Strafverteidiger

Ablehnung einer Terminverlegung kann Grundsatz des rechtlichen Gehörs verletzen

Rechtsbeschwerde nach Terminverlegung und Hauptverhandlung ohne Strafverteidiger: Die Ablehnung einer Terminsverlegung führt zu einer Verletzung des rechtlichen Gehörs, wenn sie auf sachfremden und nicht mehr nachvollziehbaren Gründen beruht und dem Betroffenen dadurch der erste Zugang zum Gericht genommen wird.

Pflicht zur Ladung sämtlicher Strafverteidiger zu einem in der mündlichen Verhandlung anberaumten Fortsetzungstermin

Urteil in der Revision wegen Rechtsfehler aufgehoben (OLG):

Zum Schutze des Angeklagten müssen zu einem Fortsetzungstermin ALLE Strafverteidiger (Wahlpflichtverteidiger und Pflichtverteidiger) geladen werden. Sofern der Angeklagte mehrere Anwälte zu seiner Verteidigung bestellt hat, reicht die Ladung von lediglich einem seiner Verteidiger zum Verhandlungstermin nicht aus.