Fahruntüchtigkeit

Als Fahruntüchtigkeit gilt ein Zustand, der es einem Autofahrer oder generell Fahrer eines Fahrzeugs in Folge des Genusses von Rauschmitteln wie Alkohol oder Drogen nicht mehr ermöglicht, das Fahrzeug zu jeder Zeit sicher im Straßenverkehr zu führen. Unterschieden wird zwischen absoluter Fahruntüchtigkeit und relativer Fahruntüchtigkeit, die sich nach den Promille-Grenzen im Straßenverkehr bestimmen.

BGH: Keine starren Grenzwerte bei Nachweis einer rauschmittelbedingten Fahruntüchtigkeit

BGH zur Fahruntüchtigkeit im Straßenverkehr nach Drogenkonsum (hier Kokain):

Für Verkehrsdelikte unter Kokaineinfluss gibt es im Verkehrsstrafrecht keine starren Grenzwerte. Fahruntüchtigkeit nach Kokainkonsum ist trotz verdächtiger Blutprobe auch nach der Blutentnahme nachzuweisen.

Über einen positiven Blutwirkstoffbefund hinaus erforderliche Beweisanzeichen zum Beleg der Fahruntüchtigkeit während einer Drogenfahrt

Eine strafrechtliche Fahruntüchtigkeit im Straßenverkehr (Verkehrsstrafrecht) durch Drogen (Cannabis) bedarf weiterer Beweise und Prügungen neben des Blut-Wirkstoffbefundes.