Hemmschwellentheorie

Die Hemmschwellentheorie ist eine Figur in der Strafrechtswissenschaft und tritt im Vorsatz von einem Tötungsdelikt auf. Nach Ansicht der Rechtsprechung besitzt der Täter bei einem Tötungsdelikt wie dem Mord oder Totschlag eine natürliche Hemmschwelle angesichts der gravierenden Folge der Tat und des hohen Rechtsgut des menschlichen Lebens, die er bei seinem vorsätzlichen Handeln überwinden muss. Es muss dem Täter daher nachgewiesen werden, dass er diese höhe Hürde überwunden hat, also gezielt das Leben eines anderen Menschen beenden wollte oder sich zumindest damit abgefunden hat (Eventualvorsatz).