Erste Hausdurchsuchungen nach der Operation Tornado im Kampf gegen die Kinderpornografie

Im Kampf gegen die Kinderpornografie ist es vor wenigen Tagen im Rahmen der von Interpol geleiteten „Operation Tornado“ zu einem großen Schlag gekommen. In der Folge wurde jetzt eine hohe Anzahl an Ermittlungsverfahren eingeleitet. Davon sind auch viele Deutsche betroffen.

Die Ermittler hatten sich vor über 5 Jahren an das Zahlungssystem „IWEPAY“ gehalten, dem sich unter anderem auch kinderpornografische Angebote im Internet als Bezahlungssystem für den Content bedienten. Die Entwickler sowie die Firma hinter IWEPAY stammen aus Weißrussland und sind schon im Jahre 2008 festgenommen worden. Im Zuge dessen konnten die Kundendaten sichergestellt werden. Die Auswertungen laufen immer noch.

Insgesamt wurden rund 60.000 Kundenkonten aus 146 Ländern ausgewertet und gesammelt. Darunter befinden sich auch zwischen 2000 und 5000 Kundenaccounts aus Deutschland. Bei einigen Betroffen wurde nun anhand der Kreditkarte der Wohnsitz ausfindig gemacht und die Wohnungen durchsucht. Bei dem Großteil der Tatverdächtigen wird es in nächster Zeit noch zu Hausdurchsuchungen kommen.

Nach dem deutschen Strafrecht steht gemäß § 184b Abs. 1 Nr. 3 StGB auch das Herstellen, Beziehen, Vorrätig halten, Anbieten, Ankündigen, Anpreisen sowie die Einfuhr bzw. Ausfuhr von kinderpornografischen Schriften unter Strafe.

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Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht | Dr. jur. Sascha Böttner (Strafverteidiger)

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