Bande

Eine Bande ist ein Zusammenschluss von mehreren, wohl mindestens 3 Personen, zur gemeinschaftlichen und mehrmaligen Begehung von Straftaten. Umstritten ist die genaue Mindestzahl an Bandenmitgliedern und die Anwesenheit aller am Tatort. Indiz für eine Bande sind das mehrteilige Zusammenwirken der Beteiligten über das bloße Hilfeleisten hinaus und die Aufteilung der Beute unter sich.

Passive Unterstützung bei einer Straftat und die Qualifikation der gemeinschaftlichen Körperverletzung

Erfolgreiche Revision vor dem BGH: Wenn der Täter vor einer Schlägerei unter Jugendlichen bei einer vorab erfolgenden Körperverletzung lediglich auf Hilfe seiner Freunde setzt, liegt noch keine gefährliche Körperverletzung iSd §§ 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB vor. Eine gemeinschaftliche schwere Körperverletzung kann in diesem Strafverfahren folglich ausgeschlossen werden und verlangt nach einer Korrektur des Urteils.

BGH: Nicht jedes Bandenmitglied ist auch Mittäter bei einem schweren Bandendiebstahl iSd § 244a StGB

BGH-Entscheidung (Revision) im Sinne der Strafverteidigung: Auch bei schwerem Bandendiebstahl ist nicht jedes Bandenmitglied ein Mittäter. Wer „Schmiere“ steht, ist höchst wahrscheinlich nur Gehilfe. Für dessen Beihilfe (hier zum Diebstahl) ermöglicht das Strafrecht eine geringere Strafe.

BGH: Zum Bandenverhältnis zwischen Käufer und Verkäufer beim Drogenhandel

Strafverteidigung in der Revision, nach Drogenimport und Drogenhandel, hier mit Heroin aus den Niederlanden:

BGH-Erläuterung zur Risikoverteilung im Drogenhandel (beim Handel mit Betäubungsmitteln) und der damit verbundenen (notwendigen) Unterscheidung zwischen Käufern (und Verkäufern) im Bandenverhältnis und strafrechtlich selbstständigen Käufern.