Wahlverteidiger

Ab einer gewissen Schwere der Tat wird dem Beschuldigten im Wege des Prozesses ein Pflichtverteidiger beigeordnet, damit dieser die Rechte des Beschuldigten durchsetzt und eventuell später den Angeklagten vor Gericht verteidigt und zu einem möglichst guten Ausgang wie dem Freispruch oder einer milden Strafe (Urteil) gelangt. Jedoch kann sich der Beschuldigte oder Angeklagte auch einen Wahlverteidiger suchen, den er sich selbst nach Sympathie, Erfahrung oder Prominenz aussuchen kann und selbst zu bezahlen hat.

Pflicht zur Ladung sämtlicher Strafverteidiger zu einem in der mündlichen Verhandlung anberaumten Fortsetzungstermin

Urteil in der Revision wegen Rechtsfehler aufgehoben (OLG):

Zum Schutze des Angeklagten müssen zu einem Fortsetzungstermin ALLE Strafverteidiger (Wahlpflichtverteidiger und Pflichtverteidiger) geladen werden. Sofern der Angeklagte mehrere Anwälte zu seiner Verteidigung bestellt hat, reicht die Ladung von lediglich einem seiner Verteidiger zum Verhandlungstermin nicht aus.