Teilnahme

Die Teilnahme ist von der Mittäterschaft abzugrenzen und bedeutet im Strafrecht, dass sich eine Person durch seine Mitwirkung an einer Straftat strafbar gemacht hat ohne der Haupttäter zu sein. Dies kann in Form der Anstiftung zu einer Straftat oder der Beihilfe erfolgen. Je nach Teilnahmehandlung ist der Teilnehmer entweder gleich einem Täter zu bestrafen oder erfährt er eine gewisse Strafmilderung.

OLG Hamm: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und die fehlende Belehrung

OLG Hamm (Strafverteidigung in der Revision): Wurde der Angeklagte von den Vollstreckungsbeamten nicht rechtsfehlerfrei belehrt (hier beim Widerstand gegen eine Personalienfeststellung anlässlich einer nicht genehmigten Demonstration) , ist der Widerstand gegen die Polizei nach deutschem Strafrecht auch nicht strafbar.

BGH: Auch die Teilnahmehandlung muss sich als besonders schweren Fall darstellen

Ein wegen Beihilfe zum Betrug (Teilnahmehandlung bei gewerbsmäßigem Betrug) angeklagter Gehilfe kann bei besonders schwerer Schuld des Haupttäters nur dann ebenfalls nach den Richtlinien für einen besonders schweren Fall verurteilt werden, wenn auch die Teilnahmehandlung selbst einen besonders schweren Fall begründet. Darin wurden sich Strafverteidigung und Bundesgerichtshof (BGH) in der Revision am Ende einig.

BGH: Zur Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

Strafverteidigung in der Revision zur „Aufbewahrung von Drogen“ zum 2. Mal erfolgreich: Die Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln (Hilfe beim Drogenhandel) setzt ein nachweisbares Hilfe leisten voraus. Erläuterungen des BGH zum Unterschied zwischen Kenntnisnahme, Billigung und Förderung einer Straftat (im Sinne der Beihilfe zum Drogenhandel), mit Informationen auch zur Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme.