Untreue

Die Untreue nach § 266 StGB zählt zu den Vermögensdelikten. Die Untreue setzt die Verletzung einer Vermögensbetreuungspflicht voraus. Diese kann entweder in dem Missbrauch der Verfügungsbefugnis liegen oder durch Verletzung einer besonderen Vermögensbetreuungspflicht. Vor allem in Wirtschaftsstrafrecht spielt der Untreuetatbestand eine wichtige Rolle. So können sich Geschäftsführer beispielsweise durch Risikogeschäfte dem Verdacht der Untreue zu Lasten der Gesellschaft aussetzen.

Untreue-Verfahren gegen Vorsitzenden der TGD ohne Auflagen eingestellt

Das Strafverfahren wegen des Verdachts der Untreue (§ 266 StGB) gegen den langjährigen Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde (TGD) in Deutschland, Kenan Kolat, ist nun eingestellt worden. Die Selbstanzeige und weitere Umstände kamen dem Beschuldigten allem Anschein nach zugute.

Wenn die Staatsanwaltschaft den Vorsitzenden als befangen ablehnt

Befangenheitsantrag im Revisionsverfahren: Scheint die Staatsanwaltschaft den Fall (Untreue, Betrug und Bestechung) nur einseitig erforscht zu haben, kann ein Ablehnungsgesuch begründet sein. Hier allerdings hat der Vorwurf gegenüber der Staatsanwaltschaft im Revisionsverfahren schließlich den vorsitzenden Richter selber kalt erwischt.