Beweiswürdigung

Die Bewertung und Berücksichtigung von Tatsachen, Aussagen und Indizien im Rahmen eines Strafprozesses werden als Beweiswürdigung verstanden.

Die Beweiswürdigung bei widersprüchlichem Aussageverhalten

Strafverteidigungserfolg in der Revision: Die Beweiswürdigung im Strafprozess bei mehreren, sich widersprechenden Aussagen eines Geschädigten muss das widersprüchliche Aussageverhalten berücksichtigen. Bei hier zu Grunde liegendem EInschüchterungsversuch durch mehrere, teils bewaffnete Täter, ist darüber hinaus zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Verurteilung wegen versuchter Nötigung überhaupt erfüllt sind.

BGH zur Beweiswürdigung bei widersprüchlichen Aussagen

Eine fehlerhafte Beweiswürdigung kann bei widersprüchlichen Aussagen auch im Betäubungsmittelstrafrecht zu einer Aufhebung des Urteils in der folgenden Instanz führen.

Hier wehrten sich der Angeklagte und sein Strafverteidiger wegen widersprüchlichen Zeugenaussagen gegen das gegen den Angeklagten ergangene Urteil wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln (Drogenhandel) in nicht geringer Menge mit einer damit verbundenen Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren.

Urteilsgründe müssen für Revisionsgericht nachvollziehbar sein

Im Sexualstrafrecht wie sexuellen Missbrauchs von Kindern und sonstigen Sexualdelikten muss sich das Gericht mit allen relevanten Tatsachen in der Beweiswürdigung auseinander setzen und vorallem bei Aussage gegen Aussage muss das Revisionsgericht bei einer Revision die Urteilsgründe überprüfen können.