Bankrott

Der Bankrott tritt nach einer gewissen Zeit der Zahlungsunfähigkeit ein und richtet sich im Wirtschaftsstrafrecht nach etlichen Merkmalen wie der drohenden Insolvenz, das Verhalten des Geschäftsführers oder der Gesellschafter.

OLG Stuttgart: Gleichzeitigkeit von Krise und Nichterstellung der Bilanz beim Bankrott

Freispruch vom Bankrott (OLG Stuttgart): Für den Bankrott nach § 283 Abs. 1 Nr. 7 b, Abs. 6 StGB müssen die wirtschaftliche Krise eines Unternehmens (Zahlungsunfähigkeit) und die Verschleppung bzw. Nichterstellung der Bilanz (Verletzung der Buchführungspflicht) zusammenfallen.

BGH: Zur Verurteilung des Geschäftsführers einer GmbH wegen Untreue trotz Einverständnis der Gesellschafter

Der BGH zur Verurteilung des Geschäftsführers einer GmbH wegen Untreue, trotz Einverständnis der Gesellschafter: Untreue setzt Pflichtwidrigkeit voraus, Verstöße gegen das Gesellschaftsrecht (z.B. Bankrottdelikte) bedürfen ggf. einer gesonderten strafrechtlichen Bewertung.

Zu den Voraussetzungen des Straftatbestandes der Untreue

Revision der Staatsanwaltschaft nach vorangegangenem Freispruch durch das Landgericht: Aus dem Urteil des Bundesgerichtshofs zur Strafbarkeit der Untreue eines GmbH-Geschäftsführers bei Überschreitung von Aus- und Rückzahlungsverboten gegenüber Gesellschaftern und/oder Darlehensgebern. Zur Rechtsfehlerhaftigkeit des Freispruchs gegen Vorwürfe der Untreue und Insolvenzverschleppung.