Einverständnis

Das Einverständnis im Strafrecht ist eine vergleichbar mit der Einwilligung und meint, dass sich beispielsweise das Opfer mit dem Handeln gegen dessen Willen einverstanden erklärt, ohne dies jedoch kundtun zu müssen. Ein tatbestandsausschließendes Einverständnis lässt sogar die Strafbarkeit entfallen, wenn das Handeln des Täters gerade nicht gegen den Willen des Opfers erfolgt, sondern das Opfer damit einverstanden ist.

BGH: Therapeut trotz Einverständnis wegen sexuellen Missbrauchs nach § 174c StGB strafbar

Ausführungen des BGH nach Revision der Strafverteidigung und Staatsanwaltschaft – zur Strafbarkeit eines Therapeuten bei sexuellem Missbrauch im Behandlungsverhältnis (Sex-Handlungen in der Therapie) mit und ohne Einverständnis der/des Patienten/Opfer(s).

BGH: Zur Verurteilung des Geschäftsführers einer GmbH wegen Untreue trotz Einverständnis der Gesellschafter

Der BGH zur Verurteilung des Geschäftsführers einer GmbH wegen Untreue, trotz Einverständnis der Gesellschafter: Untreue setzt Pflichtwidrigkeit voraus, Verstöße gegen das Gesellschaftsrecht (z.B. Bankrottdelikte) bedürfen ggf. einer gesonderten strafrechtlichen Bewertung.