Vorsatz

Der Vorsatz ist der subjektive Tatbestand einer Tat und meint generell das „Wissen und Wollen“ einer Straftat. Innerhalb des Vorsatzes sind unterschiedliche Vorsatz-Formen entwickelt worden wie der dolus directus 1. Grades als das Handeln mit Absicht oder auch der dolus eventualis als der Eventualvorsatz.

BGH: Bei einer Vergewaltigung iSd § 177 Abs. 1 Nr. 3 StGB muss sich der Vorsatz auch auf die hilflose Lage beziehen

Strafverteidigung in der BGH-Revision: Eine Vergewaltigung iSd § 177 Abs. 1 Nr. 3 StGB setzt voraus, dass der Täter mit Vorsatz handelt, sich der Ausnutzung einer hilflosen Lage seines Opfers also bewusst ist.

OLG Koblenz: Der sexuelle Missbrauch widerstandsunfähiger Personen gemäß § 179 StGB

Strafverteidigung in der OLG-Revision nach hartem Urteil wegen dubiosem, angeblich vorsätzlichem Geschlechtsverkehr:

Eine widerstandsunfähige Person nach § 179 StGB kann (auch) bei sexuellem Missbrauch (hier bei unter Drogen stehendem mutmaßlichen Opfer) nur sein, wer unfähig ist, einen ausreichenden Widerstandswillen gegen die sexuelle Handlung des Täters zu bilden.