenfieber und Anlagebetrug</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/olg-hamm-gewerbsmaessiger-betrug-kein-eigener-tatbestand/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG Hamm: „Gewerbsmäßiger Betrug“ kein eigener Tatbestand</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/zur-erforderlichkeit-einer-konkret-bezifferten-schadensfeststellung/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Erforderlichkeit einer konkret bezifferten Schadensfeststellung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/unverhaltnismaessigkeit-des-widerrufs-der-zur-bewaehrung-ausgesetzten-freiheitsstrafe-infolge-zeitablaufs/" rel="bookmark" class="crp_title">Unverhältnismäßigkeit des Widerrufs der zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe infolge Zeitablaufs</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/11/zum-fehlenden-strafverteidiger-waehrend-der-hauptverhandlung/" rel="bookmark" class="crp_title">Zum fehlenden Strafverteidiger während der Hauptverhandlung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-sache-von-bedeutendem-wert-im-sinne-von-315b-i-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Sache „von bedeutendem Wert“ im Sinne von § 315b I StGB</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-anstellungsbetrug-erfordert-mangelhafte-arbeitsleistung/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-anstellungsbetrug-erfordert-mangelhafte-arbeitsleistung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zum Vermögensnachteil beim Betrug &#8211; Schadenskompensation</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zum-vermoegensnachteil-beim-betrug-schadenskompensation/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zum-vermoegensnachteil-beim-betrug-schadenskompensation/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 08:14:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[263 stgb]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[fälligkeit]]></category>
		<category><![CDATA[forderung]]></category>
		<category><![CDATA[Geldstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[millionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schaden]]></category>
		<category><![CDATA[schadenskompensation]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[vermögensnachteil]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3880</guid>
		<description><![CDATA[Betrug / Geldstrafe / Entschädigung / Schadenskompensation / Forderung / Fälligkeit BGH, Beschluss vom 05.07.2011, Az.: 3 StR 444/10 Das Landgericht Hildesheim hat gegen den Angeklagten wegen Beihilfe zum Betrug eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 30 € verhängt. Zugleich hat es als Entschädigung für die überlange Dauer des Verfahrens ausgesprochen, dass 30 Tagessätze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/betrug-263-stgb-betrugsdelikte-strafrecht/">Betrug</a> /<a title="Geldstrafe" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/ablauf-eines-strafverfahrens/#geldstrafe-tagessatz" target="_blank"> Geldstrafe</a> / Entschädigung / Schadenskompensation / Forderung / Fälligkeit<br />
<strong>BGH, Beschluss vom 05.07.2011, Az.: 3 StR 444/10</strong></p>
<p>Das Landgericht Hildesheim hat gegen den Angeklagten wegen Beihilfe zum Betrug eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 30 € verhängt. Zugleich hat es als Entschädigung für die überlange Dauer des Verfahrens ausgesprochen, dass 30 Tagessätze dieser Strafe als vollstreckt gelten.<br />
In der Revision hat sich der BGH dem Antrag des Generalbundesanwalts angeschlossen.</p>
<p>Aus der Antragsschrift:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;… Die Strafkammer hat zwar einen konkreten Schaden in Höhe von 4.907.533,97 DM brutto (UA S. 194) konkret benannt. Das genügt den rechtlichen Anforderungen hier jedoch nicht. Es handelt sich dabei nämlich um den Vermögensabfluss wegen der Zahlung auf eine tatsächlich nicht erbrachte Leistung (Grundsanierung von Baustraßen im Spätherbst 1997), dem nach Auffassung der Kammer eine &#8216;dem Grunde nach&#8217; berechtigte Forderung des Vertragspartners wegen einer erbrachten Leistung (Herstellung der Baustraßen im Frühjahr/Sommer 1997) gegenüber stand. Nach den Feststellungen ist nicht auszuschließen, dass die Geschädigte durch die Tat von der Gegenforderung befreit wurde, dass mithin eine Schadenskompensation eingetreten ist. Soweit sich dem Urteil eine Begründung für die Auffassung der Kammer, eine Schadenskompensation sei nicht erfolgt, entnehmen lässt (UA S. 185), ist sie rechtlich nicht tragfähig. Den wirtschaftlichen Wert der Gegenforderung hat die Kammer nicht festgestellt, entsprechende Beweisanträge auf Einholung von Sachverständigengutachten hat sie abgelehnt. Nach den lückenhaft in den Urteilsgründen enthaltenen Anhaltspunkten lässt sich nicht ausschließen, dass der Wert der Gegenforderung die Höhe des Vermögensabflusses überstiegen hat. …&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Dass zum anderen nach dem Tatplan eine prüffähige Rechnung für den &#8216;wahren&#8217; (UA S. 57) Anspruch nicht mehr gestellt, dieser Anspruch somit nicht mehr fällig und geltend gemacht werden sollte, schließt die Kompensationsfähigkeit nicht aus, sondern schafft hierfür gerade die Voraussetzung, nämlich das Sich-Begeben der Forderung seitens des von der Tat Begünstigten. Hätte die Arge auf die Geltendmachung des Anspruchs nicht verzichtet, hätte sie zur Tatzeit eine prüffähige Rechnung noch erstellen können. Durch ihre rechtsfehlerhaften Erwägungen hat die Strafkammer sich den Weg zur Erörterung der rechtlich maßgeblichen Kriterien für das Vorliegen einer Schadenskompensation versperrt.&#8221;</em></p>
<p>Danach könne im vorliegenden Fall nicht ausgeschlossen werden, dass beim Geschädigten eine Schadenskompensation eingetreten ist. Möglich sei nämlich, dass dieser durch die Tat von der Gegenforderung befreit wurde, so dass ein Vermögensnachteil im Sinne von § 263 StGB abgelehnt werden müsste. Das Landgericht hätte folglich eine Schadenskompensation ausführlich prüfen müssen. Die grundsätzlich Geeignetheit eines Anspruchs könne nicht nur aufgrund der mangelnden Fälligkeit der Gegenforderung angenommen werden. Die getroffenen Feststellungen reichen nach Auffassung der BGH nicht aus, so dass dieser das Urteil aufgehoben hat.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-mit-gleichen-strafzumessungserwaegungen/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Strafzumessung bei Mittätern mit gleichen Strafzumessungserwägungen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-sache-von-bedeutendem-wert-im-sinne-von-315b-i-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Sache „von bedeutendem Wert“ im Sinne von § 315b I StGB</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/zur-erforderlichkeit-einer-konkret-bezifferten-schadensfeststellung/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Erforderlichkeit einer konkret bezifferten Schadensfeststellung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-zu-einer-drogentherapie-als-aspekt-der-strafzumessung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zu einer Drogentherapie als Aspekt der Strafzumessung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vom-diamantenfieber-und-anlagebetrug/" rel="bookmark" class="crp_title">Vom Diamantenfieber und Anlagebetrug</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/07/revision-des-bgh-zu-den-anforderungen-einer-anklageschrift/" rel="bookmark" class="crp_title">Revision des BGH: Zu den Anforderungen einer Anklageschrift</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/sicherungserpressung/" rel="bookmark" class="crp_title">Sicherungserpressung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/olg-koln-darlegung-der-inhalte-kinderpornografischer-schriften-im-berufungsurteil/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG Köln: Darlegung der Inhalte Kinderpornografischer Schriften im Berufungsurteil</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zum-vermoegensnachteil-beim-betrug-schadenskompensation/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zum-vermoegensnachteil-beim-betrug-schadenskompensation/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fortdauer der Untersuchungshaft wegen „derselben Tat“ im Sinne von § 121 I StPO</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/fortdauer-der-untersuchungshaft-wegen-derselben-tat-im-sinne-von-121-i-stpo/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/fortdauer-der-untersuchungshaft-wegen-derselben-tat-im-sinne-von-121-i-stpo/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 08:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[derselben tat]]></category>
		<category><![CDATA[Fluchtgefahr]]></category>
		<category><![CDATA[gera]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[Haftbefehl]]></category>
		<category><![CDATA[kinderpornos]]></category>
		<category><![CDATA[Kindesmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[sexualdelikt]]></category>
		<category><![CDATA[sexueller missbrauch von kindern]]></category>
		<category><![CDATA[uhaft]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchungshaft]]></category>
		<category><![CDATA[Verdunkelungsgefahr]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3877</guid>
		<description><![CDATA[Untersuchungshaft / Justizvollzugsanstalt / sexueller Missbrauch von Kindern / Freiheitsstrafe / Haftbefehl / Fluchtgefahr / Verdunkelungsgefahr / kinderpornographische Schriften Thüringer Oberlandesgericht, Beschluss vom 16.11.2010, Az.: 1 Ws 446/10 (32) Der Angeschuldigte befindet sich aufgrund des Haftbefehls des Amtsgerichts Gera vom 12.05.2010, der durch den erweiterten Haftbefehl des Amtsgerichts Gera vom 27.05.2010 ersetzt wurde, seit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Untersuchungshaft (U-Haft)" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/verhalten-in-untersuchungshaft-u-haft/" target="_blank">Untersuchungshaft</a> / Justizvollzugsanstalt / <a title="Sexueller Missbrauch von Kindern (Kindesmissbrauch)" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexueller-missbrauch-von-kindern-gem-176-stgb/" target="_blank">sexueller Missbrauch von Kindern</a> / Freiheitsstrafe / Haftbefehl / Fluchtgefahr / Verdunkelungsgefahr / <a title="Kinderpornos" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/verbreitung-erwerb-und-besitz-kinderpornographischer-schriften-gem-184b-stgb/" target="_blank">kinderpornographische Schriften</a><br />
<strong>Thüringer Oberlandesgericht, Beschluss vom 16.11.2010, Az.: 1 Ws 446/10 (32)</strong></p>
<p>Der Angeschuldigte befindet sich aufgrund des Haftbefehls des Amtsgerichts Gera vom 12.05.2010, der durch den erweiterten Haftbefehl des Amtsgerichts Gera vom 27.05.2010 ersetzt wurde, seit dem 12.05.2010 in dieser Sache in Untersuchungshaft, zurzeit in der Justizvollzugsanstalt Gera.<br />
In dem Haftbefehl vom 12.05.2010 wurde dem Angeschuldigten zur Last gelegt, entgegen einer Weisung zu einem damals 12-jährigen Kind Kontakt aufgenommen und ihn dabei auch angefasst zu haben. Er war zuvor wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 22 Fällen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden.<br />
In dem Haftbefehl vom 27.05.2010 wurden dem Angeklagten vier weitere Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs zur Last gelegt. Als Haftgründe nahm das Amtsgericht – wie zuvor – eine Flucht- und Verdunklungsgefahr an.<br />
Die Staatsanwaltschaft erhob sodann Anklage zum Landgericht Gera. Gegenstand der Anklage sind neben den bereits im Haftbefehl vom 27.05.2009 genannten Taten 72 Taten des Erwerbs kinderpornografischer Schriften und 179 Taten der Verbreitung kinderpornografischer Schriften. Dabei wird ihm vorgeworfen kinderpornografisches Bildmaterial über das Internet ausgetauscht zu haben. Das Landgericht hat sodann wegen sämtlicher angeklagter Taten Untersuchungshaft angeordnet. Mit Beschluss vom selben Tag hat das Landgericht die weitere Untersuchungshaft gemäß § 121 I StPO für erforderlich erklärt und die Vorlage der Akten zur besonderen Haftprüfung an das Thüringer Oberlandesgericht veranlasst.<br />
Die Thüringer Generalstaatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, dass eine Entscheidung des Senats über die Haftfortdauer derzeit noch nicht veranlasst sei.</p>
<p>Aus dem Beschluss des OLG:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Was unter „derselben Tat“ im Sinne des § 121 Abs. 1 StPO zu verstehen ist, hat das Gesetz nicht definiert. In Rechtsprechung und Schrifttum besteht jedoch Einigkeit dahin, dass sie nicht mit dem Tatbegriff des § 264 StPO gleichgesetzt werden kann. Eine solche Auslegung würde dem Schutzzweck des § 121 StPO nicht gerecht werden, weil dies die Möglichkeit einer Reservehaltung von Tatvorwürfen ermöglichen würde (siehe etwa Senatsbeschluss vom 25.02.2010, 1 Ws 51/10, m.w.N.). Dann könnten nämlich fortlaufend neue Tatvorwürfe nachgeschoben und ein bestehender Haftbefehl jeweils ergänzt werden mit der Folge, dass die Frist nach § 121 Abs. 1 StPO immer wieder von Neuem beginnen würde. Ein solcher Missbrauch ist nach dem Schutzzweck der Vorschrift zu verhindern (Senatsbeschluss wie oben). Nach überwiegender Auffassung in Rechtsprechung und Literatur fallen unter den Begriff „derselben Tat“ im Sinne von § 121 Abs. 1 StPO alle Taten eines Beschuldigten von dem Zeitpunkt an, in dem sie – im Sinne eines dringenden Tatverdachts – bekannt geworden sind und in den bestehenden Haftbefehl hätten aufgenommen werden können. Dabei kommt es nicht darauf an, ob sie Gegenstand desselben Verfahrens oder getrennter Verfahren sind. Die Frist beginnt mithin nicht erneut zu laufen, sobald die Untersuchungshaft aufgrund eines neuen oder erweiterten Haftbefehls vollzogen wird, wenn dieser lediglich Tatvorwürfe enthält, die bereits im Sinne eines dringenden Tatverdachts bei Erlass des früheren Haftbefehls bekannt waren. Wird dagegen erst nach Erlass des früheren Haftbefehls eine neue Tat – im Sinne eines dringenden Tatverdachts – bekannt und ergeht deswegen ein neuer oder erweiterter Haftbefehl, so wird dadurch ohne Anrechnung der bisherigen Haftdauer eine neue Frist von 6 Monaten in Gang gesetzt. Fristbeginn ist in diesem Fall der Zeitpunkt, ab dem wegen des neuen Tatvorwurfs erstmals die Voraussetzungen zu dem Erlass oder die Erweiterung eines Haftbefehls vorgelegen haben (siehe Senatsbeschluss wie oben). Unter Berücksichtigung dieser Kriterien handelt es sich bei den Taten der Verbreitung und des Erwerbs kinderpornografischer Schriften (Nr. 6 &#8211; 256 des Haftbefehls vom 26.10.2010) nicht um &#8216;dieselbe Tat&#8217; wie die in dem Haftbefehl vom 27.05.2010 beschriebene Tat. Zwar hat sich der dringende Tatverdacht in Bezug auf die Verbreitung und den Erwerb kinderpornografischer Schriften tatsächlich erst nach Vorliegen des Auswertungsberichts der Kriminalpolizeiinspektion Gera vom 05.07.2010, der aufgrund der Auswertung der Daten auf dem Laptop des Beschuldigten durch die Kriminalpolizeiinspektion Gotha erstellt wurde, ergeben. Bei der gebotenen Beschleunigung der Auswertung hätten diese die Erweiterung des Haftbefehls um die Vorwürfe der Verbreitung und des Erwerbs kinderpornografischer Schriften aber bereits wesentlich früher, nämlich spätestens im Zeitpunkt des Erlasses des erweiterten Haftbefehls vom 27.05.2010 des Amtsgerichts Gera vorgenommen werden können.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Insgesamt ist das Verfahren bisher mit der in Haftsachen gebotenen Beschleunigung betrieben worden, sodass die Fortdauer der Untersuchungshaft über 6 Monate hinaus gerechtfertigt ist.&#8221;</em></p>
<p>Das OLG hatte folglich zu klären, ob es sich bei dem sexuellen Missbrauch und beim Erwerb bzw. der Verbreitung kinderpornographischer Schriften um dieselbe Tat im Sinne von § 121 I StPO handelt. Dabei hat das OLG den Gesetzeszweck zugrunde gelegt. Nach Auffassung des Gerichts kommt es darauf an, wann die Taten eines Beschuldigten hätten bekannt werden können und in einen bestehenden Haftbefehl hätten aufgenommen werden können. Ob es sich dabei um ein Verfahren handelt, sei irrelevant. Da die weiteren Taten hier nicht früher hätten bekannt werden können und da  das OLG das Vorliegen von Haftgründen bejaht hat, wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/olg-koln-darlegung-der-inhalte-kinderpornografischer-schriften-im-berufungsurteil/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG Köln: Darlegung der Inhalte Kinderpornografischer Schriften im Berufungsurteil</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-beschleunigungsgebot-beinhaltet-auch-zu-erwartende-verfahrensdauer/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG: Beschleunigungsgebot beinhaltet auch zu erwartende Verfahrensdauer</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-verurteilung-wegen-besitzes-kinderpornographischer-schriften-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verurteilung wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/bei-der-beurteilung-der-verhaeltnismaessigkeit-der-u-haft-ist-auf-die-tat-abzustellen-die-gegenstand-des-haftbefehls-ist/" rel="bookmark" class="crp_title">Bei der Beurteilung der Verhältnismäßigkeit der U-Haft ist auf die Tat abzustellen, die Gegenstand des Haftbefehls ist</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-anforderungen-an-die-beurteilung-eines-hangs-und-der-gefaehrlichkeit-im-rahmen-der-sicherungsverwahrung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Anforderungen an die Beurteilung eines „Hangs“ und der Gefährlichkeit im Rahmen der Sicherungsverwahrung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/das-beschleunigungsgebot-in-haftsachen-hat-vorrang-vor-gerichtlichen-bemuehungen-um-eine-verfahrensverbindung/" rel="bookmark" class="crp_title">Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen hat Vorrang vor gerichtlichen Bemühungen um eine Verfahrensverbindung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/pfarrer-wegen-hundertfachen-sexuellen-kindesmissbrauch-angeklagt/" rel="bookmark" class="crp_title">Pfarrer wegen hundertfachen sexuellen Kindesmissbrauch angeklagt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/urteil-im-prozess-wegen-kindesmissbrauch/" rel="bookmark" class="crp_title">Urteil im Prozess wegen Kindesmissbrauch</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/fortdauer-der-untersuchungshaft-wegen-derselben-tat-im-sinne-von-121-i-stpo/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/fortdauer-der-untersuchungshaft-wegen-derselben-tat-im-sinne-von-121-i-stpo/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anklage wegen Untreue in Millionenhöhe</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/anklage-wegen-untreue-in-millionenhoehe/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/anklage-wegen-untreue-in-millionenhoehe/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 08:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[anklage]]></category>
		<category><![CDATA[Bestechlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[bestechungsdelikte]]></category>
		<category><![CDATA[festnahme]]></category>
		<category><![CDATA[ingenieur]]></category>
		<category><![CDATA[mannheim]]></category>
		<category><![CDATA[millionen]]></category>
		<category><![CDATA[regenerative energie]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[U-Haft]]></category>
		<category><![CDATA[unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchungshaft]]></category>
		<category><![CDATA[Untreue]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsstrafrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3875</guid>
		<description><![CDATA[Untreue / Bestechlichkeit / Ingenieur / Unternehmen / Festnahme / Untersuchungshaft Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat Anklage gegen einen 47-jährigen Ingenieur und sechs mutmaßliche Komplizen erhoben. Laut Anklage hat der Mann  sich der Untreue und der Bestechlichkeit schuldig gemacht. So soll der Ingenieur mit dem Ausbau einer Anlage für regenerative Energie beauftragt gewesen sein. Dabei gehörte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Untreue / Bestechlichkeit / Ingenieur / Unternehmen / Festnahme / Untersuchungshaft</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat Anklage gegen einen 47-jährigen Ingenieur und sechs mutmaßliche Komplizen erhoben. Laut Anklage hat der Mann  sich der <a title="Untreue" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/untreue/" target="_blank">Untreue</a> und der <a title="Bestechlichkeit" href="http://www.wirtschaftsstrafrecht-strafverteidiger.de/bestechlichkeit-und-bestechung-im-geschaeftlichen-verkehr-299-stgb/" target="_blank">Bestechlichkeit </a>schuldig gemacht.<br />
So soll der Ingenieur mit dem Ausbau einer Anlage für regenerative Energie beauftragt gewesen sein. Dabei gehörte es zu seinen Aufgaben, die Vergabe von Aufträgen vorzubereiten und in diesem Rahmen dem Auftraggeber das günstigste Angebot zu empfehlen. Stattdessen habe er dem Auftraggeber aber völlig überteuerte Angebote vorgelegt.<br />
Dafür verlangte er von den von ihm empfohlenen Unternehmen eine Bezahlung für seine Vermittlungstätigkeit.</p>
<p>Der Mann wurde festgenommen und sitzt in <a title="Untersuchungshaft (U-haft)" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/verhalten-in-untersuchungshaft-u-haft/" target="_blank">Untersuchungshaft</a>.</p>
<p><em>( Quelle: Morgenweb online vom 21.12.2011 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bestechungsverdacht-bei-top-manager-von-media-markt/" rel="bookmark" class="crp_title">Bestechungsverdacht bei Top-Manager von Media Markt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/geiselnahme-in-hamburg-anklage/" rel="bookmark" class="crp_title">Geiselnahme in Hamburg: Anklage</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gemeinschaftlicher-totschlag-am-bahnhof/" rel="bookmark" class="crp_title">Gemeinschaftlicher Totschlag am Bahnhof</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/der-fall-gribkowsky-das-ganz-normale-geschaeft/" rel="bookmark" class="crp_title">Der Fall Gribkowsky: Das ganz normale Geschäft</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/entlastung-im-bestechungs-prozess-um-den-thw-kiel/" rel="bookmark" class="crp_title">Entlastung im Bestechungs-Prozess um den THW Kiel</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-im-rechtsbeugungs-prozess/" rel="bookmark" class="crp_title">Freispruch im Rechtsbeugungs-Prozess</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/erfolgreiche-revision-urteil-gegen-frueheren-cdu-kreisvorsitzenden-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">Erfolgreiche Revision: Urteil gegen früheren CDU-Kreisvorsitzenden aufgehoben</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/anklage-wegen-untreue-in-millionenhoehe/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/anklage-wegen-untreue-in-millionenhoehe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geiselnahme in Hamburg: Anklage</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/geiselnahme-in-hamburg-anklage/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/geiselnahme-in-hamburg-anklage/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 10:24:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[anklage]]></category>
		<category><![CDATA[festnahne]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[freiheitsberaubung]]></category>
		<category><![CDATA[geiselnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Gutachten]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[hausdurchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsanwaltschaft]]></category>
		<category><![CDATA[waffen]]></category>
		<category><![CDATA[waffengesetz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3873</guid>
		<description><![CDATA[Freiheitsberaubung / Geiselnahme / Waffengesetz / Hausdurchsuchung / Sprengstoff / Festnahme / Untersuchungshaft / Gutachten / Schuldfähigkeit Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat Anklage gegen einen 30-Jährigen erhoben. Ihm wird vorgeworfen eine junge Frau in seiner Wohnung gefangen gehalten zu haben. Angeklagt wird er wegen Freiheitsberaubung, versuchter Geiselnahme und Verstöße gegen die Waffen-, Sprengstoff- und Kriegswaffenkontrollgesetz, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freiheitsberaubung / Geiselnahme / Waffengesetz / Hausdurchsuchung / Sprengstoff / Festnahme /<a title="Untersuchungshaft (U-haft)" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/information/verhalten-in-untersuchungshaft-u-haft/" target="_blank"> Untersuchungshaft</a> / Gutachten / Schuldfähigkeit</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat Anklage gegen einen 30-Jährigen erhoben. Ihm wird vorgeworfen eine junge Frau in seiner Wohnung gefangen gehalten zu haben. Angeklagt wird er wegen Freiheitsberaubung, versuchter Geiselnahme und Verstöße gegen die Waffen-, Sprengstoff- und Kriegswaffenkontrollgesetz, weil die Polizei bei einer Hausdurchsuchung auch selbst gebastelten Sprengstoff entdeckte. Nach Angaben des Mannes, wollte er mit der Frau ein Kind zeugen.</p>
<p>Die junge Frau konnte im August aus ihrem Gefängnis fliehen, indem sie aus dem Fenster der Wohnung sprang. Dabei wurde sie von Anwohnern beobachtet, die die Polizei alarmierten. So konnte der Mann damals schnell festgenommen werden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.</p>
<p>In einem Gutachten soll geklärt werden, ob der Mann zum Tatzeitpunkt schuldfähig war.</p>
<p><em>( Quelle: Welt online vom 23.12.2011 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/anklage-wegen-untreue-in-millionenhoehe/" rel="bookmark" class="crp_title">Anklage wegen Untreue in Millionenhöhe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gemeinschaftlicher-totschlag-am-bahnhof/" rel="bookmark" class="crp_title">Gemeinschaftlicher Totschlag am Bahnhof</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/hamburg-mordprozess-begonnenen/" rel="bookmark" class="crp_title">Hamburg: Mordprozess begonnenen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/mord-an-93-jaehriger-frau/" rel="bookmark" class="crp_title">Mord an 93-jähriger Frau</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-im-rechtsbeugungs-prozess/" rel="bookmark" class="crp_title">Freispruch im Rechtsbeugungs-Prozess</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/taxifahrer-vom-vorwurf-der-sexuellen-belaestigung-freigesprochen/" rel="bookmark" class="crp_title">Taxifahrer vom Vorwurf der sexuellen Belästigung freigesprochen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gott-meister-oder-einfach-nur-voll-sachverstaendiger-weiss-es-auch-nicht/" rel="bookmark" class="crp_title">„Gott“, Meister“ oder einfach nur voll? Sachverständiger weiß es auch nicht</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/geiselnahme-in-hamburg-anklage/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/geiselnahme-in-hamburg-anklage/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zur „erforderlichen Sachkunde“ im Sinne von § 244 Abs. 4 Satz 1 StPO</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-erforderlichen-sachkunde-im-sinne-von-244-abs-4-satz-1-stpo/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-erforderlichen-sachkunde-im-sinne-von-244-abs-4-satz-1-stpo/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 09:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Gutachten]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Körperverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[nebenklage]]></category>
		<category><![CDATA[persönlichkeitsstörung]]></category>
		<category><![CDATA[sachkunde]]></category>
		<category><![CDATA[schmerzensgeld]]></category>
		<category><![CDATA[schnittwunden]]></category>
		<category><![CDATA[selbstverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Vergewaltigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3865</guid>
		<description><![CDATA[Vergewaltigung / Körperverletzung / Freiheitsstrafe / Schmerzensgeld / Strafverteidiger / Gutachten  / Persönlichkeitsstörung BGH, Beschluss vom 28.10.2009, Az.: 5 StR 419/09 Das Landgericht Hamburg hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung in zwei Fällen, davon in einem Fall in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Ferner hat es ihn zur Zahlung eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> / Körperverletzung / Freiheitsstrafe / Schmerzensgeld / <a title="Strafverteidigung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank">Strafverteidiger</a> / Gutachten  / Persönlichkeitsstörung<br />
<strong>BGH, Beschluss vom 28.10.2009, Az.: 5 StR 419/09</strong></p>
<p>Das Landgericht Hamburg hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung in zwei Fällen, davon in einem Fall in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Ferner hat es ihn zur Zahlung eines Schmerzensgeldes an die Nebenklägerin in Höhe von 5.000 Euro verurteilt. Gegen das Urteil wendet sich der Angeklagte mit seiner Revision.</p>
<p>Nach den Feststellungen des Landgerichts hat der Angeklagte an der Nebenklägerin zweimal gewaltsam den Vaginal- und Analverkehr vollzogen. Beide Taten fanden in der Wohnung der Nebenklägerin statt. Die Feststellungen beruhten fast ausschließlich auf der Aussage des Opfers.</p>
<p>Im Prozess hatte die Strafverteidigerin die Einholung eines psychiatrisch-psychologischen Gutachtens beantragt. Damit sollte gezeigt werden, dass die Nebenklägerin an einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung oder an einer anderen, selbstverletzendes Verhalten auslösenden Persönlichkeitsstörung leide und ihre Aussage damit eventuell in Zweifel gezogen werden müsse. Begründet wurde der Antrag damit, dass bei der Nebenklägerin nach der Tat Schnittwunden an den Armen entdeckt wurden, welche unzweifelhaft auf eine Selbstverletzung schließen lassen.</p>
<p>Das Landgericht lehnte den Antrag gemäß § 244 Abs. 4 Satz 1 StPO mit der Begründung ab, dass es die Glaubwürdigkeit der Zeugin selbst beurteilen könne. Die Strafkammer habe sich in der Hauptverhandlung davon überzeugt, dass die Nebenklägerin keine frischen Schnittspuren aufwies, sondern die Narben bereits länger bestehen.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Zwar kann sich das Gericht bei der Beurteilung von Zeugenaussagen grundsätzlich eigene Sachkunde zutrauen; etwas anderes gilt aber, wenn besondere Umstände vorliegen, deren Würdigung eine spezielle Sachkunde erfordert, die dem Gericht nicht zur Verfügung steht (BGH StV 1994, 634; NStZ-RR 1997, 106; NStZ 2009, 346, 347). Solche Umstände liegen hier vor. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme sind deutliche Anhaltspunkte für tatzeitnahe Selbstverletzungen und Suizidalität der Nebenklägerin vorhanden, die auf eine Persönlichkeitsstörung hindeuten können. Da die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung und deren Auswirkungen auf die Aussagetüchtigkeit spezifisches Fachwissen erfordert, das nicht Allgemeingut von Richtern ist, hätte die eigene Sachkunde einer näheren Darlegung bedurft (vgl. BGHSt 12, 18, 20; BGH StV 1984, 232). Diese ist den Urteilsgründen nicht zu entnehmen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em> Die Strafkammer hat in ihrem ablehnenden Beschluss demgegenüber angenommen, für ein Sachverständigengutachten fehle es an hinreichenden Anknüpfungstatsachen; denn die Nebenklägerin habe &#8220;plausibel begründet&#8221;, dass die frischen Schnittverletzungen beim Schneiden einer Melone entstanden seien. Diese Wertung lässt die Befunde des rechtsmedizinischen Sachverständigen und die Wahrnehmungen der Zeugin E. außer Acht.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Namentlich steht die Erklärung der Nebenklägerin in der Hauptverhandlung in deutlichem Widerspruch zum Vermerk der Zeugin E., dessen Inhalt es überdies nahe legt, dass er – auch – auf Angaben der Nebenklägerin beruht.“</em></p>
<p>Demnach war die Ablehnung des Beweisantrags auf Einholung eines aussagepsychologischen Gutachtens hier unrechtmäßig. Grundsätzlich kann das Gericht gemäß § 244 Abs. 4 Satz 1 StPO den Antrag ablehnen, wenn das Gericht selbst die erforderliche Sachkunde besitzt. Allerdings liegen hier diverse Hinweise vor, dass die Schnittverletzungen noch frisch sind und daher ein Suizidversuch vorliegen könnte. Das Landgericht kann sich hier nicht anmaßen, eine Persönlichkeitsstörung abzulehnen, da dafür spezifisches Fachwissen erforderlich ist. Dies hätte vom Landgericht dann zumindest näher dargestellt werden müssen. Mithin hat der BGH das Urteil des Landgerichts Hamburg mit den Feststellungen aufgehoben.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-zweite-vernehmung-eines-zeugen-erfordert-erneuten-beschluss-ueber-den-ausschluss-der-oeffentlichkeit/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zweite Vernehmung eines Zeugen erfordert erneuten Beschluss über den Ausschluss der Öffentlichkeit</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/urteilsgruende-muessen-fuer-revisionsgericht-nachvollziehbar-sein/" rel="bookmark" class="crp_title">Urteilsgründe müssen für Revisionsgericht nachvollziehbar sein</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-die-in-der-anklage-bezeichnete-tat-im-simme-von-264-i-stpo/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: „Die in der Anklage bezeichnete Tat“ im Sinne von § 264 I StPO</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/zu-den-anforderungen-bei-aussage-gegen-aussage-im-rahmen-eines-sexualdelikts/" rel="bookmark" class="crp_title">Zu den Anforderungen bei Aussage gegen Aussage im Rahmen eines Sexualdelikts</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-zum-hinweis-ueber-straferhoehende-umstaende-gemaess-265-ii-stpo/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zum Hinweis über straferhöhende Umstände gemäß § 265 II StPO</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/01/wiedergabe-belastender-aussagen-im-urteil/" rel="bookmark" class="crp_title">Wiedergabe belastender Aussagen im Urteil</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-zur-neuregelung-der-sicherungsverwahrung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Neuregelung der Sicherungsverwahrung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/prozessverschleppung-und-verfahrensgrundsaetze/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozessverschleppung und Verfahrensgrundsätze</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-erforderlichen-sachkunde-im-sinne-von-244-abs-4-satz-1-stpo/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-erforderlichen-sachkunde-im-sinne-von-244-abs-4-satz-1-stpo/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Fehler im Protokoll ist kein Revisionsgrund</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-fehler-im-protokoll-ist-kein-revisionsgrund/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-fehler-im-protokoll-ist-kein-revisionsgrund/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 08:38:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bandendiebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Beihilfe]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Diebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[fehler]]></category>
		<category><![CDATA[Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Revision]]></category>
		<category><![CDATA[revisionsgrund]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Verständigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3869</guid>
		<description><![CDATA[Bandendiebstahl / Diebstahl / Freiheitsstrafe / Beihilfe / Bewährung / Verständigung / Protokoll / Revisionsgrund BGH, Beschluss vom 08.06.2011, Az.: 4 StR 111/11 Das Landgericht Bielefeld hat den Angeklagten A wegen (versuchtem) schweren Bandendiebstahl in mehreren Fällen und wegen eines „besonders schweren Falls des Diebstahls“ zu der Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verurteilt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bandendiebstahl / Diebstahl / Freiheitsstrafe / Beihilfe / Bewährung / Verständigung / Protokoll / <a title="Revision in Strafsachen" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/revision-in-strafsachen/" target="_blank">Revisionsgrund</a><strong><br />
BGH, Beschluss vom 08.06.2011, Az.: 4 StR 111/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Bielefeld hat den Angeklagten A wegen (versuchtem) schweren Bandendiebstahl in mehreren Fällen und wegen eines „besonders schweren Falls des Diebstahls“ zu der Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verurteilt, wovon ein Jahr als verbüßt gilt.</p>
<p>Den Angeklagten Ak hat es des schweren Bandendiebstahls in acht Fällen schuldig gesprochen und gegen ihn &#8211; unter Einbeziehung eines anderen Urteils &#8211; auf die Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und neun Monaten erkannt, von welcher ein Jahr als verbüßt gilt.</p>
<p>Der Angeklagte P wurde wegen Beihilfe zum schweren Bandendiebstahl in sechs Fällen zu der Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt.</p>
<p>Hiergegen richten sich die Revisionen der Angeklagten.</p>
<p>Der Angeklagte P rügte, dass seine Freiheitsstrafe nicht zur Bewährung ausgesetzt wurde und dass das Urteil nach Wiedereintritt in die Verhandlung und Erteilung eines Hinweises nach § 265 StPO unter Verletzung des § 260 Abs. 1 StPO ergangen sei. Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf die erneute Beratung nach Wiedereintritt in die Verhandlung in Form einer kurzen, für alle Verfahrensbeteiligten erkennbaren Verständigung des Gerichts im Sitzungssaal erfolgen, wenn bei der Entscheidung einfacher Fragen rascheste Verständigung möglich ist (vgl. BGH, Urteil vom 14. Juli 1971 &#8211; 3 StR 73/71, BGHSt 24, 170, 171; Beschlüsse vom 31. Juli 1992 &#8211; 3 StR 200/92, BGHR StPO § 260 Abs. 1 Beratung 5; vom 25. November 1997 &#8211; 5 StR 458/97, NStZ-RR 1998, 142). Die Revision trägt nicht vor, dass eine solche Nachberatung durch Verständigung im Sitzungssaal unterblieben ist, sondern führt lediglich aus, dass sich der Protokollvermerk &#8220;nach Beratung&#8221; nicht dazu verhält, in welcher Weise die Beratung erfolgt sei. Das Rügevorbringen erschöpft sich damit in der Beanstandung der Protokollierung, ohne einen konkreten Verfahrensfehler bestimmt zu behaupten. Abgesehen davon, dass die Urteilsberatung nicht zu den protokollierungspflichtigen Förmlichkeiten gehört (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Oktober 2008 &#8211; 4 StR 260/08, NStZ 2009, 105), vermögen Fehler des Protokolls die Revision nicht zu begründen, weil das Urteil hierauf nicht beruhen kann (vgl. BGH, Urteil vom 20. April 2006 &#8211; 4 StR 604/05, NStZ-RR 2007, 52, 53).“</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass ein Fehler im Protokoll keinen Revisionsgrund darstellt. Als Begründung führt der BGH aus, dass das Urteil nicht auf dem Protokoll beruhe. Dennoch wurde das Urteil vom BGH teilweise im Strafausspruch geändert oder aufgehoben. Dazu führte vor allem, dass das Landgericht in seinem Urteil bezüglich des Angeklagten Ak nicht die einbezogenen Einzelstrafen aufführte und die Aussetzung zur Bewährung zu Gunsten des Angeklagten P nicht prüfte.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-zur-begruendungspflicht-der-nicht-aussetzung-einer-aussetzungsfaehigen-freiheitsstrafe/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Begründungspflicht der Nicht-Aussetzung einer aussetzungsfähigen Freiheitsstrafe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/07/beweisverwertungverbot-eines-gestaendnisses/" rel="bookmark" class="crp_title">Beweisverwertungverbot eines Geständnisses</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-verstaendigung-im-strafverfahren-ist-kein-gestaendnis/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verständigung im Strafverfahren ist kein Geständnis</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/pflicht-zur-ausschoepfung-der-beweismittel-trotz-verstaendigung-im-strafverfahren/" rel="bookmark" class="crp_title">Pflicht zur Ausschöpfung der Beweismittel trotz Verständigung im Strafverfahren</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-mit-gleichen-strafzumessungserwaegungen/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Strafzumessung bei Mittätern mit gleichen Strafzumessungserwägungen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-zweite-vernehmung-eines-zeugen-erfordert-erneuten-beschluss-ueber-den-ausschluss-der-oeffentlichkeit/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zweite Vernehmung eines Zeugen erfordert erneuten Beschluss über den Ausschluss der Öffentlichkeit</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/03/zum-verstaendigungsurteil/" rel="bookmark" class="crp_title">Zum Verständigungsurteil</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-betrug-verjaehrt/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG: Betrug verjährt</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-fehler-im-protokoll-ist-kein-revisionsgrund/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-fehler-im-protokoll-ist-kein-revisionsgrund/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zur Strafzumessung bei Mittätern</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-2/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 08:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Betäubungsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[einziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Geständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Handeltreiben]]></category>
		<category><![CDATA[lübeck]]></category>
		<category><![CDATA[Mittäter]]></category>
		<category><![CDATA[Rauschgift]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzumessung]]></category>
		<category><![CDATA[vorstrafen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3867</guid>
		<description><![CDATA[Handeltreiben mit Betäubungsmitteln / Freiheitsstrafe / Einziehung / Rauschgift / Strafzumessung / Mittäter / Bewährung / Vorstrafen / Geständnis BGH, Beschluss vom 16.08.2011, Az.: 5 StR 237/11 Das Landgericht Lübeck hat die Angeklagten wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge schuldig gesprochen. Der Angeklagte W. wurde zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Betäubungsmittelstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/betaeubungsmittelstrafrecht-btmg/" target="_blank">Handeltreiben mit Betäubungsmitteln</a> / Freiheitsstrafe / Einziehung / Rauschgift / Strafzumessung / Mittäter / Bewährung / Vorstrafen / Geständnis<br />
<strong>BGH, Beschluss vom 16.08.2011, Az.: 5 StR 237/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Lübeck hat die Angeklagten wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge schuldig gesprochen.</p>
<p>Der Angeklagte W. wurde zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten und der Angeklagte P. von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Außerdem wurde das sichergestellte Rauschgift eingezogen. Gegen diese Entscheidung legte die beiden Angeklagten Revisionen ein.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Das Landgericht hat im Rahmen seiner sehr knappen Strafzumessungserwägungen nicht ausreichend den Gesichtspunkt beachtet, dass gegen Mittäter verhängte Strafen in einem gerechten Verhältnis zueinander stehen sollen (vgl. BGH, Urteil vom 24. Februar 1994 – 4 StR 708/93 mwN, insoweit in BGHSt 40, 73 nicht abgedruckt; Beschluss vom 28. Juni 2011 – 1 StR 282/11 Rn. 4 und 6 mwN, zur Veröffentlichung in BGHSt bestimmt). Wenn mehrere Angeklagte in einem Verfahren abgeurteilt werden, ist für jeden von ihnen die Strafe in individueller Würdigung des Maßes der eigenen Schuld zu bestimmen (vgl. BGH, Beschluss vom 24. Februar 2009 – 5 StR 8/09, NStZ 2009, 382). Dem Urteil kann kein hinreichender Grund für die nahezu gleichen Strafaussprüche entnommen werden: Im Verhältnis zum vielfach vorbestraften, zur Tatzeit unter Bewährung stehenden Angeklagten W. sprechen erhebliche Umstände deutlich zugunsten des Angeklagten P.        , namentlich das Fehlen von Vorstrafen, seine besondere Haftempfindlichkeit sowie sein voll umfänglich glaubhaftes Geständnis. Darüber hinaus ergeben sich aus den Feststellungen auch Hinweise auf einen geringeren Tatbeitrag des Angeklagten P.       gegenüber dem Angeklagten W.       ; letzterer war es nämlich, der in der Zeit zwischen der Bestellung der Rauschmittel und deren Lieferung den Kontakt zu dem Lieferanten hielt. Erkennt das Tatgericht trotz dieser erheblichen Unterschiede gegen Mittäter auf nahezu gleich hohe Strafen, so bedarf dies jedenfalls einer ausdrücklichen Begründung, die dem Revisionsgericht die Prüfung ermöglicht, ob die Strafzumessung auf rechtsfehlerfreien Erwägungen beruht (vgl. BGH aaO).“</em></p>
<p>Mithin ist nach Auffassung der Richter nicht erkennbar, warum die beiden Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe nahezu gleicher Höhe verurteilt wurden. Nach Ansicht des BGH sprechen viele Argumente für eine wesentlich mildere Strafe des Angeklagten P.: Er habe keine Vorstrafen, sei besonders haftempfindlich und habe zudem ein Geständnis abgelegt. Der BGH betont, dass die Strafe bei Mittätern individuell bestimmt werden und insbesondere in einem gerechten Verhältnis zueinander stehen muss. Daher hat der BGH das Urteil im Strafausspruch, soweit es den Angeklagten P. betrifft, aufgehoben.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Strafzumessung bei Mittätern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-mit-gleichen-strafzumessungserwaegungen/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Strafzumessung bei Mittätern mit gleichen Strafzumessungserwägungen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-einheitliche-tat-beim-erwerb-und-der-veraeusserung-von-betaeubungsmitteln/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Einheitliche Tat beim Erwerb und der Veräußerung von Betäubungsmitteln</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-zur-begruendungspflicht-der-nicht-aussetzung-einer-aussetzungsfaehigen-freiheitsstrafe/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Begründungspflicht der Nicht-Aussetzung einer aussetzungsfähigen Freiheitsstrafe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-strafe-deutlich-ueber-der-mindeststrafandrohung-bedarf-besonderer-begruendung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Strafe deutlich über der Mindeststrafandrohung bedarf besonderer Begründung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-wert-des-einziehungsgegenstandes-muss-bei-der-strafzumessung-beachtet-werden/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Wert des Einziehungsgegenstandes muss bei der Strafzumessung beachtet werden</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-gestaendnis-keine-voraussetzung-fur-strafmilderung-nach-46b-i-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Geständnis keine Voraussetzung für Strafmilderung nach § 46b I StGB</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/betaeubungsmittelstrafrecht-bgh-bei-eigener-kasse-keine-bande/" rel="bookmark" class="crp_title">Betäubungsmittelstrafrecht (BGH):  Bei eigener Kasse keine Bande</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-2/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Wert des Einziehungsgegenstandes muss bei der Strafzumessung beachtet werden</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-wert-des-einziehungsgegenstandes-muss-bei-der-strafzumessung-beachtet-werden/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-wert-des-einziehungsgegenstandes-muss-bei-der-strafzumessung-beachtet-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 08:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[audi]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Betäubungsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Einfuhr]]></category>
		<category><![CDATA[einziehungsgegenstand]]></category>
		<category><![CDATA[Handeltreiben]]></category>
		<category><![CDATA[kiel]]></category>
		<category><![CDATA[nebenstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzumessung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3863</guid>
		<description><![CDATA[Einfuhr von Betäubungsmitteln / Freiheitsstrafe / Einziehung / Strafzumessung / Nebenstrafe BGH, Beschluss vom 20.07.2011, Az.: 5 StR 234/11 Das Landgericht Kiel hat die Angeklagten jeweils wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Betäubungsmittelstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/betaeubungsmittelstrafrecht-btmg/" target="_blank">Einfuhr von Betäubungsmitteln </a>/ Freiheitsstrafe / Einziehung / Strafzumessung / Nebenstrafe</p>
<p><strong>BGH, Beschluss vom 20.07.2011, Az.: 5 StR 234/11</strong></p>
<p>Das Landgericht Kiel hat die Angeklagten jeweils wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren (S. L.) bzw. vier Jahren (J. L.) verurteilt. Darüber hinaus hat es den Pkw Audi A8 von einem der Angeklagten eingezogen.</p>
<p>Aus dem Beschluss des BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Der Rechtsfolgenausspruch gegen den Angeklagten J. L. hat keinen Bestand. Die Strafkammer hat im Rahmen der Strafzumessung rechtsfehlerhaft den – bislang nicht festgestellten – Wert des eingezogenen Pkw Audi A8 unberücksichtigt gelassen. Eine entsprechende Berücksichtigung wäre aber hier – bei näherer Darlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Angeklagten – zur Erzielung eines Schuldausgleichs geboten gewesen (vgl. BGH, Beschluss vom 20. September 1988 – 5 StR 418/88, BGHR StGB § 46 Abs. 1 Schuldausgleich 16, und Urteil vom 12. Oktober 1993 – 1 StR 585/93, BGHR StGB § 46 Abs. 1 Strafzumessung 1 jeweils mwN), weil die auf § 74 Abs. 2 Nr. 1 StGB gestützte Einziehungsanordnung als Nebenstrafe angesichts des möglicherweise nicht unbeträchtlichen Werts des Fahrzeugs einen bestimmenden Strafzumessungsgesichtspunkt darstellt.“</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass der Wert eines Einziehungsgegenstandes bei der Strafzumessung beachtet werden muss. Insbesondere bei einem wertvollen Gegenstand muss dies als Aspekt der Strafzumessung beachtet werden. Aus diesem Grund hat der BGH den Strafausspruch aufgehoben.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/01/die-strafzumessung-der-einzelstrafen-bei-einem-minder-schweren-fall/" rel="bookmark" class="crp_title">Die Strafzumessung der Einzelstrafen bei einem minder schweren Fall</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-zum-umfang-der-erforderlichen-strafzumessungserwaegungen-in-der-urteilsbegrundung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zum Umfang der erforderlichen Strafzumessungserwägungen in der Urteilsbegründung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/11/zum-gewerbsmaessigen-handeltreiben-mit-betaeubungsmitteln/" rel="bookmark" class="crp_title">Zum gewerbsmäßigen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-zur-begruendungspflicht-der-nicht-aussetzung-einer-aussetzungsfaehigen-freiheitsstrafe/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Begründungspflicht der Nicht-Aussetzung einer aussetzungsfähigen Freiheitsstrafe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/04/bandenhandel-mit-betaeubungsmittel/" rel="bookmark" class="crp_title">Bandenhandel mit Betäubungsmittel</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/04/strafzumessung-bei-unerlaubtem-handeltreiben-mit-betaeubungsmittel/" rel="bookmark" class="crp_title">Strafzumessung bei unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmittel</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-zur-strafzumessung-bei-mittaetern/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Strafzumessung bei Mittätern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-gestaendnis-keine-voraussetzung-fur-strafmilderung-nach-46b-i-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Geständnis keine Voraussetzung für Strafmilderung nach § 46b I StGB</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-wert-des-einziehungsgegenstandes-muss-bei-der-strafzumessung-beachtet-werden/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-wert-des-einziehungsgegenstandes-muss-bei-der-strafzumessung-beachtet-werden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zur Unmittelbarkeit bei der Verwertung ärztlicher Atteste</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-unmittelbarkeit-bei-der-verwertung-aerztlicher-atteste/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-unmittelbarkeit-bei-der-verwertung-aerztlicher-atteste/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 08:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[arztbericht]]></category>
		<category><![CDATA[attest]]></category>
		<category><![CDATA[Beleidigung]]></category>
		<category><![CDATA[düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Erpressung]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[glaubwürdigung]]></category>
		<category><![CDATA[hausfriedensbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Körperverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[räuberische Erpressung]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbeschädigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3859</guid>
		<description><![CDATA[räuberische Erpressung / Beleidigung / Hausfriedensbruch / Körperverletzung / Erpressung / Sachbeschädigung / Freiheitsstrafe / Krankenhaus / Glaubwürdigkeit / Tatfolgen / Arztbericht BGH, Beschluss vom 23.11.2010, Az.: 3 StR 402/10 Das Landgericht Düsseldorf hat den Angeklagten wegen räuberischer Erpressung in Tateinheit mit Beleidigung, Hausfriedensbruch und vorsätzlicher Körperverletzung sowie wegen versuchter Erpressung in Tateinheit mit Hausfriedensbruch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="raub und räuberische erpressung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/vermoegensdelikte-wie-raub-diebstahl-erpressung/" target="_blank">räuberische Erpressung</a> / Beleidigung / Hausfriedensbruch / Körperverletzung / Erpressung / Sachbeschädigung / Freiheitsstrafe / Krankenhaus / Glaubwürdigkeit / Tatfolgen / Arztbericht<br />
<strong>BGH, Beschluss vom 23.11.2010, Az.: 3 StR 402/10</strong></p>
<p>Das Landgericht Düsseldorf hat den Angeklagten wegen räuberischer Erpressung in Tateinheit mit Beleidigung, Hausfriedensbruch und vorsätzlicher Körperverletzung sowie wegen versuchter Erpressung in Tateinheit mit Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt. Der Angeklagte beanstandet die Entscheidung mit seiner Revision.</p>
<p>Im Prozess wurde ein Bericht des Krankenhauses verlesen. Dabei beanstandet der Angeklagte, dass das Gericht nicht nur die medizinischen Erkenntnisse berücksichtigte, sondern auch die in dem Bericht dargelegten Äußerungen des Angeklagten als Indiztatsache zur Beurteilung seiner Glaubwürdigkeit heranzog. Damit soll das Gericht den Grundsatz der Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme in unzulässiger Weise für die Beurteilung der Schuldfrage verwertet haben.</p>
<p>Dies bestätigte auch der BGH, allerdings beruhe das Urteil nicht auf diesem Verfahrensverstoß. Damit liegt nach Auffassung des Gerichts kein Rechtsfehler bezüglich des Schuldspruchs vor. Zudem rügte der Angeklagte in seiner Revision den Strafausspruch.</p>
<p>Dazu der BGH:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Die Strafkammer hat bei Bemessung beider Einzelstrafen zum Nachteil des Angeklagten gewertet, dass das Opfer durch die Taten ein schweres posttraumatisches Belastungssyndrom erlitt. Diese Feststellung beruht nach den Urteilsgründen allein auf dem Inhalt des in der Hauptverhandlung ebenfalls gemäß § 256 Abs. 1 Nr. 2 StPO verlesenen ärztlichen Attests des Hausarztes der Geschädigten vom 14. Dezember 2009. Zutreffend weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass auch die Verlesung dieses Attests nicht dem Nachweis einer (nicht schweren) Körperverletzung, sondern ausschließlich der Tatfolgen und damit der Feststellung einer für den Strafausspruch wesentlichen Tatsache diente. Zu diesem Zweck durfte der Arztbericht nicht nach § 256 Abs. 1 Nr. 2 StPO verlesen werden; seine Verwertung war deshalb unzulässig (BGH, Beschluss vom 13. März 1997 &#8211; 1 StR 72/97, StV 1999, 195).</em></p>
<p><em> Zwar hat sich ausweislich des Hauptverhandlungsprotokolls die Geschädigte in der Hauptverhandlung zu diesem Attest &#8220;erklärt&#8221;. Auf ihre Angaben hat sich das Landgericht zum Nachweis der Tatfolgen aber nicht gestützt. Daher ist es aus den bereits oben dargelegten Gründen unbeachtlich, dass die erkennenden Richter und der Staatsanwalt in ihren dienstlichen Stellungnahmen übereinstimmend erklärt haben, die Geschädigte habe den festgestellten Befund im Rahmen ihrer Vernehmung in der Hauptverhandlung bestätigt. In Anbetracht der eindeutigen Darlegungen zur Beweisführung hinsichtlich der erlittenen Tatfolgen ist vielmehr nicht auszuschließen, dass die Bemessung der Einzelstrafen auf der unzulässigen Verwertung des Inhalts des verlesenen Arztberichts beruht.“</em></p>
<p>In seinem Beschluss stellt der BGH klar, dass die Verlesung eines Arztberichts dann gegen den Grundsatz der Unmittelbarkeit gemäß § 256 Abs. 1 Nr. 2 StPO verstößt, wenn damit andere Tatsachen als direkt medizinische Tatsachen bewiesen werden sollen. So lag es hier bezüglich des Krankenhaus-Berichts, womit das Landgericht Düsseldorf die Frage der Glaubwürdigkeit des Angeklagten klären wollte. Ebenso sei die Verlesung eines Berichts des Hausarztes hier unzulässig, da das Gericht die Erkenntnisse des Arztes als Tatfolgen zur Bemessung der Strafhöhe herangezogen hat. Daher hat der BGH das Urteil im Strafausspruch aufgehoben.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/03/aufklaerungsruege-hinsichtlich-aufklaerungshilfe/" rel="bookmark" class="crp_title">Aufklärungsrüge hinsichtlich Aufklärungshilfe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/bgh-zum-ruecktritt-vom-versuch/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zum Rücktritt vom Versuch</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-gestaendnis-keine-voraussetzung-fur-strafmilderung-nach-46b-i-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Geständnis keine Voraussetzung für Strafmilderung nach § 46b I StGB</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-noetigung-zur-ermoeglichung-der-wegnahme-erforderlich-computerbetrug/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Nötigung zur Ermöglichung der Wegnahme erforderlich &#8211; Computerbetrug</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-gibt-revision-statt-falsche-besetzung-bei-eroeffnungsbeschluss/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH gibt Revision statt: Falsche Besetzung bei Eröffnungsbeschluss</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/na-wer-hat-sich-denn-da-verlesen/" rel="bookmark" class="crp_title">Na, wer hat sich denn da verlesen?</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-strafe-deutlich-ueber-der-mindeststrafandrohung-bedarf-besonderer-begruendung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Strafe deutlich über der Mindeststrafandrohung bedarf besonderer Begründung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/bgh-zur-zulaessigkeit-der-entscheidung-ueber-beweisaentrage-im-urteil/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Zulässigkeit der Entscheidung über Beweisanträge im Urteil</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-unmittelbarkeit-bei-der-verwertung-aerztlicher-atteste/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-unmittelbarkeit-bei-der-verwertung-aerztlicher-atteste/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verurteilung wegen Nichtverhinderung des Todes einer Studentin rechtskräftig</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/verurteilung-wegen-nichtverhinderung-des-todes-einer-studentin-rechtskraeftig/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/verurteilung-wegen-nichtverhinderung-des-todes-einer-studentin-rechtskraeftig/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 09:12:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[hilfsmaßnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[nichtverhinderung]]></category>
		<category><![CDATA[selbstmord]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Studentin]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[tot]]></category>
		<category><![CDATA[unterlassene Hilfeleistung]]></category>
		<category><![CDATA[Verurteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3857</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Tod / Selbstmord / Unterlassene Hilfeleistung Quelle: Pressemitteilung des BGH, Nr. 203/2011 vom 21.12.2011 Der BGH bestätigt in der folgenden Entscheidung die Verurteilung des Angeklagten wegen Nichtverhindert des Todes einer Studentin. Der Angeklagte traf auf die junge Frau, die sich offenbar zuvor per Einnahme eines Drogenersatzstoffes das Leben zu nehmen versuchte, und verließ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht /<a title="Totschlag" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/toetungsdelikte-und-kapitalstrafsachen-wie-mord-totschlag/" target="_blank"> Tod</a> / Selbstmord / Unterlassene Hilfeleistung<br />
<strong>Quelle: Pressemitteilung des BGH, Nr. 203/2011 vom 21.12.2011</strong></p>
<p>Der BGH bestätigt in der folgenden Entscheidung die Verurteilung des Angeklagten wegen Nichtverhindert des Todes einer Studentin. Der Angeklagte traf auf die junge Frau, die sich offenbar zuvor per Einnahme eines Drogenersatzstoffes das Leben zu nehmen versuchte, und verließ nach einiger Zeit die Wohnung, ohne dabei Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Er wurde zu sieben Jahre Haft verurteilt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Pressemitteilung:</strong></span></p>
<p><em>Verurteilung wegen Nichtverhinderung des Todes einer Studentin rechtskräftig</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das Landgericht Trier hat den Angeklagten wegen Totschlags durch Unterlassen zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Nach den Feststellungen des Landgerichts konsumierte der Angeklagte das Lösungsmittel GBL (Gamma-Butyrolacton) als Drogenersatz und kannte sich mit Dosierung und Wirkung dieses Mittels gut aus. Mit der später getöteten 20jährigen Studentin hatte er über längere Zeit eine intime Beziehung, verlobte sich dann aber mit einer anderen Frau. Etwa eine Woche vor der Tat reiste er nach Trier, wo er die nächsten Tage mit der Geschädigten in deren Zimmer verbrachte. Am Tatabend erklärte er der Geschädigten, die ihn als ihre &#8220;große Liebe&#8221; betrachtete und von ihm emotional abhängig war, dass er die frühere Beziehung definitiv nicht fortsetzen wolle. Zuvor hatte er eine Flasche mit etwa 500 ml des Drogenersatzmittels GBL auf den Tisch gestellt. Die Geschädigte hatte selbst keine Erfahrung mit der Substanz; der Angeklagte hatte ihr früher mitgeteilt, diese sei gefährlich. Nach der Mitteilung des Angeklagten nahm die Geschädigte, die sich in verzweifelter Stimmung befand, aufgrund eines spontanen Entschlusses eine Menge von ca. 15 bis 25 ml GBL zu sich; die potentiell letale Dosis lag bei ca. 7 ml. Der Angeklagte, der zu diesem Zeitpunkt am Computer saß, nahm die Handlung der Geschädigten wahr und erkannte die Gefährlichkeit der Lage. Er veranlasste die Geschädigte, sich zu erbrechen; gleichwohl wurde sie kurz darauf bewusstlos. Der Angeklagte unterließ weitere Rettungshandlungen, obwohl er erkannte, dass die Geschädigte sich in einem akut lebensbedrohlichen Zustand befand. Er führte längere Zeit Internetrecherchen nach möglichen Gegenmaßnahmen sowie zu Todesanzeichen durch. Schließlich verließ er die Wohnung, ohne Hilfsmaßnahmen einzuleiten, die das Leben der Geschädigten hätten retten können. Fragen einer Bekannten nach dem Befinden ihrer Freundin beantwortete er wahrheitswidrig damit, dass sie schlafe. Den Tod der Geschädigten nahm er billigend in Kauf.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das Landgericht hat angenommen, der Angeklagte sei wegen vorangegangenen pflichtwidrigen Handelns durch das Überlassen des gefährlichen Mittels und der aus Verzweiflung erfolgten Spontanhandlung der Geschädigten spätestens mit Eintritt von deren Bewusstlosigkeit zu einer Rettungshandlung verpflichtet gewesen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen. Für eine Anwendung der Grundsätze zur Hilfspflicht von Garanten bei freiverantwortlichem Suizid bestand nach Ansicht des Senats kein Anlass. Denn nach den rechtsfehlerfreien Feststellungen des Landgerichts lag hier schon die Annahme eher fern, die Geschädigte habe sich (ernstlich) töten wollen. Hiergegen sprachen unter anderem die absolut geringe Menge des konsumierten GBL, die Handlungssituation in unmittelbarer Nähe des Angeklagten sowie der Umstand, dass die Geschädigte sich alsbald willentlich erbrach. Das Landgericht hat überdies nicht festgestellt, dass der Angeklagte selbst von einer ernsthaften Suizidabsicht der Geschädigten ausging. Er war daher, da er die Gefahrenquelle geschaffen hatte und über überlegenes Wissen verfügte, zur Rettung der Geschädigten verpflichtet.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Verurteilung ist damit rechtskräftig.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Urteil vom 21. Dezember 2011 – 2 StR 295/11</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Landgericht Trier – Urteil vom 17. Februar 2011 – 1 Ks 8033 Js 13955/09</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Karlsruhe, den 21. Dezember 2011</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-bestaetigt-urteil-wegen-mordes-an-einem-19jaehrigen-iraker-in-leipzig/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen Mordes an einem 19jährigen Iraker in Leipzig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-toetung-eines-homosexuellen-freiers-auf-notwehr-gestuetzter-freispruch-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Tötung eines homosexuellen Freiers: Auf Notwehr gestützter Freispruch aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/03/die-gefahrliche-korperverletzung-im-amt-im-sinne-des-%c2%a7%c2%a7-340-abs-3-224-abs-1-nr-2-und-4-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">Die gefährliche Körperverletzung im Amt im Sinne des §§ 340 Abs. 3, 224 Abs. 1 Nr 2 und 4 StGB</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/bgh-verurteilung-eines-jugendlichen-wegen-toetung-der-zweitfrau-seines-vaters-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verurteilung eines Jugendlichen wegen Tötung der &#8220;Zweitfrau&#8221; seines Vaters aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/07/bgh-verurteilung-eines-berliner-schoenheitschirurgen-teilweise-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Verurteilung eines Berliner Schönheitschirurgen teilweise aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bundesgerichtshof-entscheidet-ueber-irrtuemliche-notwehr-bei-toetung-eines-polizeibeamten/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof entscheidet über irrtümliche Notwehr bei Tötung eines Polizeibeamten</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/07/vergewaltigung-erfolgreiche-revision-aufklaerungspflicht-auch-bei-auslandszeugen/" rel="bookmark" class="crp_title">Vergewaltigung: Erfolgreiche Revision &#8211; Aufklärungspflicht auch bei Auslandszeugen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-zur-anforderung-an-die-beweiswuerdigung-nach-261-stpo/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH zur Anforderung an die Beweiswürdigung nach § 261 StPO</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/verurteilung-wegen-nichtverhinderung-des-todes-einer-studentin-rechtskraeftig/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/verurteilung-wegen-nichtverhinderung-des-todes-einer-studentin-rechtskraeftig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein unerwartetes Urteil im Inzest-Prozess</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/ein-unerwartetes-urteil-im-inzest-prozess/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/ein-unerwartetes-urteil-im-inzest-prozess/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 09:59:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[beischlaf]]></category>
		<category><![CDATA[familie]]></category>
		<category><![CDATA[gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[inzest]]></category>
		<category><![CDATA[nebenklage]]></category>
		<category><![CDATA[Nötigung]]></category>
		<category><![CDATA[sex]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[Tochter]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>
		<category><![CDATA[Vergewaltigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3844</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Vergewaltigung / Inzest / Nötigung / Nebenklage In dem wegen 500-facher Vergewaltigung und Inzest angeklagten Prozess gegen Adolf B. ist es jetzt zu einem unerwarteten Urteil angekommen. Trotz der von der Staatsanwaltschaft umfangreich vorgetragenen Anklage wurde der 69-jährige Mann nun wegen unerlaubten Beischlafs innerhalb der Familie und wegen Nötigung zu zwei Jahren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / <a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> / Inzest / Nötigung / <a title="Nebenklage" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/nebenklagevertretung/" target="_blank">Nebenklage</a></p>
<p>In dem wegen 500-facher Vergewaltigung und Inzest angeklagten Prozess gegen Adolf B. ist es jetzt zu einem unerwarteten Urteil angekommen. Trotz der von der Staatsanwaltschaft umfangreich vorgetragenen Anklage wurde der 69-jährige Mann nun wegen unerlaubten Beischlafs innerhalb der Familie und wegen Nötigung zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Staatsanwaltschaft und Nebenkläger hatten hingegen 14 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung gefordert.</p>
<p>Der Richter begründete diese Entscheidung damit, dass ein gewaltvolles Einwirken, wie es bei einer Vergewaltigung im Tatbestand erforderlich ist, nicht nachzuweisen sei. So haben unter anderem die widersprüchlichen Aussagen des Opfers, die Tochter des Angeklagten, über einzelne Taten dafür gesorgt, dass der Tatnachweis der Vergewaltigung nicht erbracht wurde.</p>
<p>Zudem liegen die Fälle über 20 Jahre zurück und sind daher verjährt. Des Weiteren argumentierte der Richter mit einer möglicherweise von Rachegefühlen geleiteten Tochter, die heftige Aggressionen nach Bekanntwerden ihrer Erbenstellung gegenüber ihren Vater gezeigt hätte.</p>
<p><em>( Quelle: focus, 19.12.2011 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-nach-fuenfeinhalb-jahren-und-drei-instanzen/" rel="bookmark" class="crp_title">Freispruch nach fünfeinhalb Jahren und drei Instanzen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/10/kachelmann-prozess-erneuter-befangenheitsantrag/" rel="bookmark" class="crp_title">Kachelmann-Prozess: Erneuter Befangenheitsantrag</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/junges-mutmassliches-hells-angels-mitglied-vor-gericht/" rel="bookmark" class="crp_title">Junges mutmaßliches Hells Angels Mitglied vor Gericht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kam-es-zu-einer-vergewaltigung-im-haus-von-neven-subotic/" rel="bookmark" class="crp_title">Kam es zu einer Vergewaltigung im Haus von Neven Subotic?</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/prozessverschleppung-und-verfahrensgrundsaetze/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozessverschleppung und Verfahrensgrundsätze</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/vergewaltigungsvorwurf-fuehrt-zu-vorlaeufigem-unterrichtsverbot-nach-wiederaufnahmeverfahren/" rel="bookmark" class="crp_title">Vergewaltigungsvorwurf führt zu vorläufigem Unterrichtsverbot nach Wiederaufnahmeverfahren</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/fortsetzung-des-kachelmann-prozess-nach-der-weihnachtspause/" rel="bookmark" class="crp_title">Fortsetzung des Kachelmann-Prozess nach der Weihnachtspause</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/ein-unerwartetes-urteil-im-inzest-prozess/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/ein-unerwartetes-urteil-im-inzest-prozess/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Entlastung im Bestechungs-Prozess um den THW Kiel</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/entlastung-im-bestechungs-prozess-um-den-thw-kiel/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/entlastung-im-bestechungs-prozess-um-den-thw-kiel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 09:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bestechlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bestechung]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[champions league]]></category>
		<category><![CDATA[handball]]></category>
		<category><![CDATA[manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[schiedsrichter]]></category>
		<category><![CDATA[thw kiel]]></category>
		<category><![CDATA[Untreue]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3847</guid>
		<description><![CDATA[Bestechung / Manipulation / Handball / Untreue / Betrug Im Prozess wegen Bestechung und Manipulation gegen den ehemaligen Manager des THW Kiel, Uwe Schwenker sowie den Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic sorgte die Aussage eines Funktionärs des Europäischen Handball-Verbandes (EHF) für eine große Entlastung der beiden Angeklagten. So erklärte Jesus Guerrero jetzt: „Für mich war es ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Bestechung" href="http://www.wirtschaftsstrafrecht-strafverteidiger.de/bestechlichkeit-und-bestechung-im-geschaeftlichen-verkehr-299-stgb/" target="_blank">Bestechung</a> / Manipulation / Handball / <a title="Untreue" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/untreue/" target="_blank">Untreue</a> / <a title="Betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de" target="_blank">Betrug</a></p>
<p>Im Prozess wegen Bestechung und Manipulation gegen den ehemaligen Manager des THW Kiel, Uwe Schwenker sowie den Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic sorgte die Aussage eines Funktionärs des Europäischen Handball-Verbandes (EHF) für eine große Entlastung der beiden Angeklagten. So erklärte Jesus Guerrero jetzt: „Für mich war es ein ganz normales Finalspiel“. Der Prozess wird unabhängig dessen weiter fortgesetzt. Weiterhin erklärte Guerrero, die Referees hätten eine überdurchschnittlich gute Leistung nach internen Kontrollen erhalten.</p>
<p>Den beiden Angeklagten wird von der Staatsanwaltschaft Kiel vorgeworfen, dass Rückspiel im Finale der Champions League im Jahre 2007 manipuliert und die beiden polnischen Schiedsrichter über einen Mittelsmann bestochen zu haben, so dass ihr Verein den Titel holen konnte. Alle Beteiligten bestreiten die Vorwürfe.</p>
<p>Neben der Bestechung steht der Verdacht der Untreue in Gestalt der Zahlung von Schwarzgeld sowie Betrug im Raum.</p>
<p><em>( Quelle: Abendblatt, 21.12.2011 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bestechungsverdacht-bei-top-manager-von-media-markt/" rel="bookmark" class="crp_title">Bestechungsverdacht bei Top-Manager von Media Markt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/anklage-wegen-untreue-in-millionenhoehe/" rel="bookmark" class="crp_title">Anklage wegen Untreue in Millionenhöhe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/der-fall-gribkowsky-das-ganz-normale-geschaeft/" rel="bookmark" class="crp_title">Der Fall Gribkowsky: Das ganz normale Geschäft</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/erfolgreiche-revision-urteil-gegen-frueheren-cdu-kreisvorsitzenden-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">Erfolgreiche Revision: Urteil gegen früheren CDU-Kreisvorsitzenden aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/vorerst-keine-ermittlungen-im-fall-christian-wulff/" rel="bookmark" class="crp_title">Vorerst keine Ermittlungen im Fall Christian Wulff</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/bgh-ist-der-vertragsarzt-amtstraeger/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Ist der Vertragsarzt Amtsträger?</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/verantwortliche-von-taxi-genossenschaft-vor-gericht/" rel="bookmark" class="crp_title">Verantwortliche von Taxi-Genossenschaft vor Gericht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/neue-inhalte-missbrauch-von-scheck-und-kreditkarten-nach-%c2%a7-266b-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">Neue Inhalte: Missbrauch von Scheck- und Kreditkarten nach § 266b StGB</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/entlastung-im-bestechungs-prozess-um-den-thw-kiel/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/entlastung-im-bestechungs-prozess-um-den-thw-kiel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bundesgerichtshof entscheidet zur Unverwertbarkeit von polizeilich abgehörten Selbstgesprächen</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bundesgerichtshof-entscheidet-zur-unverwertbarkeit-von-polizeilich-abgehoerten-selbstgespraechen/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bundesgerichtshof-entscheidet-zur-unverwertbarkeit-von-polizeilich-abgehoerten-selbstgespraechen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 13:42:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Abhörung]]></category>
		<category><![CDATA[allgemeines Persönlichkeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[APR]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[recht am eigenen wort]]></category>
		<category><![CDATA[schutz]]></category>
		<category><![CDATA[selbstgespräch]]></category>
		<category><![CDATA[staat]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Verwertungsverbot]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3850</guid>
		<description><![CDATA[Strafrecht / Verwertung / Aussage /  Polizei / Persönlichkeitsrecht / Recht am eigenen Wort Quelle: Pressemitteilung des BGH, Nr. 206/2011 vom 22.12.2011 In der vorliegenden Entscheidung wertete der BGH das Selbstgespräch sowie dessen Inhalt von einer polizeilich abgehörten Person in seinem Kraftfahrzeug zum Kernbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts aus Art. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strafrecht / Verwertung /<a title="Falschaussage" href="http://www.rechtsanwalt-falschaussage.de/" target="_blank"> Aussage</a> /  Polizei / Persönlichkeitsrecht / Recht am eigenen Wort<br />
<strong>Quelle: Pressemitteilung des BGH, Nr. 206/2011 vom 22.12.2011</strong></p>
<p>In der vorliegenden Entscheidung wertete der BGH das Selbstgespräch sowie dessen Inhalt von einer polizeilich abgehörten Person in seinem Kraftfahrzeug zum Kernbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts aus Art. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 GG, woraus sich ein absolutes Verwertungsverbot ergab und die Aussage nicht im Prozess verwertet werden darf.  Mit der Entscheidung wurde sowohl der von Art. 13 GG geschützte Bereich auf das eigene Fahrzeug erweitert als auch das vom allgemeinen Persönlichkeitsrecht umfasste Recht am eigenen Wort bzw. der ausgesprochenen Gedanken und dem hiervon ausgehenden Gewicht in der Interessenabwägung mit der Strafverfolgung.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Pressemitteilung:</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Bundesgerichtshof entscheidet zur Unverwertbarkeit von polizeilich abgehörten Selbstgesprächen</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die Revisionen der drei Angeklagten das Urteil des Landgerichts Köln vom 11. Dezember 2009 aufgehoben, durch welches diese jeweils wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitstrafe verurteilt worden waren (vgl. Pressemitteilung Nr. 176/2011).</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Nach den Feststellungen des Landgerichts tötete einer der Angeklagten seine Ehefrau, nachdem diese sich von ihm getrennt hatte. Er wollte damit verhindern, dass die Geschädigte das gemeinsame Kind mitnehme, das nach dem Willen des Angeklagten im Haushalt seiner mitangeklagten Schwester und deren ebenfalls mitangeklagten Ehemanns aufwachsen sollte. Die beiden Mitangeklagten waren an der Tat zumindest im Vorbereitungsstadium maßgeblich beteiligt; sie handelten, um den Wunsch zu verwirklichen, das Kind der Getöteten selbst aufzunehmen und großzuziehen. Konkrete Feststellungen zur Art der Tötung und zu konkreten Tatbeiträgen konnte das Landgericht nicht treffen, zumal die Leiche des Tatopfers nicht aufzufinden war.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Als eines unter mehreren für die Tatbegehung selbst sowie für die Täterschaft der Angeklagten sprechendes Indiz hat das Landgericht Bemerkungen des Ehemanns der Getöteten gewertet, die dieser bei Selbstgesprächen in seinem PKW gemacht hat. Das Kraftfahrzeug war auf richterliche Anordnung mit technischen Mitteln abgehört worden. Dabei wurden sowohl Gespräche von zwei der Angeklagten bei gemeinsamen Fahrten als auch ­ bruchstückhaft ­ Selbstgespräche des angeklagten Ehemanns der Getöteten aufgezeichnet. Auf beides hat das Landgericht die Verurteilung der drei Angeklagten gestützt.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass die Selbstgespräche im konkreten Fall nicht hätten zur Überführung der Angeklagten im Strafprozess hätten verwendet werden dürfen. Insoweit bestand ein Beweisverwertungsverbot, das sich unmittelbar aus der Verfassung ergab.</em><br />
<em> Denn mit der heimlichen Aufzeichnung und Verwertung des nichtöffentlich geführten Selbstgesprächs war ein Eingriff in den nach Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG absolut geschützten Kernbereich der Persönlichkeit verbunden.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Maßgeblich für diese Bewertung des Senats war eine Abwägung und Gesamtbetrachtung der maßgeblichen Umstände des konkreten Falles. Denn nicht jedes Selbstgespräch einer Person ist ohne Weiteres dem vor staatlichen Eingriffen absolut geschützten Kernbereich der Persönlichkeit zuzuordnen.</em><br />
<em> Andererseits muss nach den Grundätzen des Schutzes der Menschenwürde und der Freiheit der Person ein Kernbereich privater Lebensgestaltung und Lebensäußerung verbleiben, in welchen der Staat auch zur Aufklärung schwerer Straftaten nicht eingreifen darf.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Grundsatz, dass &#8220;die Gedanken frei&#8221; und dem staatlichen Zugriff nicht zugänglich sind, beschränkt sich nicht allein auf innere Denkvorgänge , sondern erfasst auch ein in ­ unbewussten oder bewussten, unwillkürlich oder willkürlich geführten ­ Selbstgesprächen formuliertes Aussprechen von Gedanken, bei welchem sich die Person als &#8220;allein mit sich selbst&#8221;</em><br />
<em> empfindet.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wichtige Kriterien für die Entscheidung, ob Äußerungen in Selbstgesprächen diesem innersten, unantastbaren Bereich der Persönlichkeit zuzuordnen sind, sind namentlich</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>die Eindimensionalität der Selbstkommunikation, also die Äußerung ohne kommunikativen Bezug;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>die Nichtöffentlichkeit der Äußerungssituation und das Maß des berechtigten Vertrauens der Person darauf, an dem jeweiligen Ort vor staatlicher Überwachung geschützt zu sein;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>die mögliche Unbewusstheit der verbalen Äußerung;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>die Identität der Äußerung mit den inneren Gedanken ,</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>die Äußerungsform als bruchstückhafter, auslegungsfähiger oder ­bedürftiger Ausschnitt eines &#8220;Gedankenflusses&#8221;.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>In der Flüchtigkeit und Bruchstückhaftigkeit des in Selbstgesprächen gesprochenen Worts ohne kommunikativen Bezug liegen nach Ansicht des Senats auch rechtlich erhebliche Unterschiede etwa zu Eintragungen in Tagebüchern.</em><br />
<em> Aus dem Umstand, dass eine Äußerung innerhalb des nach Art. 13 GG geschützten Bereichs der Wohnung fällt, lässt sich nach der gesetzlichen Systematik zwar ein verstärkendes Indiz für die Zuordnung zum geschützten Kernbereich ableiten. Auch außerhalb der Wohnung ist dieser Kernbereich aber absolut geschützt, wenn andere der genannten Gesichtspunkte in der Wertung überwiegen. So lag es in dem vom 2. Strafsenat entschiedenen Fall. Der gegen die Zuordnung zum Kernbereich der Persönlichkeit sprechende Sozialbezug der Äußerungen, der in ihrem möglichen oder tatsächlichen Bezug auf eine schwere Straftat lag, trat dagegen zurück.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Aus der Verletzung des von Art. 1 Abs. 1 und 2 Abs. 1 GG geschützten Kernbereichs der Persönlichkeit ergab sich danach ein absolutes Verwertungsverbot für die bei den Selbstgesprächen aufgezeichneten Äußerungen. Dieses Verwertungsverbot wirkt auch in Bezug auf die beiden Mitangeklagten.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Sache muss demnach erneut vor dem Landgericht Köln verhandelt werden.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Urteil vom 22. Dezember 2011 ­ 2 StR 509/10</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Landgericht Köln ­ Urteil vom 11. Dezember 2009 &#8211; 90 Js 196/07 105 ­ 19/08</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Karlsruhe, den 22. Dezember 2011</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Pressestelle des Bundesgerichtshofs</em><br />
<em> 76125 Karlsruhe</em><br />
<em> Telefon (0721) 159-5013</em><br />
<em> Telefax (0721) 159-5501</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-toetung-eines-homosexuellen-freiers-auf-notwehr-gestuetzter-freispruch-aufgehoben/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Tötung eines homosexuellen Freiers: Auf Notwehr gestützter Freispruch aufgehoben</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/bundesgerichtshof-bestaetigt-urteil-wegen-mordes-an-einem-19jaehrigen-iraker-in-leipzig/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen Mordes an einem 19jährigen Iraker in Leipzig</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bgh-zur-anwendbarkeit-der-sicherungsverwahrung-in-der-uebergangszeit-bis-zur-gesetzlichen-neuregelung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: zur Anwendbarkeit der Sicherungsverwahrung in der Übergangszeit bis zur gesetzlichen Neuregelung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bgh-wiedergabe-einer-im-rahmen-einer-pressekonferenz-gefallenen-aeusserung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Wiedergabe einer im Rahmen einer Pressekonferenz gefallenen Äußerung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bundesgerichtshof-entscheidet-ueber-irrtuemliche-notwehr-bei-toetung-eines-polizeibeamten/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof entscheidet über irrtümliche Notwehr bei Tötung eines Polizeibeamten</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bgh-bildveroeffentlichung-und-sitzungspolizeiliche-verfuegung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Bildveröffentlichung und sitzungspolizeiliche Verfügung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/10/bundesgerichtshof-entscheidet-erneut-uber-die-urheberrechtliche-zulaessigkeit-der-bildersuche-bei-google/" rel="bookmark" class="crp_title">Bundesgerichtshof entscheidet erneut über die urheberrechtliche Zulässigkeit der Bildersuche bei Google</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-denic-muss-domainnamen-in-faellen-eindeutigen-missbrauchs-loeschen/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: DENIC muss Domainnamen in Fällen eindeutigen Missbrauchs löschen</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bundesgerichtshof-entscheidet-zur-unverwertbarkeit-von-polizeilich-abgehoerten-selbstgespraechen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bundesgerichtshof-entscheidet-zur-unverwertbarkeit-von-polizeilich-abgehoerten-selbstgespraechen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Freispruch nach fünfeinhalb Jahren und drei Instanzen</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-nach-fuenfeinhalb-jahren-und-drei-instanzen/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-nach-fuenfeinhalb-jahren-und-drei-instanzen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 09:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[anzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[berufung]]></category>
		<category><![CDATA[bewährungstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Freispruch]]></category>
		<category><![CDATA[instanzen]]></category>
		<category><![CDATA[liebesbeziehung]]></category>
		<category><![CDATA[limburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Vergewaltigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3842</guid>
		<description><![CDATA[Vergewaltigung / Freiheitsstrafe / Bewährungsstrafe / Strafverteidigung / Freispruch Im Januar 2008 wurde ein mittlerweile 41-jähriger Mann vor dem Amtsgericht Limburg wegen Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen eine Frau, zu der sich zuvor eine Liebesbeziehung entwickelt hatte, im Jahre 2006 vergewaltigt zu haben. Die Frau erstattete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Vergewaltigung" href="http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/sexuelle-noetigung-vergewaltigung-177stgb/" target="_blank">Vergewaltigung</a> / Freiheitsstrafe / Bewährungsstrafe / <a title="Strafverteidigung" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank">Strafverteidigung</a> / Freispruch</p>
<p>Im Januar 2008 wurde ein mittlerweile 41-jähriger Mann vor dem Amtsgericht Limburg wegen Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt.<br />
Ihm wurde vorgeworfen eine Frau, zu der sich zuvor eine Liebesbeziehung entwickelt hatte, im Jahre 2006 vergewaltigt zu haben. Die Frau erstattete Anzeige, machte aber widersprüchliche Aussagen.<br />
Auch im Berufungsprozess vor dem Landgericht wurde er verurteilt, allerdings „nur“ zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren.<br />
Gegen diese Entscheidung wendete sich der Strafverteidiger des Mannes mit der Revision. Das Oberlandesgericht verwies die Sache nach zwei Jahren zurück an das Landgericht.<br />
Das Landgericht urteile jetzt anders. Das Tatgeschehen könne insbesondere wegen der widersprüchlichen <a title="aussage" href="http://www.rechtsanwalt-falschaussage.de/" target="_blank">Aussagen</a> des mutmaßlichen Opfers nicht mehr rekonstruiert werden. Auch Ärzte hatten damals kurz nach der vermeintlichen Tat keine Anzeichen einer Vergewaltigung feststellen können.<br />
Daher endete das Verfahren jetzt mit einem Freispruch.</p>
<p><em>( Quelle: Nassauische Neue Presse online vom 16.12.2011 )</em></p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/vergewaltigungsvorwurf-fuehrt-zu-vorlaeufigem-unterrichtsverbot-nach-wiederaufnahmeverfahren/" rel="bookmark" class="crp_title">Vergewaltigungsvorwurf führt zu vorläufigem Unterrichtsverbot nach Wiederaufnahmeverfahren</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/ein-unerwartetes-urteil-im-inzest-prozess/" rel="bookmark" class="crp_title">Ein unerwartetes Urteil im Inzest-Prozess</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/prozess-um-sexuellen-missbrauch-von-kindern/" rel="bookmark" class="crp_title">Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/kam-es-zu-einer-vergewaltigung-im-haus-von-neven-subotic/" rel="bookmark" class="crp_title">Kam es zu einer Vergewaltigung im Haus von Neven Subotic?</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/junges-mutmassliches-hells-angels-mitglied-vor-gericht/" rel="bookmark" class="crp_title">Junges mutmaßliches Hells Angels Mitglied vor Gericht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/fahrlaessige-trunkenheit-im-strassenverkehr/" rel="bookmark" class="crp_title">Fahrlässige Trunkenheit im Straßenverkehr</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/olg-betrug-verjaehrt/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG: Betrug verjährt</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2012/01/sachbeschaedigung-an-einem-lebensgrosen-deko-schaf-freispruch/" rel="bookmark" class="crp_title">Sachbeschädigung an einem lebensgroßen Deko-Schaf: Freispruch</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-nach-fuenfeinhalb-jahren-und-drei-instanzen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/freispruch-nach-fuenfeinhalb-jahren-und-drei-instanzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Selbstständige Erstellung eines Gutachtens durch den vom Gericht bestellten Sachverständigen</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-selbststaendige-erstellung-eines-gutachtens-durch-den-vom-gericht-bestellten-sachverstaendigen/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-selbststaendige-erstellung-eines-gutachtens-durch-den-vom-gericht-bestellten-sachverstaendigen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 09:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Betäubungsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[BTMG]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gutachten]]></category>
		<category><![CDATA[Handeltreiben]]></category>
		<category><![CDATA[mainz]]></category>
		<category><![CDATA[Maßregel]]></category>
		<category><![CDATA[Sachverständiger]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherungsverwahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerungsfähigkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3839</guid>
		<description><![CDATA[Handeltreiben mit Betäubungsmitteln / Freiheitsstrafe / Gutachten / Steuerungsfähigkeit / Sicherungsverwahrung BGH, Beschluss vom 25.05.2011, Az.: 2 StR 585/10 Das Landgericht Mainz hat den Angeklagten wegen Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, in einem Fall in Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Betäubungsmittelstrafrecht" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht/betaeubungsmittelstrafrecht-btmg/">Handeltreiben mit Betäubungsmitteln</a> / Freiheitsstrafe / Gutachten / Steuerungsfähigkeit / Sicherungsverwahrung<br />
<strong>BGH, Beschluss vom 25.05.2011, Az.: 2 StR 585/10</strong></p>
<p>Das Landgericht Mainz hat den Angeklagten wegen Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, in einem Fall in Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten verurteilt. Im Prozess wurde ein Gutachten zur Steuerungsfähigkeit des Angeklagten erstellt. Danach war seine Steuerungsfähigkeit nicht erheblich beeinträchtigt. Zudem wurde seine Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Gegen diese Entscheidung legte der Angeklagte Revision ein.</p>
<p>Der BGH hat zwar den Schuldspruch nicht beanstandet. Allerdings&#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„&#8230;hat das Landgericht zu Unrecht angenommen, es sei unbedenklich, dass die unter anderem mit der Schuldfähigkeitsbegutachtung beauftragte psychiatrische Sachverständige Dr. K.      die Durchführung einer Exploration des Angeklagten &#8220;einer erfahrenen Hilfskraft mit der Qualifikation einer Diplom-Psychologin übertragen&#8221; hat. Ein gerichtlich bestellter Sachverständiger hat die Pflicht zur persönlichen Gutachtenerstattung. Es besteht daher ein Delegationsverbot, soweit durch Heranziehung anderer Personen die Verantwortung des Sachverständigen für das Gutachten in Frage gestellt wird (vgl. Schmid, Krank oder böse? Die Schuldfähigkeit und die Sanktionenindikation dissozial persönlichkeitsgestörter Straftäter und delinquenter &#8220;Psychopaths&#8221; sowie die Zusammenarbeit von Jurisprudenz und Psychiatrie bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit, 2009, S. 479; Schnoor, Beurteilung der Schuldfähigkeit &#8211; eine empirische Untersuchung zum Umgang der Justiz mit Sachverständigen, 2009, S. 125 ff.; Ulrich, Der gerichtliche Sachverständige, 12. Aufl., Rn. 337; s. auch § 407a Abs. 2 Satz 1 ZPO). Das Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen muss &#8211; jedenfalls soweit dies überhaupt möglich ist (vgl. BGHSt 44, 26, 32) &#8211; eine Exploration des Probanden durch den Sachverständigen einschließen. Dabei handelt es sich um die zentrale Untersuchungsmethode. Deren Ergebnisse kann der gerichtliche Sachverständige nur dann eigenverantwortlich bewerten, wenn er sie selbst durchgeführt oder zumindest insgesamt daran teilgenommen hat. Dies gilt erst recht, wenn bei der Exploration auch Mimik und Gestik des Probanden aufgefasst werden. Eine Delegation der Durchführung dieser Untersuchung an eine Hilfsperson scheidet daher aus. Die Anwesenheit des Sachverständigen in der Hauptverhandlung vermag die eigene Exploration nicht zu ersetzen.“</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Der Katalog der Straftaten, deren Begehung zur Anordnung oder zum Vorbehalt dieser Maßregel der Besserung und Sicherung führen kann, ist durch das Gesetz zur Neuordnung des Rechts der Sicherungsverwahrung und zu begleitenden Regelungen vom 22. Dezember 2010 (BGBl. I S. 2300) mit Wirkung vom 1. Januar 2011 neu gefasst worden. Zu diesem gehört das unerlaubte Handeltreiben mit Betäubungsmitteln nicht, soweit die Tat nicht im Höchstmaß mit Freiheitsstrafe von mindestens zehn Jahren bedroht ist (§ 66 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 lit. b, Abs. 2 und 3 Satz 1 StGB). Gemäß Art. 316e Abs. 2 EGStGB ist das neue Gesetz für vor seinem Inkrafttreten begangene und noch nicht rechtskräftig abgeurteilte Taten maßgeblich, wenn es gegenüber der bisherigen Rechtslage milder ist (vgl. Senat, Beschluss vom 12. Januar 2011 &#8211; 2 StR 642/10). Diese Voraussetzung ist hier erfüllt. Der Senat hat daher entsprechend § 354a i.V.m. § 354 Abs. 1 StPO in der Sache entschieden und angeordnet, dass die Maßregel entfällt.“</em></p>
<p>Damit stellt der BGH klar, dass ein vom Gericht bestellter Sachverständiger die Pflicht zur persönlichen Gutachtenerstattung hat. Er könne diese Aufgabe in aller Regel nicht delegieren. Zudem hat der BGH in dieser Entscheidung betont, dass der Tatrichter das Gutachten selbstständig bewerten muss und sich gegebenenfalls auch sachkundig machen muss, sofern dies zum Beispiel für das Verständnis eines Gutachtens erforderlich ist. Nichtsdestotrotz hat der BGH die Verurteilung nicht aufgehoben, da ausgeschlossen wurde, dass das Urteil des Landgericht auf den genannten Rechtsfehlern beruht. Lediglich die Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung wurde aufgehoben, da sie aus Gründen des materiellen Rechts keinen Bestand hatte.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-beauftragter-gutachter-ungleich-hilfskraft/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Beauftragter Gutachter ungleich Hilfskraft</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/05/die-hinweispflicht-zur-masregelung-der-sicherungsverwahrung/" rel="bookmark" class="crp_title">Die Hinweispflicht zur Maßregelung der Sicherungsverwahrung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-zur-begruendungspflicht-der-nicht-aussetzung-einer-aussetzungsfaehigen-freiheitsstrafe/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Begründungspflicht der Nicht-Aussetzung einer aussetzungsfähigen Freiheitsstrafe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/gott-meister-oder-einfach-nur-voll-sachverstaendiger-weiss-es-auch-nicht/" rel="bookmark" class="crp_title">„Gott“, Meister“ oder einfach nur voll? Sachverständiger weiß es auch nicht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/09/zur-hoehe-des-wertersatzverfalls/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Höhe des Wertersatzverfalls</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/11/bgh-zur-aufklaerungshilfe-und-zur-verfassungswidrigkeit-der-sicherungsverwahrung/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Aufklärungshilfe und zur Verfassungswidrigkeit der Sicherungsverwahrung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/zu-den-anforderungen-der-schuldfaehigkeit-bei-mehr-als-300-promille/" rel="bookmark" class="crp_title">Zu den Anforderungen der Schuldfähigkeit bei mehr als 3,00 Promille</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-einheitliche-tat-beim-erwerb-und-der-veraeusserung-von-betaeubungsmitteln/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Einheitliche Tat beim Erwerb und der Veräußerung von Betäubungsmitteln</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-selbststaendige-erstellung-eines-gutachtens-durch-den-vom-gericht-bestellten-sachverstaendigen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-selbststaendige-erstellung-eines-gutachtens-durch-den-vom-gericht-bestellten-sachverstaendigen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BGH: Zur Verurteilung des Geschäftsführers einer GmbH wegen Untreue trotz Einverständnis der Gesellschafter</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-verurteilung-des-geschaeftsfuehrers-einer-gmbh-wegen-untreue-trotz-einverstaendnis-der-gesellschafter/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-verurteilung-des-geschaeftsfuehrers-einer-gmbh-wegen-untreue-trotz-einverstaendnis-der-gesellschafter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 09:22:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bankrott]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[Einverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[geschäftsführer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschafter]]></category>
		<category><![CDATA[gmbh]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[Untreue]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsstrafrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3834</guid>
		<description><![CDATA[Betrug / Untreue / Bankrott / Freiheitsstrafe / GmbH / Geschäftsführer / Pflichtwidrigkeit / Einverständnis BGH, Beschluss vom 30.08.2011, Az.: 3 StR 228/11 Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Betrugs in drei Fällen sowie wegen Untreue in 33 Fällen und wegen Bankrotts zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Weiter hat es ausgesprochen, dass von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="betrug" href="http://www.anwalt-betrug.de/">Betrug</a> / <a title="untreue" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/wirtschaftsstrafrecht/untreue/" target="_blank">Untreue</a> / Bankrott / Freiheitsstrafe / GmbH / Geschäftsführer / Pflichtwidrigkeit / Einverständnis<br />
<strong>BGH, Beschluss vom 30.08.2011, Az.: 3 StR 228/11</strong></p>
<p>Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Betrugs in drei Fällen sowie wegen Untreue in 33 Fällen und wegen<a title="bankrott" href="http://www.wirtschaftsstrafrecht-strafverteidiger.de/bankrottdelikte-bankrott-283-stgb/" target="_blank"> Bankrotts</a> zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Weiter hat es ausgesprochen, dass von der verhängten Freiheitsstrafe neun Monate als vollstreckt gelten. Gegen diese Entscheidung legte der Angeklagte Revision ein.<br />
Dabei hat das Landgericht festgestellt, dass die Ehefrau des Angeklagten seit Juni 2005 Alleingesellschafterin einer GmbH war, als deren faktischer Geschäftsführer der Angeklagte fungierte. Der Angeklagte spielte zahlreichen Interessenten vor, deren Geld zur Finanzierung von Leasingfahrzeugen an eine Leasinggesellschaft weiterleiten. In 18 von 20 vom Landgericht festgestellten Fällen leisteten die von ihm geworbenen Interessenten Anzahlungen in Höhe von mehreren tausend Euro. Der Angeklagte verwendete die Zahlungen allerdings nicht wie angekündigt, sondern für eigene und die Zwecke der Gesellschaft. So verschaffte er sich eine vorübergehende Einnahmequelle.<br />
Der Angeklagte überweiß verschiedene Beträge vom Geschäftskonto der Gesellschaft an seine Tochter, seine Ehefrau und den Vermieter seiner Privatwohnung. Diesen Leistungen standen keine Leistungen an die Gesellschaft gegenüber.<br />
Zudem unterließ es der Angeklagte fristgerecht eine Bilanz der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2005 aufzustellen.</p>
<p>Der BGH zu den Feststellungen des Landgerichts:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Soweit das Landgericht den Angeklagten wegen eines Betruges &#8211; II. 3. der Urteilsgründe &#8211; verurteilt hat, ändert der Senat den Schuldspruch im Sinne einer tatmehrheitlichen Begehungsweise der vom Landgericht im Einzelnen festgestellten Taten (§ 354 Abs. 1 StPO; vgl. BGH, Urteil vom 14. Februar 2001 &#8211; 3 StR 461/00, wistra 2001, 217, 218). § 265 StPO steht nicht entgegen, weil sich der Angeklagte gegen den Vorwurf einer tatmehrheitlichen Begehung nicht wirksamer als geschehen hätte verteidigen können. Die Änderung des Schuldspruchs führt zur Aufhebung der Einsatzstrafe von vier Jahren und neun Monaten.“</em></p>
<p>Zur Verurteilung wegen Untreue führt der BGH aus:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Das Landgericht hat zwar im Grundsatz richtig gesehen, dass sich ein Missbrauch der Verfügungsmacht über das Konto der Gesellschaft gegen einen anderen Vermögensträger als die Betrugstaten richtete, so dass Untreuetaten des Angeklagten als deren faktischer Geschäftsführer keine mitbestraften Nachtaten sind (BGH, Beschluss vom 20. September 2000 &#8211; 3 StR 19/00, NStZ 2001, 195 f.). Es hat sich jedoch nicht mit der Frage des Vorliegens und der Wirksamkeit eines tatbestandsausschließenden Einverständnisses der Gesellschafter bzw. der Alleingesellschafterin als Vermögensinhaber befasst.</em><br />
<em> Da die Pflichtwidrigkeit des Handelns Merkmal des Untreuetatbestands ist, schließt das Einverständnis des Inhabers des zu betreuenden Vermögens die Tatbestandsmäßigkeit aus (BGH, Urteil vom 21. Dezember 2005 &#8211; 3 StR 470/04, BGHSt 50, 331, 342; Beschluss vom 31. Juli 2009 &#8211; 2 StR 95/09, BGHSt 54, 52, 57; Urteil vom 27. August 2010 &#8211; 2 StR 111/09, BGHSt 55, 266, 278). Bei juristischen Personen tritt an die Stelle des Vermögensinhabers dessen oberstes Willensorgan für die Regelung der inneren Angelegenheiten, bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung die Gesamtheit ihrer Gesellschafter.</em><br />
<em> Aus dem Einverständnis der Gesellschafter folgt indessen nicht in jedem Fall der Ausschluss der Tatbestandsmäßigkeit. Zwar können der Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Zustimmung ihrer Gesellschafter grundsätzlich Vermögenswerte entzogen werden, weil sie gegenüber ihren Gesellschaftern keinen Anspruch auf ihren ungeschmälerten Bestand hat. Ein Einverständnis der Gesellschafter ist allerdings unwirksam und die Vermögensverfügung des Geschäftsführers deshalb missbräuchlich, wenn unter Verstoß gegen Gesellschaftsrecht die wirtschaftliche Existenz der Gesellschaft gefährdet wird, etwa durch Beeinträchtigung des Stammkapitals entgegen § 30 GmbHG, durch Herbeiführung oder Vertiefung einer Überschuldung oder durch Gefährdung der Liquidität (BGH, Urteil vom 13. Mai 2004 &#8211; 5 StR 73/03, BGHSt 49, 147, 157 ff.; Beschluss vom 10. Februar 2009 &#8211; 3 StR 372/08, NJW 2009, 2225, 2227; Beschluss vom 31. Juli 2009 &#8211; 2 StR 95/09, BGHSt 54, 52, 57 ff.). Dazu hat das Landgericht ebenso wenig Feststellungen getroffen wie zum Einverständnis als solchem. Seine Ausführungen zum &#8220;Geschäftsmodell&#8221; der Gesellschaft legen einen Verstoß zwar nahe, ergeben ihn aber nicht mit einer die Verurteilung tragenden hinreichenden Deutlichkeit.“</em></p>
<p>Der BGH betont, dass eine Verurteilung wegen Untreue die Pflichtwidrigkeit des Handelns voraussetzt. Daraus folge, dass ein Einverständnis in der Regel bereits den Tatbestand der Untreue ausschließt. Eine Ausnahme würde nach Ansicht der Richter lediglich vorliegen, wenn das Einverständnis zu einem Verstoß gegen Gesellschaftsrecht – zum Beispiel die Unterschreitung der Mindesthöhe des Stammkapitals gemäß § 30 GmbHG – führt. Für eine solche Annahme habe das Landgericht allerdings nicht genügend Feststellungen getroffen.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/zu-den-voraussetzungen-des-straftatbestandes-der-untreue/" rel="bookmark" class="crp_title">Zu den Voraussetzungen des Straftatbestandes der Untreue</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/untreue-bei-einrichtung-schwarzer-kassen-einverstaendnis-der-gesellschafter/" rel="bookmark" class="crp_title">Untreue bei Einrichtung schwarzer Kassen; Einverständnis der Gesellschafter</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/untreue-bei-verletzung-nicht-vermoegensschuetzender-normen/" rel="bookmark" class="crp_title">Untreue bei Verletzung nicht vermögensschützender Normen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/treuebruchtatbestand-des-gmbh-geschaftsfuehrers-nach-abschaffung-des-eigenkapitalersatzrechts-durch-das-momig/" rel="bookmark" class="crp_title">Treuebruchtatbestand des GmbH-Geschäftsführers nach Abschaffung des Eigenkapitalersatzrechts durch das MoMiG</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/risikogeschaefte-im-zusammenhang-mit-dem-untreuetatbestand/" rel="bookmark" class="crp_title">Risikogeschäfte im Zusammenhang mit dem Untreuetatbestand</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/zasurwirkung-zur-einbeziehung-von-geldstrafen/" rel="bookmark" class="crp_title">Zäsurwirkung: Zur Einbeziehung von Geldstrafen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/olg-hamm-gewerbsmaessiger-betrug-kein-eigener-tatbestand/" rel="bookmark" class="crp_title">OLG Hamm: „Gewerbsmäßiger Betrug“ kein eigener Tatbestand</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-sache-von-bedeutendem-wert-im-sinne-von-315b-i-stgb/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Sache „von bedeutendem Wert“ im Sinne von § 315b I StGB</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-verurteilung-des-geschaeftsfuehrers-einer-gmbh-wegen-untreue-trotz-einverstaendnis-der-gesellschafter/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bgh-zur-verurteilung-des-geschaeftsfuehrers-einer-gmbh-wegen-untreue-trotz-einverstaendnis-der-gesellschafter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BVerfG: Zur Beschränkung der Akteneinsicht eines Strafverteidigers</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bverfg-zur-beschraenkung-der-akteneinsicht-eines-strafverteidigers/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bverfg-zur-beschraenkung-der-akteneinsicht-eines-strafverteidigers/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 09:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Akteneinsicht]]></category>
		<category><![CDATA[Anwalt]]></category>
		<category><![CDATA[beschwerdeführer]]></category>
		<category><![CDATA[bverfg]]></category>
		<category><![CDATA[gladbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsanwalt]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsbeschwerde]]></category>
		<category><![CDATA[Verfügung]]></category>
		<category><![CDATA[Verteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Vollmacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3832</guid>
		<description><![CDATA[Akteneinsicht / Strafverteidigung / Vollmacht / Verfassungsbeschwerde / BVerfG, Kammerbeschluss vom 14.09.2011, Az.: 2 BvR 449/11 Der Beschwerdeführer ist Rechtsanwalt in Gladbeck. In zwei beim Amtsgericht Gladbeck anhängigen Strafverfahren beantragte er Akteneinsicht. Mit gesondertem Schreiben zeigte der Beschwerdeführer gegenüber dem Amtsgericht Gladbeck jeweils die Verteidigung der Angeschuldigten an und bat um Akteneinsicht. Das Amtsgericht Gladbeck [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Akteneinsicht / <a title="strafverteidiger" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/philosophie/strafverteidigung/" target="_blank">Strafverteidigung</a> / Vollmacht / Verfassungsbeschwerde /<br />
<strong>BVerfG, Kammerbeschluss vom 14.09.2011, Az.: 2 BvR 449/11</strong></p>
<p>Der Beschwerdeführer ist Rechtsanwalt in Gladbeck. In zwei beim Amtsgericht Gladbeck anhängigen Strafverfahren beantragte er Akteneinsicht. Mit gesondertem Schreiben zeigte der Beschwerdeführer gegenüber dem Amtsgericht Gladbeck jeweils die Verteidigung der Angeschuldigten an und bat um Akteneinsicht. Das Amtsgericht Gladbeck teilte dem Rechtsanwalt mit Verfügungen vom 25.01.2011 mit: <em>&#8220;Da eine Vollmacht nicht vorliegt, mag Akteneinsicht auf der Geschäftsstelle genommen werden.&#8221;</em></p>
<p>Dagegen wendete sich der Beschwerdeführer jeweils mit der Beschwerde. Er forderte die Übersendung der Akten in sein Büro. Mit Beschlüssen vom 7. und 8. Februar 2011 half das Amtsgericht Gladbeck den Beschwerden nicht ab.<br />
Die zulässige Verfassungsbeschwerde richtet sich gegen Verfügungen vom 25.01.2011 und damit gegen die Art und Weise, wie einem Strafverteidiger Einsicht in die Verfahrensakten gewährt wird.<br />
Aus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Begründetheit der Verfassungsbeschwerde:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„a) Die Gewährung von Akteneinsicht nur auf der Geschäftsstelle des Amtsgerichts Gladbeck verstößt gegen Art. 3 Abs. 1 GG in seiner Bedeutung als Willkürverbot. </em><br />
<em>aa) Die Auslegung des Gesetzes und seine Anwendung auf den einzelnen Fall sind Sache der dafür zuständigen Fachgerichte und daher der Nachprüfung durch das Bundesverfassungsgericht entzogen. Ein verfassungsgerichtliches Eingreifen gegenüber Entscheidungen der Fachgerichte unter dem Gesichtspunkt der Verletzung des Gleichheitssatzes (Art. 3 Abs. 1 GG) in seiner Bedeutung als Willkürverbot kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht. Willkürlich ist ein Richterspruch nur dann, wenn er unter keinem denkbaren Aspekt rechtlich vertretbar ist und sich daher der Schluss aufdrängt, dass er auf sachfremden Erwägungen beruht. Das ist anhand objektiver Kriterien festzustellen. Schuldhaftes Handeln des Richters ist nicht erforderlich. Fehlerhafte Rechtsanwendung allein macht eine Gerichtsentscheidung nicht willkürlich. Willkür liegt vielmehr erst vor, wenn eine offensichtlich einschlägige Norm nicht berücksichtigt oder der Inhalt einer Norm in krasser Weise missgedeutet wird (vgl. BVerfGE 74, 102 &lt;127&gt;; 87, 273 &lt;278 f.&gt;; 96, 189 &lt;203&gt;; 112, 185 &lt;215 f.&gt;; speziell zur teilweisen Verweigerung von Akteneinsicht BVerfGE 62, 338 &lt;342 ff.&gt;). </em><br />
<em>bb) Die angegriffenen Verfügungen des Amtsgericht Gladbeck vom 25. Januar 2011, durch die Akteneinsicht nur auf der Geschäftstelle gewährt wurde, sind unter keinem denkbaren Aspekt rechtlich vertretbar. </em><br />
<em>(a) Gemäß § 147 Abs. 4 Satz 1 StPO sollen dem Verteidiger auf Antrag, soweit nicht wichtige Gründe entgegenstehen, die Akten mit Ausnahme der Beweisstücke zur Einsichtnahme in seine Geschäftsräume oder in seine Wohnung mitgegeben werden. Es wird unterschiedlich beurteilt, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Verteidiger Anspruch auf Überlassung der Akten hat und ob das Gericht in diesem Fall verpflichtet ist, sie ihm zu übersenden oder über ein Gerichtsfach zuzuleiten. Die Fachgerichte gehen davon aus, dass kein Anspruch auf Akteneinsicht in der Kanzlei und kein Anspruch auf Überlassung oder Übersendung der Akten besteht (vgl. BGH, Beschluss vom 24. August 1999 &#8211; 1 StR 672/98 -, NStZ 2000, S. 46; BGH, Beschluss vom 12. September 2007 &#8211; 1 StR 337/07 -, juris; KG, Beschluss vom 19. Dezember 2001 &#8211; 1 AR 1546/01 u.a. -, VRS 102, S. 205; ebenso Meyer-Goßner, StPO, 54. Aufl. 2011, § 147 Rn. 28 m.w.N.). In der Literatur wird dagegen angenommen, dass ein (auswärtiger) Verteidiger &#8211; sofern keine wichtigen Gründe entgegenstehen &#8211; einen Rechtsanspruch auf Überlassung und Übersendung hat (vgl. Lüderssen/Jahn, in: Löwe-Rosenberg, StPO, 26. Aufl., § 147 Rn. 141 &lt;2007&gt;; Wohlers, in: Systematischer Kommentar zur StPO, § 147 Rn. 70 f. &lt;April 2004&gt;; Rieß, Festgabe für Karl Peters &lt;1984&gt;, S. 113 &lt;127&gt;; vgl. zur Erhebung einer Auslagenpauschale bei Versendung BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 6. März 1996 &#8211; 2 BvR 386/96 -, NJW 1996, S. 2222 &lt;2222 f.&gt;). </em><br />
<em>Nach allgemeiner Ansicht ist die Beauftragung eines Wahlverteidigers formlos möglich. Für den Nachweis der Beauftragung soll regelmäßig die Anzeige des Verteidigers genügen. Die Vorlage einer Vollmachtsurkunde soll verlangt werden können, wenn Zweifel an der Bevollmächtigung bestehen (vgl. Wohlers, in: Systematischer Kommentar zur StPO, § 137 Rn. 8 &lt;Februar 2004&gt;; Meyer-Goßner, StPO, 54. Aufl. 2011, Vor § 137 Rn. 9). </em><br />
<em>(b) Es bedarf im vorliegenden Zusammenhang keiner Klärung, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen ein Verteidiger einen Anspruch auf Überlassung oder Übersendung der Akten hat sowie unter welchen Voraussetzungen von ihm die Vorlage einer Vollmachtsurkunde oder der sonstige Nachweis seiner Bevollmächtigung verlangt werden kann. Jedenfalls hat ein Verteidiger Anspruch darauf, dass über seinen Antrag auf Gewährung von Akteneinsicht und über deren Durchführung willkürfrei entschieden wird. </em><br />
<em>Die angegriffenen Verfügungen des Amtsgerichts Gladbeck vom 25. Januar 2011 sind bereits in sich widersprüchlich. Bei berechtigten und nicht widerlegten Zweifeln an der Bevollmächtigung des Beschwerdeführers hätte diesem die Akteneinsicht vollständig versagt werden müssen. Beschränkungen hinsichtlich der Art und Weise der Akteneinsicht sind nicht geeignet, Zweifel an der Bevollmächtigung auszuräumen oder den Mangel einer fehlenden Bevollmächtigung zu beheben. Die Nichtabhilfeentscheidungen und die dienstliche Stellungnahme zum Ablehnungsgesuch verdeutlichen zusätzlich, dass die Beschränkung auf Einsichtnahme in der Geschäftsstelle allein der Sanktionierung der Nichtvorlage von Vollmachten diente. Das Amtsgericht Gladbeck hat sich somit in nicht mehr vertretbarer Weise von einer Anwendung der maßgeblichen Vorschrift des § 147 Abs. 4 Satz 1 StPO gelöst und von sachfremden Erwägungen leiten lassen.</em><br />
<em>Auch aus verfassungsrechtlicher Sicht bedenklich sind zudem die Erwägungen, mit denen das Amtsgericht Gladbeck in den Nichtabhilfeentscheidungen seine Zweifel an der Bevollmächtigung des Beschwerdeführers begründet hat. Dessen Mandanten waren volljährig und konnten daher ohne Mitwirkung weiterer Personen sowohl einen Verteidiger beauftragen als auch sonst ihre Verfahrensrechte wahrnehmen. Eine generelle Unzuverlässigkeit des Beschwerdeführers ist ebenfalls nicht tragfähig belegt.“</em></p>
<p>Damit gibt das Bundesverfassungsgericht dem Beschwerdeführer recht. Die Verfügungen des Amtsgericht vom 25.01.2011 verletzen den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht aus Art. 3 I GG. Die Beschränkung der Akteneinsicht auf die Geschäftsstelle des Gerichts ist unzulässig. Nach Auffassung des Bundesverfassungsgericht hat das Amtsgericht hier gegen das Willkürverbot verstoßen, da die Beschränkung nicht nachvollziehbar ist und auf sachfremden Erwägungen – der Sanktionierung der Nichtvorlage der Vollmachten – beruht. Auch wenn der Beschwerdeführer mittlerweile Akteneinsicht hatte, besteht sein Interesse an einer Entscheidung wegen Wiederholungsgefahr fort.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/08/besorgnis-der-befangenheit-bei-ungleichbehandlung-von-wahlverteidiger-und-pflichtverteidiger/" rel="bookmark" class="crp_title">Besorgnis der Befangenheit bei Ungleichbehandlung von Wahlverteidiger und Pflichtverteidiger</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/05/verletzung-des-rechtlichen-gehoers-durch-versagung-der-akteneinsicht/" rel="bookmark" class="crp_title">Verletzung des rechtlichen Gehörs durch Versagung der Akteneinsicht</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/zur-verletzung-des-rechtlichen-gehoers/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Verletzung des rechtlichen Gehörs</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/06/beiordnung-des-gewaehlten-verteidigers-als-pflichtverteidiger/" rel="bookmark" class="crp_title">Beiordnung des gewählten Verteidigers als Pflichtverteidiger</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/02/ablehnung-einer-terminsverlegung-kann-grundsatz-des-rechtlichen-gehoers-verletzen/" rel="bookmark" class="crp_title">Ablehnung einer Terminsverlegung kann Grundsatz des rechtlichen Gehörs verletzen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/zum-akteneinsichtsrecht-des-strafverteidigers/" rel="bookmark" class="crp_title">Zum Akteneinsichtsrecht des Strafverteidigers</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2009/12/zur-einschraenkung-des-rechts-auf-informationelle-selbstbestimmung/" rel="bookmark" class="crp_title">Zur Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/05/eingriff-in-die-freiheit-der-berufsausuebung-bei-der-bestellung-von-pflichtverteidigern/" rel="bookmark" class="crp_title">Eingriff in die Freiheit der Berufsausübung bei der Bestellung von Pflichtverteidigern</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bverfg-zur-beschraenkung-der-akteneinsicht-eines-strafverteidigers/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/bverfg-zur-beschraenkung-der-akteneinsicht-eines-strafverteidigers/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OLG Celle: Zur nachträglichen Bildung einer Gesamtstrafe</title>
		<link>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/olg-celle-zur-nachtraeglichen-bildung-einer-gesamtstrafe/</link>
		<comments>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/olg-celle-zur-nachtraeglichen-bildung-einer-gesamtstrafe/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 08:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rechtsanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bewährungsstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[dannenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Diebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Geldstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[unbefugter gebrauch eines fahrzeugs]]></category>
		<category><![CDATA[vertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Widerruf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.strafrecht-bundesweit.de/?p=3830</guid>
		<description><![CDATA[Bewährungsstrafe / Bewährungszeit / Diebstahl / unbefugter Gebrauch eines Fahrzeugs / Geldstrafe / Widerruf / Vertrauenstatbestand OLG Celle, Beschluss vom 08.08.2011, Az.: 2 Ws 191/11, 2 Ws 192/11 Der Angeklagte wurde am 12.03.2008 vom Amtsgericht Lüneburg wegen Diebstahls zu einer Bewährungsstrafe von zwei Monaten verurteilt. Die Bewährungszeit wurde auf zwei Jahre festgesetzt und begann am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bewährungsstrafe / Bewährungszeit / Diebstahl / unbefugter Gebrauch eines Fahrzeugs / Geldstrafe / Widerruf / Vertrauenstatbestand<br />
<strong>OLG Celle, Beschluss vom 08.08.2011, Az.: 2 Ws 191/11, 2 Ws 192/11</strong></p>
<p>Der Angeklagte wurde am 12.03.2008 vom Amtsgericht Lüneburg wegen Diebstahls zu einer Bewährungsstrafe von zwei Monaten verurteilt. Die Bewährungszeit wurde auf zwei Jahre festgesetzt und begann am 12.03.2008.</p>
<p>In der Folgezeit beging der Angeklagte weitere Taten, die jeweils vor dem Amtsgericht Dannenberg abgeurteilt wurden. Zunächst wurde der Angeklagte wegen Diebstahls am 13.11.2008 zu einer dreimonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die auf 3 Jahre festgesetzte Bewährungszeit begann am 21.11.2008. Daraufhin wurde die Bewährungszeit wegen der Verurteilung vor dem Amtsgericht Lüneburg am 09.02.2009 auf insgesamt drei Jahre verlängert.</p>
<p>Am 23.03.2009 verurteilte ihn das Amtsgericht Dannenberg wegen unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 10,- EUR. Die Entscheidung ist rechtskräftig seit dem 22.07.2009.<br />
Mit Beschluss vom 01.02.2011 bildete das Amtsgericht aus beiden Strafen eine nachträgliche Gesamtfreiheitsstrafe von 5 Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Am 09.02.2011 begann die auf 3 Jahre festgesetzte Bewährungszeit, die nunmehr bis zum 08.02.2014 dauert.<br />
Das Landgericht Lüneburg widerrief die Strafaussetzung der fünfmonatigen Bewährungsstrafe, da der Angeklagte erneut diverse Male straffällig geworden ist.</p>
<p>Dazu das OLG Celle:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„War dem Tatrichter zum Zeitpunkt der nachträglichen Bildung einer Gesamtstrafe nach § 460 StPO bereits bekannt, dass der Verurteilte zeitlich nach der Verhängung der zusammenzuführenden Strafen erneut straffällig geworden und deswegen bereits rechtskräftig verurteilt worden ist, und setzt er die Vollstreckung der neu gebildete Gesamtfreiheitsstrafe gleichwohl zur Bewährung aus, so wird damit für den Verurteilten ein Vertrauenstatbestand geschaffen. Dieser verbietet einen anschließenden Widerruf dieser Strafaussetzung nach § 56f Abs. 1 StGB jedenfalls aus denjenigen Gründen, die dem gesamtstrafenbildenden Gericht bei seiner Strafaussetzungsentscheidung bereits bekannt waren.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ist in eine nach § 460 StPO gebildete Gesamtfreiheitsstrafe, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde, eine Geldstrafe eingeflossen, die zum Zeitpunkt einer Nachtat im Sinne des § 56f Abs. 1 Nr. 1 StGB noch isoliert bestanden hat, so ist aus Sicht des Verurteilten auch hierdurch ein Vertrauenstatbestand dahingehend entstanden, diese Geldstrafe nicht infolge eines Widerrufs der Aussetzung der Vollstreckung der nachträglichen Gesamtstrafe als &#8211; nun &#8211; freiheitsentziehende Sanktion aufgrund dieser Nachtat verbüßen zu müssen.“</em><br />
<em>„Die nachträgliche Bildung einer Gesamtstrafe lässt das ursprüngliche Erkenntnis entfallen, nur das neue Erkenntnis bildet die Grundlage der Vollstreckung (KG Berlin NJW 2003, 2468; OLG Düsseldorf NStZ 1999, 533). Wird die Vollstreckung der mit einem Gesamtstrafenbeschluss gebildeten Gesamtfreiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt, handelt es sich hierbei um eine Entscheidung, die aufgrund neuer Prüfung der Aussetzungsfrage zu treffen war (vgl. Meyer-Goßner, StPO, 54. Aufl., 2011, § 460 Rdnr. 17 m.w.N.). Es handelt sich hierbei um eine neue, nach der Sachlage zur Zeit der Beschlussfassung (vgl. BayObLG NStZ-RR 2002, 297) zu treffende Prognoseentscheidung, so dass auch die Bewährungszeit nach § 56 a StGB &#8211; unter Beachtung des § 58 Abs. 2 StGB &#8211; neu festzusetzen ist (Meyer-Goßner, a.a.O.).“</em></p>
<p>Damit stellt das OLG klar, dass hier ein Vertrauenstatbestand für den Angeklagten geschaffen wurde. Das Tatgericht wusste bei Bildung der Bewährungsstrafe bereits, dass der Angeklagte erneut straffällig geworden ist. Nichtsdestotrotz wurde nur eine Bewährungsstrafe verhängt, worauf sich der Angeklagte dann verlassen können muss. Daher ist der spätere Widerruf der Aussetzung unzulässig.</p>
<p><strong><br />
Dieser Beitrag wurde eingestellt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht <a title="Portrait" href="../../../portrait">Dr. Böttner</a>, Strafverteidiger aus Hamburg. Weitere aktuelle Entscheidungen zum <a title="Strafrecht" href="../../../strafrecht">Strafrecht</a> und Strafprozessrecht finden Sie unter <a href="../../../category/aktuelles/">“aktuelles”</a> und unserem neuen <a title="Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog" href="http://www.anwalt-strafverteidiger.de/">Anwalt &amp; Strafverteidiger Blog</a> sowie einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der <a title="Kontakt" href="../../../kontakt">Kanzlei</a> in den entsprechenden Rubriken.</strong></p>
<div id="crp_related"><br><h2>Ähnliche Beiträge:</h2><ul><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/unverhaltnismaessigkeit-des-widerrufs-der-zur-bewaehrung-ausgesetzten-freiheitsstrafe-infolge-zeitablaufs/" rel="bookmark" class="crp_title">Unverhältnismäßigkeit des Widerrufs der zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe infolge Zeitablaufs</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/widerruf-der-bewaehrung-nach-ablauf-der-bewaehrungszeit/" rel="bookmark" class="crp_title">Widerruf der Bewährung nach Ablauf der Bewährungszeit</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/kein-widerruf-der-strafaussetzung-bei-positivem-lebenswandel/" rel="bookmark" class="crp_title">Kein Widerruf der Strafaussetzung bei positivem Lebenswandel</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/08/zasurwirkung-zur-einbeziehung-von-geldstrafen/" rel="bookmark" class="crp_title">Zäsurwirkung: Zur Einbeziehung von Geldstrafen</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2010/05/verwirklichung-des-harteausgleichs-in-der-strafzumessung/" rel="bookmark" class="crp_title">Verwirklichung des Härteausgleichs in der Strafzumessung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/04/benachrichtigung-des-verteidigers-ueber-bewaehrungswiderruf-und-wiedereinsetzung/" rel="bookmark" class="crp_title">Benachrichtigung des Verteidigers über Bewährungswiderruf und Wiedereinsetzung</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/09/bgh-zur-begruendungspflicht-der-nicht-aussetzung-einer-aussetzungsfaehigen-freiheitsstrafe/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Zur Begründungspflicht der Nicht-Aussetzung einer aussetzungsfähigen Freiheitsstrafe</a></li><li><a href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/06/bgh-tod-eines-unterernaehrten-babys-muss-erneut-aufgeklaert-werden/" rel="bookmark" class="crp_title">BGH: Tod eines unterernährten Babys muss erneut aufgeklärt werden</a></li></ul><br></div><div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="small" href="http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/olg-celle-zur-nachtraeglichen-bildung-einer-gesamtstrafe/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.strafrecht-bundesweit.de/2011/12/olg-celle-zur-nachtraeglichen-bildung-einer-gesamtstrafe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

