Obhutsverhältnis

Das Obhutsverhältnis spielt eine Rolle beim sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen und soll die Beziehung zwischen dem Täter und dem Opfer als Erziehungsverhältnis darstellen, in welchem dem Vater oder Erwachsenen die Erziehung und Aufsicht des Kindes als Schutzbefohlenes anvertraut ist. Umstritten war das Obhutsverhältnis bei der Beziehung zwischen Lehrern bzw. dem Klassenlehrer und Schüler und wurde von Gerichten teilweise bei Vertretungslehrern verneint, da sie nur kurzfristig die Klasse unterrichten und keine eigentliche, nachhaltige Erziehungsaufgabe bezüglich dieser Schüler haben.

OLG Koblenz: Freispruch für Lehrer nach Sex mit Schülerin – Zu den Anforderungen an ein Obhutsverhältnis im Sinne von § 174 I Nr. 1 StGB

Sexualstrafrecht: Lehrer wird nach sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen (Schülern) freigesprochen, da kein Schutzbefohlenen-Verhältnis zu Schülern bestand.