Verständigung

Eine Verständigung im Strafverfahren wird auch als Verfahrensabsprache oder „Deal“ bezeichnet und bedeutet eine – in der Praxis häufig vorkommende – Absprache zwischen dem Gericht, der Staatsanwaltschaft und dem Angeklagten dahingehend, dass dem Angeklagten ein bestimmtes, milderes Strafmaß in Aussicht gestellt wird, wenn er im Gegenzug ein Geständnis ablegt oder sich einlässt hinsichtlich eines bestimmten Tatvorwurfs oder mitwirkt bei der Aufklärung des Sachverhalts. Schwierigkeiten bereitet der Rechtsmittelverzicht im Rahmen der Verständigung.

Verständigung im Wirtschaftsstrafrecht kann häufig eine Gefängnisstrafe verhindern

Im Verfahren um die DM Beteiligungen AG konnte die Verteidigung Bewährungsstrafen und Verständigungen erreichen. Dies basierte vor allem auf einer erfolgreiche Verteidigungsstrategie, die auch im Wirtschaftsstrafrecht häufig zum Erfolg führt.

Eine Verständigung befreit das Gericht nicht von der Wahrheitsfindung

Vorwurf der Kindesmisshandlung bei verwirrend unterschiedlichen Aussagen: Wurde das Kind nun zu Tode misshandelt oder nicht?

Legt der Täter im Strafprozess wegen Totschlags ein Geständnis ab, so muss das Gericht das Geständnis im Rahmen der Wahrheitsfindung auf Richtigkeit prüfen, auch bei Verständigung (Deal).

BVerfG: Ist ein "Rechtsgespräch" eine Verständigung iSd § 257c StPO?

Absprache im Prozess wegen unerlaubten Handelns mit Betäubungsmitteln schief gelaufen, Verfassungsbeschwerde erfolgreich:

Verständigung (§ 257c StPO) ohne Rechtsmittelverzicht oder Rechtsgespräch mit unerwünschten Folgen? Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) bezieht Stellung im Sinne der Strafverteidigung.