Aussage

Die Beweiswürdigung bei widersprüchlichem Aussageverhalten

Strafverteidigungserfolg in der Revision: Die Beweiswürdigung im Strafprozess bei mehreren, sich widersprechenden Aussagen eines Geschädigten muss das widersprüchliche Aussageverhalten berücksichtigen. Bei hier zu Grunde liegendem EInschüchterungsversuch durch mehrere, teils bewaffnete Täter, ist darüber hinaus zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Verurteilung wegen versuchter Nötigung überhaupt erfüllt sind.

Eine Verständigung befreit das Gericht nicht von der Wahrheitsfindung

Vorwurf der Kindesmisshandlung bei verwirrend unterschiedlichen Aussagen: Wurde das Kind nun zu Tode misshandelt oder nicht?

Legt der Täter im Strafprozess wegen Totschlags ein Geständnis ab, so muss das Gericht das Geständnis im Rahmen der Wahrheitsfindung auf Richtigkeit prüfen, auch bei Verständigung (Deal).

BGH: Das Nachschieben von Vorwürfen durch das Opfer begründet eine Nachforschungspflicht über die Glaubwürdigkeit

Glaubwürdigkeitsprüfung: Erhebt das Opfer (hier bei sexueller Nötigung und Vergewaltigung) immer neue Tatvorwürfe, muss das Gericht dieses Verhalten in einer Gesamtwürdigung berücksichtigen.